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"Jesus ist ein Linker" -- Warum solche Labels Jesus Christus einengen

"Jesus ist ein Linker" -- Warum solche Labels Jesus Christus einengen
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Für seinen Satz "Jesus ist ein Linker" erntete Miersch viel Kritik


ein Kommentar auf PRO -- 18. September 2025






„Jesus ist ein Linker“: In diesem Satz steckt mehr, als man meinen könnte

Ist Jesus ein Linker, wie Matthias Miersch es formulierte? Natürlich nicht. Aber auch kein Konservativer, Liberaler oder Sozialkonstruktivist: Warum solche Labels Jesus Christus einengen. Und welche versteckte Botschaft in Mierschs Satz mitschwingt.

Welche politische Einstellung hat eigentlich Jesus? Für SPD-Fraktionschef Matthias Miersch ist die Antwort klar: „Jesus ist ein Linker. Anders kann ich mir das gar nicht vorstellen“, sagte er im PRO-Interview (hier lesen Sie es in voller Länge). Die Äußerung zog weite Kreise, nachdem die SPD-Bundestagsfraktion das Zitat auf Social Media gepostet hatte – und sie erntete zu Recht Widerspruch von CDU-Politikern bis zu grünen Kirchenleuten wie Katrin Göring-Eckardt oder Konstantin von Notz.

Natürlich ist der Satz eine Anmaßung. Doch trotzdem lohnt es sich, näher hinzuschauen. Miersch begründet seine Aussage mit folgenden Worten: „Jesus hat immer auf die Gemeinschaft gesetzt, auf Solidarität. Und haben Sie mal die Bergpredigt gelesen? Die ist hochpolitisch und heute wäre sie eindeutig links.“

Ja, Jesus hat auf Gemeinschaft gesetzt, und auf „Solidarität“ in dem Sinne, dass er gerade für die Schwachen in die Welt gekommen ist. Die Bergpredigt betont sehr stark die Verantwortung von Christen für schwache Menschen, für Frieden. Wäre die Bergpredigt ein politisches Programm, hätte sie durchaus linke Elemente. Aber: Die Bergpredigt war keine politische Rede. Sie war eine Predigt, die Jesus an seine Zuhörer richtete. Sie ist ein Aufruf zur Demut, zum liebevollen und friedfertigen Handeln, zur Nachfolge. Jesu Worte richten sich an jeden einzelnen Menschen, an dich und mich. Und so kann ein politisch Liberaler ein genauso treues Leben nach Jesu Worten führen, wie es ein Linker oder Konservativer kann: gottesfürchtig, großzügig, demütig, friedfertig, barmherzig.

Die gute Botschaft im Miersch-Zitat

Jesus zum Linken zu deklarieren, ist genauso falsch wie ihn wegen des Gleichnisses der anvertrauten Talente zum Marktradikalen zu erklären oder gar zum Klassenkämpfer, weil er die Händler per Peitsche aus dem Tempel trieb. Oder wie die gefährliche Vereinnahmung durch die MAGA-Truppe in den USA. Beides macht Jesus viel kleiner, als er ist. Die Mission des Gottessohnes war nicht sein ethisches Vorbild, keine politische Philosophie, sondern die Rettung der Welt. Er starb am Kreuz nicht für seine politischen Überzeugungen, sondern weil er sich selbst opferte, um die Menschen zu erlösen – quer über Geschlechter, Ethnien und Parteibücher hinweg.

Nicht ohne Grund hat es bei der Gründung der „C“-Parteien Diskussionen gegeben, ob die Nennung des christlichen Glaubens angemessen sei. Ist CDU-Politik automatisch „christliche“ Politik? Und ist alles, was gegen CDU-Politik ist, automatisch „unchristliche“ Politik? Die Unionsparteien stehen auch in der Gefahr, den Glauben an Jesus für eine – natürlich gut gemeinte – Sache zu vereinnahmen. Oder es zumindest so wirken zu lassen.

In dem Miersch-Zitat ist noch etwas anderes bemerkenswert, es ist eine Art Meta-Botschaft. Miersch sagte im PRO-Interview nicht: „Jesus war ein Linker“, sondern „Jesus ist ein Linker“. Dass jemand „ist“, sagt man nicht über Gandhi, Goethe oder Sokrates. Sie waren. Jesus ist. Weil er lebt.

Und wenn diese Botschaft, wenn auch nur unterschwellig die Runde macht, kann man diesem Zitat auch etwas Gutes abgewinnen.


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Kommentare

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Sadie 09.11.2025 09:00
Mein Zeugnis:

Für mich ist Jesus kein linker und kein rechter.

Er ist der Sohn Gottes, der alle Menschen liebt und annimmt.

Seine Botschaft übersteigt jede menschliche Bewegung — Sie ist für die ganze Welt gedacht.

Er hat allen Menschen Liebe und Barmherzigkeit  gezeigt, ohne sich in eine Schublade pressen zu lassen
 
Sadie 09.11.2025 09:05
Mein Zeugnis:

Für mich ist Jesus kein linker und kein rechter.

Er ist der Sohn Gottes, der alle Menschen liebt und annimmt.

Seine Botschaft übersteigt jede menschliche Bewegung — Sie ist für die ganze Welt gedacht.

Er hat allen Menschen Liebe und Barmherzigkeit  gezeigt, ohne sich in eine Schublade pressen zu lassen


Ich kann dem Miersch - Zitat keinen positiven Kern .


Jesus gehört keiner politischen Richtung ,er ist der Sohn Gottes für alle Menschen

Jesus Christus ist größer als jede politische Einordnung — seine Liebe gilt allen..
 
(Nutzer gelöscht) 09.11.2025 11:11
Jesus wäre eigentlich Kommunist wenn man die Umverteilung und das solidarische Teilen untereinander und die Gleichheit aller in seinen Reden berücksichtigt.
 
Autumn 09.11.2025 12:10
Danke Sadie für deinen Beitrag.
Ich sehe es auch so.

Dass Jesus "ist" und nicht "war", ... dass Er lebt, ... ist natürlich wahr und eine frohe Botschaft.
Darum ging es Herrn Miersch allerdings nicht.
 
Autumn 09.11.2025 12:26
Cherub, ... Jesus Christus als Kommunist,
DAS ist ein schwer vorstellbares Bild und Gedanke.

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Kein Politiker und keine Partei sollte Ihn für sich vereinnahmen.
Habe auch schon gelesen, dass Er als linker Extremist und woker Softie bezeichnet wurde.
Das kommt von Gruppierungen, denen Seine Seligpreisungen in der Bergpredigt nicht in den politischen Kram passen und die sich einen härteren, militanten Messias herbeiersehnen.

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