Die "ertrinkenden Inseln" – so nennt man die Ministaaten im Pazifik, darunter neben Fidschi auch Vanuatu, Tuvalu und Palau. Auf Tuvalu hat mittlerweile ein Drittel der Bevölkerung ein Visum für Australien beantragt.
Eine Idee im Jura-Seminar wird zur historischen Rechtsnorm
Angesichts dieser existenziellen Bedrohung und der internationalen Tatenlosigkeit wundert man sich, dass Menschen wie Prasad noch auf die Weltgemeinschaft setzen. Genauer gesagt: auf ihre Justiz.
Internationale Gerichtshof eine saubere Umwelt zum Menschenrech
02.10.2025 18:03
Internationale Gerichtshof eine saubere Umwelt zum Menschenrech
02.10.2025 18:03
Internationale Gerichtshof eine saubere Umwelt zum Menschenrech
Seine Heimat versinkt im Meer. Also zog er vor Gericht
Andrea Böhm
Eine Kolumne von
Andrea Böhm
Studierende aus Fidschi erhalten den alternativen Nobelpreis: Dank ihnen hat der Internationale Gerichtshof eine saubere Umwelt zum Menschenrecht erklärt.
2. Oktober 2025, 7:15 Uhr
Wer bei Fidschi-Inseln immer noch an Palmenstrände und das gute Leben denkt, sollte mit Vishal Prasad reden. Prasad, 29, beschäftigt sich seit Jahren mit den Folgen der Erderwärmung für seine Heimat. Das Thema Klimaschutz ist in Deutschland und Europa ja derzeit aus der Mode gekommen. Länder wie Fidschi können sich ein solches Desinteresse nicht leisten. Ihre Städte und Dörfer werden zunehmend unbewohnbar.
Andrea Böhm
Eine Kolumne von
Andrea Böhm
Studierende aus Fidschi erhalten den alternativen Nobelpreis: Dank ihnen hat der Internationale Gerichtshof eine saubere Umwelt zum Menschenrecht erklärt.
2. Oktober 2025, 7:15 Uhr
Wer bei Fidschi-Inseln immer noch an Palmenstrände und das gute Leben denkt, sollte mit Vishal Prasad reden. Prasad, 29, beschäftigt sich seit Jahren mit den Folgen der Erderwärmung für seine Heimat. Das Thema Klimaschutz ist in Deutschland und Europa ja derzeit aus der Mode gekommen. Länder wie Fidschi können sich ein solches Desinteresse nicht leisten. Ihre Städte und Dörfer werden zunehmend unbewohnbar.
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calando 02.10.2025 18:05
Die "ertrinkenden Inseln" – so nennt man die Ministaaten im Pazifik, darunter neben Fidschi auch Vanuatu, Tuvalu und Palau. Auf Tuvalu hat mittlerweile ein Drittel der Bevölkerung ein Visum für Australien beantragt.
Eine Idee im Jura-Seminar wird zur historischen Rechtsnorm
Angesichts dieser existenziellen Bedrohung und der internationalen Tatenlosigkeit wundert man sich, dass Menschen wie Prasad noch auf die Weltgemeinschaft setzen. Genauer gesagt: auf ihre Justiz.
Eine Idee im Jura-Seminar wird zur historischen Rechtsnorm
Angesichts dieser existenziellen Bedrohung und der internationalen Tatenlosigkeit wundert man sich, dass Menschen wie Prasad noch auf die Weltgemeinschaft setzen. Genauer gesagt: auf ihre Justiz.
calando 02.10.2025 18:06
2021 hatte die PISFCC gerade den ersten der Inselstaaten, Vanuatu, überzeugt, mit ihrer Unterstützung nach Den Haag vor den Internationalen Gerichtshof (IGH) zu ziehen. Der IGH ist das höchste Rechtsprechungsorgan der UN und damit der Welt. Mitgliedsländer tragen hier Rechtsstreitigkeiten aus – um Grenzverletzungen, Hoheitsgewässer, Kriegsschulden, aber auch um grenzüberschreitende Umweltzerstörung.
Prasad und seine Organisation wollten niemanden verklagen. Sie wollten ein Rechtsgutachten. Der IGH sollte klären, welche Verpflichtungen Staaten haben, jetzige und zukünftige Generationen vor den Folgen der Erderwärmung zu schützen. Weltweit schlossen sich mehr als 100 Organisationen und Regierungen dem Antrag auf ein IGH-Gutachten an. Dessen sogenannte advisory opinions sind für niemanden bindend. Aber sie können eine enorme rechtsnormative Wucht entfalten. Was dann auch geschah.
Prasad und seine Organisation wollten niemanden verklagen. Sie wollten ein Rechtsgutachten. Der IGH sollte klären, welche Verpflichtungen Staaten haben, jetzige und zukünftige Generationen vor den Folgen der Erderwärmung zu schützen. Weltweit schlossen sich mehr als 100 Organisationen und Regierungen dem Antrag auf ein IGH-Gutachten an. Dessen sogenannte advisory opinions sind für niemanden bindend. Aber sie können eine enorme rechtsnormative Wucht entfalten. Was dann auch geschah.
Natural 02.10.2025 19:23
Na da kann der kommende Diktator sich ja übles Gestalten schon mal aussuchen !
Aber wahrscheinlich ist schon alles vorbereitet !
Die Menschen bis auf wenige wie immer werden bald leben wie die Haustiere !
Aber wahrscheinlich ist schon alles vorbereitet !
Die Menschen bis auf wenige wie immer werden bald leben wie die Haustiere !
hansfeuerstein 02.10.2025 21:44
Der Mensch der das Klima verändern will ist eigentlich schon zum Lachen. So als ob man die Planetenbahnen verändern könnte..... Vermutlich hätten die Menschen heute bei der Sintflut keine Arche gebaut, sondern versucht das Ereignis selber durch irgendwelche Massnahmen aufzuhalten.

Jetzt
Die ZEIT sprach mit Prasad zum ersten Mal 2021. Da hatte Fidschi gerade den Klimanotstand ausgerufen, und die Studierenden standen noch am Anfang ihres Vorhabens.
Prasad und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter leben in Ländern, die mächtigere und reichere Staaten – auch Deutschland – für entbehrlich erklärt haben. Weil die Weltgemeinschaft sich nicht auf das nötige Tempo bei der Reduktion von CO2-Emissionen durchringen kann, steigt der Meeresspiegel immer schneller, werden immer häufiger Plantagen und Äcker überschwemmt, zerstören immer heftigere Stürme Dörfer, müssen schon jetzt Menschen umgesiedelt werden.