Jüdische Siedler attackieren christliches Dorf in besetzten Gebieten
09.07.2025 07:47
Jüdische Siedler attackieren christliches Dorf in besetzten Gebieten
09.07.2025 07:47
Jüdische Siedler attackieren christliches Dorf in besetzten Gebieten
Vernichtung antiker Kirchenruine konnte abgewehrt werden
Jerusalem ‐ Taybeh gilt als letzter rein christlicher Ort im Westjordanland. Auch dieses Dorf gerät ins Visier militanter Siedler. Die Gewalt macht selbst vor einem antiken Kirchenbau nicht halt.
Im Zuge der anhaltenden Siedlergewalt im besetzten Westjordanland haben jüdische Extremisten das Christendorf Taybeh östlich von Ramallah angegriffen. In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme beklagten die Geistlichen des Ortes "systematische Attacken". Diese bedrohten nicht nur die allgemeine Sicherheit, sondern zielten bewusst auf die christliche Identität der Einwohner und deren religiöses Erbe.
Im jüngsten Vorfall legten Siedler den Angaben zufolge ein Feuer bei der Georgskirche (Titelbild), deren Geschichte ins 5. Jahrhundert zurückreicht und als eines der ältesten religiösen Wahrzeichen Palästinas gilt. Das rasche Eingreifen der Bevölkerung habe eine Zerstörung der antiken Kirchenruine verhindert, hieß es.
Appell an Diplomaten
In der Stellungnahme der römisch-katholischen, griechisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche war weiter von täglichen Übergriffen die Rede. Besonders im östlichen Gemeindegebiet gebe es Aktivitäten von illegalen Siedlungs-Außenposten, die sich unter dem Schutz des israelischen Militärs dort ausbreiteten.
Die Priester riefen diplomatische Vertreter und die Kirchenleitungen um Druck auf die israelische Besatzung an. Die Brandanschläge und fortgesetzten Angriffe müssten unverzüglich und transparent untersucht werden. Taybeh, das mit dem neutestamentlichen Ephraim identifiziert wird, gilt als der letzte rein christliche Ort im Westjordanland.
(KNA)
Oktober 2024:
" Benediktiner aus Tabgha: Wir Christen werden in diesem Krieg zerrieben"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/141505/
Februar 2025:
" Christen im Heiligen Land blicken in den Abgrund"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/148505/
Jerusalem ‐ Taybeh gilt als letzter rein christlicher Ort im Westjordanland. Auch dieses Dorf gerät ins Visier militanter Siedler. Die Gewalt macht selbst vor einem antiken Kirchenbau nicht halt.
Im Zuge der anhaltenden Siedlergewalt im besetzten Westjordanland haben jüdische Extremisten das Christendorf Taybeh östlich von Ramallah angegriffen. In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme beklagten die Geistlichen des Ortes "systematische Attacken". Diese bedrohten nicht nur die allgemeine Sicherheit, sondern zielten bewusst auf die christliche Identität der Einwohner und deren religiöses Erbe.
Im jüngsten Vorfall legten Siedler den Angaben zufolge ein Feuer bei der Georgskirche (Titelbild), deren Geschichte ins 5. Jahrhundert zurückreicht und als eines der ältesten religiösen Wahrzeichen Palästinas gilt. Das rasche Eingreifen der Bevölkerung habe eine Zerstörung der antiken Kirchenruine verhindert, hieß es.
Appell an Diplomaten
In der Stellungnahme der römisch-katholischen, griechisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche war weiter von täglichen Übergriffen die Rede. Besonders im östlichen Gemeindegebiet gebe es Aktivitäten von illegalen Siedlungs-Außenposten, die sich unter dem Schutz des israelischen Militärs dort ausbreiteten.
Die Priester riefen diplomatische Vertreter und die Kirchenleitungen um Druck auf die israelische Besatzung an. Die Brandanschläge und fortgesetzten Angriffe müssten unverzüglich und transparent untersucht werden. Taybeh, das mit dem neutestamentlichen Ephraim identifiziert wird, gilt als der letzte rein christliche Ort im Westjordanland.
(KNA)
Oktober 2024:
" Benediktiner aus Tabgha: Wir Christen werden in diesem Krieg zerrieben"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/141505/
Februar 2025:
" Christen im Heiligen Land blicken in den Abgrund"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/148505/
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
Klavierspielerin2 10.07.2025 15:03
Westjordanland: Kirchenführer verurteilen Angriff jüdischer Siedler auf Taibeh
Die drei Pfarrer der lateinischen, griechisch-orthodoxen und melkitischen Kirchen prangern die wiederholten Gewalttaten gegen die christliche Bevölkerung und deren Eigentum an. Die Priester fordern die internationale und kirchliche Gemeinschaft auf, Beobachtungsmissionen zu entsenden, um die Schäden und die sich verschärfende Lage zu dokumentieren.
Lesen Sie auch
Palästina/Israel: Plant die GHF eine Umsiedlung?
08/07/2025
Palästina/Israel: Plant die GHF eine Umsiedlung?
von Roberto Cetera – Vatikanstadt
Die Gewalt jüdischer Siedler in Palästina hat nun auch die Bewohner von Taibeh getroffen – dem einzigen vollständig christlichen Dorf in Palästina. Taibeh ist das biblische Ephraim, jener Ort also, der im Johannesevangelium als derjenige erwähnt wird (Joh 11,54), wohin sich Jesus nach der Auferweckung des Lazarus zurückzog. Die christliche Gemeinde blickt hier auf eine sehr lange Geschichte zurück. Im Dorf gibt es drei Kirchen: eine lateinische, eine griechisch-orthodoxe und eine melkitische. Die drei zuständigen Pfarrer – Bashar Fawadleh, Jack Nobel Abed und Daoud Khoury – haben nun sich angesichts der sich verschärfenden Lage zu einem dringenden Appell durchgerungen: die israelischen Behörden sollen weitere Übergriffe durch die Siedler verhindern, die bisher größtenteils unter den Augen untätiger israelischer Soldaten stattfanden.
Der Angriff auf Taibeh
Am Dienstag dieser Woche eskalierte die Situation nun: Vorgestern legte eine Gruppe jüdischer Siedler Feuer in der Nähe des byzantinischen christlichen Friedhofs und an der Al-Khader-Kirche (St. Georg) aus dem 5. Jahrhundert – einer der ältesten und meistverehrten christlichen Kultstätten Palästinas. Die Brandanschläge folgen auf eine Reihe von Gewaltakten gegen die christlichen Bewohner der Stadt, die in den letzten Wochen stark zugenommen haben. Die Siedler zerstören Olivenhaine – die wichtigste Lebensgrundlage für die Menschen in Taibeh – und hindern die Bauern daran, ihre Felder zu betreten oder zu bewirtschaften.
Maskierte israelische Siedler rollen bei Sinjil Felsen einen Hügel hinunter
Maskierte israelische Siedler rollen bei Sinjil Felsen einen Hügel hinunter (AFP or licensors)
Die Schäden der Angriffe auf Taibeh
Die Ostseite des Dorfes, so beklagen die drei Priester, sei zu einem „offenen Ziel für die Außenposten der illegalen jüdischen Siedlungen geworden, die sich stillschweigend unter dem Schutz der israelischen Armee ausbreiten“. Die Geistlichen fordern die internationale und kirchliche Gemeinschaft auf, Delegationen vor Ort zu entsenden, um die angerichteten Schäden und die sich ständig verschlechternde Lage zu dokumentieren.
Die Gewalt der Siedler
Der terroristische Aktivismus der Siedler hat in den letzten Wochen nicht nur Taibeh, sondern auch andere palästinensische Dörfer in der Nähe der illegalen Siedlungen getroffen – beispielsweise Ein Samia und Kufer Malik, wo Häuser, Autos und landwirtschaftliche Erzeugnisse in Brand gesteckt wurden. Ende Juni wurden vier junge Palästinenser, die sich den Angriffen widersetzten, brutal getötet. In Ein Samia im Jordantal zerstörten Siedler das Aquädukt – eine antike Wasserquelle aus römischer Zeit, die bis heute Hunderttausende Palästinenser bis hin nach Ramallah mit Wasser versorgt.
Palästinenser rennen einen Hügel hinauf, um israelische Siedler von ihrem Gebiet zu vertreiben
Palästinenser rennen einen Hügel hinauf, um israelische Siedler von ihrem Gebiet zu vertreiben (AFP or licensors)
Die Gefahr weiterer Landenteignungen
Taibeh liegt im Bergland von Ramallah, 850 Meter über dem Meeresspiegel. Von dort aus kann man nachts sowohl die Lichter Jerusalems als auch die jordanischen Berge von Al Salt sehen. Die christlichen Bewohner von Taibeh leben in gutem Einvernehmen mit den muslimischen Nachbardörfern. Die Probleme begannen 1977, als die israelische Regierung Dutzende Hektar Land in der Umgebung beschlagnahmte und dort illegal die Siedlung Rimonim errichtete. Große landwirtschaftliche Flächen wurden den Bauern von Taibeh entzogen, um Straßen zwischen den jüdischen Siedlungen zu bauen. Bereits in den Tagen vor dem vorgestrigen Angriff auf die christlichen Stätten hatten Siedler den Ortsrand angegriffen, ein Haus und mehrere Autos angezündet.
Hunderte weitere Hektar palästinensischen Landes drohen ebenfalls beschlagnahmt zu werden, um die Siedlungen zu erweitern. Die größte Sorge der christlichen Gemeinde von Taibeh–Ephraim ist heute, dass angesichts der überwältigenden Aufmerksamkeit für die Tragödie in Gaza die zunehmend existenzielle Bedrohung für eine der ältesten christlichen Gemeinden der Welt von der internationalen Gemeinschaft nicht in ihrem vollen Ernst erkannt wird.
(vatican news - cs)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.
Die drei Pfarrer der lateinischen, griechisch-orthodoxen und melkitischen Kirchen prangern die wiederholten Gewalttaten gegen die christliche Bevölkerung und deren Eigentum an. Die Priester fordern die internationale und kirchliche Gemeinschaft auf, Beobachtungsmissionen zu entsenden, um die Schäden und die sich verschärfende Lage zu dokumentieren.
Lesen Sie auch
Palästina/Israel: Plant die GHF eine Umsiedlung?
08/07/2025
Palästina/Israel: Plant die GHF eine Umsiedlung?
von Roberto Cetera – Vatikanstadt
Die Gewalt jüdischer Siedler in Palästina hat nun auch die Bewohner von Taibeh getroffen – dem einzigen vollständig christlichen Dorf in Palästina. Taibeh ist das biblische Ephraim, jener Ort also, der im Johannesevangelium als derjenige erwähnt wird (Joh 11,54), wohin sich Jesus nach der Auferweckung des Lazarus zurückzog. Die christliche Gemeinde blickt hier auf eine sehr lange Geschichte zurück. Im Dorf gibt es drei Kirchen: eine lateinische, eine griechisch-orthodoxe und eine melkitische. Die drei zuständigen Pfarrer – Bashar Fawadleh, Jack Nobel Abed und Daoud Khoury – haben nun sich angesichts der sich verschärfenden Lage zu einem dringenden Appell durchgerungen: die israelischen Behörden sollen weitere Übergriffe durch die Siedler verhindern, die bisher größtenteils unter den Augen untätiger israelischer Soldaten stattfanden.
Der Angriff auf Taibeh
Am Dienstag dieser Woche eskalierte die Situation nun: Vorgestern legte eine Gruppe jüdischer Siedler Feuer in der Nähe des byzantinischen christlichen Friedhofs und an der Al-Khader-Kirche (St. Georg) aus dem 5. Jahrhundert – einer der ältesten und meistverehrten christlichen Kultstätten Palästinas. Die Brandanschläge folgen auf eine Reihe von Gewaltakten gegen die christlichen Bewohner der Stadt, die in den letzten Wochen stark zugenommen haben. Die Siedler zerstören Olivenhaine – die wichtigste Lebensgrundlage für die Menschen in Taibeh – und hindern die Bauern daran, ihre Felder zu betreten oder zu bewirtschaften.
Maskierte israelische Siedler rollen bei Sinjil Felsen einen Hügel hinunter
Maskierte israelische Siedler rollen bei Sinjil Felsen einen Hügel hinunter (AFP or licensors)
Die Schäden der Angriffe auf Taibeh
Die Ostseite des Dorfes, so beklagen die drei Priester, sei zu einem „offenen Ziel für die Außenposten der illegalen jüdischen Siedlungen geworden, die sich stillschweigend unter dem Schutz der israelischen Armee ausbreiten“. Die Geistlichen fordern die internationale und kirchliche Gemeinschaft auf, Delegationen vor Ort zu entsenden, um die angerichteten Schäden und die sich ständig verschlechternde Lage zu dokumentieren.
Die Gewalt der Siedler
Der terroristische Aktivismus der Siedler hat in den letzten Wochen nicht nur Taibeh, sondern auch andere palästinensische Dörfer in der Nähe der illegalen Siedlungen getroffen – beispielsweise Ein Samia und Kufer Malik, wo Häuser, Autos und landwirtschaftliche Erzeugnisse in Brand gesteckt wurden. Ende Juni wurden vier junge Palästinenser, die sich den Angriffen widersetzten, brutal getötet. In Ein Samia im Jordantal zerstörten Siedler das Aquädukt – eine antike Wasserquelle aus römischer Zeit, die bis heute Hunderttausende Palästinenser bis hin nach Ramallah mit Wasser versorgt.
Palästinenser rennen einen Hügel hinauf, um israelische Siedler von ihrem Gebiet zu vertreiben
Palästinenser rennen einen Hügel hinauf, um israelische Siedler von ihrem Gebiet zu vertreiben (AFP or licensors)
Die Gefahr weiterer Landenteignungen
Taibeh liegt im Bergland von Ramallah, 850 Meter über dem Meeresspiegel. Von dort aus kann man nachts sowohl die Lichter Jerusalems als auch die jordanischen Berge von Al Salt sehen. Die christlichen Bewohner von Taibeh leben in gutem Einvernehmen mit den muslimischen Nachbardörfern. Die Probleme begannen 1977, als die israelische Regierung Dutzende Hektar Land in der Umgebung beschlagnahmte und dort illegal die Siedlung Rimonim errichtete. Große landwirtschaftliche Flächen wurden den Bauern von Taibeh entzogen, um Straßen zwischen den jüdischen Siedlungen zu bauen. Bereits in den Tagen vor dem vorgestrigen Angriff auf die christlichen Stätten hatten Siedler den Ortsrand angegriffen, ein Haus und mehrere Autos angezündet.
Hunderte weitere Hektar palästinensischen Landes drohen ebenfalls beschlagnahmt zu werden, um die Siedlungen zu erweitern. Die größte Sorge der christlichen Gemeinde von Taibeh–Ephraim ist heute, dass angesichts der überwältigenden Aufmerksamkeit für die Tragödie in Gaza die zunehmend existenzielle Bedrohung für eine der ältesten christlichen Gemeinden der Welt von der internationalen Gemeinschaft nicht in ihrem vollen Ernst erkannt wird.
(vatican news - cs)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.
pieter49 10.07.2025 15:29
Werte Frau @Klavierspielerin2, es ist immer Gut wenn man Unterscheidet zwischen die Politische Hintergrund von den jüdische Siedler und den Normalos in Israel !
Den jüdische Siedler, betreffen politisch, höchstens 3% , von den Israelische Bevölkerung !
. . .
Den jüdische Siedler, betreffen politisch, höchstens 3% , von den Israelische Bevölkerung !
. . .
Klavierspielerin2 10.07.2025 18:14
Den Bericht habe ich hier eingestellt - werter Pieter 😉- weil aus drei Kirchen: eine lateinische, eine griechisch-orthodoxe und eine melkitische, deren drei zuständigen Pfarrer – Bashar Fawadleh, Jack Nobel Abed und Daoud Khoury, von diesen Übergriffen glaubhaft berichten.
Klavierspielerin2 10.07.2025 18:20
Es geht mir darum, die Situation der Christen im Heiligen Land darzustellen, die mit dem Konflikt zwischen den beiden Kriegsparteien nichts zu tun haben, aber zwischen den Fronten " zerrieben" werden.
pieter49 10.07.2025 18:53
18:14
...ich glaube es auch werte @Klavierspielerin2, und habe öfters gelesen WARUM, das so ist !
Alle Problemen haben ein Grund und eine Ursache, bitte von alle Seiten informieren und überdenken...
Wenn der Führer vom Dritten Reich, kein Juden verfolgt und ermordet hätte, hätte es wahrscheinlich auch kein Israel gegeben...
Also; wo ist der Grund und Ursache ? ? ?
(...)
...ich glaube es auch werte @Klavierspielerin2, und habe öfters gelesen WARUM, das so ist !
Alle Problemen haben ein Grund und eine Ursache, bitte von alle Seiten informieren und überdenken...
Wenn der Führer vom Dritten Reich, kein Juden verfolgt und ermordet hätte, hätte es wahrscheinlich auch kein Israel gegeben...
Also; wo ist der Grund und Ursache ? ? ?
(...)
Autumn 10.07.2025 18:58
Nicht schaloemchen hat es geschrieben, sondern das evangelikale Propaganda-Blatt "Israel Heute".
Sie hat den Artikel geteilt.
Es gibt keine israelische Gräueltat, die nicht vom israelischen "Wahrheitsministerium" geleugnet, geschönt und sogar ins Gegenteil verdreht wird.
Diese Schreiberlinge sitzen in IDF-Militärbüros.
"Israel Heute" hilft dabei als mediales Werkzeug, das zu streuen.
Willige Helfer wie schaloemchen greifen es auf und behaupten, die tatsächlich Wahrheit zu kennen,
-- Was wirklich geschah --
und die Blogerstellerin wird bedrängt und eingeschüchtert, bis sie "Ja" sagt.
Sie hat den Artikel geteilt.
Es gibt keine israelische Gräueltat, die nicht vom israelischen "Wahrheitsministerium" geleugnet, geschönt und sogar ins Gegenteil verdreht wird.
Diese Schreiberlinge sitzen in IDF-Militärbüros.
"Israel Heute" hilft dabei als mediales Werkzeug, das zu streuen.
Willige Helfer wie schaloemchen greifen es auf und behaupten, die tatsächlich Wahrheit zu kennen,
-- Was wirklich geschah --
und die Blogerstellerin wird bedrängt und eingeschüchtert, bis sie "Ja" sagt.
Klavierspielerin2 10.07.2025 18:59
Ich habe mich auch von vor vielen Jahren damit befasst, allerdings bin ich Christin und will mich ungern auf eine der beiden Parteien schlagen- und erst recht möchte ich nicht mit anderen Christen deshalb streiten, denn dass ist deren Konflikt, den nur sie selbst lösen könnten.
schaloemchen 10.07.2025 19:26
sondern das evangelikale Propaganda-Blatt "Israel Heute".
es sind unsere lieben Geschwister, die Du hier wieder abwertest, sie leben vor Ort und machen keine Propaganda, während Deine Schreiberlinge auf dem Sofa sonst wo in Sicherheit sitzen und keine Ahnung haben, wie das ist jahrzehntelang in Bunker rennen zu müssen
was Alte und Behinderte gar nicht können ...
Diese Schreiberlinge sitzen in IDF-Militärbüros.
das ist eine Lüge
wie so oft
es sind unsere lieben Geschwister, die Du hier wieder abwertest, sie leben vor Ort und machen keine Propaganda, während Deine Schreiberlinge auf dem Sofa sonst wo in Sicherheit sitzen und keine Ahnung haben, wie das ist jahrzehntelang in Bunker rennen zu müssen
was Alte und Behinderte gar nicht können ...
Diese Schreiberlinge sitzen in IDF-Militärbüros.
das ist eine Lüge
wie so oft
NicetomeetFEM 10.07.2025 19:50
Bei Kriegspropaganda kennt sich nur Autumn aus.
Die Araber in Ghaza haben übrigens ein Hitlergruß-Problem. Hab das Viedeo aber wieder entfernt.
Liegt vielleicht daran, dass " Mein Kampf " unter der Hamas-Regierung vorher Schullektüre war.
Die Araber in Ghaza haben übrigens ein Hitlergruß-Problem. Hab das Viedeo aber wieder entfernt.
Liegt vielleicht daran, dass " Mein Kampf " unter der Hamas-Regierung vorher Schullektüre war.
Klavierspielerin2 10.07.2025 19:56
Dieser Blog dreht sich um die Schilderung von Christen im Heiligen Land und denen glaube ich.
Klavierspielerin2 10.07.2025 19:59
" Palästina/Israel: Plant die GHF eine Umsiedlung?"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/154200/
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/154200/
schaloemchen 10.07.2025 20:28
Willige Helfer wie schaloemchen greifen es auf und behaupten, die tatsächlich Wahrheit zu kennen,
wenn ich Helfer von Israel-heute bin
wessen Helfer bist dann Du?
wenn Du Hamas-Lügen reinstellst und Pallywood-Videos
Hamas-Helfer?
Du hast sie hier kein einziges mal kritisiert
sondern schiebt die Schuld immer nur Israel zu
wenn ich Helfer von Israel-heute bin
wessen Helfer bist dann Du?
wenn Du Hamas-Lügen reinstellst und Pallywood-Videos
Hamas-Helfer?
Du hast sie hier kein einziges mal kritisiert
sondern schiebt die Schuld immer nur Israel zu
Klavierspielerin2 10.07.2025 20:31
Hört doch auf zu streiten, wir haben genügend eigenen Probleme zu lösen!
Klavierspielerin2 11.07.2025 16:20
Erzbischof Bentz: Israel muss der Verantwortung für Region nachkommen
Jüdische Siedler legen erneut Feuer in christlichem Dorf
Jerusalem/Bonn ‐ Wieder ist das christliche Dorf Taybeh bei Ramallah Ziel von Brandanschlägen radikaler jüdischer Siedler geworden. Auch der Nahost-Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Udo Markus Bentz, bezieht deutlich Stellung zu den Vorfällen.
Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist das christliche Dorf Taybeh östlich von Ramallah offenbar Ziel von Brandstiftung durch extremistische jüdische Siedler geworden. Am Freitag sind nach Angaben des lateinischen Pfarrers Baschar Fawadleh Felder in der Nähe von Wohnhäusern sowie hinter der historischen Georgskirche (siehe Bild) angezündet worden. Es sei gelungen, die Feuer unter Kontrolle zu bringen, sagte Fawadleh der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Bereits am Montag hatten Siedler laut Kirchenvertretern ein Feuer bei der Georgskirche gelegt. Das rasche Eingreifen der Bevölkerung habe eine Zerstörung der antiken Kirchenruine verhindert. Zudem berichtete Fawadleh, dass Siedler Kuhherden durch den Ort und über die Ländereien seiner Bewohner trieben.
"Systematische Attacken"
Die Geistlichen der drei im Ort vertretenen christlichen Konfessionen hatten in einer Stellungnahme tägliche "systematische Attacken" von Siedlern beklagt, die bewusst auf die christliche Identität der Einwohner und deren religiöses Erbe zielten. Sie riefen Diplomatie und Kirchen dazu auf, Druck auf die israelische Besatzung auszuüben und eine sofortige und transparente Untersuchung der Zwischenfälle durchzusetzen.
Taybeh, das mit dem neutestamentlichen Ephraim identifiziert wird, gilt als der letzte rein christliche Ort im Westjordanland. Seine Georgskirche, deren Geschichte ins 5. Jahrhundert zurückreicht, gilt als eines der ältesten religiösen Wahrzeichen Palästinas
"Alltagserfahrung der dort ansässigen Bevölkerung"
Auch die Deutsche katholische Bischofskonferenz verurteilt die erneute Gewalt durch die jüdischen Siedler. "Längst handelt es sich nicht mehr um Einzelfälle, sondern um die Alltagserfahrung der dort ansässigen Bevölkerung, die eingeschüchtert werden soll, um sie zur Auswanderung zu veranlassen", so der Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten, Erzbischof Udo Markus Bentz. Die Siedlergewalt verschärfe die ohnehin schon stark beeinträchtigte Lebenssituation der Palästinenser im Westjordanland. Es sollte dabei auch beachtet werden, dass das christliche Leben ein wichtiger Bestandteil des palästinensischen Volkes ist.
Bentz forderte den israelischen Staat auf, seiner Verantwortung für die Region nachzukommen. "Die Übergriffe müssen verhindert und Straftäter zur Verantwortung gezogen werden. Andernfalls wird nicht nur das internationale Renommee Israels beschädigt, sondern jeder Rest an Zukunftshoffnung, der unter den Palästinenser noch gegeben sein mag, zerstört", so der Paderborner Erzbischof. (KNA)
Jüdische Siedler legen erneut Feuer in christlichem Dorf
Jerusalem/Bonn ‐ Wieder ist das christliche Dorf Taybeh bei Ramallah Ziel von Brandanschlägen radikaler jüdischer Siedler geworden. Auch der Nahost-Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Udo Markus Bentz, bezieht deutlich Stellung zu den Vorfällen.
Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist das christliche Dorf Taybeh östlich von Ramallah offenbar Ziel von Brandstiftung durch extremistische jüdische Siedler geworden. Am Freitag sind nach Angaben des lateinischen Pfarrers Baschar Fawadleh Felder in der Nähe von Wohnhäusern sowie hinter der historischen Georgskirche (siehe Bild) angezündet worden. Es sei gelungen, die Feuer unter Kontrolle zu bringen, sagte Fawadleh der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Bereits am Montag hatten Siedler laut Kirchenvertretern ein Feuer bei der Georgskirche gelegt. Das rasche Eingreifen der Bevölkerung habe eine Zerstörung der antiken Kirchenruine verhindert. Zudem berichtete Fawadleh, dass Siedler Kuhherden durch den Ort und über die Ländereien seiner Bewohner trieben.
"Systematische Attacken"
Die Geistlichen der drei im Ort vertretenen christlichen Konfessionen hatten in einer Stellungnahme tägliche "systematische Attacken" von Siedlern beklagt, die bewusst auf die christliche Identität der Einwohner und deren religiöses Erbe zielten. Sie riefen Diplomatie und Kirchen dazu auf, Druck auf die israelische Besatzung auszuüben und eine sofortige und transparente Untersuchung der Zwischenfälle durchzusetzen.
Taybeh, das mit dem neutestamentlichen Ephraim identifiziert wird, gilt als der letzte rein christliche Ort im Westjordanland. Seine Georgskirche, deren Geschichte ins 5. Jahrhundert zurückreicht, gilt als eines der ältesten religiösen Wahrzeichen Palästinas
"Alltagserfahrung der dort ansässigen Bevölkerung"
Auch die Deutsche katholische Bischofskonferenz verurteilt die erneute Gewalt durch die jüdischen Siedler. "Längst handelt es sich nicht mehr um Einzelfälle, sondern um die Alltagserfahrung der dort ansässigen Bevölkerung, die eingeschüchtert werden soll, um sie zur Auswanderung zu veranlassen", so der Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten, Erzbischof Udo Markus Bentz. Die Siedlergewalt verschärfe die ohnehin schon stark beeinträchtigte Lebenssituation der Palästinenser im Westjordanland. Es sollte dabei auch beachtet werden, dass das christliche Leben ein wichtiger Bestandteil des palästinensischen Volkes ist.
Bentz forderte den israelischen Staat auf, seiner Verantwortung für die Region nachzukommen. "Die Übergriffe müssen verhindert und Straftäter zur Verantwortung gezogen werden. Andernfalls wird nicht nur das internationale Renommee Israels beschädigt, sondern jeder Rest an Zukunftshoffnung, der unter den Palästinenser noch gegeben sein mag, zerstört", so der Paderborner Erzbischof. (KNA)
Sherezade 11.07.2025 18:45
Habe die Berichte gelesen... auch die Stellungnahme der EKD...
Hab jedoch eine Frage... auch wenn es dadurch nicht besser wird...könnte jedoch zum Verstehen nützlich sein...
Die Problematik der Siedler ist ja bekannt... auch der Umgang und die Wechselhaftigkeit innerhalb der Politik in Israel und dann eben auch USA...hoffentlich bekannt...
Lese hier "jüdische Siedler"... mehr auch nicht...
Um welche Gruppierung geht es ? Ist hoffentlich bekannt, dass die Siedlerbewegung nicht einheitlich ist und wie es so in Israel ist...gibt eben auch säkulare Siedler...
Ich selber hab nix gefunden um welche Gruppierung es sich da handelt... deshalb die Frage...
Hab jedoch eine Frage... auch wenn es dadurch nicht besser wird...könnte jedoch zum Verstehen nützlich sein...
Die Problematik der Siedler ist ja bekannt... auch der Umgang und die Wechselhaftigkeit innerhalb der Politik in Israel und dann eben auch USA...hoffentlich bekannt...
Lese hier "jüdische Siedler"... mehr auch nicht...
Um welche Gruppierung geht es ? Ist hoffentlich bekannt, dass die Siedlerbewegung nicht einheitlich ist und wie es so in Israel ist...gibt eben auch säkulare Siedler...
Ich selber hab nix gefunden um welche Gruppierung es sich da handelt... deshalb die Frage...
Klavierspielerin2 11.07.2025 18:56
Ich habe dazu auch nichts gefunden, aber du hast recht, diese Information macht die Situation der dortigen Christen nicht besser.
Sherezade 11.07.2025 18:56
Die Frage auch auch einen spezifischen Hintergrund...die Aussagen in Interviews und ob dies nicht zu dieser Aggresion geführt haben könnten...
Macht es nicht besser... nur "verständlicher"...
Macht es nicht besser... nur "verständlicher"...
Klavierspielerin2 11.07.2025 19:00
Du willst sagen, dass es sein könnte, dass die dortigen Christen die Siedler provoziert haben könnten und die jüdischen Siedler nur reagiert haben?
Sherezade 11.07.2025 19:19
Mein Frage ist rein sachlich...
Es brodelt, die Menschen stehen vor so viel Gewalt und Schrecken...
Fragen nach der Motivation sind hilfreich... jedenfalls, wenn man an Frieden denken mag...
Es brodelt, die Menschen stehen vor so viel Gewalt und Schrecken...
Fragen nach der Motivation sind hilfreich... jedenfalls, wenn man an Frieden denken mag...
Klavierspielerin2 11.07.2025 19:57
Die beiden Kriegsparteien müssen eine Lösung für Frieden finden, das wird ja bereits seit Jahrzehnten versucht und ist gescheitert. Die Christen werden in deren Konflikt zerrieben, doch sie wollen im Heiligen Land bleiben, die paar wenigen.
Sherezade 11.07.2025 19:59
Die Wortwahl der EKD zeigt, dass sie dann doch mit der Problematik bekannt ist und in dem Fall auch ein paar Hausaufgaben gemacht wurden...man wählte den Begriff "extremistische Siedler"
Klavierspielerin2 13.07.2025 07:16
„Nur das Gebet hält uns zusammen“ – Die Not der Christen in Gaza
Die christliche Gemeinde in Gaza ist von Krieg, Hunger und Isolation schwer gezeichnet. Der argentinische Pfarrer Gabriel Romanelli berichtet über die Lage in der Pfarrei der Heiligen Familie. Rund 500 Menschen haben dort Zuflucht gefunden – unter ständiger Bedrohung und ohne ausreichende Versorgung.
Lesen Sie auch
Pfarrer Romanelli über das Leben in Gaza: „Wir bleiben bei Jesus“
30/06/2025
Pfarrer Romanelli über das Leben in Gaza: „Wir bleiben bei Jesus“
Roberto Cetera und Mario Galgano - Vatikanstadt
„Das Kilo Mehl kostet etwa 18 Euro, Tomaten 23, eine einzelne Zwiebel bis zu 15 Euro. Für ein Kilo Zucker braucht man mindestens 100 Euro. Aber selbst wenn wir es wollten: Kaffee könnten wir nicht einmal bitter trinken – ein Kilo kostet nicht unter 250 Euro.“ Mit diesen Worten schildert Gabriel Romanelli, Pfarrer der katholischen Pfarrei der Heiligen Familie in Gaza, die dramatische Lage seiner Gemeinde. Die Preise seien jedoch kaum von Bedeutung, fügt er hinzu, denn „diese Dinge muss man erst einmal finden – und das ist fast unmöglich“.
Seit dem Beginn der aktuellen Kriegssituation leben die Christen in Gaza unter extremen Bedingungen. Nach Angaben von Pfarrer Romanelli stützen sie sich auf das Wenige, was ihnen geblieben ist – und auf das Gebet. Die Hilfsgüter, die während einer Waffenruhe eingelagert werden konnten, hätten in den vergangenen Monaten nicht nur der christlichen Gemeinde, sondern auch muslimischen Nachbarn geholfen. Doch seit dem 3. März, als Israel die humanitären Lieferungen stoppte, sei nichts mehr angekommen. „Wir mussten die restlichen Vorräte für uns selbst aufheben und rationieren“, sagt Romanelli. In der Umgebung der Pfarrei sei kaum noch jemand geblieben: „Alles um uns herum ist Tod und Zerstörung. Tag und Nacht hören wir die Bomben, oft nur wenige Hundert Meter entfernt. Nach 21 Monaten ist dieses Grauen zum Alltag geworden.“
Entwicklung
Vor dem 7. Oktober 2023 zählte die christliche Gemeinde in Gaza 1.017 Mitglieder. Heute sind es noch etwa 500, die in den Räumen der Pfarrei untergebracht sind. Rund 300 Menschen konnten über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten ausreisen, 54 Christen starben im Krieg – darunter 16 bei einem Luftangriff auf die orthodoxe Kirche St. Porphyrius. Auch in der katholischen Gemeinde forderte der Konflikt Opfer: Im November 2023 wurde die 84-jährige Musikerin Elham Farah getötet, einen Monat später starben Nahida und ihre Tochter Samar. Weitere Christen, so Romanelli, seien durch fehlende Medikamente ums Leben gekommen. „Herzkranke, Diabetiker – Menschen, die ohne Hilfe nicht überleben konnten.“
Etwa 50 Menschen mit Behinderung oder schweren Erkrankungen werden derzeit von Schwestern der Mutter-Teresa-Gemeinschaft betreut. Doch die Erschöpfung in der Gemeinde sei groß. „Wir haben das Gefühl, fast allein geblieben zu sein in dieser Gegend“, sagt der Pfarrer.
Trotz allem betont Romanelli die zentrale Rolle des Glaubens: „Das Gebet ist das Einzige, was uns noch zusammenhält. Ohne das Gebet wären wir nicht so weit gekommen.“ Die Verbindung zur Weltkirche, sagt er, gebe Kraft. Anrufe von Papst Franziskus in den Abendstunden hätten der Gemeinde viel bedeutet. Auch das Wissen, dass weltweit über eine Milliarde Christen für sie beten, sei ein starker Trost.
„Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff sind für uns genauso wichtig wie das Gebet. Aber ohne das Gebet hätten wir nicht bis heute durchgehalten – unser Gebet und eures. Wir zählen auf euch“, so Romanelli.
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.
Die christliche Gemeinde in Gaza ist von Krieg, Hunger und Isolation schwer gezeichnet. Der argentinische Pfarrer Gabriel Romanelli berichtet über die Lage in der Pfarrei der Heiligen Familie. Rund 500 Menschen haben dort Zuflucht gefunden – unter ständiger Bedrohung und ohne ausreichende Versorgung.
Lesen Sie auch
Pfarrer Romanelli über das Leben in Gaza: „Wir bleiben bei Jesus“
30/06/2025
Pfarrer Romanelli über das Leben in Gaza: „Wir bleiben bei Jesus“
Roberto Cetera und Mario Galgano - Vatikanstadt
„Das Kilo Mehl kostet etwa 18 Euro, Tomaten 23, eine einzelne Zwiebel bis zu 15 Euro. Für ein Kilo Zucker braucht man mindestens 100 Euro. Aber selbst wenn wir es wollten: Kaffee könnten wir nicht einmal bitter trinken – ein Kilo kostet nicht unter 250 Euro.“ Mit diesen Worten schildert Gabriel Romanelli, Pfarrer der katholischen Pfarrei der Heiligen Familie in Gaza, die dramatische Lage seiner Gemeinde. Die Preise seien jedoch kaum von Bedeutung, fügt er hinzu, denn „diese Dinge muss man erst einmal finden – und das ist fast unmöglich“.
Seit dem Beginn der aktuellen Kriegssituation leben die Christen in Gaza unter extremen Bedingungen. Nach Angaben von Pfarrer Romanelli stützen sie sich auf das Wenige, was ihnen geblieben ist – und auf das Gebet. Die Hilfsgüter, die während einer Waffenruhe eingelagert werden konnten, hätten in den vergangenen Monaten nicht nur der christlichen Gemeinde, sondern auch muslimischen Nachbarn geholfen. Doch seit dem 3. März, als Israel die humanitären Lieferungen stoppte, sei nichts mehr angekommen. „Wir mussten die restlichen Vorräte für uns selbst aufheben und rationieren“, sagt Romanelli. In der Umgebung der Pfarrei sei kaum noch jemand geblieben: „Alles um uns herum ist Tod und Zerstörung. Tag und Nacht hören wir die Bomben, oft nur wenige Hundert Meter entfernt. Nach 21 Monaten ist dieses Grauen zum Alltag geworden.“
Entwicklung
Vor dem 7. Oktober 2023 zählte die christliche Gemeinde in Gaza 1.017 Mitglieder. Heute sind es noch etwa 500, die in den Räumen der Pfarrei untergebracht sind. Rund 300 Menschen konnten über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten ausreisen, 54 Christen starben im Krieg – darunter 16 bei einem Luftangriff auf die orthodoxe Kirche St. Porphyrius. Auch in der katholischen Gemeinde forderte der Konflikt Opfer: Im November 2023 wurde die 84-jährige Musikerin Elham Farah getötet, einen Monat später starben Nahida und ihre Tochter Samar. Weitere Christen, so Romanelli, seien durch fehlende Medikamente ums Leben gekommen. „Herzkranke, Diabetiker – Menschen, die ohne Hilfe nicht überleben konnten.“
Etwa 50 Menschen mit Behinderung oder schweren Erkrankungen werden derzeit von Schwestern der Mutter-Teresa-Gemeinschaft betreut. Doch die Erschöpfung in der Gemeinde sei groß. „Wir haben das Gefühl, fast allein geblieben zu sein in dieser Gegend“, sagt der Pfarrer.
Trotz allem betont Romanelli die zentrale Rolle des Glaubens: „Das Gebet ist das Einzige, was uns noch zusammenhält. Ohne das Gebet wären wir nicht so weit gekommen.“ Die Verbindung zur Weltkirche, sagt er, gebe Kraft. Anrufe von Papst Franziskus in den Abendstunden hätten der Gemeinde viel bedeutet. Auch das Wissen, dass weltweit über eine Milliarde Christen für sie beten, sei ein starker Trost.
„Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff sind für uns genauso wichtig wie das Gebet. Aber ohne das Gebet hätten wir nicht bis heute durchgehalten – unser Gebet und eures. Wir zählen auf euch“, so Romanelli.
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

Jetzt
Ein Zusammenstoß bei Kfar Malik wird weltweit als Angriff auf das christliche Dorf Taiybe dargestellt – doch die Realität vor Ort sieht anders aus.
Ein Funke genügte und das Feuer war entfacht: Ein Zusammenstoß zwischen jüdischen Jugendlichen und israelischen Soldaten am Wochenende bei Kfar Malik brachte nicht nur die Region zum Brodeln, sondern wurde von internationalen Medien zu einem politischen Flächenbrand aufgeblasen.
Schlagzeilen wie „Angriff auf das letzte christliche Dorf im Heiligen Land“ überschwemmten deutsche Redaktionen. Der Vorwurf: radikale Siedler hätten das palästinensisch-christliche Dorf Taiybe überfallen – das letzte seiner Art in Samaria. Doch vor Ort zeigt sich ein anderes Bild: kein Angriff, kein zerstörtes Kloster, keine Christen in Panik. Vielmehr wurde ein ohnehin eskalierender Konflikt zwischen jungen Siedlern und israelischen Sicherheitskräften zum Narrativ umgedeutet, das Israel in ein möglichst dunkles Licht stellt. Wer genau hinsieht, erkennt: Taiybe war nie das Ziel – es war das Symbol, das man brauchte.
Ein Zusammenstoß zwischen IDF-Soldaten und jüdischen „Siedlern“ sorgt für Aufsehen in Israel. Die Konfrontation am Wochenende nördlich von Jerusalem löst gegenseitige Anschuldigungen aus. Im Ausland wurde ein jüdischer Angriff auf das einzige und letzte christliche Palästinenserdorf Taiybe in Samaria in den Medien hochgespielt.
Heute wurden wir mit einer Flut von E-Mails und deutschsprachigen Artikeln überhäuft. Darin hieß es, jüdische Siedler hätten das einzige christlich-palästinensische Dorf in Samaria, Taiybe, angegriffen. Ich kenne das Dorf und habe dort mit zwei palästinensischen Christen geredet, die mir beide am Telefon betonten, dass ihr Dorf kein Ziel war.
Auch Yehuda Amrani, Sprecher der Siedlerbewegung und Medienbeauftragter, stellt im Gespräch mit uns klar: „Taiybe wurde nicht angegriffen und die palästinensischen Christen sind nicht unser Problem.“ Weiter sagte er mir gegenüber: „Die Spannungen in der Region gehen überwiegend von muslimischen Arabern aus, die uns auf Straßen und Feldern angreifen“, erklärte Amrani am Telefon. „Mit den Christen in der Gegend pflegen wir in der Regel ein respektvolles Miteinander. Wer uns nicht provoziert, ob Christ oder Muslim, hat von uns nichts zu befürchten.“
Amrani räumt ein, dass es in den vergangenen Monaten fast jedes Wochenende zu Provokationen arabischer Gruppen gegen jüdische Bewohner der Hügelregionen gekommen sei. Aus Wut und Frust hätten sich einige jüdische Jugendliche am Donnerstagabend zu einer verbotenen Aktion entschlossen und im Dorf Kfar Malik randaliert – ein Verhalten, das Amrani scharf verurteilt: „Das war falsch. Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Siedlerführung lehnt solche Handlungen strikt ab und duldet keine Selbstjustiz.“
Das christliche Dorf Taiybe liegt etwa zwei Kilometer von Kfar Malik entfernt. „Taiybe war nie Ziel dieses Übergriffs“, versichert Amrani. „Ich habe dort Freunde, war schon oft zu Besuch, auch um das lokale ‚Taiybe Bier‘ zu trinken. Viele Christen aus dem Dorf arbeiten in unseren Siedlungen. Wir leben seit Jahren friedlich nebeneinander.“
IDF-Generalstabschef Eyal Zamir erklärte nach dem Vorfall: „Ich verurteile jede Gewalt gegen Soldaten der IDF, der Grenzpolizei und aller Sicherheitskräfte aufs Schärfste. Ich erwarte von den Justiz-, Polizei- und Sozialbehörden, dass sie dieses Phänomen umfassend und entschieden bekämpfen.“
Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich: „Ich verurteile die Krawalle in der Region Benjamin, bei denen IDF-Soldaten angegriffen wurden, auf das Schärfste. Der Staat Israel ist ein Rechtsstaat. Niemand darf das Gesetz in die eigenen Hände nehmen.
Verteidigungsminister Israel Katz erklärte: „Ich verurteile die schweren Gewalttaten und Angriffe auf IDF-Soldaten in der Region Benjamin entschieden..... Der Staat Israel wird weder Gewalt noch Selbstjustiz dulden, ebenso wenig wie Angriffe auf IDF-Soldaten, die Tag und Nacht gegen palästinensischen Terror kämpfen und die Sicherheit der Siedler schützen.“
Viele jüdische Bewohner des biblischen Kernlands beklagen, dass die Behörden nicht ausreichend gegen täglichen palästinensischen Terror vorgehen, aus Angst vor internationaler Kritik. Ein sehr kleiner Teil dieser Bewohner greift daher gelegentlich selbst zu Racheaktionen gegen palästinensische Dörfer, um „Abschreckung zu erzeugen“. Diese Aktionen werden jedoch regelmäßig von führenden Persönlichkeiten der Siedlungsbewegung massiv verurteilt. Diese Minderheit muss klar verurteilt und konsequent bestraft werden. Wer sich der Staatsgewalt widersetzt und die israelische Armee angreift, muss mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen.
habe gekürzt
der ganze Artikel >>>
https://www.israelheute.com/erfahren/zwischen-wahrheit-und-propaganda-was-wirklich-in-taiybe-geschah/