Leo XIV. mutig für Pius XII.

Leo XIV. mutig für Pius XII.
Als Papst Johannes-Paul II. vor einem ideologischen und überbordenden "evolutionistischen Weltbild" warnte, zitierte er Pius XII., der dem Gedanken einer schöpferischen Evolution eine Möglichkeit, doch in Grenzen zugebilligt hatte. Papst Franziskus verteidigte die nachkonziliare Liturgiereform, indem er Pius XII. vereinnahmte; schon der habe die Osternachtliturgie verändert. Der jetzige Heilige Vater Papst Leo XIV. zeigte große Courage, als er Pius XII. in dem Punkt lobte, der seit Rolf Hochhuths kommunistischem Propagadastück "Der Stellvertreter" besonders umstritten ist. Immerhin hatte Israel Kritik an Pius XII. in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aufgrund historischer Forschungen relativiert. Pius XII. sah, wie die deutliche Benennung der Judenverfolgung durch die mutigen niederländischen Bischöfe nur die Wut der Nationalsozialisten anstachelte und zu einer besonders heftigen Verfolgungswelle führte. Doch auf stille Weise rettete er über 800.000 Juden, besonders mit Hilfe seiner osteuropäischen Nuntiaturen. Das zeigte der Jude Pinchas E. Lapide in seinem Buch "Rom und die Juden". Auf dieses erfolgreiche Rettungswerk Pius' XII. hat nun der Heilige Vater Leo XIV hingewiesen:
"Leo XIV. hat Papst Pius XII. für sein 'mutiges Handeln' während des Zweiten Weltkriegs gewürdigt. Bei einem Besuch in Castel Gandolfo am Fest Christi Himmelfahrt erinnerte der Pontifex daran, dass dieser Papst 1944 nach der Bombardierung der Region Castelli Romani über 12.000 Menschen Zuflucht gewährte, darunter tausenden Juden.
Pius XII. hatte während der deutschen Besetzung Roms ab Herbst 1943 Hilfsmaßnahmen insbesondere für die verfolgten Juden initiiert. Allein in der Papst-Residenz Castel Gandolfo wurden 3.000 bedrohte Personen aufgenommen, der Großteil von ihnen Juden."

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