Verdacht Verschwörung: Republikaner mit Ultimatum an Pfizer
16. Mai 2025
von Thomas Oysmüller
Im US-Repräsentantenhaus beschuldigen die Republikaner den Pharmariesen Pfizer einer „Verschwörung“. Man habe die klinischen Tests zum Covid-Impfstoff verzögert, um die Präsidentschaftswahl 2020 zu beeinflussen.
Der Konzern muss nun umfassende interne Dokumente übermitteln.
Die US-Präsidentenwahl 2020 zwischen Trump und Biden stand im Zeichen von „Black Lives Matters“, beziehungsweise der militanten Aufstände im Frühjahr/Sommer 2020 und Covid-19.
Nur während der BLM-Proteste war das Virus für kurze Zeit kein Thema, ansonsten dominierte Covid den Wahlkampf. Nun erhebt der Justizausschuss des Repräsentantenhauses schwere Vorwürfe gegen Pfizer.
Verzögerung der Impfkampagne
Demnach hätte sich die Führung des Konzerns „verschworen“, um den Covid-Impfstoff zurückzuhalten und so die Wahlen zu beeinflussen.
Dazu die Presseaussendung des Justizausschusses, die am Donnerstag veröffentlicht worden ist:
Der Vorsitzende des Justizausschusses des Repräsentantenhauses, Jim Jordan (R-OH), hat Briefe an den Vorstandsvorsitzenden und CEO von Pfizer, Dr. Albert Bourla, und den ehemaligen globalen Leiter der Impfstoffforschung und -entwicklung von Pfizer, Dr. Philip Dormitzer, geschickt,
nachdem neue Informationen darauf hindeuten, dass hochrangige Führungskräfte von Pfizer sich verschworen haben, Daten über den Impfstoff COVID-19 von Pfizer zurückzuhalten, um die Präsidentschaftswahlen 2020 zu beeinflussen.
Am 26. März 2025 berichtete das Wall Street Journal, dass die Behörden im Besitz von Informationen sind, die von einem ehemaligen leitenden Angestellten von Pfizer stammen und die sich darauf beziehen, ob Pfizer „die positiven Ergebnisse klinischer Studien“ zu seinem Impfstoff COVID-19 unterschlagen hat,
um die Präsidentschaftswahlen 2020 zu beeinflussen.
Das Journal identifizierte Dr. Philip Dormitzer als die ehemalige Pfizer-Führungskraft und berichtete, dass er diese Informationen Ende 2024“ nach
der Wahl von Präsident Trump an seinen damaligen Arbeitgeber, GSK plc, weitergab.
Am 9. April 2025 wandte sich der Ausschuss schriftlich an GSK und bat um zusätzliche Informationen zu diesen Vorwürfen.
GSK antwortete am 16. April 2025. In seinem Schreiben an den Ausschuss erklärte GSK:
„Im November 2024, kurz nach der Wahl, wandte sich Dr. Dormitzer an einen Vertreter der Personalabteilung von GSK, um über eine mögliche Versetzung ins Ausland zu sprechen.
Wie sich der Vertreter der Personalabteilung erinnert, war Dr. Dormitzer während des Treffens sichtlich aufgebracht; er bat darum, nach Kanada versetzt zu werden,
da er befürchtete, dass die neue Trump-Regierung gegen ihn wegen seiner Rolle bei der Entwicklung des Impfstoffs COVID-19 von Pfizer ermitteln könnte.
Nach Angaben des Vertreters der Personalabteilung gab Dr. Dormitzer auf die Frage, was ihn zu diesem Antrag veranlasst habe, einen Kommentar ab, der wie folgt lautete
‚Sagen wir einfach, es war kein Zufall, der Zeitpunkt des Impfstoffs.’“
GSK teilte dem Ausschuss ferner mit, dass Dr. Dormitzer den GSK-Mitarbeitern mitgeteilt habe, dass „Ende 2020 die drei ranghöchsten Personen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Pfizer an der Entscheidung beteiligt waren,
die klinischen Tests absichtlich zu verlangsamen, damit sie nicht vor den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen in jenem Jahr abgeschlossen sein würden.“
Obwohl unklar ist, welche Mitarbeiter von Pfizer F&E zusammen mit Dr. Dormitzer an der Entscheidung beteiligt waren, die klinischen Tests zu verzögern, versicherte Dr. Dormitzer gegenüber GSK, dass der CEO von Pfizer nichts von der Verzögerung wusste.
Im Zuge der Untersuchung gehen Briefe an Bourla und Dormitzer, darin werden umfassende Informationen rund um die Causa verlangt. Abschließend heißt es:
„Bitte übermitteln Sie die angeforderten Dokumente und Informationen so schnell wie möglich, spätestens jedoch bis zum 29. Mai 2025 um 10.00 Uhr.“
Hauptsächlich geht es dabei um Dokumente, in denen über den Impfstoff kommuniziert wurde, intern sowie mit den US-Behörden. Memos, SMS, Emails – all das will das Haus von Pfizer haben.
Bilder „Fortune Most Powerful Women 2013“ by Fortune Live Media is licensed under CC BY-ND 2.0.
Beide Artikel aus dem Newsletter von Transition-news.
Drosten
18.05.2025 09:20
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17.05.2025
Corona-Untersuchungsausschuss
Drosten nennt Impfpflicht-Empfehlung „größte Fehleinschätzung“
Christian Drosten hat die Impfpflicht-Empfehlung der Leopoldina im sächsischen Corona-Ausschuss als seine „größte Fehleinschätzung“ bezeichnet.
Die Forderung sei gekommen, als die Impfung kaum noch vor Ansteckung schützte.
Von Redaktion
Virologe Christian Drosten hat bei einer Anhörung im Corona-Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtags die Impfpflicht-Empfehlung für medizinisches Personal als schweren Fehler bezeichnet.
Konkret kritisierte er eine Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina aus dem November 2021, die sich für eine solche Pflicht aussprach.
„Das war die größte Fehleinschätzung, an der ich beteiligt war“, sagte Drosten im Ausschuss. Die Impfstoffe hätten damals deutlich weniger vor Ansteckung mit der neuen Omikron-Variante geschützt.
Die Leopoldina hatte in der Phase auf eine rasche Umsetzung der Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen gedrängt.
Der Bundestag beschloss diese schließlich Ende 2021 für das Gesundheitswesen. Die Regelung trat im März 2022 in Kraft, wurde jedoch schon Ende des Jahres wieder aufgehoben.
Trotz der Kritik an der damaligen Empfehlung verteidigte Drosten die generelle Wirkung der Impfkampagne.
Die Impfungen hätten die Krankheitslast und Sterblichkeit beträchtlich gesenkt. Länder mit höherer Impfquote hätten im internationalen Vergleich besser abgeschnitten als Deutschland.
Auch auf seine öffentliche Rolle ging Drosten ein.
Er habe nicht als „Architekt“ der Corona-Strategie fungiert, wie ihn ein AfD-Abgeordnete bezeichnete, sondern auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse informiert.
Nicht alle seine Aussagen seien hundertprozentig richtig gewesen. So sei das nun mal in einer sich entwickelnden Situation, sagte er. Gerade am Anfang der Pandemie seien die Daten „wacklig“ gewesen.
Drosten prägte in der Pandemie zentrale Narrative der Bundesregierung – gleichzeitig verschwieg er kritische Einschätzungen, wenn sie nicht zur Linie passten.
Wie interne Protokolle des RKI zeigten, hielt er im Juli 2020 ein eigenes Papier zur Teststrategie zurück, weil es „dem Regierungshandeln widerspricht“. Darin kritisierte er das damalige Vorgehen und schlug alternative Maßnahmen vor.
Corona-Untersuchungsausschuss
Drosten nennt Impfpflicht-Empfehlung „größte Fehleinschätzung“
Christian Drosten hat die Impfpflicht-Empfehlung der Leopoldina im sächsischen Corona-Ausschuss als seine „größte Fehleinschätzung“ bezeichnet.
Die Forderung sei gekommen, als die Impfung kaum noch vor Ansteckung schützte.
Von Redaktion
Virologe Christian Drosten hat bei einer Anhörung im Corona-Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtags die Impfpflicht-Empfehlung für medizinisches Personal als schweren Fehler bezeichnet.
Konkret kritisierte er eine Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina aus dem November 2021, die sich für eine solche Pflicht aussprach.
„Das war die größte Fehleinschätzung, an der ich beteiligt war“, sagte Drosten im Ausschuss. Die Impfstoffe hätten damals deutlich weniger vor Ansteckung mit der neuen Omikron-Variante geschützt.
Die Leopoldina hatte in der Phase auf eine rasche Umsetzung der Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen gedrängt.
Der Bundestag beschloss diese schließlich Ende 2021 für das Gesundheitswesen. Die Regelung trat im März 2022 in Kraft, wurde jedoch schon Ende des Jahres wieder aufgehoben.
Trotz der Kritik an der damaligen Empfehlung verteidigte Drosten die generelle Wirkung der Impfkampagne.
Die Impfungen hätten die Krankheitslast und Sterblichkeit beträchtlich gesenkt. Länder mit höherer Impfquote hätten im internationalen Vergleich besser abgeschnitten als Deutschland.
Auch auf seine öffentliche Rolle ging Drosten ein.
Er habe nicht als „Architekt“ der Corona-Strategie fungiert, wie ihn ein AfD-Abgeordnete bezeichnete, sondern auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse informiert.
Nicht alle seine Aussagen seien hundertprozentig richtig gewesen. So sei das nun mal in einer sich entwickelnden Situation, sagte er. Gerade am Anfang der Pandemie seien die Daten „wacklig“ gewesen.
Drosten prägte in der Pandemie zentrale Narrative der Bundesregierung – gleichzeitig verschwieg er kritische Einschätzungen, wenn sie nicht zur Linie passten.
Wie interne Protokolle des RKI zeigten, hielt er im Juli 2020 ein eigenes Papier zur Teststrategie zurück, weil es „dem Regierungshandeln widerspricht“. Darin kritisierte er das damalige Vorgehen und schlug alternative Maßnahmen vor.

Jetzt
so will ER sich vor möglichen Folgen und Konsequenzen schützen-