Der Fall Kimmich markiert einen Nervenzusammenbruch der deutschen Öffentlichkeit. Alles, was in der Corona-Politik schiefging, bündelte sich hier. Da war zunächst eine Öffentlichkeit, die sich in Sachen Impfung in einen kollektivistischen Rausch steigerte, statt die Autonomie des Einzelnen zu achten, gerade wenn es um Fragen der persönlichen Gesundheit ging.
Da man annahm, dass das Vakzin nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen schützte, sondern auch vor einer Ansteckung, galt jeder Ungeimpfte mindestens als unsolidarisch. Bürger und Journalisten betrachteten die Impfung daher nicht als reine Privatentscheidung. Mit der Impfquote war die Sehnsucht nach einem Ende der Massnahmen verknüpft. Dabei gab es schon damals ernste Zweifel an dieser These.
Irritierende Einigkeit von Politik und Medien
Das Robert-Koch-Institut hatte schon im November 2020 intern festgehalten, dass eine sterile Immunität nicht belegt sei. «An die (noch) nicht erfolgte Impfung darf keine Benachteiligung geknüpft sein», schrieb das Institut damals. Und im Sommer 2021, kurz bevor Kimmich in die Öffentlichkeit gezerrt wurde, berichteten Medien vermehrt über Personen, die sich trotz Impfung ansteckten. All das sprach selbstverständlich nicht gegen eine Impfung, im Gegenteil. Wohl aber sprach es schon damals gegen die gesellschaftlichen Heilserwartungen, die damit verknüpft waren.
Im Fall Kimmich kam noch mehr hinzu. Da war zunächst eine irritierende Einigkeit von Politik und Medien. Viele Journalisten berichteten im Stile amtlicher Verlautbarungen über das, was Bundeskanzler und Ministerpräsidenten der Länder entschieden. Kritik an den Massnahmen wurde selten geübt, obwohl darunter zeitweise so absurde Dinge fielen wie eine Maskenpflicht an der frischen Luft in der Frankfurter Innenstadt.
"Der Fall Kimmich"
21.06.2024 21:06
"Der Fall Kimmich"
21.06.2024 21:06
"Der Fall Kimmich"
Der Fall Kimmich markiert einen Nervenzusammenbruch der deutschen Öffentlichkeit – trotzdem redet kaum jemand darüber
Der Nationalspieler wollte sich während der Pandemie nicht gegen Corona impfen lassen. Eine Dokumentation zeigt nun, wie massiv er dafür unter Druck gesetzt wurde. Die Corona-Politik muss endlich aufgearbeitet werden.https://www.nzz.ch/meinung/joshua-kimmich-und-der-schaendliche-umgang-mit-ungeimpften-in-der-pandemie-ld.1836191
Wer vergessen hat, wie achtlos und verletzend der Umgang mit Einzelnen während der Corona-Pandemie war, der kann es sich nun in beeindruckender Weise in Erinnerung rufen. Man muss dazu nur die Dokumentation über den deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich schauen, die an diesem Samstag im ZDF läuft und schon jetzt online abrufbar ist. Sie zeigt einen Menschen, der am öffentlichen Druck beinahe zerbrochen wäre.
Der Nationalspieler wollte sich während der Pandemie nicht gegen Corona impfen lassen. Eine Dokumentation zeigt nun, wie massiv er dafür unter Druck gesetzt wurde. Die Corona-Politik muss endlich aufgearbeitet werden.https://www.nzz.ch/meinung/joshua-kimmich-und-der-schaendliche-umgang-mit-ungeimpften-in-der-pandemie-ld.1836191
Wer vergessen hat, wie achtlos und verletzend der Umgang mit Einzelnen während der Corona-Pandemie war, der kann es sich nun in beeindruckender Weise in Erinnerung rufen. Man muss dazu nur die Dokumentation über den deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich schauen, die an diesem Samstag im ZDF läuft und schon jetzt online abrufbar ist. Sie zeigt einen Menschen, der am öffentlichen Druck beinahe zerbrochen wäre.
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
Alleshinterfragen 21.06.2024 21:11
Anfangs ging es Regierung und Ministerpräsidenten darum, den Zusammenbruch des Gesundheitswesens zu verhindern. Harte Massnahmen waren unausweichlich. Später allerdings scheuten viele Politiker notwendige Güterabwägungen und bürdeten sie einseitig den Bürgern auf. Sie sollten der Regierung durch ihre Impfung einen bequemen Ausweg aus der Pandemie schaffen. Die Überforderung des Gesundheitswesens schien zeitweise in den Hintergrund zu rücken. Manche Politiker erweckten vielmehr den Anschein, dass sie jeden potenziell lebensgefährlichen Corona-Verlauf verhindern wollten. Selbst dann blieb Kritik oft aus.
Zuletzt zeigte der Fall Kimmich die problematische Tendenz des Journalismus, Geschichten wann immer möglich an einzelnen Personen aufzuhängen. Ein Fussballspieler musste für alle Ungeimpften herhalten. Auf ihn richteten sich das Unverständnis und auch der Hass der geimpften Mehrheit.
Bis heute sind die Massnahmen in den Jahren 2020 bis 2022 nicht aufgearbeitet. Dabei gibt es viele offene Fragen: Ab wann hätte man auf Lockdowns verzichten können? Wann war klar, dass die Impfung nicht vor Ansteckung schützt?
Zu Beginn der Pandemie sagte Gesundheitsminister Jens Spahn von den Christlichdemokraten, man werde «einander viel verzeihen müssen». Er hatte recht. Man kann allerdings erst dann einen Fehler verzeihen, wenn man weiss, wer ihn gemacht hat. Und wenn derjenige ihn dann auch zugibt.
Zuletzt zeigte der Fall Kimmich die problematische Tendenz des Journalismus, Geschichten wann immer möglich an einzelnen Personen aufzuhängen. Ein Fussballspieler musste für alle Ungeimpften herhalten. Auf ihn richteten sich das Unverständnis und auch der Hass der geimpften Mehrheit.
Bis heute sind die Massnahmen in den Jahren 2020 bis 2022 nicht aufgearbeitet. Dabei gibt es viele offene Fragen: Ab wann hätte man auf Lockdowns verzichten können? Wann war klar, dass die Impfung nicht vor Ansteckung schützt?
Zu Beginn der Pandemie sagte Gesundheitsminister Jens Spahn von den Christlichdemokraten, man werde «einander viel verzeihen müssen». Er hatte recht. Man kann allerdings erst dann einen Fehler verzeihen, wenn man weiss, wer ihn gemacht hat. Und wenn derjenige ihn dann auch zugibt.
Alleshinterfragen 21.06.2024 21:13
136 Kommentare
K. S.
vor etwa 3 Stunden
53 Empfehlungen
Ich werde es nie vergessen, nie! Selbst geimpft, aber die Art und Weise wie man auf Hexenjagd gegangen ist und welche Worte gefallen sind, die wirken nach. Und welche Konsequenzen durchaus als angemessen angesehen wurden, hat mich an dunkelste Zeiten erinnert. Wie konnte 1933 passieren? Die Antwort habe ich 2020 erhalten. Ein Wahnsinn, absoluter Wahnsinn! Mein Vertrauen in Staaten und Institutionen ist nachhaltig erschüttert und das wird in diesem Leben auch nicht mehr geheilt werden können. Und all den Verunglimpfern sei gesagt, dass ich mir sehr viele gemerkt habe und es tunlichst vermeide mein Geld auch nur ansatzweise bei solchen auszugeben. Bei anderen überprüfe ich gerne einmal, ob ich grenzwertige Aussagen aus dieser Zeit finde, um den Geldbeutel dann doch wieder stecken zu lassen.
K. S.
vor etwa 3 Stunden
53 Empfehlungen
Ich werde es nie vergessen, nie! Selbst geimpft, aber die Art und Weise wie man auf Hexenjagd gegangen ist und welche Worte gefallen sind, die wirken nach. Und welche Konsequenzen durchaus als angemessen angesehen wurden, hat mich an dunkelste Zeiten erinnert. Wie konnte 1933 passieren? Die Antwort habe ich 2020 erhalten. Ein Wahnsinn, absoluter Wahnsinn! Mein Vertrauen in Staaten und Institutionen ist nachhaltig erschüttert und das wird in diesem Leben auch nicht mehr geheilt werden können. Und all den Verunglimpfern sei gesagt, dass ich mir sehr viele gemerkt habe und es tunlichst vermeide mein Geld auch nur ansatzweise bei solchen auszugeben. Bei anderen überprüfe ich gerne einmal, ob ich grenzwertige Aussagen aus dieser Zeit finde, um den Geldbeutel dann doch wieder stecken zu lassen.
Alleshinterfragen 21.06.2024 21:17
23.45 Uhr, „Joshua Kimmich – Anführer und Antreiber“ ZDF
Die Dokumentation bietet einen erhellenden Rückblick in eine Zeit der Hysterie. Seinerzeit kursierte ein Witz, der in seiner Übertreibung die Stimmung in Deutschland recht präzise zusammenfasste: «Kimmich nicht geimpft – wir werden alle sterben.» Auch das ZDF, der ausstrahlende Sender, spielte keine rühmliche Rolle in Sachen Kimmich; auch dort bestimmte ein inquisitorischer Tonfall, was sich als Debatte ausgab, aber in Wahrheit nichts weiter als ein Spiessrutenlauf war.
Die Dokumentation bietet einen erhellenden Rückblick in eine Zeit der Hysterie. Seinerzeit kursierte ein Witz, der in seiner Übertreibung die Stimmung in Deutschland recht präzise zusammenfasste: «Kimmich nicht geimpft – wir werden alle sterben.» Auch das ZDF, der ausstrahlende Sender, spielte keine rühmliche Rolle in Sachen Kimmich; auch dort bestimmte ein inquisitorischer Tonfall, was sich als Debatte ausgab, aber in Wahrheit nichts weiter als ein Spiessrutenlauf war.
Alleshinterfragen 21.06.2024 21:21
12.12.2021
https://www.nzz.ch/sport/joshua-kimmich-ruhelose-impfdebatte-um-den-bayern-profi-ld.1659937
Der 26-Jährige zählt zu einer Gruppe von Bayern-Spielern, die sich nicht gegen das Coronavirus hatten impfen lassen. Am Wochenende nun gab Kimmich bekannt, dass die Bereitschaft zur Impfung bei ihm vorhanden sei, den Termin wolle er mit den Ärzten abstimmen. Zuvor hatte sich der deutsche Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bemüssigt gefühlt, sich ferndiagnostisch und ohne Kenntnis des Falles zu möglichen Komplikationen via Twitter zu äussern: Auch junge Menschen könnten einen schweren, ja chronischen Verlauf haben. Gegenüber «Bild» sagte er: «Und trotzdem ist das kein Pappenstiel, wenn jemand wie Joshua Kimmich erkrankt.»
https://www.nzz.ch/sport/joshua-kimmich-ruhelose-impfdebatte-um-den-bayern-profi-ld.1659937
Der 26-Jährige zählt zu einer Gruppe von Bayern-Spielern, die sich nicht gegen das Coronavirus hatten impfen lassen. Am Wochenende nun gab Kimmich bekannt, dass die Bereitschaft zur Impfung bei ihm vorhanden sei, den Termin wolle er mit den Ärzten abstimmen. Zuvor hatte sich der deutsche Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bemüssigt gefühlt, sich ferndiagnostisch und ohne Kenntnis des Falles zu möglichen Komplikationen via Twitter zu äussern: Auch junge Menschen könnten einen schweren, ja chronischen Verlauf haben. Gegenüber «Bild» sagte er: «Und trotzdem ist das kein Pappenstiel, wenn jemand wie Joshua Kimmich erkrankt.»
Alleshinterfragen 21.06.2024 21:36
Es ist doch irr, wie spät so eine Sendung gesendet wird und dass es nicht nur um Corona geht, sondern das ganze Privatleben von ihm. Bin zufällig heute darauf gestoßen.
hansfeuerstein 21.06.2024 23:46
Der Fall Kimmich geht mir nah. Ein Paradebeispiel wie es nicht laufen soll.
hansfeuerstein 22.06.2024 00:23
Das Schlimmste war ja, dass man diesen Leuten unterstellt hatte sie wären daran schuld wenn andere erkranken oder sogar daran sterben.
hansfeuerstein 22.06.2024 00:56
Wer wusste zu der Zeit schon verlässlich, dass es sich nicht um so etwas wie die spanische Grippe oder die Pest im Mittelalter handeln würde. Derartige Phänomene würden tatsächlich weitreichende Quarantänen lebensnotwendig werden lassen. Der Knackpunkt ist also die Einordnung und den daraus folgenden Umgang damit. Es haben eben allo so getan als wüssten sie alles genau, was jetzt richtig sei, nur war diese Gewissheit nie vorhanden, die wurde nur vorgespiegelt.
Alleshinterfragen 22.06.2024 08:35
Ja, Julia,
hoffe auch, dass die vielen, die sich unter Zwang geimpft haben, keine Langzeitschäden haben.
Was ich aber fatal finde, ist das Denken hinter dem Fall: "Du bist nichts, die Gesellschaft ist wichtig", erinnert das nicht an die Parolen: Du bist nichts, Dein Volk ist alles.
Da wird hier die Nazizeit mit Händen und Füßen bekämpft, aber so ein Denken gibt es dann doch noch.
Danke für die Kommentare.
hoffe auch, dass die vielen, die sich unter Zwang geimpft haben, keine Langzeitschäden haben.
Was ich aber fatal finde, ist das Denken hinter dem Fall: "Du bist nichts, die Gesellschaft ist wichtig", erinnert das nicht an die Parolen: Du bist nichts, Dein Volk ist alles.
Da wird hier die Nazizeit mit Händen und Füßen bekämpft, aber so ein Denken gibt es dann doch noch.
Danke für die Kommentare.
Alleshinterfragen 22.06.2024 15:44
Danke Julia, für den link.
Du meinst, dass ein Teil der Bevölkerung jetzt nicht mehr solche Hetze gegen Ungeimpfte machen würde? Da bin ich mir nicht sicher.
Ich hatte ja schon in einem anderen Blog geschrieben, dass ich über folgendes mehr als erstaunt war:
Beim Weltgebetstag, der dieses Jahr um Palästina ging, ging es im Vorbereitungsteam um die Frage, wie das mit den Juden passieren konnte. Ich verwies auf die jüngste Geschichte und sagte, dass man Ungeimpfte wie Aussätzige behandelt hat, sie beschimpfte etc.
Die Antwort: Das war doch ein ganz neuer Virus, man wusste doch nicht, wie gefährlich der ist.
Komisch, deshalb ist es erlaubt gewesen uns und Kimmich so zu diffamieren???
Du meinst, dass ein Teil der Bevölkerung jetzt nicht mehr solche Hetze gegen Ungeimpfte machen würde? Da bin ich mir nicht sicher.
Ich hatte ja schon in einem anderen Blog geschrieben, dass ich über folgendes mehr als erstaunt war:
Beim Weltgebetstag, der dieses Jahr um Palästina ging, ging es im Vorbereitungsteam um die Frage, wie das mit den Juden passieren konnte. Ich verwies auf die jüngste Geschichte und sagte, dass man Ungeimpfte wie Aussätzige behandelt hat, sie beschimpfte etc.
Die Antwort: Das war doch ein ganz neuer Virus, man wusste doch nicht, wie gefährlich der ist.
Komisch, deshalb ist es erlaubt gewesen uns und Kimmich so zu diffamieren???
Alleshinterfragen 22.06.2024 15:45
Anno 2024 müssen Fußballer in erster Linie als Botschafter für jedes nur denkbare Gutmenschentum herhalten. Sie müssen vor dem menschengemachten Klimawandel warnen, sich für die vermeintlich unterdrückte LGBTQ-Community einsetzen – oder eben für die Impfung werben.
Aus dem obigen link Reitschuster
Aus dem obigen link Reitschuster
hansfeuerstein 22.06.2024 16:15
Sein Club wurde damals öffentlich aufgefordert gegen ihn vorzugehen.
Alleshinterfragen 22.06.2024 16:36
Statt zu erkennen, welche Stärke dieser junge Mann hat und nicht unreflektiert ein Mitläufer ist.
Es gab Arbeitgeber, die dies erkannt haben und Ungeimpfte einstellen wollte,
Eine Apotheke bei Lindau hat damit geworben, dann aber war der Aufschrei groß, wie man ausgerechnet in diesem Bereich Virenschleudern arbeiten lassen will.
Es gab Arbeitgeber, die dies erkannt haben und Ungeimpfte einstellen wollte,
Eine Apotheke bei Lindau hat damit geworben, dann aber war der Aufschrei groß, wie man ausgerechnet in diesem Bereich Virenschleudern arbeiten lassen will.
Alleshinterfragen 22.06.2024 16:39
Wie soll ein Mensch das leisten, wenn er sieht, der Arbeitgeber steht nicht mal hinter ihm?
Ist es nicht der Normalzustand. dass Arbeitgeber mit der Masse schwimmen?
Ich denke, das wäre ein eigenes Thema, aber viele Menschen ecken doch bei ihrer Arbeit an, oder?
Ist es nicht der Normalzustand. dass Arbeitgeber mit der Masse schwimmen?
Ich denke, das wäre ein eigenes Thema, aber viele Menschen ecken doch bei ihrer Arbeit an, oder?

Jetzt
Joshua Kimmich hatte in diesem Herbst 2021 überhaupt nichts gesagt, zumindest nichts, was für die Öffentlichkeit bestimmt war. Er hatte sich nur gegen eine Corona-Impfung entschieden, ganz privat.
Diese Entscheidung zerrten Medien allerdings an die Öffentlichkeit. Und fortan war die Diskussion nicht mehr zu bremsen. Der Spieler wurde in einer Weise öffentlich an den Pranger gestellt, die autoritäre Züge annahm. Sportreporter verhörten ihn noch auf dem Spielfeld. Die «Tagesschau» brachte eine eigene Meldung, die die Sprecherin mit einer Gravitas verlas, als gehe es um Staatskonsultationen auf höchster Ebene.
Kimmich kämpft mit den Tränen
Das Magazin Extra 3 bestritt, dass Kimmichs Entscheidung überhaupt eine private Angelegenheit sei. Wenn es ums Geldverdienen gehe, sei er doch auch nicht gerade zimperlich mit seiner Gesundheit, sagte der Moderator, und zählte genüsslich Kimmichs Sportverletzungen der vergangenen Jahre auf. Höhepunkt der Sendung war ein Foto, das den Spieler am Bett krebskranker Kinder zeigte. Kimmich, das war die Botschaft, inszeniere sich als Wohltäter und Lebensretter. Doch in Wahrheit gefährde er das Leben anderer.
Wenn Kimmich heute vor der Kamera darüber spricht, kämpft er mit den Tränen. Die Szene zeigt, wie tief die Verletzungen bei ihm noch immer sitzen. Sie zeigt exemplarisch, dass der Vertrauensverlust vieler Bürger in Staat und Gesellschaft nach wie vor nicht vollständig überwunden ist. Und damit auch, woran es bis heute mangelt: an einer gründlichen Aufarbeitung der Pandemiepolitik.