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"Jesus spricht: Folge mir nach, ..."

"Jesus spricht: Folge mir nach, ..."
Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen! (Mark 1:17, Schlachter)

Wir sind im Laufe der Zeit zu der Schlussfolgerung gekommen, dass ein Mensch sich als Sünder erkennen muss, bevor Jesus Christus etwas für ihn tun kann. Die ersten Jünger fühlten sich nicht deshalb von Jesus angezogen, weil sie von ihren Sünden erlöst werden sollten. Sie wussten gar nicht, dass sie Erlösung brauchten. Sie wurden von Ihm angezogen, weil Er in ihnen eine aufrichtiges Vertrauen weckte.

Das waren also ganz andere Gefühle als die, die nach unsere Meinung einen Menschen zu Jesus ziehen. Ihre Nachfolge hatte nichts Theologisches an sich. Sie dachten nicht daran, dass sie vom Tod zum Leben kommen, sie wussten nicht, was Jesus meinte, als Er von seinem Kreuz redete… Sie folgten Jesus nicht, weil sie gerettet werden wollten, sondern weil sie nicht anders konnten.
Drei Jahre später, als Jesus wieder sagte: „Folge mir nach“, war es etwas anderes. Vieles hatte sich in diesen Jahren ereignet. Das erste „Folge Mir“ hatte ein äußeres Folgen bedeutet. Jetzt sollte es ein Folgen in das innere Martyrium sein (s. Johannes 21,18 f).
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst.
19 Dies aber sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Und nachdem er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach! (Joh 21:18, Schlachter)

(Oswald Chambers)
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Jesus calls us, by your mercies,
Saviour, may we hear your call,
Give our hearts to your obedience,
Serve and love you best of all.

(C. F. Alexander)

Jesus ruft uns, durch deine Barmherzigkeit,
Heiland, mögen wir deinen Ruf hören,
und unsere Herzen deinem Gehorsam schenken,
Dienen und lieben dich am meisten.

Kommentare

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JesusComesBackSoon 24.03.2023 11:59
Zitat: Ihre Nachfolge hatte nichts Theologisches an sich.

Ist das wirklich so, wenn unter anderem geschrieben steht:

Einer aus den zweien, die von Johannes hörten und Jesus nachfolgten, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Der findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte) [JOH. 1,40-41]

Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesum, Joseph's Sohn von Nazareth. [JOH. 1,45]

Nathanael antwortete und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel! [JOH. 1,49]
 
Diala 24.03.2023 13:18
Bevor Simon ein Jünger wurde, hat er Jesus schon ein wenig widersprochen...

Jesus sagt: "Fahrt hinaus mit eurem Boot und werft die Netze aus....
Und Simon antwortet: Meister wir haben uns die ganze Nacht abgemüht...."
Lukas 5

Sooo groß war das Vertrauen erstmal nicht. Es war wohl mehr Gehorsam oder Neugier, weil sie Jesus schon haben Reden hören.
 
Herbstprince 24.03.2023 15:13
Wenn wir " gerufen werden", zu Jesus zu kommen, haben wir hier im Westen in der Regel vom Kreuzestod Jesu gehört und wir verstehen ansatzweise, was Jesus für uns getan hat. Eine große Freude erfüllt uns meist, wenn wir merken, dass wir mehr Erkenntnis bekommen, anders beten, unsere Gedanken sich mehr auf Jesus konzentrieren.
Aber wir sollen nicht ewig Babychristen bleiben, die nur nach Milch verlangen und gepampert werden müssen. Wir sollen reife, mündige Chrisen werden, die Frucht bringen.
In der echten Nachfolge wird zwangsläufig ein Reinigungsprozess staffinden und wir werden geprüft, ob wir es mit der Nachfolge ernst meinen. 
Gottes Liebe ist immer da. Er will immer das Beste für uns, er verlässt uns nicht, aber seine Liebe entspricht nicht immer unseren Träumen und Wunschvorstellungen.         
 
Diala 24.03.2023 18:02
Den Fischer damals wurde durch das Wunder des Fischfanges persönlich vor Augen geführt, wen sie vor sich hatten.
Danach sprach Jesus, "erschreckt nicht, ich will euch zu Menschenfischern machen"

So ist es auch heute noch. Nur durch eine persönliche Beziehung, dem Kennen und Erkennen Christus selbst, können wir ihm folgen. Das ist nichts Starres, nichts traditionelles, das ist unter seiner persönlichen Leitung stehen.
 
Zeitzeuge 24.03.2023 19:00
Dies ist wieder ein klassisches Beispiel, wie man ein allgemein gebrauchten Begriff versucht in einen neuen Deutungsrahmen (Framing) zu stellen und bekommt dadurch eine ganz andere Aussage und verfälscht die Botschaft bewußt oder unbewußt.

Wenn man das Wort „Theologisch“ hier im weitesten Sinne als mit den göttlichen Dingen beschäftigt, redet oder lehrt, deutet, waren die Jünger in diesen Dingen äußerlich eingebunden und bekamen dadurch ihre Orientierung.

„Das erste „Folge Mir“ hatte ein äußeres Folgen bedeutet.“

Sie dachten nicht daran, dass sie vom Tod zum Leben kommen, sie wussten nicht, was Jesus meinte, als Er von seinem Kreuz redete… Sie folgten Jesus nicht, weil sie gerettet werden wollten, sondern weil sie nicht anders konnten.
 
Diala 24.03.2023 19:31
Zeitzeuge, meinst du mich?
Ich wollte nicht framen mit meinen Gedanken dazu und meinen Beiträgen. 
Sorry. 🤷

Wenn du meine Beiträge mit der Begründung des Framing löschst, versteh ich das. 
 
Alkazar 24.03.2023 19:43
:Weil er (Jesus) aufrichtiges Vertrauen
in ihnen weckte," heisst es in dem ersten
Kommentar von Zeitzeuge zutreffend.

Und genau damit knüpft Jesus an die Tradition
der Alten Väter an, mit denen die Fischer
allesamt vertraut waren und darin unterrichtet.
Abraham ging los, weil er vertraute.
Mose zog mit dem Volk ins Ungewisse,
weil er vertraute.
In den Psalmen steht Vertrauen trotz 
Widrigkeiten, z.B. Ps.71 Dennoch bleibe ich
stehts an Dir, denn Du hälst mich an Deiner
Hand und leitest mich nach Deinem Rat...

Paulus bezeichnet dieses sein Volk 
Israel aus dem Glauben kommend.
Oder im Hebraer: Der  Glaube ist eine gewisse Zuversicht dessen, das man nicht
sieht. 
Wer der Verfasser des Hebraer Briefes ist
weiss ich nicht.
Ist das auch Paulus oder Unbekannt?
 
Digrilimele 24.03.2023 19:47
Nein, ich glaube er meint jcbs.

Obgleich ich glaube, dass es in diesem Fall wohl mehr um das Recht haben geht. Wie dem auch sei, ich bräuchte einfach viel mehr Zeit, um das ganze zu recherchieren, um es genau beurteilen zu können, aber darum scheint es Oswald Chambers auch gar nicht zu gehen, meines Erachtens.
Aber es ging ihnen sicherlich nicht um die Sündenvergebung,
dieses wurde ihnen viel später klar, vielmehr um die Erlösung aus der Knechtschaft.
 
Digrilimele 24.03.2023 19:49
Über Jahrhunderte erwarteten sie bereits den Messias, der sie aus der Knechtschaft befreien sollte.
 
Alkazar 24.03.2023 19:55
Ja stimmt Digrilimele
Nur in der ersten Begegnung von Jesus
und seinen Jüngern ging's nicht um die Messias Frage,
somdern um Vertrauen.
War es nicht erst nach dem Fischfang 
wo Fragen aufkamen?
Jetzt grad weiss ich es auch nicht...
 
Diala 24.03.2023 20:04
Nach dem Fischfang sagte Petrus " Herr geh fort von mir! Ich bin ein sündiger Mensch."

Lukas 5, V8
 
Digrilimele 24.03.2023 20:08
🤔hmmm?

Aber seine Jünger waren auch gleichzeitig von Beginn an die die Auserwählten.
 
Herbstprince 24.03.2023 20:13
Als Jesus die Jünger rief und sie ihm folgten, wussten sie weder was später mit Jesus, noch was später mit Ihnen selbst passieren selbst werde.
Selbst wenn sie den Messias erwarteten, waren sie trotz der vielen Prophetien in z. B.in Jesaja oder den messianischen Psalmen nicht darauf vorbereitet, dass man Jesus verraten und kreuzigen werde.  
 
 
Digrilimele 24.03.2023 20:20
So ist es, Herbstprince, sie konnten gar nicht anders, da sie die Auserwählten waren, daher ist die Frage welchen Beweggrund sie im Einzelnen hatten, nebensächlich.

Sie ahnten nicht, was auf sie zukommen würde, aber sie vertrauten!!!! ihm.
 
Digrilimele 24.03.2023 20:35
Aber mal ganz ehrlich, als ER unsere Herzen berührte, konnten wir doch auch gar nicht anders, obgleich wir ihn nicht sahen, wussten wir doch, ER ist, um wieviel mehr konnten dann diese, die IHN sahen, nicht anders, als IHM zu folgen.
 
Herbstprince 24.03.2023 20:42
Nur im Gegensatz zu den Jüngern kannten wir gewisse Dinge, wie seinen Tod am Kreuz, die Auferstehung und Himmelfahrt. Und wir haben "ja". Was aber in der Nachfolge noch auf uns zukommen kann,wissen wir genau so wenig wie die Jünger damals. Dass es aber kein Weg ohne Prüfungen ist und Anfeidungen, Leid etc. uns widerfahren können, haben wir im Laufe der Zeit durch die Schrift erfahren. Was uns persönlich davon trifft oder treffen wird, wissen wir nicht.  
 
 
Diala 24.03.2023 21:04
Mich beschäftigt noch dieser Satz vom Eingangstext: 

"Weil er (Jesus) aufrichtiges Vertrauen
in ihnen weckte," .... 

Wie kam dieses Vertrauen? Kam es nicht durch die Wundertaten, die Jesus tat.?
Jesus lehrte in den Synagogen. Er trieb einen Dämon aus. Er heilte Simons Schwiegermutter.

So jemandem nachzufolgen, klang schon auch verheißungsvoll.
 
(Nutzer gelöscht) 24.03.2023 21:04
LEID macht 'bereit'...!😉
 
Digrilimele 24.03.2023 21:36
@ diala, die Menschen zu denen ER redete, die ER heilte, der Masse also, vertrauten IHM natürlich aufgrund SEINER Taten, SEINER Wunder, die ER vollbrachte,

Bei seinen Jüngern war es aufgrund ihrer Auserwählung.

Ist ja auch wirklich nicht so ganz einfach zu erklären, wenn man im Herzen berührt ist, dann bedarf es keinem  Wunder, denn die Berührung in  sich, ist bereits das Wunder.
 
hansfeuerstein 24.03.2023 21:38
Folge mir nach sagt der Herr, und dabei war er nichtmal verheiratet. Ui, das ist hart für viele 😉
 
Diala 24.03.2023 21:57
Es war wohl auch damals schon bei den Jüngern diese 'Herzensberührung'. Wenn sie Auserwählte sind, können sie gar nicht anders. Da ist ein Tun, Wissen, eine Gewissheit.

Ich weiß nicht, ob ich ein anderes Verständnis von Vertrauen habe 🤔 ?
Vertrauen kann man Jemandem den man kennt.
 
JesusComesBackSoon 25.03.2023 14:25
Die Jünger Jesu folgten nicht irgend einem (neuen) Rabbi. Sie folgten DEM, von WELCHEM Johannes; als der Wegbereiter des Herrn, gegenüber seinen Jüngern und dem ganzen Volk Israel ein klares Zeugnis abgelegt hatte. Siehe dazu:

Des andern Tages stand abermals Johannes und zwei seiner Jünger.Und als er Jesum sah wandeln, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesu nach. [JOH. 1,35-37]

Einer der beiden Jünger die dieser Text erwähnt, war Andreas, der wenig später seinen Bruder Petrus zu Jesus führte.

Bezüglich der Berufung der Jünger sollte man also keinesfalls, das geistgeleitete Werk oder die Predigten von Johannes dem Täufer, das die Jünger auf ihre Nachfolge vorbereitete, unterschätzen. 

Matthäus zeugt von diesem wichtigen Werk wie folgt: er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: "Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HERRN den Weg [MATTH. 3,3]
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