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DER WEIN, DEN CHRISTUS IN KANA MACHTE

DER WEIN, DEN CHRISTUS IN KANA MACHTE
Der Begriff "Wein", wie auch sein Äquivalent im Griechischen, ist nicht spezifisch. Es gibt verschiedene Arten von Wein, aber niemand kann die Art des Getränks sagen, auf den sich das unqualifizierte Wort "Wein" bezieht. Damit man weiß, ob das Getränk, auf den sich das Wort "Wein" bezieht, gut oder schlecht, fermentiert oder nicht fermentiert ist, muss irgendein qualifizierendes Wort damit verbunden sein, es sei denn, es gibt etwas anderes im Text, das darauf hinweist, wie zum Beispiel die Wirkung, die es erzeugt. Denn so wie man einen Baum an seinen Früchten erkennt, so erkennt man [den] Wein an den Folgen [die daraus resultieren] ihn getrunken zu haben.

Es gibt [auch] gutes und schlechtes Wasser, Wasser, das rein ist und Wasser, das abgestanden und übel ist. Frisches Wasser ist gut, aber dasselbe Wasser, das heute gut ist, kann man nicht trinken, wenn man es einige Tage stehen lässt. Es ist immer noch Wasser, auch nachdem es gestanden hat, bis es von Krankheitskeimen wimmelt und die unqualifizierte Bezeichnung "Wasser" sagt [auch] nichts über seinen Charakter aus.

Genauso ist es mit dem Wein. Wenn er zum ersten Mal aus den Trauben gepresst wird, ist er rein, erfrischend und gesund aber nachdem er eine Saison lang der Luft ausgesetzt war, gerät er in Gärung bzw. Fäulnis und ist dann giftig. Er ist aber immer noch Wein, wenn auch kein guter Wein mehr, und der [alleinige] unqualifizierte Begriff "Wein" sagt, nichts darüber aus, um welche Art von Wein es sich handelt.

Dass der frische, reine, unvergorene Saft der Traube in Wirklichkeit Wein ist, geht aus den folgenden Abschnitten der Schrift hervor: "So spricht der HERR: Wie der neue Wein in der Traube gefunden wird, und man sagt: Verderbe ihn nicht; denn ein Segen ist darin; so will ich um meiner Knechte willen tun, damit ich sie nicht alle verderbe." [JES. 65,8] [KJV] Hier sehen wir, daß nicht nur der frisch gepresste Saft der Traube, sondern sogar der Saft, der noch in der Traube im Weinstock ist, echter Wein ist.

Wiederum lesen wir im ersten Buch Mose Kap. 40 hinsichtlich des Traumes des Dieners des Pharaos: "Da erzählte der oberste Mundschenk dem Joseph seinen Traum und sprach: In meinem Traum, siehe, da war ein Weinstock vor mir, und an dem Weinstock waren drei Reben; und als er knospete, gingen die Blüten auf, und seine Trauben bekamen reife Beeren. Ich aber hatte den Becher des Pharao in der Hand, und ich nahm die Weintrauben und presste sie aus in den Becher des Pharao und reichte den Becher dem Pharao." [1. MO. 40,9-11] [SLT]

So sehen wir, dass das Wein auch der Wein ist, den man [auch] in der Traube reifer Trauben findet, und dass dies sogar ein solcher Wein ist, den man in der Antike für ein königliches Getränk hielt, denn der Mundschenk des Pharaos träumte von dem, was er gewöhnlich tat.

Nun [aber] zu dem Wein, den CHRISTUS für die Gäste des Hochzeitsfestes in Kana mache. Es trifft zu, dass das Wort [Wein] in dem Bericht dieses Ereignisses kein qualifizierendes Adjektiv hat, aber die Umstände weisen unmissverständlich auf seinen Charakter hin. Erinnern wir uns zunächst daran, dass nur gute Dinge aus der Hand des HERRN kommen. ER sendet Segen, nicht Fluch und wir haben gerade gelesen, dass der Segen in dem Wein liegt, der sich in der Traube befindet. Andererseits wird uns gesagt, dass diejenigen,welche fermentierten Wein trinken, welcher "rötlich schimmert" und "im Becher perlt!" [SPR. 23,31] [SLT] Leid, Kummer, Streitigkeiten und Wunden ohne Grund haben und dass ein solcher Wein letztendlich "zuletzt ... beißt ... wie eine Schlange und sticht wie eine Otter!" [SPR 23,32] [SLT] Er raubt dem Menschen die Sinne, so daß er wie einer ist, [dessen Augen] "seltsame Dinge sehen", [und dessen] "Herz ... verworrenes Zeug reden" [wird], "der auf hoher See schläft und wie einer, der oben im Mastkorb liegt." [SPR. 23,33-34] [SLT] Würde jemand den HERRN beauftragen, ein solches Getränk für die Menschen zu bereiten? Sollte jemand der den Erlöser verehrt, [auch nur] für einen Augenblick den Gedanken hegen, dass ER absichtlich einen solchen Wein herstellen und den Gästen eines Hochzeitsfestes bereitstellen würde, der ihnen die Sinne rauben, ihre Leidenschaften entflammen, sie in Aufruhr versetzen und möglicherweise sogar zum Kämpfen bringen würde?

Ergänzend dazu, wenn es wahr wäre, dass Jesus bei dieser Gelegenheit vergorenen Wein gemacht hätte, würde dies eine höchst unnatürliche Ausnahme von Gottes Werk darstellen, denn niemals in der Natur ist so etwas wie vergorener Wein bekannt gewesen. Im Gegenteil, GOTT tut alles, um zu verhindern, dass der von IHM gemachte Wein gärt. Lassen Sie uns den Fall für einen Augenblick studieren.

Untersuche [bitte] eine Traube. Sieh, wie fest die Schale bei jeder Weinbeere ist und wie eng diese am Stiel befestigt ist. Die Schale der Weinbeere ist, wie bei anderen Früchten auch, Schutz vor Fäulnis oder Gärung. Solange die Schale ungebrochen ist, kann keine Gärung stattfinden. Jede Traube ist in der Tat eine kleine Flasche unvergorenen Weins, die hermetisch verschlossen ist, um ihren Inhalt vor Gärung zu schützen.

Solange die Trauben in diesem Zustand sind, sind sie gut zu essen, köstlich und gesund. Aber nehmen wir eine andere Traube. An dieser befinden sich einige Weinbeeren, die [so] beschädigt wurden, so dass die Schale gebrochen ist, und einige wurden zur Hälfte vom Stiel abgezogen. An jeder [so] verwundeten Weinbeere ist etwas an Schimmelpilz zu sehen, und niemand würde sie essen, nicht einmal der Trinker von vergorenem Wein, es sei denn, er hätte schon so viel davon getrunken, dass er den Verstand verloren  hätte. Doch das, was an diesen verwundeten Trauben begonnen hat, ist genau das, was sich im ausgepressten Saft abspielen muss, damit er zu vergorenem Wein werden kann.

Du magst sagen, die aufgebrochenen Trauben sind faul. [Nun] das sind sie, oder zumindest fangen sie an zu faulen, und niemand isst gerne verfaulte Trauben. Aber [eben] dieselben Leute, welche verfaulte Trauben ablehnen, trinken den Traubensaft begierig, wenn er noch [viel] mehr verfault ist. Wie inkonsequent! Ist die Traube ungesund, weil sie aufgrund einer Platzwunde krank ist, wie kann sie dann gesund sein, wenn ihre Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass sie zum Tod geführt hat? Der frische Saft ist lebensfördernd, der vergorene Saft bringt den Tod hervor.

Kannst Du jetzt nicht klar erkennen, dass der erste Zustand des Weins, wie ihn der HERR macht, immer unvergoren ist? Und nicht nur das, sondern dass, wenn der Mensch nicht eingreift und den Plan des HERRN für die Trauben ändert, der Wein immer unvergoren bleiben wird? GOTT macht niemals vergorenen Wein, dieser ist immer ein Produkt des Fluches. Wein muss einige Zeit an der Luft sein, bevor er zu vergorenem Wein wird. Nun haben wir die Frage beantwortet, welche Art von Wein Jesus für die Hochzeitsgäste zubereitet hat. So wie die Sonne den Saft, der in der Traube gespeichert ist, reifen lässt, so hat CHRISTUS - das Licht der Welt. die Sonne der Gerechtigkeit - die gleiche Veränderung in dem Wasser, das in den Wasserkrügen war, vorgenommen und es wäre ebenso gezwungen und absurd anzunehmen, dass das Ergebnis vergoren war, wie zu erwarten, gegorenen Wein in Weintrauben zu finden. Der Wein wurde abgezapft und sofort zum Leiter des Festes gebracht. Wenn etwas davon übriggeblieben und eine Zeit lang der Luft ausgesetzt gewesen wäre, hätte zweifellos Gärung eingesetzt, genau wie bei jedem anderen Wein, den der HERR macht.

Solcher Wein, wie CHRISTUS ihn an jenem Hochzeitstag in Kana machte, ist gut genug, um im Himmel getrunken zu werden, und wird allen Gästen beim "Hochzeitsmahl des Lammes" [OFFB. 19,9] zur Verfügung gestellt sein. Als CHRISTUS SEINEN Jüngern am Abend des Passahfestes den Kelch reichte - zu einer Zeit, in der in keinem jüdischen Haus Sauerteig oder Gärung zu finden war -, sagte ER: "Ich werde von nun an nicht mehr von diesen Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich." [MATTH. 26,29]

Es ist kaum möglich, dass es jemanden gibt, der so respektlos wäre, zu behaupten, dass der Wein - wohlgemerkt "die Frucht des Weinstocks" - bei dieser Gelegenheit so beschaffen sein wird, dass er auf irgendeine Weise eine Vergiftung hervorrufen würde, oder ein Wein, giftiger Natur wäre.

( Ellet J. Waggoner, Dezember 1901 )

Kommentare

 
JesusComesBackSoon 01.08.2021 17:55
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits vor ca. 120 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.


Für diejenigen, die gerne noch weitere solche  (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend zwei entsprechende Links:

Übersicht ARTIKEL Ellet J. Waggoner
https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/JesusComesBackSoon/63068/

Übersicht Artikel Alonzo T. Jones
https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/JesusComesBackSoon/63067/

Mein Wunsch ist, dass jeder Leser durch den (bzw. die) Artikel reichlich gesegnet wird und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlich-keit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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