weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

DAS ERSTE GEBOT [DES LEBENS]

DAS ERSTE GEBOT [DES LEBENS]
[Das erste Gebot des Dekalogs lautet:] "Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir." [2. MO. 20,1-3] [ELB]

Dies ist das erste und größte Gebot, und dasjenige, welches [auch] alle anderen einschließt. Es ist die Zusammenfassung des ganzen Gesetzes, denn wir lesen, dass das erste und große Gebot [wie folgt] lautet: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.« Dies ist das große und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." [MATTH.22,37-39] [ELB] [Dieses zweite Gebot auf das CHRISTUS verweist] ist nicht getrennt von dem ersten, sondern ist in ihm enthalten, denn "die Liebe ist von Gott." [1. JOH. 4,7] Und nur wenn die Liebe Gottes in das Herz eines Menschen ausgegossen ist, ist dieser fähig seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben. Den Herrn zu "lieben mit ganzen Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzen Verstand", d.h. "keine anderen Götter neben IHM zu haben", ist die Summe der menschlichen Pflicht. [Diesbezüglich schreibt der Apostel Paulus:] "dass es keinen anderen Gott gibt außer dem Einen. Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —, so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn." [1. KOR. 8,4-6] [SLT] Deshalb [finden wir bereits im 2. Buch Mose geschrieben]: "Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein! Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft." [5. MO. 6,4-5] [SLT]


DAS GESETZ EIN RELIKT DER VERGANGENHEIT?

In der heutigen Zeit werden die Gebote von vielen als veraltet angesehen. Sie werden allgemein als Relikt einer vergangenen Zeit und einer minderwertigen Zivilisation angesehen. Viele Menschen denken, dass das Christentum über diese hinausgewachsen ist und größere und vollkommenere Ansichten von Wahrheit und Pflicht eingeführt hat. Prediger des Evangeliums, die eine sehr begrenzte Erfahrung haben, können die Menschen nicht darüber belehren, was die Zehn Gebote [alles] beinhalten. Diejenigen, welche [dennoch] eine solche Ansicht vertreten, sollten das Gebet des Psalmisten beten: "Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!" [PS. 119,18] [SLT] Es sind ihre Gedanken, die begrenzt sind, und nicht das Gebot, denn [der Psalmist bezeugt auch:] "dein Gebot reicht sehr weit." [PS. 119,96] [ELB] Deshalb ist es so, wie Gott von Ephraim sagte: "Wenn ich ihm mein Gesetz auch noch so oft vorschreiben würde, so halten sie es doch für etwas Fremdes!" [HOS. 8,12] [SLT] [Der Psalmist schreibt auch:] "Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht." [PS. 19,8-10] [SLT] Wer also das Gesetz als etwas Fremdes ansieht, dem müssen Bekehrung, Rechtschaffenheit, Reinheit und Vollkommenheit fremd sein.

Kein Wesen, weder in dieser noch in der kommenden Welt, ob Mensch oder Engel, kann über dieses eine Gebot "Du sollst keine andern Götter haben neben mir", oder seine andere Form: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." hinausgehen. Es ist offensichtlich, dass über dieses Gebot hinauszugehen, bedeuten würde, es zu brechen, da genau dies bedeuten würde, andere Götter neben dem wahren Gott zu haben.

Weil es so viele gibt, die meinen, dass die Gebote veraltet sind, ist es nicht verwunderlich, dass sie dieses Gebot als nicht notwendig ansehen. Natürlich werden sie zugeben, dass es notwendig ist, es in Indien und China und anderen Ländern zu predigen, wo falsche Götter angebetet werden, aber während sie es nicht bewusst herabsetzen, denken sie [doch], dass wir es nicht brauchen, da wir keine anderen Götter anbeten. Das ist [aber] ein großer Irrtum, es gibt nicht einen Christen in irgendeinem Land, der nicht mit Jesaja sagen könnte: "O HERR, unser Gott, andere Herren als du herrschten über uns; aber [künftig] gedenken wir allein an dich, an deinen Namen!" [JES. 26,13] [SLT]


ANBETUNG BEDEUTET ZU DIENEN

Als Jesus die Versuchung des Satans abwehrte, sagte ER zu ihm: "Hebe dich weg von mir Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst anbeten Gott, deinen HERRN, und ihm allein dienen." [MATTH. 4,10] [Eben]so sagte der Apostel Paulus zu der Schiffsgesellschaft, mit der er segelte: "diese Nacht trat zu mir der Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene." [APG. 27,23] [LUT2017] Das Erkennungsmerkmal dessen, der den HERRN als seinen GOTT anerkennt, ist der Dienst. Deshalb bedeutet das Gebot "Du sollst keine andern Götter haben neben mir" einfach: "Du sollst nur mir dienen." Und eben genau das bedeutet, wie wir gesehen haben, dass wir nur IHN lieben sollen, und zwar mit "ganzem Herzen ganzer Seele und mit ganzem Verstand."  Und in dem Ausmaß, in dem dies nicht getan wird, hat man andere Götter neben IHM. Wenn wir das Gebot in diesem Licht sehen, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass der Anteil der Menschen, die es verletzen, in Afrika, Indien nicht größer sein kann als das [auch] in Amerika der Fall ist.


WER IST FÄHIG DIE GEBOTE ZU HALTEN?

Kurz bevor Josua starb, versammelte er das ganze Volk und die Ältesten Israels, und erzählte ihnen, was GOTT an ihnen getan hatte, und sagte: "So fürchtet nun den HERRN und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit, und tut die Götter von euch hinweg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient haben, und dient dem HERRN! Wenn es euch aber nicht gefällt, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen!" [JOS. 24,14-15] [SLT] Und das Volk antwortete: "Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen und anderen Göttern dienen! Denn der HERR, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt hat, ... Auch wir wollen dem HERRN dienen, denn er ist unser Gott!" [JOS. 24,16-18] [SLT]

Das war sicherlich eine gute Erklärung, aber Josua antwortete ihnen sofort: "Ihr könnt dem HERRN nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, ein eifersüchtiger Gott, der eure Übertretungen und Sünden nicht dulden wird." [JOS. 24,19] [SLT] Wie muss das den Geist jener Israeliten  gedemütigt haben; und doch gilt es für uns wie für sie, und es enthält eine wunderbare Verheißung, wenn wir sie nur annehmen wollen. Es bedeutet nicht, dass Gott nicht gedient werden kann, denn Josua hatte ja vorher bezeugt: "Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen! " Genauso erklärte auch Paulus, dass er dem Herrn diente. Aber es bedeutet, dass nur heilige Menschen einem heiligen Gott dienen können; und da Gott [durch CHRISTUS auch] zu uns sagt: "Du sollst Gott, deinen HERRN, anbeten und ihm allein dienen." [LUK. 4,8] dürfen wir das als Zusicherung verstehen, dass ER uns, wenn wir uns IHM hingeben, heiligen wird, so dass es uns möglich sein wird, IHM vollkommen zu dienen. [Maleachi bezeugt von IHM diesbezüglich:] "Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern wie das Gold und das Silber; dann werden sie dem HERRN Opfergaben darbringen in Gerechtigkeit." [MAL. 3,3][SLT] Das zeigt, wie wir die Gebote halten können. Wir halten sie nicht, um gerecht zu werden, sondern Gott macht uns gerecht - befreit uns von der Knechtschaft der Sünde - damit wir sie halten können. Nur wenn Gott das Herz gereinigt und jeden Götzen ausgetrieben hat, kann dieses erste und große Gebot gehalten werden.


LIEBE BEDEUTET ZU GEBEN

All dies zeigt die überragende Bedeutung dieses Gebotes für jeden, überall und zu jeder Zeit. [Paulus lehrt:] "So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung." [RÖ. 13,10] und Liebe bedeutet Geben [denn] "so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab" [JOH. 3,16] [SLT] [und vom Sohn Gottes wird bezeugt,] "der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat." [GAL. 2,20] [SLT] [Johannes ergänzt:] "Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden." [1. JOH. 4,10] GOTT bezeugte [also] SEINE Liebe zu uns, indem ER SICH SELBST für uns gab. Darum können [auch] wir unsere Liebe zu IHM nur zeigen, indem wir uns IHM [völlig] hingeben, und SEIN Recht anerkennen, die alleinige Kontrolle über über uns haben.

Als Paulus sagte, dass er GOTT diente, sagte er auch: "dem ich gehöre." [APG. 27,23] [LUT2017] Deshalb bedeutet das Gebot: "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir", oder sein vollständigerer Ausdruck: "du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!" [MARK. 12,30] [ELB], dass wir dem HERRN unser ganzes Herz, unser ganzes Leben und jede Fähigkeit unseres Geistes und  Körpers geben müssen. "Aus deiner ganzen Kraft" bedeutet nicht nur die ganze Kraft, die wir jetzt haben, sondern alles, was wir je haben sollten, auch all das, was Gott möglich ist, durch unseren Körper auszuüben.

Es macht einen großen Unterschied, wer ein Instrument bedient. Ein sehr gutes Instrument kann in ungeübten Händen sehr erbärmlich klingen, aber wenn der Meister es in die Hand nimmt, ist das Ergebnis ein [völlig] anderes. Während wir also schwach sind und uns durch unser Versagen, Gott zu dienen, unnatürlich schwach gemacht haben, sollten wir unsere Glieder als Werkzeuge der Gerechtigkeit GOTT zur Verfügung stellen, damit ER nicht nur die armselige Kraft, der wir uns bewusst sind, von uns empfängt, weil ER "weit über die Maßen mehr zu tun vermag als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt." [EPH. 3,20] [SLT] Diejenigen, die glauben, werden die überragende Größe SEINER Macht erkennen, gemäß dem Wirken SEINER mächtigen Kraft, die ER in CHRISTUS gewirkt hat und obwohl wir jetzt ohne Kraft sind, wird uns, wenn wir uns IHM in Liebe und Treue zum Dienst hingeben,  SEINE EIGENE mächtige Kraft in uns als Dienst, den wir geleistet haben,  angerechnet werden.


HEILIGKEIT BEDEUTET GANZER DIENST

Ob wir andere Götter neben IHM haben oder nicht, können wir leicht daran erkennen. Wenn wir nicht zu jedem guten Werk bereit sind, wenn es irgendein Organ unseres Körpers oder irgendeinen Teil unseres Verstandes gibt, der nicht von IHM beherrscht wird, wenn unser Wille in irgendeinem Grad IHM nicht völlig ergeben ist, wenn wir Diener unseres eigenen Fleisches sind, wenn irgendeine sündige Neigung in irgendeinem Grad die Herrschaft über uns hat, dann verletzen wir gerade in diesem Ausmaß das erste Gebot. Und so sehen wir, dass das Halten dieses Gebotes [auch] Gesundheit bedeutet, denn es gibt viele Menschen, die mit Kummer sagen, dass sie wegen ihres schwachen Zustandes dem HERRN nicht so dienen können, wie sie es gerne würden. Sie sind mit verschiedenen Krankheiten belastet, aber GOTT bezeugt: "ich bin der HERR, der dich heilt." [2. MO. 15,26] [ELB], oder "der Herr, dein Arzt." [SLT] ER verlangt von uns, dass wir IHM mit unserem ganzen Leben, mit unserer ganzen Kraft dienen, und das bedeutet, dass ER erwartet, dass wir heil [also gesund] sind, damit wir IHM vollkommen dienen können. Ein heiler Mensch ist ein heiliger Mensch, und da, wie wir gelernt haben, nur ein heiliger Mensch einem heiligen Gott dienen kann, haben wir die Gewissheit, dass, wenn wir unseren Körper SEINEM Leben hingeben, ER uns heilen wird, damit wir IHM ganz dienen können. Wenn wir das nicht tun, wenn wir weiterhin gegen die Gesetze des Lebens verstoßen und dadurch unseren Körper oder irgendein Glied unseres Körpers schwächen, dann beten wir andere Götter neben IHM an.

Tag für Tag beten wir oder sollten wir beten: "Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel." [MATTH. 6,10] CHRISTUS sagte: "das Reich Gottes ist inwendig in euch." [LUK. 17,21] GOTT ist König über die ganze Erde, denn [es steht geschrieben:] "Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt" [PS. 24,1] [SLT], obwohl SEIN Herrschaftsanspruch auf der Erde [oft] nicht anerkannt wird. So sind auch wir sein rechtmäßiges Königreich, obwohl IHM nicht gestattet war in unseren Herzen zu herrschen. Wenn wir also das Gebet des HERRN verständnisvoll beten, sagen wir dem HERRN: "Ich gehöre DIR", DU herrschst "inmitten deiner Feinde" [PS110,2] [SLT], DU BIST mächtig "zur Zerstörung von Festungen,  sodass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus" [2. KOR. 10,4-5] [SLT]

Wir sind ein Volk, das GOTT gehört. Aber das Böse kann nicht mit IHM Gemeinschaft haben, damit wird ER, [also] wenn es Unreinheit des Fleisches oder des Geistes gibt, von SEINER rechtmäßigen Herrschaft verdrängt, und andere Götter werden an SEINE Stelle gesetzt. [Der Apostel Paulus schreibt dazu:] "Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«." [2. KOR. 6,16] [SLT]

Können wir zu dem Herrn sagen: "Wen habe ich im Himmel [außer dir] Und neben dir begehre ich nichts auf Erden!" [PS. 73,25] [SLT]? Vielen scheint dies ein furchtbares Abschied von allen Freuden des Lebens zu bedeuten, aber das ist nur so, weil sie IHN nicht kennen, und [nicht verstehen], dass in SEINER Gegenwart die Fülle der Freude ist. In IHM bestehen alle Dinge. [Sein Wort bezeugt:] "ER trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft" [HEBR. 1,3] [SLT] und ohne IHN haben wir wirklich nichts, denn es gibt "keinen Gott als den einen." [1. KOR. 8,4] [LUT2017], DENJENIGEN "welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?" [RÖ. 8,32]


VORBEREITUNG AUF DAS KOMMEN CHRISTI

Das Halten des ersten Gebotes entspricht der notwendigen Vorbereitung auf das Kommen des Herrn. [Johannes schreibt:] "Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist." [1. JOH. 3,2-3] Wir werden IHN dann so sehen, wie ER ist, weil wir durch das Festhalten an IHM bereits in SEIN Bild verwandelt worden sind. Deshalb wird zu diesem Zweck die Botschaft verkündet: "Seht, da ist euer Gott!" [JES. 40,9] [SLT] Kein anderer Gott sollte dazwischentreten, um diesen Blick zu versperren. Weil die "Zeit seines Gerichts" gekommen ist, sollen wir "Gott fürchten und ihm die Ehre geben" und "den anbeten, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und Wasserbrunnen." [OFFB. 14,7] Dies ist, wie wir erkennen [können], nichts anderes als eine Wiederholung des ersten Gebotes. Wir sollen GOTT allein erkennen, und CHRISTUS kam, um IHN zu verkünden. [CHRISTUS bezeugte von dem; was SEIN Vater geboten hatte:] "Sein Gebot ist das ewige Leben." [JOH. 12,50] [LUT2017] und es ist ewiges Leben, Gott zu kennen, [denn CHRISTUS sagte auch:] "Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen." [JOH. 17,3] Diejenigen, die IHN kennen, werden ihr Vertrauen auf IHN setzen, und wenn ER erscheint, werden sie sagen: "Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette; das ist der HERR, auf den wir hofften-" [JES. 25,9] [SLT]


DAS WESEN DES HEIDENTUMS

CHRISTUS sagte: "So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden." [MATTH. 6,31-33] [SLT] Das Wort "Nationen" bedeutet Heiden, und deren Merkmal [ist Sorgen und Trachten bezüglich] weltlicher Angelegenheiten. Und diesbezüglich zeigen viele bekennende Christen, dass sie sich [noch] nicht ganz vom Heidentum befreit haben. [Es gibt Zeiten wo manche sich sagen:] "Die Zeiten sind hart; die Kohlen sind teuer; die Arbeit ist knapp; die Kleidung ist abgenutzt, und wir sehen nicht, woher das Geld kommt, um sie zu ersetzen." Sie vergessen [dabei], dass ihr himmlischer Vater weiß, dass sie all diese Dinge nötig haben. Durch solche Ausdrücke der Angst und des Zweifels bezeugen sie praktisch, dass der GOTT, DEM sie dienen, nicht anders ist als die Götter aus Holz und Stein, welche die Heiden anbeten. "Nach diesem allen trachten die Heiden", weil sie wissen, dass ihre Götter sie nicht versorgen können. Sie wissen, dass sie selbst für sich sorgen müssen, was ihre Götter angeht. "Aber unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will." [PS. 115,3] ER ist der universelle Versorger, "da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt." [APG. 17.25] [SLT] Zu bezweifeln, dass alle Dinge, die wir brauchen, [uns] gegeben werden, weil wir nicht sehen können, wie dies geschehen sollte, entspricht wie die Heiden zu sein, die nicht an einen Gott glauben, den sie nicht sehen können.


DAS ZEICHEN DES WAHREN GOTTES

Nachdem CHRISTUS einen Blindgeborenen geheilt hatte, fand er ihn und sprach zu ihm: "Glaubst du an den Sohn Gottes?" [JOH. 9,35] und der Mann fragte: "Herr, welcher ist's? auf daß ich an ihn glaube?" [JOH. 9,36] In gleicher Weise könnten die Menschen, wenn das Gebot "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir" gepredigt wird, fragen: "Wer ist dieser Gott, dass wir IHM dienen können?" Gott hat die Antwort auf diese Frage schon im Voraus gegeben. ER sagt: "Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich, der HERR, es bin, der sie heiligt." [HES. 20,12] [SLT] und "heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich, der HERR, euer Gott bin!" [HES. 20,12] [SLT] Der wahre GOTT ist der GOTT, DER heiligt und von der Knechtschaft der Sünde befreit. ER befreit und heiligt durch SEINE schöpferische Kraft, die durch den Sabbat bekannt gemacht wird. Denn als ER alles [gerade] neu gemacht hatte, ruhte ER, und wenn wir völlig passiv in SEINEN Händen sind, ruhen wir in IHM, [auch] neu gemacht.

Die eine große Frage der Zeitalter ist: "Wer ist Gott?" Sie wurde zum ersten Mal gestellt, als Satan sagte: "Ich will ... gleich sein dem Allerhöchsten." [JES. 14,14] und versuchte, sich selbst an die Stelle GOTTES zu setzen. Denselben Geist flößte er seinen Engeln ein, so dass es zu einer Vielzahl von falschen Göttern kam. Jeder, der Satan folgt, ist mit demselben Geist erfüllt, dem Geist der Selbstsucht, der Selbstüberhöhung. Aber so ist es nicht bei den Menschen welche Gott erkennen oder IHM ähnlich werden. CHRISTUS, der die Offenbarung Gottes ist, sagt: "Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." [MATTH. 11.29] Gott offenbart seine Göttlichkeit in der Gabe seines einzig gezeugten Sohnes, DER SEIN Leben für die Erlösung der Welt gab. Durch Selbsthingabe, die völlige Selbstverleugnung, lernen wir Gott kennen. Nur durch Selbsterniedrigung werden wir an den hohen und heiligen Ort erhoben, um bei DEM zu wohnen, DER in Ewigkeit wohnt.

Satan hat alles getan, was er tun konnte, um GOTT und DESSEN Macht vor den Menschen zu verbergen. Den Sabbat, der GOTTES Gedenktag ist, hat er zum geschäftigsten Tag der Woche gemacht, zu dem Tag, an dem es menschlich gesehen am unbequemsten erscheint, von der Arbeit zu ruhen. Und genau hierin besteht die größte Prüfung, ob die Menschen den wahren Gott erkennen und verehren. Kann ER Leben schenken? Kann ER diejenigen bekleiden, die auf IHN vertrauen? Kann ER Brot in der Wüste geben? Wie viele, die von ihrer Pflicht, den Sabbat zu halten, voll überzeugt sind, sind bis zu diesem Punkt gekommen und haben gezögert und sich [dann] wieder abgewandt. Aber dennoch bekennen sie, an GOTT als DEN Retter ihrer Seelen zu glauben, den EINEN, DER sie in der Ewigkeit am Leben erhalten wird. Aber glauben sie auch [wirklich]? Vertraut man Gott wirklich für das ewige Heil seiner Seele, wenn man IHM nicht für die Erhaltung des eigenen Körpers für dieses kurze Leben, das nur für einen Augenblick währt, vertrauen kann?

Der Psalmist bezeugte: "Ich eile und säume nicht, deine Gebote zu befolgen." [PS. 119,60] [SLT] Darin zeigt sich die wahre Anbetung Gottes. Es gibt viele, die mit dem Sabbatgesetz konfrontiert werden und sagen, dass sie es einhalten werden, sobald sie ihr Geschäft in Ordnung bringen oder es loswerden können. Einige haben Schulden und denken, dass sie ihre gegenwärtige Beschäftigung, die sie als sicher betrachten, fortsetzen müssen, bis sie ihre Schulden bezahlt haben. Dann werden sie bereit sein, den Sabbat zu halten. Aber das deutet nicht auf ein solches Vertrauen auf Gott hin, wie es jemand kennzeichnen sollte, der nur IHN anbetet. Es gibt wirklich keinen Unterschied zwischen dem, der wartet, bis er die Schulden von hundert Pfund bezahlen kann, und dem, der sagt: "Ich bin ein armer Mann, der nichts zum Leben hat; sobald ich hundert Pfund in der Hand habe, kann ich dem Herrn dienen, ohne Angst zu haben, in Not zu geraten." Wenn er also seinen vermeintlichen Dienst beginnt, vertraut er nicht wirklich auf Gott, sondern auf das, was er selbst getan hat. Jedes Misstrauen gegenüber Gott, auch nur im geringsten Maße, ist ein Verstoß gegen das Gebot: "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir."


BEFREIUNG AUS ÄGYPTEN

Was für eine großartige Sache ist es, zu wissen, dass Gott ein heiliger Gott ist und dass ER die Macht hat, zu retten. Das ist die Summe des Ganzen, und wir enden, wo wir begonnen haben: "Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe." Aber einige werden entgegnen: "Wir sind nicht aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt worden." Dann wird es Zeit, dass es geschieht. Täuscht euch nicht mit dem Gedanken: "Wir sind Abrahams Nachkommenschaft und sind nie jemandes Sklaven gewesen." [JOH. 8,33] [ELB] denn [CHRISTUS bezeugte:] "Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave." [JOH. 8,33] [ELB] Einen der Namen Ägyptens, den Namen, welchen der HERR Ägypten gab [erfahren wir durch Jesaja:] "Darum nenne ich Ägypten »Rahab" [JES. 30,7] [LUT2017] Rahab bedeutet Hochmut, Prahlerei. Ägypten ist ein Synonym für Selbstüberhebung und Missachtung GOTTES. Der König von Ägypten sagte: "Wer ist der HERR, dass ich auf seine Stimme hören sollte, um Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den HERRN nicht ..." [2. MO. 5,2 [SLT] GOTT gibt SICH uns, wenn wir in der Knechtschaft der Sünde sind, zu erkennen und befreit uns, damit wir IHM dienen können. Wir können IHM nicht dienen, solange wir die Knechte der Sünde sind (denn CHRISTUS bezeugte:] "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." [MATTH. 6,24]

Wenn Gott uns aus der Knechtschaft herausführt, erkennen wir, dass das Gebot, welches wir für ein schmerzhaftes Joch hielten, selbst die Freiheit ist. [Auch deshalb] ist es tatsächlich weit davon entfernt, ein Joch der Knechtschaft zu sein, weil es nur freie Menschen halten können und weil es Freiheit gibt. "Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes." [RÖ. 8,2] Diejenigen, die seine Gebote [einzuhalten] suchen, sind sicher, in Freiheit zu wandeln. Und so ist das Gebot, anstatt eine willkürliche Regel zu sein, eine herrliche Verheißung. Anstatt uns nur zu sagen, was wir tun oder nicht tun sollen, befähigt es uns [gerade] dazu und sichert uns all die Heiligkeit, die es von uns zu leisten verlangt. Die Macht,  welche Rahab - Ägypten - zerbrach und alle Feinde des Herrn zerstreut wurden, vertreibt von uns alle fremden Götter.

Vergleiche bitte das erste Gebot, welches wir schon so oft zitiert haben, mit einer Aussage in Psalm 81. Dort finden wir, dass GOTT, DER aus der Knechtschaft befreit, sagt: "Höre, mein Volk, ich will dich ermahnen; Israel, wenn du mir doch Gehör schenken wolltest! Kein anderer Gott soll bei dir sein, und einen fremden Gott bete nicht an! Ich bin der HERR, dein Gott, der dich heraufgeführt hat aus dem Land Ägypten." [PS. 81,9-11] [SLT] Wenn wir auf GOTT hören, sind wir frei, und die Sünde wird fortan keine Herrschaft mehr über uns haben. Alle [unseren] anderen Götter haben uns in der entwürdigendsten Knechtschaft gehalten, sie haben uns haßerfüllt und unliebenswert gemacht. GOTT aber, WELCHER ganz und gar lieblich ist, macht uns frei wie SICH SELBST, damit wir IHN in der Schönheit der Heiligkeit anbeten können. Dann sagt ER: "Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir", und wir freuen uns über diese Zusicherung, denn wir wissen, dass ER [damit] meint: "Ich bin DEIN GOTT, "ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" [JES. 43,1] Von nun an werde ICH dich vor jedem falschen Gott schützen, ICH werde für deine Freiheit sorgen, solange du auf MEINE Worte hörst. ICH werde dich vor dem brüllenden Löwen schützen und vor der Sünde, die vor der Tür lauert. ICH werde für die Meinen sorgen und sie vor dem Zorn des Unterdrückers bewahren." Und wir wiederum werden sagen: "Gott ist unsre Zuversicht und Stärke. Eine Hilfe in den großen Nöten, ... Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge." [PS. 46,1-2] [Und] "Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil." [JES. 12,2]

( Ellet J. Waggoner, März 1901 )

Kommentare

 
JesusComesBackSoon 13.03.2021 20:00
Der vorstehende Text zum ersten Gebot des Dekalogs entstammt zwei Artikeln einer umfangreichen Artikelserie unter dem Thema "DIE GESETZE DES LEBENS" die verfasst von Ellet J. Waggoner 1901 in der Zeitschrift THE PRESENT TRUTH [Deutsch: DIE GEGENWÄRTIGE WAHRHEIT] erschienen.

Wer gerne auch die Zusammenstellung bezüglich des zweiten Gebotes lesen möchte kann dies unter nachstehendem Linkt tun:

https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/JesusComesBackSoon/74572/
 
JesusComesBackSoon 13.03.2021 20:01
Auch wenn der Inhalt dieser Artikel von Ellet J. Waggoner bereits vor etwa 120 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche  (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend zwei entsprechende Links:

Übersicht ARTIKEL Ellet J. Waggoner
https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/JesusComesBackSoon/63068/

Übersicht Artikel Alonzo T. Jones
https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/JesusComesBackSoon/63067/

Mein Wunsch ist, dass jeder Leser durch den (bzw. die) Artikel reichlich gesegnet wird und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlich-keit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren