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einfach so, ohne Titel

einfach so, ohne Titel
Manchmal möchte ich so sein, wie ich wirklich bin.
Zwischen meinen Träumen, fühle ich keine Zeit.
Gedanken verweben dort zu einer Einheit.
Etwas spüren, was mich nicht lässt veführen.
Die Gefühle rasen durch meinen Geist.
Ich möchte sie teilen, aber sie sind verwaist.
Der Nebel am Boden steigt in den Himmel empor.
Mit ihm die Dinge, die ich im Leben verlor.
Vergangene Blüten schweben durch die Luft.
Oft spüre ich noch ihren wohlriechenden Duft.
Zwischen den Türen, die sich im Kreis drehen.
Verliert er sich, dort wo die Winde hin wehen.
In den Norden, zu Eis zerfroren.
In den Westen, in das Meer verworfen.
In den Süden, zur Sonne entgegen.
In den Osten, in die Berge gegeben.



Siehst du zwischen dieser Mitte was geschehen ist?
Wenn du mit dem Falschen Lot, das Eis misst.
Der Eiswind sich in dein Gesicht frisst.
Aber was ist wenn du die Wärme vermisst?
Das Seil geht so tief, das es keinen Knoten gibt.
Die Stimmung des Meeres nach unten kippt.
Treibt weiter weg, mit jeder großen Welle die heran wippt.
Mit der Sonnenuhr du die falsche Zeit bestimmst.
Sonnenlicht dich verbrennt, du nur noch glimmst.
Die Augen geblendet sind, den Klang dessen, weit weg vernimmst.
Der Höhenmesser seinen Dienst versagt, du zu weit oben stehst.
Keine Luft der Zeit zu Atmen, wohin du auch gehst.

© Gugglhupf

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 14.12.2020 20:58
Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm' nur viel zu selten dazu. (Udo Lindenberg)

 
(Nutzer gelöscht) 14.12.2020 21:27
...der Weg zur eigenen Identität...was wäre...wenn ich wäre...was ich nicht bin...zumindest weiß ich, wer ich bin...SEIN geliebtes Kind...das ist der eigentliche Lebens-Sinn...❤️
 
(Nutzer gelöscht) 14.12.2020 23:00
Wer bin ich?

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich träte aus meiner Zelle

gelassen und heiter und fest,

wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

ich spräche mit meinen Bewachern

frei und freundlich und klar,

als hätte ich zu gebieten.


Wer bin ich? Sie sagen mir auch,

ich trüge die Tage des Unglücks

gleichmütig lächelnd und stolz,

wie einer, der Siegen gewohnt ist.


Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?

Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?

Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,

ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,

hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,

dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,

zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,

umgetrieben vom Warten auf große Dinge,

ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,

müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,

matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?


Wer bin ich? Der oder jener?

Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?

Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler

Und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?

Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,

das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?


Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.

Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Aus: Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung 
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