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CHRISTUS ODER DIE KIRCHE (GEMEINDE)?

CHRISTUS ODER DIE KIRCHE (GEMEINDE)?
"Zu wem sollen wir gehen?" Diese Frage hinsichtlich der Quelle jener Weisheit, die zur Erlösung führt, stellte Simon Petrus in Anwesenheit der anderen Jünger. Und dieselbe wird heute von vielen anderen gefragt, die zur Erlösung weise gemacht werden würden, aber nicht immer wird sie so beantwortet, wie das Petrus tat.

Sowohl die Frage als auch die Antwort von Petrus war an Christus gerichtet. Er sagte: "... Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes!" [JOH. 6,68-69 Schlachter 2000] Aber viele beantworten jetzt die gleiche Frage, indem sie "sich der Kirche zuwenden". Aber das war nicht die Antwort von Petrus. Er selbst war ein Apostel und konnte mit so viel Weisheit und Autorität sprechen wie jeder einzelne der Nachfolger Christi; Aber sowohl er, als auch die anderen Apostel mit ihm, bekennen ihre eigene geistliche Unzulänglichkeit in der Frage: "Herr, zu wem sollen wir gehen?" Wer zu den Aposteln wegen der Worte des ewigen Lebens gekommen wäre, hätte sie nicht gefunden, außer dass der Apostel die Worte Christi gesprochen hätte. Und jeder Mensch, der heute Teil "der Kirche" ist, ist ebenso abhängig von Christus bezüglich der Worte des Ewigen Lebens wie Petrus. Und der Erlöser ist für jeden Einzelnen, der die Worte des Lebens hören will, genauso zugänglich wie das für Petrus der Fall war.

Petrus hat nie die Aufmerksamkeit derjenigen, an die er sich wandte, auf sich selbst oder auf "die Kirche" gerichtet. In seinem ersten Brief schreibt er: "seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst, wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist. Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus." [1. PETR. 2,2-5 Schlachter 2000]

In Zion wurde ein "höchst kostbarer Grund- bzw. Eckstein" gelegt, welcher der HERR Jesus Christus ist. Zu diesem Stein muss jeder, welcher Erlösung sucht, kommen. Allein dahin zu kommen, sind alle vom Herrn eingeladen. Für sie muss eines das eine wahr werden "wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen ..." [MATTH. 21,44] Die Kirche ist nur das Licht, das Gott in die Welt gegeben hat, um den Menschen den Weg zu Christus, dem lebendigen Stein, zu zeigen.

Die Gemeinde existierte schon lange vor der Zeit des Apostel Petrus, denn sie ist der Leib Christi, und Christus ist seit der Zeit Adams das geistliche Haupt SEINER Nachfolger. Der Märtyrer Stephanus bezeugte von Mose: "Das ist der, welcher in der Gemeinde in der Wüste war  ..." [APG. 7,38] Die Gemeinde gab es in der Zeit von Petrus und der anderen Apostel, weil die gleiche geistliche Organisation seit der Zeit Mose erhalten geblieben war, mit ihrem Opfersystem und ihrem schönen Tempel, der an der Stelle der Stiftshütte stand, die Mose gebaut hatte. Die "Gemeinde in der Wüste" war die wahre Kirche Christi, denn uns ist bezüglich dieser bezeugt, " ... sie tranken aber vom geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus." [1. KOR 10,4]

Häufig rebellierten sie [die Israeliten zur Zeit Mose] gegen den HERRN, und ihre Nachkommen taten dasselbe; aber der HERR, hat sie, obwohl sie IHN oft verwarfen, nicht verworfen, so dass sogar in der Zeit des Apostel Petrus, Jesus über sie sprach: " Auf Mose's Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen's wohl, und tun's nicht.” [MATTH. 23,2-3]  Aber wenn Petrus in "der Gemeinde" nach geistlichem Licht und Weisheit gesucht hätte, wäre er kein Nachfolger Christi gewesen; denn "die Gemeinde" verwarf und tötete IHN. "Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf." [JOH. 1,11]

Wenn Martin Luther und seine Mitarbeiter "die Gemeinde" zu ihrem geistlichen Führer gemacht hätten, dann hätte die Welt hätte nie von ihnen die Verkündigung des Evangeliums in der Reformation gehört. Doch sie fanden das Wort des HERRN - die Heilige Schrift - und gaben dem Volk dieses Wort, nachdem sie es zuerst in ihren eigenen Herzen empfangen hatten. Sie tranken aus der Quelle des Lebens und führten dann andere zu derselben. Sie alle, wie das alte Israel, " ... tranken aber vom geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus." [1. KOR 10,4] Und Christus SELBST ist auch heute (noch) die Quelle des Lebens.

"Kann wohl ein Reiner kommen von den Unreinen? Auch nicht einer." [HIOB 14,4] Wer kann Unfehlbarkeit aus Fehlbarkeit hervorbringen? Auch wenn eine beliebige Anzahl von fehlbaren Wesen gemeinsam handelt, wird das Ergebnis immer noch Fehlbarkeit sein. Sie können nur fehlbare Entscheidungen treffen und nur fehlbare Worte sprechen. Es gibt aber ein unfehlbares Wort, an dem sie so wie Paulus dazu auffordert  "daß ihr haltet an dem Wort des Lebens" [PHIL. 2,16] festhalten können und das ist das Wort Christi, von welchem ER SELBST sagte:"Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen." [MARK. 13,31]

Und es gibt einen unfehlbaren Führer, der den Gläubigen in alle geistige Wahrheit führen wird und dieser Führer ist der "Tröster" - der Heilige Geist, den der Vater bereitwillig allen gibt, "die IHN (darum) bitten." [LUK. 11,13] Bezüglich des Trösters bezeugte der HERR selbst: "Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.“ [JOH. 14,26] "Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird zeugen von mir." [JOH. 15,26] "Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden." [JOH. 16,13] So hat Gott uns SEIN Wort, welches das Wort des Lebens ist, gegeben und SEINEN Geist, dessen Aufgabe es ist, die Menschen in alle Wahrheit zu führen und ihnen die Dinge Gottes zu offenbaren. All das ist frei für Reiche und Arme, für Gebildete und Ungebildete Und deshalb sollte niemand sich veranlasst sehen oder eine Entschuldigung haben, sich von einem anderen Wort oder anderem Führer leiten zu lassen, sondern nur dem einen folgen: "So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte Gott, der da gibt einfältig jedermann und rücket's niemand auf, so wird sie ihm gegeben werden." [Jakobus 1,5]

Das Prinzip, in "der Gemeinde" nach geistlicher Führung zu suchen, ist das Prinzip des Papsttums, und steht im Einklang mit den päpstlichen Annahmen und Ansprüchen, zu behaupten, dass Gott zu weit weg ist von der Menschheit, so dass ER hier einen Vize-Regenten braucht, um SEIN Werk weiterzuführen, welcher um seine Unfehlbarkeit unter Beweis stellen zu können, die Stimme mehrerer hundert Männer braucht, von denen jeder fehlbar ist. Aber Gott ist nicht weit weg von einem jedem von uns. Ja, Christus ist mit SEINER Gemeinde bis ans Ende der Welt, und SEINE Schafe hören seine eigene Stimme und kennen nicht die Stimme eines Fremden. Es gibt nichts, was einen rechtmäßigen Platz zwischen der Seele und IHM hat.

( Ellet. J. Waggoner Juli 1895 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 27.07.2019 22:42
Auch wenn dieser Artikel von Ellet J. Waggoner bereits vor mehr als 120 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend ein entsprechender Link:


https://www.christ-sucht-christ.de/weblog/JesusComesBackSoon/50276/

Mein Wunsch ist, dass jeder Leser durch den (bzw. die) Artikel reichlich gesegnet wird und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen.
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