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📃 Die Göttlichkeit Christi Teil 3

📃 Die Göttlichkeit Christi Teil 3
CHRISTI PRÄEXISTENZ UND GLEICHHEIT MIT DEM VATER

Die Tatsache, dass von CHRISTUS als dem "einziggeborenen Sohn Gottes" [JOH. 1,18] [ELB] gesprochen wird, sollte ausreichen, um den Glauben an Seine Göttlichkeit zu begründen. Als Sohn Gottes muss ER an der Natur Gottes teilhaben. [So schreibt Johannes:] "Wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben." [JOH. 5,26] [SLT] Leben und Unsterblichkeit werden dem treuen Volk Gottes geschenkt, doch allein CHRISTUS teilt mit Seinem Vater die Macht, Leben zu schenken. ER besitzt "Leben in Sich Selbst" was bedeutet, dass ER ist in der Lage ist, Seine eigene Existenz aufrechtzuerhalten. Dies geht aus seinen eigenen Worten hervor, als ER, um den freiwilligen Charakter seines Opfers für die Menschen zu verdeutlichen, sagte: "Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich’s wieder empfange. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu empfangen." [JOH. 10,17-18] [LUT2017]

Dass CHRISTUS göttlich ist, zeigt sich [auch] daran, dass ER Anbetung empfängt. Engel lehnten es stets ab, Anbetung und Verehrung zu empfangen. (Siehe dazu: Offenbarung 19,10 und 22,9.] Bezüglich Vater und Sohn steht jedoch geschrieben: "Da er einführt den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: "Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten." [HEBR. 1,6] Wenn CHRISTUS Anbetung von Engeln empfangen soll, folgt daraus ganz selbstverständlich, dass ER auch Anbetung von Menschen empfangen sollte. Und wahr ist, dass ER schon hier auf Erden, in Menschengestalt, Anbetung als Gott empfing. Der Prophet Johannes berichtet wie folgt von der Anbetung, die CHRISTUS schließlich gleich dem Vater zuteil werden wird: "Jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist, und was auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!" [OFFB. 5,13] [SLT]

Wäre CHRISTUS nicht Gott, wäre Seine Anbetung Götzendienst. Der große Vorwurf gegen die Heiden lautet, dass sie "die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer." [RÖ. 1,25] [ELB] Es spielt keine Rolle, welchen Status ein Geschöpf hat – sei es ein Tier, ein Mensch oder ein Engel – seine Verehrung ist strengstens verboten. Nur Gott darf angebetet werden und da Christus angebetet werden darf, ist ER Gott. So lehrt es die Heilige Schrift.

Angesichts der Fülle an Zeugnissen ist es kaum nötig, die Präexistenz Christi anzusprechen. Eines der seltsamsten Dinge der Welt ist, dass Menschen – die vorgeben, der Bibel zu glauben und sie zu schätzen – behaupten, CHRISTUS habe vor seiner Geburt durch die Jungfrau Maria nicht existiert. Nachstehend sollen nur drei Textstellen angeführt werden, um diese Theorie zu widerlegen, doch [weitere] Texte, die später – im Zusammenhang mit anderen Aspekten zitiert werden – beweisen die Präexistenz Christi ebenso umfassend. Die erste Textstelle betrifft das Gebet Christi in der Nacht, als ER verraten wurde und sprach: "Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war." [JOH. 17,5] [SLT] Wir wissen nicht, was noch deutlicher sein könnte, abgesehen von der Aussage, dass ER die Welt erschuf. So bezeugt Johannes [auf "IHN als das Wort" bezogen]: "Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist." [JOH. 1,3]

Noch eindringlicher sind jedoch die Worte des Propheten [Micha], der den Geburtsort des Messias mit folgenden Worten vorhersagte: "Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist." [MI. 5,1] Trotz dieser Texte die Präexistenz Christi zu bestreiten, kommt einem Leugnen des Sonnenscheins am Mittag gleich, wenn dies ins eigene Glaubensmodell passen würde.

Wenn wir die vollkommene Gleichheit des Vaters und des Sohnes sowie die Tatsache, dass CHRISTUS vom Wesen her Gott ist, betonen, lehren wir damit keineswegs, dass der Vater nicht vor dem Sohn existierte. Eigentlich sollte es nicht nötig sein, diesen Punkt – damit nicht jemand meinen würde, der Sohn habe genauso früh wie  der Vater existiert – hervorzuheben. Doch manche vertreten diese Extremposition, was [aber] der Würde Christi in keiner Weise dient, sondern vielmehr die IHM gebührenden Ehre schmälert, da viele lieber die ganze Wahrheit verwerfen, als eine Theorie zu akzeptieren die – im Hinblick auf die Aussage der Heiligen Schrift, dass CHRISTUS der "einziggeborene Sohn Gottes" ist –  offensichtlich unbiblisch ist. CHRISTUS wurde gezeugt, nicht geschaffen. ER besitzt die Natur des Vaters, sodass ER in Seiner Wesensart Selbst Gott ist. Und da dies so ist, "hat es Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen." [KOL. 1,19] [LUT2017] Oder, wie der Apostel auch bezeugt: "In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig." [KOL. 2,9] Es wäre schwierig, Worte zu finden, welche die göttliche Natur [Christi noch] treffender beschreiben würden.

Manchen fällt es schwer, die Aussage Christi in Johannes Kapitel 14 – "mein Vater ist größer als ich" [JOH. 14,28] – mit der Vorstellung in Einklang zu bringen, dass ER Gott ist und Anspruch auf Anbetung besitzt. Manche stützen sich tatsächlich allein auf diesen Text – als hinreichend – um die Vorstellung von der Göttlichkeit Christi zu widerlegen. Doch wenn man dies zuließe, würde dies nur einen Widerspruch in der Bibel, ja sogar in den eigenen Worten Christi, herbeiführen, denn es wird dort – wie wir [auf Basis anderer Texte] gesehen haben – ganz eindeutig erklärt, dass ER göttlich ist. Es gibt zwei Tatsachen, die völlig ausreichen, um die von Johannes  aufgezeichnete Aussage Christi zu erklären. Die eine ist, dass CHRISTUS [in Wahrheit] der Sohn Gottes ist. Obwohl ER und Sein Vater gleichen Wesens sind, ist der Vater zeitlich betrachtet der Erstere. ER ist auch insofern größer, als ER keinen Anfang hatte, während dies für die Persönlichkeit Christi nicht zutrifft. Zudem ist diese Aussage [auch] angesichts der Stellung, die CHRISTUS eingenommen hatte, völlig wahr. ER "entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich." [PHIL. 2,7] [LUT2017] ER "wurde um ein wenig geringer als die Engel gemacht, um den Tod zu erleiden." [HEBR. 2,9] [KJV] Um den Menschen zu erlösen, war es erforderlich, dass ER "ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft." [HEBR. 2,17] [SLT] ER musste aufgrund derselben Leidenserfahrungen, die Sein Volk erdulden muss, in aktives Mitgefühl mit uns gelangen. ER musste "in allem seinen Brüdern gleich werden." [HEBR. 2,17] [LUT2017] Aufgrund Seiner Menschlichkeit spürte ER die ganze Fülle menschlichen Leides. ER legte nicht Seine Göttlichkeit, sondern Seine Herrlichkeit ab und verhüllte Seine Göttlichkeit mit Menschlichkeit. So ist diese Aussage – "mein Vater ist größer als ich" – in vollkommener Übereinstimmung mit der Behauptung – Seiner Selbst, als auch kundgetan von allen, die über IHN schrieben – dass ER Gott war und ist.

( Ellet J. Waggoner, Dezember 1890 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon Heute, 20:14
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits mehr als 135 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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