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📃 Die Göttlichkeit Christi Teil 2

📃 Die Göttlichkeit Christi Teil 2
DIE WERKE CHRISTI BEWEISEN SEINE GÖTTLICHE NATUR

Im Folgenden werden wir einige der Werke, die CHRISTUS als Gott tat, als weiteren Beweis Seiner Göttlichkeit betrachten. In einem Gespräch mit den Juden verwendete ER die folgenden Worte, die Seine Gleichstellung mit Seinem Vater verdeutlichen: "Wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat." [JOH. 5,21-23] [SLT]

Die erste Weise, in der sich Gott als jemand offenbart, dem Ehre fordert, ist die als Schöpfer. Bezüglich der Heiden sagt Paulus: "Was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen. Darum haben sie keine Entschuldigung." [RÖ. 1,19-20] [LUT2017] Da nun CHRISTUS von allen "so wie der Vater geehrt werden soll" folgt daraus, dass ER [ebenso] als Schöpfer geehrt werden soll und so liefert die sichtbare Schöpfung gemäß den Worten des Apostels an die Römer den Beweis für die "ewige Macht und Gottheit" Christi. Beachten wir einige Texte, die von CHRISTUS als Schöpfer sprechen. Johannes 1,1–2 [die wie vorigen Artikel zitiert von CHRISTUS als "dem Wort" sprechen] zeigen, dass ER Gott ist. Der darauffolgende Vers besagt [wieder auf das "Wort" bezogen:] "Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist." [JOH. 1,3]

Im ersten Kapitel des Hebräerbriefes finden wir die Aufzeichnung von Worten, die der Vater an den Sohn richtete. Die Verse 8 und 9 – in denen der Vater den Sohn als Gott anspricht –  haben wir [auch bereits im Artikel zuvor] zitiert. Wie der nächste Vers berichtet, sprach der Vater weiter zu Seinem Sohn: "Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände." [HEBR. 1,10] [ELB] Wann immer wir also die Erde oder den strahlenden Himmel betrachten, können wir erkennen, dass sie die Macht und Liebe unseres Erlösers, des Herrn Jesus Christus, offenbaren. Unabhängig von IHM wurde nichts geschaffen. Der Apostel Paulus betont dies ganz nachdrücklich in seinem Brief an die Kolosser, indem er über CHRISTUS, durch dessen Liebe wir die Erlösung haben, sagt: "Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm." [KOL. 1,15-17] [SLT]

Aus den Worten "der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist" leiten manche ab, dass CHRISTUS selbst ein geschaffenes Wesen sei. Doch diese voreilige Schlussfolgerung, steht in direktem Widerspruch zum Text selbst. Beachte [dazu bitte] die folgenden Punkte:

[1] Niemand könnte zugleich Geschöpf und Schöpfer sein. Dieser Text bekräftigt jedoch – wie andere Text auch – in aller Deutlichkeit, dass CHRISTUS der Schöpfer ist.

[2] Vers 16 zeigt, dass ER nicht geschaffen wurde, denn "in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare." Wenn Johannes [wie vorstehend zitiert von CHRISTUS "dem Wort"] bezeugt "alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist" [JOH. 1,3] schließt dies CHRISTUS aus der Liste aller geschaffenen Wesen aus, denn alles, was geschaffen wurde, wurde durch IHN geschaffen. Johannes bestätigt [auch], dass "jedes Geschöpf, im Himmel und auf der Erde und unter der Erde" CHRISTUS [bzw. dem Lamm] "Lob und Ehre und Preis" [OFFB.  5,13] entgegenbrachten.

[3] Der Begriff "der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist", kann unmöglich darauf verweisen, dass ER ein geschaffenes Wesen ist, das zu anderen Geschöpfen lediglich als der Erste und Ranghöchste in Beziehung steht, denn CHRISTUS ist der "einziggeborene Sohn Gottes." [JOH. 1,18] [ELB] Es gibt im gesamten Universum niemanden, der in einer solchen Beziehung zu GOTT dem Vater steht wie ER. Der Begriff "Erstgeborener" bedeutet zumindest in diesem Fall nicht, dass andere nach Ihm geboren wurden. Er zeigt lediglich Seine Vorrangstellung über allen – genau das bestätigen die [folgenden auf IHN bezogenen] Worte: "damit er in allem der Erste sei." [KOL. 1,18]

[4] Wenn Vers 17 sagt "er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm" unterscheidet IHN dies – außer in Seiner Eigenschaft als Herr der Schöpfung – wiederum von Letzterer. Nichts anderes lehrt der Text. In IHM hatte die Schöpfung ihren Anfang. Wie im Buch der Offenbarung dargelegt, ist ER "der Ursprung der Schöpfung Gottes." [OFFB. 3,14] [SLT] Die Schöpfung existierte in IHM, sozusagen "im Keim." "Denn es gefiel [Gott], in ihm alle Fülle wohnen zu lassen." [KOL. 1,19] [SLT] Keine Sprache könnte die Präexistenz und Schöpfungskraft Christi vollkommener zum Ausdruck bringen als die Sprache der betrachteten Verse von Kolosser Kapitel eins.

"Alles hat seinen Bestand in ihm." Mit anderen Worten: "Durch IHN wird alles aufrechterhalten." Dies entspricht der Aussage im Hebräerbrief, die von CHRISTUS bezeugt: ER "trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort." [HEBR. 1,3] ER brachte alles ins Dasein und erhält es auch darin. Sein Wort rief alles ins Dasein und sein Wort erhält es auch entsprechend. In all diesen Dingen handelt ER [aber] nicht unabhängig, sondern gemeinsam mit dem Vater. CHRISTUS sagte: "Ich und der Vater sind eins." [JOH. 10,30] Es gibt keinen Gedanken des EINEN, der nicht auch der Gedanke des ANDEREN ist. Die Einheit von VATER und SOHN in der Schöpfung zeigen folgende Worte: "Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild." [1. MO. 1,26] [SLT] Diese Einheit von Vater und Sohn erklärt auch, warum das mit "Gott" übersetzte hebräische Wort, im Plural steht. [Das Zeugnis von Johannes:] – "niemand hat Gott jemals gesehen; der einziggeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ⟨ihn⟩ bekannt gemacht" [JOH. 1,18] [ELB] – besagt: Alles, was wir von GOTT zu wissen vermögen, erfahren wir durch CHRISTUS. Niemand sollte daher sagen, dass wir durch die Verherrlichung Christi Gefahr laufen, unsere Vorstellung von Gott herabzusetzen. Das ist unmöglich, denn je erhabener unsere Vorstellung von Christus ist, desto erhabener muss auch unsere Vorstellung vom Vater sein. 

( Ellet J. Waggoner, Dezember 1890 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon Gestern, 20:29
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits mehr als 135 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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