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IHöre, Israel! - Vorbereitung auf den Sonntag

IHöre, Israel! - Vorbereitung auf den Sonntag
Offb 7,2–4.9–14 - 1 Joh 3,1–3 - Mt 5,1–12
P. Robert Maria Weinkötz

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Herrklavierspieler 30.10.2026 14:43
Tageslesung
Lesung aus der Offenbarung des Johannes
Offb 7, 2–4.9–14

Ich, Johannes, sah vom Aufgang der Sonne her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu und sprach: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben!
Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen: Danach sah ich und siehe, eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, gekleidet in weiße Gewänder, und trugen Palmzweige in den Händen.
Sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.
Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder, beteten Gott an und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen
Da nahm einer der Ältesten das Wort und sagte zu mir: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?
Ich erwiderte ihm: Mein Herr, du weißt das. Und er sagte zu mir: Dies sind jene, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.


Zweite Lesung aus dem ersten Johannesbrief
1 Joh 3, 1–3

Schwestern und Brüder! Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
Jeder, der diese Hoffnung auf ihn setzt, heiligt sich, so wie er heilig ist.

Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 5, 1–12a

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm.
Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen.
Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Worte der Päpste
Die Seligpreisungen enthalten eine Neuinterpretation der Wirklichkeit. Sie sind der Weg und die Botschaft Jesu, des Lehrers und Erziehers. Auf den ersten Blick scheint es unmöglich, die Armen, jene, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, die Verfolgten oder jene, die Frieden stiften, für selig zu erklären. Doch was in der Grammatik der Welt unvorstellbar erscheint, erscheint angesichts der Nähe des Reiches Gottes sinnvoll und einleuchtend. In den Heiligen sehen wir dieses Reich näherkommen und unter uns gegenwärtig werden. Der heilige Matthäus stellt die Seligpreisungen zu Recht als eine Lehre dar und Jesus als den Lehrmeister, der eine neue Sicht der Dinge vermittelt und dessen Sichtweise in Einklang mit seinem Weg steht. Die Seligpreisungen sind jedoch nicht bloß eine weitere Lehre: Sie sind die Lehre schlechthin. Zugleich ist Jesus, der Herr, nicht einer von vielen Lehrern: Er ist der Lehrer schlechthin. Mehr noch, er ist der Erzieher schlechthin. Wir, seine Jünger, sind bei ihm in der Schule und lernen, in seinem Leben, also auf dem Weg, den er gegangen ist, einen Sinnhorizont zu entdecken, der alle Formen der Erkenntnis erleuchten kann. (Papst Leo XIV., Predigt am Hochfest Allerheiligen, 1. November 2025)Die Seligpreisungen enthalten eine Neuinterpretation der Wirklichkeit. Sie sind der Weg und die Botschaft Jesu, des Lehrers und Erziehers. Auf den ersten Blick scheint es unmöglich, die Armen, jene, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, die Verfolgten oder jene, die Frieden stiften, für selig zu erklären. Doch was in der Grammatik der Welt unvorstellbar erscheint, erscheint angesichts der Nähe des Reiches Gottes sinnvoll und einleuchtend. In den Heiligen sehen wir dieses Reich näherkommen und unter uns gegenwärtig werden. Der heilige Matthäus stellt die Seligpreisungen zu Recht als eine Lehre dar und Jesus als den Lehrmeister, der eine neue Sicht der Dinge vermittelt und dessen Sichtweise in Einklang mit seinem Weg steht. Die Seligpreisungen sind jedoch nicht bloß eine weitere Lehre: Sie sind die Lehre schlechthin. Zugleich ist Jesus, der Herr, nicht einer von vielen Lehrern: Er ist der Lehrer schlechthin. Mehr noch, er ist der Erzieher schlechthin. Wir, seine Jünger, sind bei ihm in der Schule und lernen, in seinem Leben, also auf dem Weg, den er gegangen ist, einen Sinnhorizont zu entdecken, der alle Formen der Erkenntnis erleuchten kann. (Papst Leo XIV., Predigt am Hochfest Allerheiligen, 1. November 2025)
 
antonius34 30.10.2026 23:30
 
Herrklavierspieler 31.10.2026 08:07
Der Text gefällt mir sehr (ehemalige Pfingstler😊@Antonius, danke)
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