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📃 Rechter Gesinnungswandel

📃 Rechter Gesinnungswandel
Es ist nicht immer leicht, seine Gesinnung zu ändern. Wie leicht solch ein Schritt fällt, hängt weitgehend davon ab, ob der Weg nach oben oder unten führt und so mancher lässt sich auf einen Abstieg ein, in der Annahme, dass er, sobald er die Gefahrengrenze erreicht hat, seine Meinung ändern und umkehren kann.

Solche Menschen sollten sich den Fall Esaus zur Warnung nehmen. Seine Gesinnung zeigte sich darin, dass er [seinem Bruder Jakob] "um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte." [HEBR. 12,16] [SLT] Später hätte Esau seine Entscheidung gerne geändert, als er den Segen sah, der ihm von Rechts wegen zugestanden hätte, doch er konnte es nicht. So steht geschrieben: "Er fand keinen Raum zur Buße, wiewohl er sie mit Tränen suchte." [HEBR. 12,17]   ... Was er verloren hatte, war unwiederbringlich verloren. Er fand keinen Weg, sich wieder in die Lage zu versetzen, in der er durch seine eigene Entscheidung den Segen für sich hätte erlangen können. Diese Entscheidung war eine Entscheidung des Glaubens und der Segen entsprach dem, was einem Gläubigen im Evangelium zuteilwird. Aber Esau besaß keinen Glauben, er war ein gottloser Mensch und was GOTT geheiligt hatte, war in seinen Augen nicht besser als gewöhnliche Dinge. Deswegen "verachtete Esau das Erstgeburtsrecht." [1. MO. 25,34] [SLT] In seinen Augen war es nicht besser als ein Teller Linsensuppe.

Jeder Mensch kann aus eigener Kraft "abwärts" – weg von GOTT – gehen, aber nur die Gnade Gottes kann befähigen, "aufwärts" zu gehen. Jeder Mensch kann seine Gesinnung so ändern, dass sie sich stärker dem Bösen zuwendet, aber keine menschliche Kraft kann sie wieder zur Liebe zum Reinen und Guten zurückführen. Das kann nur durch die Kraft Gottes geschehen. Und deshalb verlässt sich jeder Mensch, der glaubt, seine Gesinnung nach eigenem Belieben und eigenen Interessen ändern zu können, auf eine Kraft, die er weder besitzt noch beherrscht. Er meint, die Entscheidung für den Glauben aus eigenem Willen treffen zu können und bereitet sich [so] darauf vor, die [nachfolgende] schreckliche Wahrheit der Worte des "weisen Mannes" [Salomo] zu erfahren: "Den Gottlosen nehmen seine eigenen Missetaten gefangen, und von den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten." [SPR. 5,22] [SLT]

Die Entweihung – die Herabwürdigung des Heiligen auf gewöhnliche Ebene – ist heute unter den Menschen allgegenwärtig. Nur wenige schätzen ihr Erstgeburtsrecht höher als den Wert vergänglicher, weltlicher Dinge dieser Welt. Durch persönliche Entscheidung können wir das Erstgeburtsrecht der Söhne Gottes – "dass wir Kinder Gottes heißen sollen" [1. JOH. 3,1] [SLT] – erlangen. [Johannes bezeugt:] "Wer überwindet, der wird alles erben" [OFFB. 21,7] [SLT] und die Ewigkeit wird die Zeit sein, in der davon Gebrauch gemacht werden kann. Ob wir dieses Geburtsrecht jedoch gebührend schätzen oder nicht, hängt von unserer Einstellung ab. Wenn wir unser gottgegebenes Reicht mit den Augen des Glaubens betrachten, werden wir es so sehen, wie es ist. Wenn wir es jedoch nur mit natürlichem Verstand betrachten, wird es uns so erscheinen, wie Esau sein Erstgeburtsrecht erschien und wir werden seine Torheit wiederholen. Und wenn schließlich die Umstände jemand, der so handelt, ein Bewusstsein für den Segen aufzwingen, den er zuvor durch den Glauben hätte erkennen können, wird er keinen Weg finden, seine Gesinnung zu ändern, denn der Glaube kommt nicht auf solche Weise, sondern nur dadurch, dass man sich der sanften Stimme des Heiligen Geistes hingibt.

Esau begehrte den Segen, er war zutiefst bekümmert und beweinte den Verlust. Jedoch er änderte seine Einstellung nicht. Er blieb derselbe treulose, boshafte Mensch, der er zuvor gewesen war, und sein erster Gedanke für die Zukunft galt der Rache an seinem Bruder Jakob. [Paulus schreibt diesbezüglich:] "Die Traurigkeit aber der Welt wirkt den Tod." [2. KOR. 7,10] Weltliche Tränen und Klagen sind ohne Wert. Es gibt keinen Weg zur Sicherheit, außer auf die sanfte Stimme zu hören und ihr nachzugeben, solange wir ihr Flehen vernehmen. [Darum ermahnt uns das Wort Gottes:] "»Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht ...«" [HEBR. 3,15]  [PS. 95,7] [ELB]

( Ellet J. Waggoner, Juli 1895 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 29.10.2026 18:52
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits mehr als 130 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
 
Celia 30.10.2026 01:05
vielen herzlichen Dank auch DIR für Deine Mühe uns diese Informationen noch einmal vor Augen zu führen,...
Möge unser HERR JESUS Christus Dich dafür reichlich belohnen.
SEIN SEGEN über DIR
Celia
 
Autumn 30.10.2026 07:06
Unter seiner intriganten Mutter Rebecca hatte Jakob seinen Vater arglistig belogen und seinen Bruder betrogen, den er zuvor bereits boshaft verführt hatte.

Wie steht es um die Gesinnung von Rebecca und Jakob?
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