Papst an jüdisches Komitee: „Gerechtigkeit und Frieden fördern"

Papst an jüdisches Komitee: „Gerechtigkeit und Frieden fördern"
Bei einer Begegnung mit dem American Jewish Committee hat Papst Leo zur gemeinsamen Verteidigung der Menschenwürde und zum Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden aufgerufen. Dazu gehöre die „Ablehnung jeglicher Form von religiösem oder ethnischem Hass“, so Leo XIV., der auch Antisemitismus verurteilte.
Der Papst empfing die jüdischen Vertreter am Donnerstagmorgen im Vatikan in Audienz. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, wo er sich einer Lungen-OP unterzogen hatte, hatte er seit Sonntag wieder Termine wahrgenommen.

Dialog und Zusammenarbeit
In seiner Ansprache an die Delegation des American Jewish Committee lobte der Papst den Einsatz der Organisation für Dialog und Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und dankte allen, die aufrichtige und respektvolle Beziehungen weiter knüpfen und aufbauen.

Am Jahrestag der Amtseinführung von Johannes Paul II. (22. Oktober 1978) erinnerte er an den engagierten Einsatz des polnischen Papstes für die Freundschaft zwischen Juden und Katholiken und seinen Wunsch, dass der Dialog „einen überzeugenden Ausdruck im Leben beider Gemeinschaften finden“ müsse (Ansprache von Johannes Paul II. an das American Jewish Committe vom 6. Februar 1995).

Menschenwürde verteidigen und Gerechtigkeit und Frieden fördern
„Verwurzelt in unserem gemeinsamen geistigen Erbe, ruft uns diese Freundschaft auch dazu auf, die Menschenwürde zu verteidigen, den Armen zu dienen, die Religionsfreiheit zu schützen sowie Gerechtigkeit und Frieden zu fördern“, betonte Leo XIV.

Wesentlicher Bestandteil dieses Einsatzes sei „die Ablehnung jeglicher Form von religiösem oder ethnischem Hass und Diskriminierung“. Der Papst bekräftigte in diesem Kontext die entschiedene Ablehnung von Antisemitismus – wie Leo XIV. dies bereits anlässlich des sechzigsten Jahrestages der Konzilserklärung Nostra Aetate bekräftigt hatte.

Ablehnung von religiösem und ethnischem Hass sowie von Antisemitismus
„Die Kirche duldet keinen Antisemitismus und bekämpft ihn – auf der Grundlage des Evangeliums selbst“ (vgl. Generalaudienz, 29. Oktober 2025), so das Kirchenoberhaupt. „Meinungsverschiedenheiten – wie tiefgreifend sie auch sein mögen – dürfen niemals zu Vorurteilen oder Feindseligkeiten führen, welche die moralischen Grundlagen der Gesellschaft untergraben.“

In einer „Welt, die durch Gewalt und Misstrauen verwundet ist“, sei dieses Bekenntnis zur Geschwisterlichkeit von besonderer Dringlichkeit, hob Leo XIV. hervor. Er ermutigte dazu, die Geschwisterlichkeit zwischen Juden und Christen durch „wirksame Gesten“ zum Ausdruck zu bringen. Dies könne dazu beitragen, eine friedvollere Welt aufzubauen, so das der Papst, der seine Gäste abschließend mit dem Friedensgruß „Shalom“ verabschiedete.

(vatican news – pr)

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