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📃 Vertrauen in Gottes Zusagen

📃 Vertrauen in Gottes Zusagen
"Als nun Josephs Brüder sahen, dass ihr Vater gestorben war, sprachen sie: Joseph könnte gegen uns feindselig werden und uns all die Bosheit vergelten, die wir an ihm verübt haben!" [1. MO. 50,15] [SLT]

"Darum ließen sie Joseph sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tod und sprach: So sollt ihr zu Joseph sagen: Bitte, vergib doch deinen Brüdern die Schuld und ihre Sünde, dass sie so Böses an dir getan haben! So vergib nun den Knechten des Gottes deines Vaters ihre Schuld!" [1. MO. 50,16-17] [SLT]

"Da weinte Joseph, als sie ihm das sagen ließen. Dann gingen seine Brüder selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte! Aber Joseph sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Bin ich denn an Gottes Stelle?
Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen, um es so hinauszuführen, wie es jetzt zutage liegt, um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten. So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen! Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.
" [1. MO. 50,17-21] [SLT]


"Und Joseph blieb in Ägypten, er und das Haus seines Vaters; und Joseph lebte 110 Jahre. ... Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe; aber Gott wird euch gewiss heimsuchen und euch aus diesem Land hinaufführen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat. Und Joseph nahm einen Eid von den Söhnen Israels und sprach: Gewisslich wird Gott euch heimsuchen, und ihr sollt dann meine Gebeine von hier hinaufbringen! Und Joseph starb, 110 Jahre alt; und man balsamierte ihn ein und legte ihn in einen Sarg in Ägypten." [1. MO. 50,22.24-26] [SLT]

Es ist charakteristisch für böswillige Menschen, dass sie das Gute in einem anderen nicht begreifen können. Sie können sich so etwas wie selbstlose Güte nicht vorstellen. Hinter jeder gütigen Tat, die sie sehen, vermuten sie einen Hintergedanken. Dies kommt in Gottes Worten an die Gottlosen zum Ausdruck: "Das hast du getan, und ich habe geschwiegen; da meintest du, ich sei gleich wie du." [PS. 50,21] [SLT] So dachten auch Josephs Brüder, er habe ihnen aus Respekt vor seinem Vater Güte erwiesen, würde sich nun aber sicherlich rächen und ihnen antun, was sie ihm angetan hatten. Ihr Misstrauen zeigte, was sie unter denselben Umständen getan hätten.

"Da weinte Joseph, als sie ihm das sagen ließen." Nichts kann die Liebe mehr verletzen, als sie anzuzweifeln. Er war nicht zornig, sondern betrübt. Es lag nicht daran, dass seine  Gefühle  verletzt waren – er hatte zu viel Ungerechtigkeit und Unterdrückung erlitten, als dass ihn ein Missverständnis seiner  Motive hätte verletzen können – sondern er weinte, so wie Jesus  über Jerusalem geweint hatte, als er sagte: "Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen." [LUK. 19,43] [SLT] Es war traurig, dass Josephs  Brüder all die Jahre den materiellen Nutzen seiner Güte erfahren, aber diesen nicht gut genug verstanden hatten, um sich von diesem gewinnen und umwandeln zu lassen.

 [Paulus schreibt:] "Wir vermögen nichts gegen die Wahrheit, sondern [nur] für die Wahrheit." [2. KOR. 13,8] [SLT] Wie deutlich wird dies am Beispiel Josefs und seiner Brüder. GOTT hatte Joseph durch Träume vorhergesagt, dass sich seine Brüder vor ihm verneigen würden. [Siehe dazu 1. MO. 37,6-8] Sie hatten – wie sie meinten – wirksame Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass dies jemals geschehen könnte. Sie sagten: "Kommt und lasst uns ihn töten ... dann wollen wir sehen, was aus seinen Träumen wird!" [1. MO. 37,20] [SLT] Indem sie ihn als Sklaven verkauften, hatten sie ihn so völlig von sich getrennt, dass sie selbst jahrelang glaubten, er sei tot. Jedoch stellte sich heraus, dass gerade das, was sie – zwecks Verhinderung seiner Träume – taten, diese letztendlich bewirkte. Sie gedachten "Böses zu tun, aber Gott gedachte es gut zu machen" Der Allmächtige "wirkt alles nach dem Ratschluss seines eigenen Willens." [EPH. 1,11] [SLT] "Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne dass der Herr es befahl?" [KL. 3,37] [SLT] "Der HERR der Heerscharen hat es beschlossen — wer will es vereiteln? Seine Hand ist ausgestreckt — wer will sie abwenden?" [JES. 14,27] [SLT] Was auch immer der HERR beschließt, wird mit Sicherheit geschehen, auch wenn die ganze Welt versucht, es zu verhindern. Alles, was geschieht, wird nur Gottes Pläne vorantreiben.

Das ist unser Trost. Denn so wie es im Fall von Josef Gottes Ziel war, Leben zu retten, so gilt nun: "Das ist der Wille Gottes, eure Heiligung." [1. THESS. 4,3] Und auch wenn Satan und all seine Heerscharen sich gegen uns wenden, können sie Gottes Willen nicht vereiteln, er muss und wird geschehen. Die einzige Frage ist: Soll er wider unseren Willen zu unserem Verderben oder mit unserer von ganzem Herzen kommenden Zustimmung zu unserem Heil geschehen?

Josephs Hoffnung beruhte auf der Verheißung, die GOTT seinen Vätern gegeben hatte. Siehe den Artikel "Die Hoffnung der Verheißung." Er wusste, dass GOTT – als DIESER Abraham zusagte, "du sollst mit Gewissheit wissen, dass dein Same ein Fremdling sein wird in einem Land, das ihm nicht gehört; und man wird sie dort zu Knechten machen und demütigen 400 Jahre lang. ... Sie aber sollen in der vierten Generation wieder hierherkommen" [1. MO. 15,13.16] [SLT] und diese Zusage mit dem Eid bestätigte "deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen" [1. MO: 22,17] [LUT2017] – das Erbe durch Auferstehung versprach, "wenn als letzter Feind, der Tod beseitigt wird." [1. KOR. 15,26] [SLT] Joseph verstand die herrliche Hoffnung, die GOTT Israel in Aussicht stellte und starb voller Glauben daran. 

"Durch Glauben gedachte Josef sterbend des Auszugs der Söhne Israel und traf Anordnung wegen seiner Gebeine." [HEBR. 11,22] [ELB] Das Vorgehen Josephs, der anordnete, seine Gebeine nicht in Ägypten zu begraben, sondern aufzubewahren, bis GOTT Sein Volk befreien würde, ist auch für uns eine Lehre. Während der ganzen Zeit der Unterdrückung, als die Kinder Israels das erlebten, was ihre Väter Joseph  erleiden ließen, hatten sie seine Gebeine als ständige Erinnerung an sein Vertrauen in die Treue Gottes und daran, wie sich dieses Vertrauen als gerechtfertigt erwiesen hatte. Sie hatten nie einen Grund, die Verheißung Gottes zu vergessen, und während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste waren die Gebeine Josephs ein ständiger Vorwurf für ihren Unglauben und ihr Murren.

Dieselbe Verheißung gilt auch heute für uns. Die Tatsache, dass diejenigen, denen sie verkündet wurde, nicht daran glaubten und [ins verheißene Land] "nicht hineinkommen konnten wegen des Unglaubens." [HEBR. 3,19] [LUT2017] erschüttert die Verlässlichkeit dieser Verheißung nicht im Geringsten. " [So steht geschrieben:] Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe." [2. PETR. 3,9] [SLT] Darum "seht die Langmut unseres Herrn als [eure] Rettung an." [2. PETR. 3,15] [SLT]

( Ellet J. Waggoner, Oktober 1901 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon Heute, 21:47
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits vor etwa 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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