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Tagesheiliger, 21. Oktober: URSULA

Tagesheiliger, 21. Oktober: URSULA



Märtyrin
Namensdeutung: kleine Bärin (lat.)
Namenstage: Ursula, Ursel, Ursulina
Gedenktag: 21. Oktober
Lebensdaten: geboren in der Bretagne, gestorben 383 oder 451 in Köln

Legende: Ursula war die Tochter eines Königs mit Namen Maurus und hatte sich Gott geweiht. Trotzdem wurde sie von ihrem Vater mit dem jungen Fürsten Ætherius verlobt. Ursula stellte zur Bedingung, dass ihr Bräutigam bis zur Hochzeit Christ würde, was damals ein jahrelanger Prozess war.

Zusammen mit zehn Gefährtinnen unternahm Ursula unterdessen eine Pilgerfahrt mit dem Schiff nach Rom. In Köln hatte die junge Frau eine Vision, die ihr das künftige Martyrium zeigte. Die Jungfrauen segelten rheinaufwärts bis nach Basel, wo das Elftausendjungfern-Gässli an sie erinnert, und zogen zu Fuß weiter bis nach Rom, wo sie mit Papst Cyriacus (oder Siricius) zusammentrafen.

Auf dem Rückweg in die bretonische Heimat kamen sie wieder nach Köln. Dort fielen die Hunnen brutal über die Frauen her, misshandelten und töteten sie. Lediglich Ursula überlebte, denn der Hunnenkönig Attila begehrte sie zur Frau. Weil sich Ursula aber weigerte, ihn zu heiraten, wurde sie mit einem Pfeil ins Herz getötet.

Als nun alle Jungfrauen tot waren, kam vom Himmel her ein Heer von 11.000 Engeln und trieb die Hunnen aus der Stadt. Die Kölner bestatteten sie feierlich und stellten ihre Stadt unter das Patronat der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen.

Verehrung: Über den Gräbern der Jungfrauen wurde die heutige Basilika St. Ursula errichtet, und ab dem 10. Jahrhundert war Ursula hochverehrt, bis ihr die Reliquien der Drei Heiligen Könige 1164 den Platz streitig machten. Nach ihr benannte Angela Merici die Gemeinschaft der Ursulinen, die sie 1535 gründete. Die Legende gab auch den Jungferninseln ihren Namen. Auf dem Stadtwappen von Köln finden sich die elf Jungfrauen als elf Blutstropfen wieder. Ursulas Gedenktag wurde bei der Kalenderreform 1969 gestrichen, 2003/2004 aber wieder aufgenommen.

Darstellung: als Fürstin mit Krone, Pfeil, Palme, Taube oder Kreuzfahne, manchmal als Schutzmantelheilige, ihre Gefährtinnen schützend

Patronin: von Köln, der Lehrerinnen und Erzieherinnen, der Jugend, kranken Kinder, Tuchhändler, der Universitäten Paris-Sorbonne, Wien und Coimbra, Helferin für eine gute Heirat und Ehe, für einen ruhigen Tod


Weitere Heilige des Tages:
Malchus, Einsiedler

https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender

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Herrklavierspieler Heute, 08:36
Tageslesung
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulusan die Epheser
Eph 3, 2–12

Schwestern und Brüder! Ihr habt gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat.
Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis kundgetan, wie ich es soeben kurz beschrieben habe.
Wenn ihr das lest, könnt ihr erkennen, welche Einsicht in das Geheimnis Christi mir gegeben ist.
Den Menschen früherer Generationen wurde es nicht kundgetan, jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden: dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und mit teilhaben an der Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium.
Dessen Diener bin ich geworden dank des Geschenks der Gnade Gottes, die mir durch das Wirken seiner Macht verliehen wurde.
Mir, dem Geringsten unter allen Heiligen, wurde diese Gnade zuteil: Ich soll den Heiden mit dem Evangelium den unergründlichen Reichtum Christi verkünden und enthüllen, was die Verwirklichung des geheimen Ratschlusses beinhaltet, der von Ewigkeit her in Gott, dem Schöpfer des Alls, verborgen war.
So soll jetzt den Fürsten und Gewalten des himmlischen Bereichs durch die Kirche die vielfältige Weisheit Gottes kundgetan werden, nach seinem ewigen Plan, den er durch Christus Jesus, unseren Herrn, ausgeführt hat.
In ihm haben wir den freien und vertrauensvollen Zugang, den der Glaube an ihn schenkt.

Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 12, 39–48

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus: Herr, sagst du dieses Gleichnis nur zu uns oder auch zu allen?
Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde einsetzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die Tagesration gibt?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, ich sage euch: Er wird ihn über sein ganzes Vermögen einsetzen.
Wenn aber der Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verspätet sich zu kommen! und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, dann wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen.

Worte der Päpste
„Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen“ (Lk 12,48). Jesus sagt dies zu seinen engsten Jüngern, zu denen, die am meisten mit ihm zusammenwaren. Und auch wir haben so viel empfangen vom Weg, den wir bis hierher erlebt haben, wir waren bei Jesus und der Kirche, und auch wenn die Kirche eine Gemeinschaft mit menschlichen Grenzen ist, haben wir doch so viel empfangen. Und so erwartet Jesus viel von uns. Das ist ein Zeichen des Vertrauens, der Freundschaft. Er erwartet viel, weil er uns kennt und weiß, was wir können!
Jesus ist gekommen, um Feuer zu bringen: er will das Feuer der Liebe Gottes auf die Erde bringen und das Feuer der Sehnsucht in unsere Herzen. In gewisser Weise nimmt uns Jesus den Frieden, wenn wir Frieden als untätige Ruhe verstehen. Aber das ist nicht der wahre Frieden. Zuweilen möchten wir „in Frieden gelassen“ werden: Niemand soll uns stören, die andern soll es nicht mehr geben. Das ist nicht der Frieden Gottes. Der Frieden, den Jesus bringt, ist wie ein Feuer und verlangt sehr viel von uns. Er verlangt vor allem, dass wir Position beziehen. Angesichts der Ungerechtigkeiten, der Ungleichheiten, wo die Menschenwürde mit Füßen getreten wird, wo den Schwachen das Wort entzogen wird: Position beziehen. Hoffen heißt Position beziehen. Hoffen heißt, mit dem Herzen zu verstehen und mit Taten zu zeigen, dass die Dinge nicht so weitergehen dürfen wie bisher. Auch das ist das gute Feuer des Evangeliums. (Papst Leo XIV., General
audienz, 22. November 2025)
https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie.html
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