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Tagesheiliger, 19. Oktober: PAUL VOM KREUZ

Tagesheiliger, 19. Oktober: PAUL VOM KREUZ
Namensdeutung: der Geringe (lat.)
Namenstage: Paulus, Paul, Pablo, Paolo, Pál, Pavel, Pol, Poul, Pavo, weibl.: Paula, Paulina, Pauline
Gedenktag: 19. Oktober
Lebensdaten: geboren am 3. Januar 1694 in Ovada (Piemont), gestorben am 18. Oktober 1775 in Rom

Lebensgeschichte: Der Kaufmannssohn Paolo Francesco Danei erhielt etwas Schulbildung in der Obhut eines Priesters und zeigte als Jugendlicher viel Interesse am Gebet und am kirchlichen Leben. Er betrachtete lange das Leiden (die Passion) Christi, verbrachte viel Zeit in Anbetung vor dem Allerheiligsten und erlebte 1713 ein „Eingreifen der Gnade“, das ihn auf eine vorteilhafte Heirat und ein angebotenes Erbe verzichten ließ.

1720 hatte er die Eingebung, die künftige Missionsgemeinschaft der Passionisten zu gründen, und bereits klare Vorstellungen vom Ordensgewand samt dem Leidensemblem Christi, mit dem er sich im selben Jahr vom Bischof von Alessandria bekleiden ließ. Er zog sich als Einsiedler in eine Kirchenzelle zurück und verfasste den Grundstock einer Ordensregel, die der Bischof auch guthieß. Der Versuch aber, die Anerkennung auch in Rom zu erhalten, scheiterte daran, dass ihn Papst Innozenz XIII. gar nicht erst empfing.

Paolo zog sich in eine Einsiedelei auf dem Monte Argentario an der toskanischen Mittelmeerküste zurück, wo sein Bruder Giambattista zu ihm stieß. 1722 lud sie der Bischof von Gaeta ein, sich am Heiligtum der Madonna della Catena niederzulassen, von wo sie auf Einladung des Bischofs von Foggia nach Troja umzogen. Dieser Bischof mit Namen Emilio Cavalieri half bei der Verbesserung der Ordensregel und vermittelte eine Audienz bei Papst Benedikt XIII., der den Gebrüdern Danei die Aufnahme von Ordensmitgliedern erlaubte und sie beide 1727 im Petersdom zu Priestern weihte.

1741 als Ordensgemeinschaft anerkannt, wählten die Passionisten ihren Gründer, der bei Ablegung seiner Gelübde den Ordensnamen Paul vom Kreuz angenommen hatte, gegen seinen Willen zum Ordensgeneral und verlegten ihr Generalat nach Rom ins Kloster SS. Giovanni e Paolo. 1771 entstand der weibliche Ordenszweig. Über 200 Briefe sind von Paul vom Kreuz überliefert, dazu zahlreiche geistliche Schriften sowie seine Ordensregeln.

Verehrung: Pauls Gebeine ruhen in einer Kapelle der Basilika dei Santi Giovanni e Paolo in Rom. 1867 heiliggesprochen, gilt er als der größte Mystiker des 18. Jahrhunderts.

Darstellung: im Ordensgewand mit Buch, Kreuz, Rosenkranz, Totenkopf oder Leidenswerkzeugen

Patron: der Passionisten

Weitere Heilige des Tages:
Jean de Brébeuf, Isaak Jogues und Gefährten, Ordenspriester, Märtyrer
Laura von Córdoba, Äbtissin

https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender

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Herrklavierspieler Heute, 08:27
Tageslesung
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulusan die Epheser
Eph 2, 1–10

Schwestern und Brüder! Ihr wart tot infolge eurer Verfehlungen und Sünden.
Ihr wart einst darin gefangen, wie es der Art dieser Welt entspricht, unter der Herrschaft jenes Geistes, der im Bereich der Lüfte regiert und jetzt noch in den Ungehorsamen wirksam ist.
Unter ihnen haben auch wir alle einmal unser Leben geführt, als wir noch von den Begierden unseres Fleisches beherrscht wurden. Wir folgten dem, was das Fleisch und der böse Sinn uns eingaben, und waren von Natur aus Kinder des Zorns wie auch die anderen.
Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet.
Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz in den himmlischen Bereichen gegeben, um in den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zu zeigen, in Güte an uns durch Christus Jesus.
Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft — Gott hat es geschenkt —, nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann.
Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten.

Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 12, 13–21

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen!
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Gleichnis: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.

Worte der Päpste
Die Fülle unseres Daseins hängt weder davon ab, was wir ansammeln, noch davon, wie wir im Evangelium gehört haben, was wir besitzen (vgl. Lk 12,13-21). Sie hängt vielmehr davon ab, was wir mit Freude annehmen und teilen können (vgl. Mt 10,8-10; Joh 6,1-13). Kaufen, anhäufen, konsumieren reicht nicht aus. Wir müssen unsere Augen erheben, nach oben schauen, auf „das, was oben ist“ (Kol 3,2), um zu erkennen, dass alles in der Welt nur insofern Sinn hat, als es dazu dient, uns mit Gott und unseren Brüdern und Schwestern in Liebe zu vereinen und in uns eine Gesinnung voll an „Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Geduld“ (Kol 3,12), Vergebung (vgl. ebd., V. 13) und Frieden (vgl. Joh 14,27) wachsen lassen, wie die von Christus (vgl. Phil 2,5). Und vor diesem Hintergrund werden wir immer besser verstehen, was es bedeutet, dass „die Hoffnung […] nicht zugrunde gehen [lässt]; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5,5). (Papst Leo XIV., Predigt, Heilig-Jahr Feier der Jugendlichen in Tor Vergata, 3. August 2025)
https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie.html
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