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📃 Christliche Mannhaftigkeit - Teil 3

📃 Christliche Mannhaftigkeit - Teil 3
Es ist angebracht, eine Tatsache bezĂŒglich des von mir erwĂ€hnten Punktes anzusprechen, dass es Menschen gibt, die sagen: "Wenn ich eine Anstellung bekomme, bei der ich den Sabbat halten kann, werde ich das tun." Genauso sicher, wie sie dies tun, um Christen zu sein, werden sie auch weiterhin [christliche] "Babys" bleiben. Sie werden einfach "Baby-Siebenten-Tags-Adventisten" sein. Sollte einer von ihnen eine Anstellung in einem unserer Verlage, in einer unserer Traktatgesellschaften oder in einer anderen unserer Einrichtungen bekommen, wĂŒrde er diese annehmen, weil die Einrichtungen natĂŒrlich gerne Sabbathalter haben möchten. Und da seine Sabbatbeobachtung davon abhĂ€ngt, dass er eine bestimmte Anstellung innehat, folgt daraus – durchaus logisch – dass er diese fĂŒr immer behalten ... und davon ausgehen wird, fĂŒr immer dort zu bleiben. Und da er die Stelle in der Erwartung annimmt, fĂŒr immer zu bleiben und sowieso ein Baby und sein Christentum nur Fassade ist, bringt er keine gottgegebene Energie auf, die seine Arbeit effizient machen wĂŒrde und rechtfertigt so nicht seinen Verbleib – in welcher Position auch immer.

Solche "kindlich veranlagten" Menschen, welche die Wahrheit erkennen und annehmen möchten, denken also: Wenn sie nur eine Anstellung in einer unserer Einrichtungen – oder eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt auf Kosten anderer zu bestreiten – , sodass sie "den Sabbat halten" können, dann werden sie die Wahrheit annehmen. KĂŒrzlich erhielt ich einen Brief von einem Mann, der schrieb dass er ein SchuhgeschĂ€ft mit einem Warenbestand im Wert von 1.000 Pfund habe, die Botschaft im letzten Jahr gehört und sich bekehrt hĂ€tte, aber den Sabbat – wenn er sein GeschĂ€ft an seinem derzeitigen Standort weiterfĂŒhre – nicht halten könne, da er verpflichtet sei, sein GeschĂ€ft am Sabbat geöffnet zu halten. Und so wolle er einen Ort finden, an dem er sein GeschĂ€ft am Sabbat schließen und so den "Sabbat halten" könne. Er wollte wissen, ob es nicht irgendwo eine Chance fĂŒr ein SchuhgeschĂ€ft gĂ€be, wo eine große Anzahl von Sabbathaltern leben wĂŒrde und wie die Erfolgsaussichten fĂŒr einen Lebensmittelladen stĂŒnden. Ich musste ihm antworten, dass es in dem Stadtteil, in dem ich wohne, zwei SchuhgeschĂ€fte und zwischen der Redaktion und meinem –  vier HĂ€userblocks entfernten – Zuhause, sechs LebensmittelgeschĂ€fte und in einem Umkreis von fĂŒnf HĂ€userblocks weitere sechs LebensmittelgeschĂ€fte gĂ€be, also mindestens zwölf LebensmittelgeschĂ€fte in einem Umkreis von fĂŒnf HĂ€userblocks und er aufgrund dessen selbst beurteilen könne, wie die Aussichten fĂŒr sein Schuh- oder LebensmittelgeschĂ€ft stĂŒnden.

Und ich sagte ihm weiter – was ich jedem sagen wĂŒrde – nĂ€mlich dass seine ganze Vorstellung falsch sei. Ich teilte ihm mit, dass er, wenn er den Sabbat an seinem jetzigen Wohnort nicht halten könne, er ihn auch nicht halten könne, wenn er in die Stadt zöge, in der ich lebe. Selbst wenn er – wie von ihm geplant – hierher kĂ€me und ein GeschĂ€ft grĂŒndete, nur um "den Sabbat halten" zu können, wĂŒrde er diesen letztendlich doch nicht wirklich halten. Seine Religion wĂ€re dann nur eine Ă€ußere Form, und sein "Sabbat-Halten" nichts weiter als ein "Halten des Samstags" – ohne jegliches Christentum und ohne irgendeinen sittlichen Wert.

Ich sagte ihm noch mehr als das – und zwar das, was ich jedem Menschen dieser Art sagen wĂŒrde – nĂ€mlich dass sein Brief zeigt, dass er sich hinsichtlich seiner Bekehrung irrt. Ich sagte ihm, wenn er sich im letzten Jahr wirklich bekehrt hĂ€tte, hĂ€tte er sein GeschĂ€ft am ersten Sabbat nach seiner Bekehrung ordnungsgemĂ€ĂŸ geschlossen und es seitdem an jedem Sabbat geschlossen gehalten. Ich sagte ihm, dass er, wenn er wirklich bekehrt wĂ€re, den Sabbat an seinem jetzigen Wohnort halten und nicht nach einem anderen Ort suchen wĂŒrde, an dem er ihn "halten könnte", er sein GeschĂ€ft seiner "Sabbatheiligung" und nicht seine Sabbatheiligung seinem GeschĂ€ft unterordnen wĂŒrde, wobei Letzteres gar keine Sabbatheiligung wĂ€re.

Wenn Menschen dieser Art zur Wahrheit finden, gelangen sie wie Babys zu ihr und werden Babys bleiben, solange sie auf solche Weise leben. Daher ist es meiner Überzeugung nach unerlĂ€sslich, wahre Art von Christentum – wahre christliche Mannhaftigkeit – allen Menschen ĂŒberall zu verkĂŒndigen.

Ich halte es fĂŒr eine absolute Tatsache, dass niemand fĂŒr irgendeine Position in einer Konferenz oder Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten geeignet sein wird, solange er nicht in der Lage ist, sich außerhalb dieser Organisation erfolgreich zu behaupten. Wenn er Letzteres vermag, ist es ihm gleichgĂŒltig, ob er eine Anstellung in Einrichtungen der Siebenten-Tags-Adventisten erhĂ€lt oder nicht. Er ist unabhĂ€ngig von ihnen – er ist unabhĂ€ngig von jedem und allem außer von CHRISTUS und der HERR Selbst in ihm ist sein Leben, seine Kraft, seine Weisheit, sein Alles in allem. Er muss sich nicht einschmeicheln und um den heißen Brei herumreden, aus Angst, er könnte die Gunst eines KonferenzprĂ€sidenten verlieren und damit seine Stellung einbĂŒĂŸen. Wenn er im Verlag arbeitet, wird er nicht stĂ€ndig auf den Vorarbeiter schauen und sich – aus Angst, entlassen zu werden – hierhin oder dorthin beugen, um dessen Gunst zu bewahren. Nein, er ist in dieser Position und rechnet damit, dort zu bleiben, allein aufgrund des Wertes seiner TĂ€tigkeit. Er ist von dieser Stelle, nachdem er sie erhalten hat, genauso unabhĂ€ngig wie zuvor und getrennt von dieser Position genauso unabhĂ€ngig wie in ihr. Es ist ihm gleichgĂŒltig, ob der Vorsitzende der Konferenz, der Vorarbeiter oder der GeschĂ€ftsfĂŒhrer ihn misstrauisch beĂ€ugt oder nicht. Er arbeitet weder fĂŒr den Vorsitzenden der Konferenz noch fĂŒr den Vorarbeiter noch fĂŒr den GeschĂ€ftsfĂŒhrer. Er arbeitet ausschließlich fĂŒr GOTT, unter dem Blick Gottes. Und es ist ihm gleichgĂŒltig, wessen [menschlicher] Blick seine Arbeit prĂŒft. Er wird nicht so Ă€ngstlich um seine Position sein, dass er stĂ€ndig befĂŒrchtet, jemand anderes könnte sie einnehmen. Der Mensch, der sein Vertrauen allein auf GOTT setzt, GOTT dient und sich – weil er so GOTT findet –  dem Christentum zuwendet  hat niemals Angst, seine Anstellung zu verlieren. Sein Platz ist bei GOTT und kein Mensch kann ihm diesen nehmen. Er hat keine Furcht, seine Position zu verlieren, denn wo immer er ist, ist er bei GOTT – das ist sein Platz. Wenn GOTT ihn in einen anderen Teil seiner großen "Werkstatt" beruft und ihm [dort] eine andere Aufgabe ĂŒbertrĂ€gt, hat er dennoch seinen Platz. Er ist dort, wohin GOTT ihn gerufen hat, er ist dort, wo GOTT ihn haben möchte und er kann seinen Platz nicht verlieren. Er erhĂ€lt diesen [ja] nicht von irgendeinem Menschen und so kann ihm diesen, [auch] kein Mensch wegnehmen.

Deshalb [werden wir ermahnt]: "Wacht, steht fest im Glauben, seid mannhaft, seid stark!" [1. KOR. 16,13] [SLT] 

( Alonzo T. Jones, Juli 1898 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 18.10.2026 19:07
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit fĂŒr das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

FĂŒr diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel/


Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die AbkĂŒrzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden fĂŒr King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten EinfĂŒgungen von mir, die einer besseren VerstĂ€ndlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
 
(Nutzer gelöscht) 20.10.2026 11:54
Teil 3 der Mannhaftigkeit soso ..

Da liefere ich gern ein paar historische Daten noch zum Thema -Sabbat und Anpassung :

Die FĂŒhrung der großen adventistischen Hauptkirche in Deutschland wĂ€hlte nach einem kurzen Verbot durch die Gestapo im November 1933 einen Kurs der extremen Anpassung, um das Überleben der Organisation zu sichern.
‱ Sabbat und Kriegsdienst: Um nicht wie die Zeugen Jehovas verfolgt zu werden, ging die Kirchenleitung massive Kompromisse ein. Die Kirchenleitung forderte mĂ€nnliche Mitglieder dazu auf, den Kriegsdienst an der Waffe zu leisten und dabei auch am Sabbat (Samstag) Dienst zu tun.
 Eine strikte Sabbatheiligung im Sinne einer totalen Arbeitsverweigerung im Dienst des Staates wurde von der FĂŒhrung aufgegeben.

‱ Arrangement mit der Ideologie: Die Anpassung ging weit ĂŒber den Sabbat hinaus. In adventistischen Zeitschriften wurde Adolf Hitler teilweise verherrlicht und als „von Gott gesandt“ bezeichnet. Das adventistische Wohlfahrtswerk passte sich der NS-Volkswohlfahrt an, und in Publikationen wurde sogar die nationalsozialistische Rassenhygiene und Euthanasie-Ideologie theologisch untermauert


Die Reform-Adventisten („Alonzo-GlĂ€ubige“)👉fĂŒr JCBS interessant....


Die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Reformationsbewegung hatte sich bereits wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs von der Hauptkirche abgespalten, weil sie die Kriegsteilnahme und die Aufweichung des Sabbats strikt ablehnte. Im Volksmund wurden sie regional – angelehnt an fĂŒhrende Persönlichkeiten wie den Prediger Alonzo T. Jones (aus der US-Mutterkirche) oder interne Strömungen – manchmal als „Alonzo-GlĂ€ubige“ oder schlicht „Reformer“ bezeichnet.
Diese Gruppe lehnte jedes Arrangement mit der Nazi-Ideologie konsequent ab:
‱ Unbeugsame Sabbatheiligung: Die Reform-Adventisten weigerten sich strikt, am Sabbat (Samstag) in RĂŒstungsbetrieben zu arbeiten, staatliche Schulen zu besuchen oder Wehrdienst zu leisten.
‱ Radikaler Widerstand: Sie verweigerten den Fahneneid, den Hitlergruß und jegliche Kriegsteilnahme.
‱ Die Konsequenz: Die Reform-Adventisten wurden im April 1936 reichsweit verboten. Ihre Mitglieder wurden systematisch verfolgt, in Konzentrationslager gesperrt oder wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet.

Tragische Kollaboration

Ein besonders dunkles Kapitel der Kirchengeschichte ist, dass die Leitung der adventistischen Hauptkirche aktiv mit dem NS-Staat kooperierte, um sich von den „Reformern“ abzugrenzen. Um den Nazis zu beweisen, dass die Hauptkirche „staatsloyal“ sei, denunzierten adventistische FunktionĂ€re die kompromisslosen Reform-Adventisten bei den Behörden als „radikale Elemente“ und Staatsfeinde




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