Andacht vom 10. Oktober 2026
11.10.2026 14:14
Andacht vom 10. Oktober 2026
11.10.2026 14:14
Andacht vom 10. Oktober 2026
Wer antwortet, bevor er zugehört hat, zeigt seine Dummheit und muss sich schämen.
Sprüche 18,13
Als meine Frau ihre Mutter im Pflegeheim besuchte, kam sie dabei mit einem weiteren Heimbewohner ins Gespräch.
Da viele Bewohner bereits dement waren, musste sie jedoch erst einmal herausfinden, inwieweit ihr Gesprächspartner überhaupt in der Lage war, in beidseitigem Verständnis zu kommunizieren.
"Ich musste mich erst einmal orientieren, wie orientiert mein Gegenüber war", berichtete sie mir.
Ihre Einschätzung war eine Art "Meta-Orientierung" – das Bewerten der Wahrnehmungsfähigkeit eines anderen.
Auch im ganz normalen Alltag müssen wir erst einmal herausfinden, wo der andere innerlich und äußerlich steht, bevor wir uns in seine Lage versetzen und seine Aussagen richtig verstehen können.
Gerade bibelorientierte Christen laufen Gefahr, aus missionarischem Eifer zu schnell Antworten und Ratschläge zu geben – selbst wenn ihr Gegenüber gar keine Hilfe sucht.
Oft sind es unser Stolz und unser Überlegenheitsgefühl, die uns unpassend reagieren lassen.
Schon bevor der andere sich richtig äußern kann, sagen wir: "Ich weiß genau, was du fühlst."
Oder wir denken: "Ich habe mit Gottes Hilfe den vollen Durchblick und muss dir erstmal zeigen, wo es langgeht."
Die Bibel warnt uns immer wieder vor solchem Fehlverhalten.
"Jeder Mensch soll dazu fähig sein, gut zuzuhören.
Aber er soll nicht sofort zu allem etwas sagen" (Jak 1,19).
Gut zuhören zu können, ist eine besondere Gabe und Kunst.
Goethe sagte: "Gott gab uns nur einen Mund, aber zwei Ohren, damit wir doppelt so viel zuhören wie reden."
Menschen gewinnen oft selbst Klarheit über ihre Situation, wenn sie ihre Gedanken und Gefühle mit einer vertrauenswürdigen Person teilen.
Und wenn dann die Frage an uns gerichtet wird: "Was meinst du dazu?", können wir gerne unsere Gedanken dazu äußern.
Eigentlich nur eine praktische Anwendung der Regel von Jesus: "Behandelt eure Mitmenschen in allem so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt" (Mt 7,12).
Gott schenkt uns heute wieder viele Gelegenheiten, ein empathischer, hilfsbereiter Mitmensch zu sein.
(Hartmut Wolf)
Sprüche 18,13
Als meine Frau ihre Mutter im Pflegeheim besuchte, kam sie dabei mit einem weiteren Heimbewohner ins Gespräch.
Da viele Bewohner bereits dement waren, musste sie jedoch erst einmal herausfinden, inwieweit ihr Gesprächspartner überhaupt in der Lage war, in beidseitigem Verständnis zu kommunizieren.
"Ich musste mich erst einmal orientieren, wie orientiert mein Gegenüber war", berichtete sie mir.
Ihre Einschätzung war eine Art "Meta-Orientierung" – das Bewerten der Wahrnehmungsfähigkeit eines anderen.
Auch im ganz normalen Alltag müssen wir erst einmal herausfinden, wo der andere innerlich und äußerlich steht, bevor wir uns in seine Lage versetzen und seine Aussagen richtig verstehen können.
Gerade bibelorientierte Christen laufen Gefahr, aus missionarischem Eifer zu schnell Antworten und Ratschläge zu geben – selbst wenn ihr Gegenüber gar keine Hilfe sucht.
Oft sind es unser Stolz und unser Überlegenheitsgefühl, die uns unpassend reagieren lassen.
Schon bevor der andere sich richtig äußern kann, sagen wir: "Ich weiß genau, was du fühlst."
Oder wir denken: "Ich habe mit Gottes Hilfe den vollen Durchblick und muss dir erstmal zeigen, wo es langgeht."
Die Bibel warnt uns immer wieder vor solchem Fehlverhalten.
"Jeder Mensch soll dazu fähig sein, gut zuzuhören.
Aber er soll nicht sofort zu allem etwas sagen" (Jak 1,19).
Gut zuhören zu können, ist eine besondere Gabe und Kunst.
Goethe sagte: "Gott gab uns nur einen Mund, aber zwei Ohren, damit wir doppelt so viel zuhören wie reden."
Menschen gewinnen oft selbst Klarheit über ihre Situation, wenn sie ihre Gedanken und Gefühle mit einer vertrauenswürdigen Person teilen.
Und wenn dann die Frage an uns gerichtet wird: "Was meinst du dazu?", können wir gerne unsere Gedanken dazu äußern.
Eigentlich nur eine praktische Anwendung der Regel von Jesus: "Behandelt eure Mitmenschen in allem so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt" (Mt 7,12).
Gott schenkt uns heute wieder viele Gelegenheiten, ein empathischer, hilfsbereiter Mitmensch zu sein.
(Hartmut Wolf)

Jetzt
''Behandelt eure Mitmenschen in allem so, wie ihr selbst behandelt werden wollt''
Matt. 7,12
Der Eingangstext, ist auch sehr wichtig !!
''Wer antwortet, bevor er zugehört hat, zeigt seine Dummheit und muss sich schämen.''
Sprüche 18, 13
Vielen Dank liebe Vera, für den sehr Realistische und Ernsthafte Andacht !!
Hoffentlich wird er noch von vielen gelesen und verinnerlicht !!
🙂