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Fortsetzung des Themas: Wiedergeboren durch Wasser und Geist

Fortsetzung des Themas: Wiedergeboren durch Wasser und Geist
Es gibt eine Mainstream-Meinung.

Wenn man sich anderswo auf einem anderen Portal registriert, muss man die Frage beantworten, "Bist du ein von neuem geborener Christ? Siehe Johannes 3, 3-7"

Viele beantworten diese Frage mit, "Ja!".

Meine Antwort war:
Nach der Standarddefinition, nach der alle gehen, dann ja. Doch wer ist wiedergeboren, wenn es nach dieser Bibelstelle geht? (1.1Joh 3,9) "Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er KANN NICHT sündigen". Ich glaube aus ganzem Herzen an den Herrn Jesus, hatte eine echte lebendige Begegnung mit ihm, ich bin getauft und lebe so gut es mir möglich ist mit dem Herrn. 

Joh 3,3 
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Ich kann das Reich Gottes (oder die Königsherrschaft Gottes) sehen. Es ist mitten unter uns. Es ist eine Realität, die sich vor dem natürlichen Menschen verbirgt, in der man aber leben und sie erleben kann.

Aber wie kann das sein?

(1.1Joh 3,9) "Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er KANN NICHT sündigen"

Und welcher Christ kann von sich sagen, dass er nicht bereits Kompromisse gelebt hat oder nicht etwas getan hat, was ihm Leid tut?

Ich kann das nicht von mir behaupten.

Wie kann es sein, dass sich drei von denen auf diesem Bild (die sich wohl für wiedergeboren halten) erst noch bekehren müssen, der in der Mitte aber nicht?

Ich habe dieses Bild so gern, weil es ein Spiegel ist gegen den Hochmut und die Selbstvermessenheit so vieler.

Denn von dem in der Mitte behaupte ich, dass er im Reich Gottes leben und es dann auch sehen kann.

Kommentare

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Ben78 07.10.2026 12:31
By the way: 'Von neuem geboren sein' und 'errettet sein" ist für mich von einander zu unterscheiden.

Ich behaupte sogar, dass viele Christen, vielleicht sogar die meisten, nicht von neuem geboren sein könnten (das bedeutet nicht, dass sie nicht errettet sein können). Denn wer von neuem geboren ist, der KANN NICHT(!) sündigen. Ich denke sogar, dann müssten sie den Herrn Jesus ja so erleben wie die ersten Christen ab der Apostelgeschichte. Oder nicht?

Wenn ich mir obiges Bild angucke: Wer von denen hat Zerbruch erlebt?

Was ich schön fand, war mal ein Bericht von jungen gläubigen Erwachsenen. Sie sagten, dass sie in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen sind - mit dem Glauben, der Gemeinde, Gemeindeleben usw. groß geworden sind. Aber sie sagten in diesem Video, "Aber wir hatten uns nie wirklich bekehrt!", "Ich hatte nie meine eigene Verlorenheit erkannt, habe nie eigenen Zerbruch erlebt, so dass ich wusste: Herr Jesus, bitte errette mich!", "Natürlich hielten wir uns für Christen, waren fromm, lebten äußerlich ein vorbildliches und diszipliniertes Leben! Aber eines hatten wir nicht: 'Wie eine Hirschkuh lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, Gott!' (PS42,2)" ← Und das ist es, was sich der Herr von uns wünscht.

Das ist nicht genau der Text, den sie sagten, aber so in die Richtung etwa ging es. Ist schon lange her, so dass ich mich nicht mehr an den Wortlaut erinnern kann.

So ein Glück:
Ein jüngerer Sohn fordert sein Erbe vorzeitig ein, verprasst es im Ausland und landet verarmt als Schweinehirt. Reumütig kehrt er nach Hause zurück, um seinen Vater um Arbeit zu bitten, doch dieser empfängt ihn voller Freude, vergibt ihm und veranstaltet ein Festmahl. Der daheimgebliebene, treue ältere Sohn reagiert eifersüchtig, worauf der Vater ihn zurechtweist.

Das Tolle ist: Er war bereits Sohn des Vaters. 🙃🙂 Und es zeigt, wie Gott auch uns gegenüber sein möchte.
 
Jeshua 07.10.2026 14:07
Weißt du Benn ich denke wenn man wiedergeboren ist das ist das einfach ein neues Leben. 
Ich weiß nur als ich aus dem Wasser stieg damals war ihn mir als würde ich auf Wolken laufen und ich spürte wir mich was vom Himmel her berührte beim Aufstieg aus dem Wasser. 
Ab da an veränderte sich mein Leben nochmals Radikal.
Ich war mit einem ungläubigen verheiratet. Zumindest war er für mich ungläubig!
Unsere Ehe veränderte sich es wird noch negativer wie zuvor. Er ertrug mich nicht mehr ich denke das Licht ihn mir hat seine dunklen Stellen sehr geblendet.
Nach weiteren 3 Jahren hat er mich bösartig aus dem Haus geschmissen. 
Und da es ist wie bei Jesus verspottet und entfernt. 
Und ja eine Wiedergeburt bringt auch Trennung von der Dunkelheit. 
Deswegen kann auch eine Ehe dadurch gebrochen werden.
 
israelgreece2019 07.10.2026 17:16
In dem Augenblick, als ich mein Leben Jesus übergeben habe, hat sich mein Leben schlagartig verändert. Da hatte ich das Gefühl -wie Jeshua es bereits erwähnte- "auf Wolken zu gehen", endlich angekommen sein. Quasi von Null auf Hundert.
Für mich war die Taufe ein persönliches Verlangen, was die Lebensübergabe an Jeshua bestätigten sollte. 
 
Julia1960 07.10.2026 17:44
Nach der Standarddefinition, nach der alle gehen, dann ja. Doch wer ist wiedergeboren, wenn es nach dieser Bibelstelle geht? (1.1Joh 3,9) "Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er KANN NICHT sündigen". Ich glaube aus ganzem Herzen an den Herrn Jesus, hatte eine echte lebendige Begegnung mit ihm, ich bin getauft und lebe so gut es mir möglich ist mit dem Herrn.


1. Johannes 3,9 lautet in der Lutherbibel:
„Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen; denn er ist aus Gott geboren.


1. Johannes 1,8-10 HFA

Wenn wir behaupten, sündlos zu sein, betrügen wir uns selbst. Dann lebt die Wahrheit nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. Doch wenn wir behaupten, wir hätten gar nicht gesündigt, dann machen wir Gott zum Lügner und zeigen damit nur, dass seine Botschaft in uns keinen Raum hat.


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Persönlich verstehe ich es so, dass wir durch die Wiedergeburt den heiligen Geist empfangen und hiernach eben versuchen, auch durch seine Hilfe, ein Leben möglichst ohne Sünde zu leben. Er uns hierbei hilft. Wir dies gerne machen und nicht bewußt in Sünde leben wollen.

Und nicht, dass wir durch Wiedergeburt automatisch Menschen sind, geworden sind, die nie mehr auch nur eine einzige Sünde begehen. Niemand von uns wird hierdurch sowas wie Gott, Sündenfrei.

Aber wir werden sicher viele Dinge anders sehen, bewerten und nicht bewußt dauerhaft einen sündigen Lebensstil leben.
 
Herrklavierspieler 07.10.2026 18:27
Zwar bei mir nicht so spektakulär- aber auch nachhaltig, in meiner damaligen Pfingstgemeinde, vor 24 Jahren- wie bei André Frossard.
" Am 8. Juli 1935 um 17.10 Uhr betritt der berühmte französische Journalist und perfekte Atheist André Frossard nichts ahnend die Kapelle der Schwestern von der Sühnenden Anbetung in der Rue d‘ Ulm in Paris. Um 17.15 Uhr verlässt er sie als "katholischer, apostolischer, römischer Christ, emporgehoben, getragen, erfasst und fortgerissen von einer Woge unausschöpflicher Freude".

Erst 35 Jahre später wagt Frossard, darüber zu berichten. Die Offenbarung, die er beschreibt, ist ebenso einzigartig wie universell, sie galt an diesem Ort und in diesem Augenblick ihm allein und ist doch dieselbe Gotteserfahrung, die jeder Mensch zu jeder Zeit machen kann, ja gewiss macht - selbst wenn sie unbemerkt bleibt oder anders gedeutet wird."

fe-medienverlag
ISBN /EAN: 9783863572587
https://www.fe-medien.de/Gott-existiert
 
Herrklavierspieler 07.10.2026 18:29
Buchtitel: Gott existiert: ich bin ihm begegnet
 
Jesusfirst77777 08.10.2026 08:27
Hallo zusammen, gestern habe ich das Thema aufgebracht, weil ich hier von Männern angeschrieben wurde, die verneint haben, dass sie wiedergeboren sind. Das hat mich gewundert und deshalb habe ich den Tread eröffnet. 
Ob jemand wiedergeboren ist, spürt man und auch die anderen, denn es stellt sich eine komplette Veränderung ein. Meistens bekommt man auch einen richtigen Hunger nach dem Wort Gottes und fängt auch selbst an, Menschen von Jesus und seinem Heil zu erzählen. Das sind meine Gedanken dazu.
 
Keaggy58 08.10.2026 09:30
Ich bin seit 1979 wiedergeboren und getauft. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Die Wiedergeburt beschreibt Jesus so, dass wir von neuem geboren werden müssen. Das heißt, eine Umkehr vom alten Leben und das Bekenntnis zum Herrn Jesus. Die Taufe ist eigentlich die Unterschrift und ein Zeugnis, der alte Mensch wird begraben und der neue Mensch steht vor Gott. Ich durfte schon einige Menschen zum Herrn führen, sogar meine Mutter nach Jahrzehnte Gebet. Übrigens, bei der Bekehrung empfängt man schon den heil. Geist, sonst würden wir ja "Irrlichter"sein und sein Wort nicht verstehen. So habe ich es erfahren und ich danke Gott, für jeden einzelnen Menschen der zu Gott findet und sich bekehrt, dann ist im Himmel immer ein Freudenfest, steht alles in der Bibel.
 
Shira 08.10.2026 21:05
Ben,

Mir fällt an deinem Beitrag etwas auf.

Du kritisierst die Vorstellung, manche Christen würden sich selbst zu einer besonderen Gruppe machen. Aber mit deiner Unterscheidung zwischen "errettet" und "wirklich von neuem geboren" entsteht doch selbst eine solche besondere Gruppe.

Denn wenn nur derjenige wirklich von neuem geboren ist, der nach 1 Joh 3,9 "nicht sündigen kann", dann gibt es auf der einen Seite die gewöhnlichen Christen, die zwar glauben und sogar errettet sein können, aber offenbar nicht wirklich von Gott geboren sind und auf der anderen Seite die wenigen, die diesen besonderen Zustand erreicht haben.

Damit machst du "von neuem geboren" praktisch zu einer Art Elitebegriff.

Bei 1 Joh 3,9.  Johannes kann dort nicht meinen: Ein aus Gott Geborener begeht niemals auch nur eine einzige Sünde. Denn Johannes schreibt unmittelbar davor:

"Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst" (1 Joh 1,8),

und:

"Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten" (1 Joh 2,1).

Johannes schließt nicht aus, dass ein Christ sündigt. Er stellt die Sünde und das "Aus-Gott-Geboren-Sein" als zwei gegensätzliche Lebensrichtungen gegenüber. Wer aus Gott geboren ist, kann nicht einfach in der Sünde leben, als wäre sie seine normale Lebensweise.

Und noch etwas finde ich wichtig: Du schreibst, "von neuem geboren sein" und "errettet sein" seien voneinander zu unterscheiden. Aber Jesus sagt in Joh 3,3, dass derjenige, der nicht von neuem geboren wird, das Reich Gottes nicht sehen kann, und in Joh 3,5, dass er nich in das Reich Gottes hineingehen kann.

Das ist eine grundlegenden Voraussetzung für das Leben im Reich Gottes.

Und dein Beispiel vom verlorenen Sohn passt für mich ebenfalls nicht ganz zu deine Schlussfolgerung. Du sagst selbst: "Das Tolle ist: Er war bereits Sohn des Vaters." Genau! Und trotzdem ging dieser Sohn fort, lebte sündig und musste umkehren.

Das zeigt, dass wir nicht anfangen sollten, Menschen in "wirklich Wiedergeborene" und "nur errettete Christen" einzuteilen.

Vielleicht ist die größere Gefahr nicht der Hochmut derer, die sagen: "Wir sind die Elite", sondern der Hochmut dessen, der sagt: "Die anderen halten sich für wiedergeboren, aber ich erkenne, wer es wirklich ist."

Denn sobald ich aufgrund eines bestimmten Maßstabes entscheiden kann, wer zu den "wirklich Wiedergeborenen" gehört und wer nicht, habe ich genau die besondere Gruppe geschaffen, vor deren Selbstüberhöhung du eigentlich warnst.

Ich würde deshalb lieber bei dem bleiben, was Johannes tatsächlich sagt: Wir sind aus Gott geboren und deshalb sollen wir nicht in der Sünde leben. Aber wenn wir fallen, haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater.
 
Ben78 08.10.2026 21:24
(Zitat) "Du kritisierst die Vorstellung, manche Christen würden sich selbst zu einer besonderen Gruppe machen. Aber mit deiner Unterscheidung zwischen "errettet" und "wirklich von neuem geboren" entsteht doch selbst eine solche besondere Gruppe."

Von der ich vielleicht das einzige Mitglied bin. Denn ich habe dazu keine Offenbarung vom Herrn. Ich nehme bzgl.  des Wiedergeborensein nämlich auch Bibelstellen dazu, die unbequem sind oder bestimmte Folgen versprechen.

► Wer von neuem geboren ist, der kann das Reich Gottes sehen (Joh 3,3) 
(wenn das in diesem Fall ein korrekter Schluss ist)

► Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden (Joh3,5)

► Der Wind weht, wo er will.. so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist (Joh3,8)

► Ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen.. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres legen (Hes36,26)

► Wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden (2Kor5,17)

► Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind (Röm8,16)

► Gott hat den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater! (Gal4,6)

► Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm (1Joh3,9)

► Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt, sondern der aus Gott Geborene bewahrt sich (1Joh5,18)

► jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott (1Joh4,7)

► Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube (1Joh5,4)

► Der geistliche Mensch aber beurteilt alles, er selbst aber wird von niemandem beurteilt (1Kor2,15). (Das ist das Gegenstück zum natürlichen Menschen in 1Kor2,14)

► Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein (Röm8,9)

► Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit (Gal5,22)

Wenn es nach diesen Bibelstellen geht... Nunja, ich nehme sie ALLE! Ich lasse KEINE Bibelstelle weg!

Was sieht man ab der Apostelgeschichte, nachdem sie den Heiligen Geist empfangen hatten?

Wie war es denn ab der Apostelgeschichte?
► Der Geist spricht zu Philippus (Apg8,29)
► Spricht Jesus zu ihm.. (Apg 9,5)
► Sagt der Geist zu ihm.. (Apg10,19)
► Der Herr aber sprach.. (Apg 22,10)

Gott / Jesus hat sich ► einzelnen offenbart, ► zu ihnen gesprochen, ► ihnen Aufträge gegeben, ► ihnen Zukünftiges gezeigt, ► Verbote ausgesprochen, ► sie weissagen lassen, ► ihnen prophetische Eindrücke gegeben, ► sie in Zungen reden lassen, ► sie Tote auferwecken, ► und Dämonen austreiben lassen, ► sie Kranke heilen lassen, ► Er hat sie auch andere Wunder wirken lassen usw...

Das ist FÜR MICH eine Folge des Geistes Gottes real im eigenen Leben - wenigstens teilweise, oder wenigstens als einmalige Erfahrung oder so.
 
Ben78 08.10.2026 21:37
Ich sage damit nicht, dass jemand nicht errettet sein kann, wenn er er von solchen Dingen kein Zeugnis ablegen kann.

Denn Petrus und die anderen Jünger, wie auch der Verbrecher neben Jesus am Kreuz, waren schon errettet, obwohl sie nicht mit dem Heiligen Geist in oben aufgezählter Weise "ausgestattet" wurden und noch nicht Pfingsten erlebten. Ich Pfingsten auf diese Weise auch nicht erlebt. Es war einfach da, nachdem der Herr sich mir offenbart und seine Liebe zu mir gezeigt hatte und so zu mir sprach, dass ich es mit meinen Ohren hören konnte.

Wäre Petrus gestorben, ehe er zu Pfingsten den Heiligen Geist empfing, wäre er dennoch errettet gewesen. Keinen Zweifel!

Jesus sagte zu Thomas, "Du glaubst, weil du gesehen hast. Selig, die nicht sehen und doch glauben."

Deshalb bitte nicht falsch verstehen. OK? Ich spreche vom Geist Gottes, der nicht unterschiedliche Gruppen oder unterschiedliche Menschen jeweils gegenteiliges lehrt. Ich behaupte, wenn sie alle vom Geist Gottes gelehrt wären (wenn ER der Lehrer wäre, wie Jesus sagte, "Ich werde euch nicht verwaist zurück lassen"zwinkerndes Smiley, dann könnten sie nicht so sehr gegeneinander sein. Und ich behaupte, eben weil nicht wenige nicht vom Geist Gottes gelehrt sind, sondern aufgrund einer Doktrin usw.., nur deshalb können sie nicht als eine Einheit Kinder Jesu sein.

Ich behaupte, dass viele ihrer jeweiligen Sonderlehre näher sind als Jesus. (Ich spreche damit niemandem etwas ab(!))

1Kor 1,12 
Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi.

1Kor 3,4 
Denn wenn einer sagt: Ich bin des Paulus, der andere aber: Ich des Apollos – seid ihr nicht menschlich?

Was ich aber schreibe, schreibe ich deshalb (auch wenn andere in ihren Herzen drüber spotten mögen), weil ich wenigsten ein bisschen weiß, wovon ich rede und dass es das heute noch gibt, und eben nicht nur gelesen oder nur gehört habe.

Es ist doch nicht so schwer, da, wo man keine Offenbarung hat, zu sagen, "Ja, ich könnte auch falsch liegen". Streng genommen ist es sogar eine Art "heilige Verpflichtung", die einen auf die Knie zwingt, einem zeigt, VON WEM man in allem (sogar im Verstehen) abhängig ist, "Herr Jesus, ich kann mir viel einbilden, wenn der Tag lang ist. Woher weiß ich...?". Und dann kann der Herr zu seinem Zeitpunkt - das muss nicht sofort sein - einem die Wahrheit offenbaren. Das kann er auch ohne so eine Bitte machen, wenn er will. Aber gerade, was Offenbarungen angeht, haben sie mich ganz besonders auch gelehrt: Auch in unserem kühnsten Vorstellungen haben wir von vielem nicht die Spur einer Ahnung, wovon wir reden.
 
Ben78 08.10.2026 21:45
..es sei denn, der Herr hat es uns offenbart. 

Und Beispiele, wie so eine Offenbarung geschehen kann, davon ist die Bibel voll.

Ich mag den Spruch: Je näher zwei Christen dem Herrn Jesus sind, desto näher werden sie sich auch gegenseitig sein.

Der Umkehrschluss gilt aber nicht. Es gilt nicht automatisch: Je näher zwei Christen ihrer Richtung sind, oder je näher sie sich innerhalb ihrer Richtung sind, desto näher sind sie auch Jesus - das gilt so rum nicht automatisch.
 
Shira 08.10.2026 22:36
Ok., jetzt verstehe ich dich. Und ja das ist richtig: Die Nähe zu Jesus sollte uns auch einander näherbringen.

Du schreibst: "… es sei denn, der Herr hat es uns offenbart."

Hmmmm … da muss ich an eine Userin hier denken, die zu 100 % davon überzeugt ist, dass alles, was sie sagt, ihr von Gott höchstpersönlich offenbart wurde. Nur bei manchen Dingen kommt sie zu genau dem Gegenteil von dem, was du für richtig hältst.

Was macht man da?
 
Ben78 08.10.2026 23:44
Ja, sowas gibt es. Deshalb ist aber nicht immer alles falsch, bloß weil es solche Extrembeispiele gibt. Aber auch nicht immer alles richtig. Ich versuche nicht, von einer Seite vom Pferd zu fallen.

Es gibt zwei Extreme. Für die einen ist alles solches vom Satan. Für die anderen ist alles vom Herrn.

Ich gucke immer von Fall zu Fall zu. Erstens kenne ich die Stimme des Herrn. Ich weiß, wie der Herr spricht. Nach 24 Jahren Ihn hier und da persönlich erleben und auch ausreichend Bibelkenntnis traue ich mir in vielen Fällen zu, zu erkennen, ob es vom Herrn Jesus sein kann oder nicht. Wenn ich es in einem Fall nicht genau weiß, dann lasse ich  es stehen. Ich versündige mich keinesfalls, in dem ich etwas behaupte, was ich in einem solchen Moment nicht weiß.

Du kennst ja deine Mutter, deinen Vater, dein Kind usw. Wenn jemand kommt und von ihm erzählt, merkst du ja auch, ob das dem entspricht, was du KENNST. Du hast ja von deinem Kind nicht nur gelesen oder gehört, sondern es erlebt, kennst sein Herz, wie und auf welche Weise es redet, was zu ihm passt und was nicht. Du warst "intim" mit deinem Kind, deiner Mutter usw. Beim Herrn Jesus ist es genau so.

Es gibt für mich ein ziemlich tolles Kennzeichen, wenn ich manchmal nicht mehr viel fragen muss, wenn jemand von seinem Leben mit Jesus erzählt. Wer wirklich mit Jesus lebt, der berichtet, was Jesus alles "Unmögliches" verlangt hat (wo man dann NUR NOCH aus Glauben leben konnte) (wo jeder natürliche Mensch gesagt hätte, "du spinnst doch!" ), oder dass Jesus diesem Menschen so oft einen Strich durch seine eigene Rechnung gemacht hat. Und wenn dieser Mensch von eigenem Zerbruch und dem eigenen Sterbeprozess berichtet, weil sich und sein Verstand in solchen Glaubensmomenten verleugnen musste.

Das mag ich sehr.

Ich kannte eine wunderschöne christliche Frau, die wollte 35 Prophetien vom Herrn gehabt haben, dass ich ihr Ehemann wäre. Ich sagte ihr, "Die Sache hat nur einen Haken. So lieb und hübsch du auch bist, und sehr du mir auch gefallen würdest. Mir hat der Herr nichts gesagt. Es kann nicht sein, dass er nur dir etwas zeigt, aber mir keine Bestätigung gibt". Das heißt, ich halte mich nicht für einen Dummkopf, der nicht prüft. Es gibt Momente, da redet der Herr so klar, dass es keinen(!) Zweifel gibt, dass Er es war. Und man kann oft auch im Nachhinein beurteilen, ob etwas vom Herrn war oder nicht (in Zweifelsfällen), wenn es sich erfüllt oder nicht. Wenn es eine Prophetie war, die ich nicht hätte vorher wissen können, auf die ich selbst nicht mal gekommen wäre, dann weiß ich, dass es vom Herrn war, wenn sich später auch so erfüllt. Aber ich kann dazu sagen, dass man beim klaren deutlichen Reden Gottes weiß, dass man weiß, dass Er es war.  (Dann 'weiß' man auch (aus Erfahrung), dass es so kommt) Wäre es hinterher nicht so gekommen, dann hätte ich gewusst, dass sich meine Seele etwas zusammengesponnen und eingebildet haben muss. (Ich kann aber sagen, dass es noch nie so war, dass der Herr mir etwas im Voraus zeigte, was dann nicht auch so gekommen ist (die nähere Zukunft bis heute betreffend))

Kurz: Wenn mir jemand sagt, "die zu 100 % davon überzeugt ist, dass alles, was sie sagt, ihr von Gott höchstpersönlich offenbart wurde.". Dann klingt das ohne Kontext für mich zunächst nach einer "Spinnerin". Wenn der Kontext aber etwas wäre, was der Herr mir auch schon gezeigt hat, und wenn es damit überein stimmt, dann kann es sein, dass ich ihr recht gegeben hätte. z.B. als Jesus sich mir als der Weg, die Wahrheit und das Leben offenbarte, da wusste ich, dass KEIN Mensch auf dieser Welt auch nur im Entferntesten die Spur einer Ahnung davon hat, wie sehr Jesus mit diesen Worten mitten ins Schwarze getroffen hat, nämlich dass die Wahrheit hinter diesen Worten zu groß ist, als dass diese Worte die Wahrheit beschreiben könnten. Wenn sie z.B. auch so eine Offenbarung gehabt hätte und davon erzählt hätte, dann hätte sie die "gleiche Sprache" sprechen müssen wie ich, wenn sie es zu erklären versuchte. Wenn jemand, der blind geboren ist, mal gesehen hat, dann kann er diesen Eindruck beschreiben. Ein anderer Blinder versteht ihn nicht. Aber jemand, der selbst auch schon mal gesehen hat, der merkt sehr schnell, "Ja, exakt so ist es. Du hast auch schon mal gesehen!".

Deshalb: Ich habe einiges mit dem Herrn erlebt. Deshalb halte ich nicht alles für falsch, aber auch nicht alles für richtig.

Aber ein anderer, der Jesus ebenfalls persönlich erlebt hat, der hört aus der Art und Weise wie schreibe und was ich schreibe, ob ich ein Spinner bin oder nicht.

Ein anderer könnte das nur beurteilen, wenn ich der Bibel widersprechen würde oder Sachen erzähle, die so abgedreht sind, dass sie von den meisten "normalen" Christen als verrückt angesehen werden müssten. Wie z.B. wenn jemand erzählt, sie wäre auf anderen Planeten gewesen und hätte dort Henoch getroffen... Dann weißt man sofort: Unsinn.

Wer mich für einen Spinner hält, obwohl er selbst noch nichts mit dem Herrn erlebt hat, der weiß nicht, was er nicht weiß. Das sind dann nicht selten Menschen, die alles oder zu leicht verteufeln oder alles für richtig halten (letztere trifft man aber fast nie).
 
Shira 09.10.2026 01:56
Ben, ich halte dich nicht für einen Spinner. Eher glaube ich, dass du die Gabe der Unterscheidung der Geister hast. Das haben nicht alle.
 
KatinkaStern 09.10.2026 20:31
Ich kann dem was Ben hier versucht zu erklären nur zustimmen. 
Einfach weil ich das genau so erlebt habe, wie in dem Beispiel aus seinem zweiten Kommentar.

Auch ich bin in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen. Durfte als Kind schon echte Wunder miterleben... 
Bis auf ein paar 'kleine Ausrutscher' in meiner Jugend lebte ich ein (nahezu) vorbildliches Christenleben. 

Natürlich bekehrte ich mich, ließ mich taufen. (Und ich hatte wirklich was mit Jesus erlebt.) Ich ging dann in meinen Diensten in der Gemeinde auf. Ich fühlte mich in den Lehren und Gemeindestruckturen sicher und richtig. 
BIS mein Glaubenskartenhaus durch Schicksalsschläge und nun nicht mehr einzuhaltender Verhaltenskodexe zusammenbrach. (Lange Geschichte. Würde hier zu weit führen.) 
Es vergingen Jahre. Jahre in denen ich nie an Gottes Realität, aber an seiner Liebe zweifelte. Das was ich von klein auf GELERNT hatte, hatte mich nicht festhalten - Ruhe im Sturm- geben können. 
Gott ließ mich ziehen. Ich war echt wütend. Wütend auf Menschen, aber besonders auch auf IHN. 
Doch ER ging mir nach. Streckte mir immer wieder die Hand entgegen. Auch in dieser Zeit hab ich Wunder und Wegbereitungen erleben dürfen. Manches davon hab ich erst später verstehen können. Aber bei Einigem war mir sofort klar, das ist jetzt ein Wirken Gottes. Aber ich blieb stur wie ein Esel. 

Doch Gott hat Geduld und weiß viel besser was in unseren Herzen los ist und auch wann wir bereit sind. 

Und so geschah es dann - In einer religionspädagogischen Einheit (in meiner Weiterbildung), bei einem katholischen Theogen... 
Der gute Mann spielte am Ende der Stunde ein Lied ab, das ich viele Jahre nicht gehört hatte. (Du bist Du - Ein Gedanke Gottes) 
Ein schönes Lied, doch es berühre mich nicht sonderlich. 
Doch plötzlich passierte etwas. Ich hörte auf einmal die völlig andere und wunderschöne Version der Schwester, mit der ich einst im Lobpreisteam gesungen hatte. Die Stimme war so klar und deutlich, als würde sie direkt neben mir stehen. 
Und ich wusste, das war keine Einbindung sondern ein klares Zeichen vom Herrn, der um mich warb. 
Das war der Moment in dem ENDLICH mein ganzer Stolz und meine Sturheit zusammenbrachen. 

Nur da saßen 12 andere Leute und der Theologe, die keine Ahnung davon hatten was da eben vor sich ging. 

Ich bat den Herrn Jesus im Stillen mich irgendwie da raus zu bringen. -
Der Theologe überzog die Stunde (was vorher und nachher nicht vor kam) und entließ uns ohne dem üblichen Refexionsgespräch direkt nach diesem Lied. 

So schnell wie an diesem Tag hatte ich noch nie das Gebäude verlassen und bin zum nahe gelegen Park gerannt, wo mein Auto stand. 
Und da, vollkommen unabhängig von menschlichem Zutun, übergab ich ENDLICH mein Leben ganz dem Herrn Jesus und ER durchflutetete mich mit SEINER Liebe. Es war unbeschreiblich. 
Nicht nur ein bisschen und nicht weil sich andere Menschen darüber freuen würden, gab ich mich IHM hin. Sondern weil ER mir persönlich begegnete, mich ergriffen hat.
 
KatinkaStern 09.10.2026 20:36
Einer meiner Söhne geht heute auch in eine (bestimmte) Gemeinde. 
Er hatte eine wirklich schlimme Zeit, in der ich mir viel Sorge um ihn gemacht habe.
Und ja, er hat sich in dieser Gemeinde bekehrt. Er ist Christ - errettet. Er führt heute ein gutes, geradliniges Leben. Darum muss ich mir keine Sorgen mehr machen.
Und ich bin immer wieder auch stolz auf ihn und sehr dankbar.

Doch im Grunde ist seine Situation ganz ähnlich wie damals die meine. Er ist tiefer mit den gemeindlichen Lehren und Struckturen verbunden ALS MIT DEM HERRN JESUS SELBST.

Ich sehe diesen Gleichklang in der Ausdrucksweise, der Kleidung und der Lehre, wenn man mit den Menschen zu tun hat. - Alles liebe Christen, keine Frage. Doch wo ist der Herr Jesus? 

Ich saß da vor ca. 2 Jahren nach einem Gottesdienst zum gemeinsamen Mittagessen an einem Tisch. Einer der Jugendpastoren sagte zu einem anderen jungen Mann: Ist das nicht komisch, wir haben Kontakt zu anderen Gemeinden, aber keine Kontakte zu Gemeinden in unserer Stadt? (Sie saßen direkt neben mir und wussten genau wer ich bin.)
Dann begann eine Art Ping Pong Spiel, in dem sie die Vorzüge ihrer Lehre und Anschauungen zum Besten gaben. Nein, sie zogen über keine der anderen Gemeinden her. Doch für jemanden der sich mit den unterschiedlichen Lehrmeinungen und Gottesdienstformen der Gemeinden dieser Stadt ein bisschen auskennt, wurde klar - Nur sie wissen wie es richtig geht. Nach ihrer Meinung waren/sind sie die richtige Richtung in der Stadt. Wie traurig.

Vor einem guten halben Jahr, als mein Sohn Geburtstag hatte, plante ich zusammen mit seinen Freunden aus der Gemeinde eine Überraschungsparty, bei mir.
Da er nicht mehr daheim wohnt war das eine echte Überraschung sie alle in meinem Wohnzimmer zu sehen. Und es war auch wirklich ein netter, lustiger Nachmittag.

Doch eines hat mich schwer getroffen. Einer der jungen Männer studiert Lehramt. Es kam die Rede darauf, wo er sein Referendariat abhalten würde. Er meinte dann, er scheue sich sehr vor einem Umzug weiter weg, weil er besorgt sei ohne den Halt und Schutz der Gemeinde seinen Glauben bewahren zu können. 
Wie traurig, nein tragisch, wenn Menschen nicht an Jesus hängen und von ihm selbst gelehrt und geführt werden, sondern von Menschen und ihren speziellen  -in diese oder jene Richtung elitären- Lehren.

Und wie gesagt, ich war auch einmal eine solche Christin.
Heute darf ich Jesus persönlich kennen, IHM folgen und von IHM lernen.
Und das wünsche ich JEDEM!!

PS: Deswegen bin ich NICHT besser oder vorzüglichen, vor dem HERRN!
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