Gedenkjahr 500 Jahre „Sacco di Roma"
06.10.2026 10:04
Gedenkjahr 500 Jahre „Sacco di Roma"
06.10.2026 10:04
Gedenkjahr 500 Jahre „Sacco di Roma"
Am 6. Mai 1527 verteidigten Schweizergardisten Papst Clemens VII. während der Plünderung Roms (Sacco di Roma). 147 Gardisten verloren dabei ihr Leben, während ihre 42 Kameraden den Papst sicher in die Engelsburg geleiteten. Die Päpstliche Schweizergarde kündigte diesen Sonntag an, mit einem Gedenkjahr „500 Jahre Sacco di Roma" die Gardisten, zu würdigen, welche vor genau 500 Jahren ihre Aufgabe zum Schutz des Papstes treu und größtenteils bis in den Tod erfüllten.
Der „Sacco di Roma" präge die Identität und das Selbstverständnis der Päpstlichen Schweizergarde bis heute, heißt es in einer Medienmitteilung: „Diese Hingabe der Gardisten macht sichtbar, wie die Werte von Treue, Zuverlässigkeit, Professionalität und Zusammenhalt die Schweizergarde bis heute und in Zukunft prägen." Das wird auch daran deutlich, dass die Vereidigung der neuen Gardisten seit 1911 jedes Jahr am 6. Mai stattfindet.
Das Gedenkjahr „500 Jahre Sacco di Roma" stellt die Garde unter das Motto: „Werte, die bleiben: Treue, Zuverlässigkeit, Professionalität und Zusammenhalt". So verbinde man die historische Erinnerung mit der Vermittlung der heutigen Rolle der Schweizergarde. „Der Sacco di Roma von 1527 ist das prägendste Ereignis unserer Geschichte. Das Gedenkjahr erinnert an die Opferbereitschaft und die Treue unserer Vorgänger. Gleichzeitig möchten wir zeigen, dass die Werte von damals auch heute lebendig sind und den Auftrag unserer Gardisten im Dienst des Papstes bestimmen. Es ist ein Jahr des würdigen Erinnerns, der Begegnung und des Dankes", so Oberst Christoph Graf, Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde.
Das Gedenkjahr im Überblick
Den Auftakt bildet am 23. Januar 2027 ein Historiker-Kolloquium in Brig. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Aufarbeitung des Sacco di Roma. Dazu entsteht eine Publikation, die sich mit den politischen, militärischen und religiösen Voraussetzungen der damaligen Ereignisse und mit den Folgen sowie mit Fragen von Erinnerung, Verantwortung und Mythos auseinandersetzt. Vom 16. bis 19. April 2027 nimmt die Päpstliche Schweizergarde auf Einladung des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs am Zürcher Sechseläuten teil. Damit wird unter anderem die historische Verbindung zwischen der Stadt Zürich und dem damaligen Stadtzürcher Gardekommandanten Kaspar Röist sichtbar gemacht, der beim Sacco di Roma 1527 die Garde führte und sein Leben verlor. Den Höhepunkt des Gedenkjahres bilden die Feierlichkeiten vom 5. bis 7. Mai 2027 im Vatikan. Geplant sind die Vesper und die Enthüllung einer neuen Gedenktafel für die gefallenen Gardisten, die Heilige Messe im Petersdom, die Vereidigung der neuen Gardisten auf dem Petersplatz, eine Lichtkunstprojektion des Schweizer Lichtkünstlers Gerry Hofstetter sowie weitere Veranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik, Gesellschaft und der Gardefamilie. Am 4. September 2027 folgt die nationale Wallfahrt der ehemaligen Schweizergardisten in Einsiedeln. Neben den religiösen Feierlichkeiten sind die Uraufführung eines Films zum Gedenkjahr sowie eine weitere Lichtkunstprojektion vorgesehen. Erinnerung an die Geschichte, Blick in die Zukunft Mit dem Gedenkjahr will die Päpstliche Schweizergarde nicht nur an ein prägendes historisches Ereignis erinnern. Ebenso im Zentrum stehen die Menschen in Uniform sowie die Werte, die den Dienst der Schweizergarde seit Jahrhunderten prägen. Das Gedenkjahr soll auch das Verständnis für die heutige Rolle der Schweizergarde stärken, junge Schweizer Männer für den Dienst im Vatikan interessieren und die Verbundenheit der Schweiz mit ihrer traditionsreichen Institution sichtbar machen. Das vollständige Programm des Gedenkjahres sowie Hintergrundinformationen zum Sacco di Roma sind auf der Website der Päpstlichen Schweizergarde verfügbar.
(pm - sst)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..
https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2026-10/schweizergarde-gedenkjahr-500-jahre-sacco-di-roma.html
Der „Sacco di Roma" präge die Identität und das Selbstverständnis der Päpstlichen Schweizergarde bis heute, heißt es in einer Medienmitteilung: „Diese Hingabe der Gardisten macht sichtbar, wie die Werte von Treue, Zuverlässigkeit, Professionalität und Zusammenhalt die Schweizergarde bis heute und in Zukunft prägen." Das wird auch daran deutlich, dass die Vereidigung der neuen Gardisten seit 1911 jedes Jahr am 6. Mai stattfindet.
Das Gedenkjahr „500 Jahre Sacco di Roma" stellt die Garde unter das Motto: „Werte, die bleiben: Treue, Zuverlässigkeit, Professionalität und Zusammenhalt". So verbinde man die historische Erinnerung mit der Vermittlung der heutigen Rolle der Schweizergarde. „Der Sacco di Roma von 1527 ist das prägendste Ereignis unserer Geschichte. Das Gedenkjahr erinnert an die Opferbereitschaft und die Treue unserer Vorgänger. Gleichzeitig möchten wir zeigen, dass die Werte von damals auch heute lebendig sind und den Auftrag unserer Gardisten im Dienst des Papstes bestimmen. Es ist ein Jahr des würdigen Erinnerns, der Begegnung und des Dankes", so Oberst Christoph Graf, Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde.
Das Gedenkjahr im Überblick
Den Auftakt bildet am 23. Januar 2027 ein Historiker-Kolloquium in Brig. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Aufarbeitung des Sacco di Roma. Dazu entsteht eine Publikation, die sich mit den politischen, militärischen und religiösen Voraussetzungen der damaligen Ereignisse und mit den Folgen sowie mit Fragen von Erinnerung, Verantwortung und Mythos auseinandersetzt. Vom 16. bis 19. April 2027 nimmt die Päpstliche Schweizergarde auf Einladung des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs am Zürcher Sechseläuten teil. Damit wird unter anderem die historische Verbindung zwischen der Stadt Zürich und dem damaligen Stadtzürcher Gardekommandanten Kaspar Röist sichtbar gemacht, der beim Sacco di Roma 1527 die Garde führte und sein Leben verlor. Den Höhepunkt des Gedenkjahres bilden die Feierlichkeiten vom 5. bis 7. Mai 2027 im Vatikan. Geplant sind die Vesper und die Enthüllung einer neuen Gedenktafel für die gefallenen Gardisten, die Heilige Messe im Petersdom, die Vereidigung der neuen Gardisten auf dem Petersplatz, eine Lichtkunstprojektion des Schweizer Lichtkünstlers Gerry Hofstetter sowie weitere Veranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik, Gesellschaft und der Gardefamilie. Am 4. September 2027 folgt die nationale Wallfahrt der ehemaligen Schweizergardisten in Einsiedeln. Neben den religiösen Feierlichkeiten sind die Uraufführung eines Films zum Gedenkjahr sowie eine weitere Lichtkunstprojektion vorgesehen. Erinnerung an die Geschichte, Blick in die Zukunft Mit dem Gedenkjahr will die Päpstliche Schweizergarde nicht nur an ein prägendes historisches Ereignis erinnern. Ebenso im Zentrum stehen die Menschen in Uniform sowie die Werte, die den Dienst der Schweizergarde seit Jahrhunderten prägen. Das Gedenkjahr soll auch das Verständnis für die heutige Rolle der Schweizergarde stärken, junge Schweizer Männer für den Dienst im Vatikan interessieren und die Verbundenheit der Schweiz mit ihrer traditionsreichen Institution sichtbar machen. Das vollständige Programm des Gedenkjahres sowie Hintergrundinformationen zum Sacco di Roma sind auf der Website der Päpstlichen Schweizergarde verfügbar.
(pm - sst)
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Kommentare
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Herrklavierspieler 06.10.2026 10:49
Hat sich bis heute keiner entschuldigt dafür....
antonius34 06.10.2026 12:41
Ja braucht scheinbar bald wieder echte Kreuzritter, die links und rechtsradikale ,Kommunisten und Islamisten in die Schranken weisen, keine verweichlichte Gurkentruppe.
Treuka 06.10.2026 12:50
Ja die Kreuzzüge, der Befreiungskrieg gegen die islamische Invasion.
Deswegen dürfen die Frauen heute (noch?) Röcke tragen und keine Burka oder Kopftuch 😉.
Deswegen dürfen die Frauen heute (noch?) Röcke tragen und keine Burka oder Kopftuch 😉.
Herrklavierspieler 06.10.2026 12:54
Mit dem Schwert wird man den Islam offensichtlich nicht los!
Was rät dir@treuika der Heilige Geist?
Was rät dir@treuika der Heilige Geist?
Treuka 06.10.2026 13:03
In all dem die Orientierung auf CHRISTUS nicht zu verlieren.
Denn längst sind Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zum Ratgeber der Menschen geworden und es ist manchmal ein harter Kampf, sich davon nicht hinreißen zu lassen.
Denn längst sind Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zum Ratgeber der Menschen geworden und es ist manchmal ein harter Kampf, sich davon nicht hinreißen zu lassen.
Treuka 06.10.2026 13:06
"Mit dem Schwert wird man den Islam offensichtlich nicht los!"
Ja, denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut.
Ja, denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut.
Herrklavierspieler 06.10.2026 16:20
1527 – Die grosse Opfertat beim «Sacco di Roma»
Acriter et Fideliter – Tapfer und Treu lautet der Wahlspruch der Garde in Anlehnung an jenes Ereignis, welches sich 2027 zum 500. Mal jährt: Am 6. Mai 1527 fielen 147 Schweizergardisten bei der Verteidigung des Papstes gegen marodierende Söldner des Deutschen Kaisers und ermöglichten so Papst Clemens VII. den Rückzug auf die Engelsburg. Es war die grösste Heldentat der Eidgenossen, seit sie 1506 zur Leibgarde des Heiligen Vaters berufen worden waren. Sie begründete den Mythos der loyalen, tapferen und opferbereiten Schweizer, der die Päpstliche Schweizergarde auch heute noch umgibt.
Die Garde begeht dieses Jubiläum feierlich, nicht mit einer Jubelfeier, wie 2006 zum 500. Jahrestag der Gründung, sondern im Bewusstsein der Opfer, welche an jenem 6. Mai 1527 tapfer ihr Leben liessen, und jene, die den Papst treu in die sichere Engelsburg geleiteten.
Der Mythos, der damals entstanden ist, lebt auch heute noch fort. Er war und ist den jungen Männern, welche über die Jahrhunderte bis heute treu ihren Dienst in der Garde versahen und weiterhin versehen, ganz präsent.
So steht die Päpstliche Schweizergarde auch heute noch für Treue und Zuverlässigkeit. Jene Tugenden, welche die neuen Schweizergardisten bei ihrer Vereidigung feierlich versprechen: Wenn die Situation es erfordert, das eigene Leben für den Papst hinzugeben.
Und so, wie die Eidgenossen im 16. Jahrhundert zu besten und kampfstärksten Soldaten gehörten, ist die Päpstliche Schweizergarde mit ihrer auch heute ein anerkanntes, professionelles Sicherheitskorps, welches damals wie heute das volle Vertrauen als Leibgarde des Heiligen Vaters geniesst.
Nicht zuletzt zeichnet sich die Garde auch durch ihren Zusammenhalt aus. So, wie die Gardisten vor 500 Jahren zusammenstanden, um dem Feind entgegenzutreten, baut auch heute noch das Selbstverständnis der Gardisten auf der Verschworenheit und der gegenseitigen Verlässlichkeit untereinander auf.
Auch über die Zeit nach dem Dienst in Rom hinaus, bis ins hohe Alter:
Einmal Gardist – immer Gardist
Oberst Christoph Graf
Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde
https://schweizergarde.ch/paepstliche-schweizergarde/de/gedenkfeier/
Acriter et Fideliter – Tapfer und Treu lautet der Wahlspruch der Garde in Anlehnung an jenes Ereignis, welches sich 2027 zum 500. Mal jährt: Am 6. Mai 1527 fielen 147 Schweizergardisten bei der Verteidigung des Papstes gegen marodierende Söldner des Deutschen Kaisers und ermöglichten so Papst Clemens VII. den Rückzug auf die Engelsburg. Es war die grösste Heldentat der Eidgenossen, seit sie 1506 zur Leibgarde des Heiligen Vaters berufen worden waren. Sie begründete den Mythos der loyalen, tapferen und opferbereiten Schweizer, der die Päpstliche Schweizergarde auch heute noch umgibt.
Die Garde begeht dieses Jubiläum feierlich, nicht mit einer Jubelfeier, wie 2006 zum 500. Jahrestag der Gründung, sondern im Bewusstsein der Opfer, welche an jenem 6. Mai 1527 tapfer ihr Leben liessen, und jene, die den Papst treu in die sichere Engelsburg geleiteten.
Der Mythos, der damals entstanden ist, lebt auch heute noch fort. Er war und ist den jungen Männern, welche über die Jahrhunderte bis heute treu ihren Dienst in der Garde versahen und weiterhin versehen, ganz präsent.
So steht die Päpstliche Schweizergarde auch heute noch für Treue und Zuverlässigkeit. Jene Tugenden, welche die neuen Schweizergardisten bei ihrer Vereidigung feierlich versprechen: Wenn die Situation es erfordert, das eigene Leben für den Papst hinzugeben.
Und so, wie die Eidgenossen im 16. Jahrhundert zu besten und kampfstärksten Soldaten gehörten, ist die Päpstliche Schweizergarde mit ihrer auch heute ein anerkanntes, professionelles Sicherheitskorps, welches damals wie heute das volle Vertrauen als Leibgarde des Heiligen Vaters geniesst.
Nicht zuletzt zeichnet sich die Garde auch durch ihren Zusammenhalt aus. So, wie die Gardisten vor 500 Jahren zusammenstanden, um dem Feind entgegenzutreten, baut auch heute noch das Selbstverständnis der Gardisten auf der Verschworenheit und der gegenseitigen Verlässlichkeit untereinander auf.
Auch über die Zeit nach dem Dienst in Rom hinaus, bis ins hohe Alter:
Einmal Gardist – immer Gardist
Oberst Christoph Graf
Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde
https://schweizergarde.ch/paepstliche-schweizergarde/de/gedenkfeier/

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