"Wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist." [RÖ. 7,14] Somit kann es keine Erfüllung des Gesetzes geben außer der im Geist. "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." [JOH. 4,24]
Genau so ist es.
Aber es besteht ja eben der Versuch der Alttestamentler und STA-Leute unter uns, das Gesetz in buchstäblicher Weise zu erfüllen, anstatt in geistlicher Weise.
Das ist eben auch die Kritik Jesu an den Pharisäern, denen er vorwirft, (einerseits) Mücken zu seihen und (andererseits) Kamele zu verschlucken.
"Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kümmel, und laßt dahinten das Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben!
Dies soll man tun und jenes nicht lassen.
Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschluckt!
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Fraßes!" (Matth.23,23-25)
Lt.Röm.8,3+4 erfüllen wir die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, dadurch, dass wir nach dem Geist wandeln und nicht nach dem Fleisch.
Es geht um den Wandel im Geist, nicht um einen gesetzlichen Wandel, der in buchstäblicher Weise versucht, das Gesetz zu erfüllen.
"Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf daß die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist." (Röm.8,3+4)
"So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist." (Röm.8,1)
Das Gesetz hat KEINEN Selbstzweck, sondern es ist um der Sünde willen gegeben.
"Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers." (Gal.3,19)
Denn im Neuen Testament geht es für die Jünger Jesu darum, in sein Ebenbild umgestaltet zu werden, wozu denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.
"Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern." (Röm.8,28+29)
Durch die endlosen Sabbat Diskussionen gelingt es Satan immer wieder, das Augenmerk mancher, auf unwesentliche Nebendinge zu verlagern und gleichzeitig die Umgestaltung in Jesu Ebenbild, die viel, viel wichtiger ist, in den Hintergrund zu drängen.
Das ist genau auch die Kritik Jesu an den Pharisäern, die damit beschäftigt waren, Mücken zu seihen und gleichzeitig Kamele zu verschlucken.
Nebendinge werden aufs genaueste befolgt, während Hauptsachen völlig verschluckt und ausser Acht gelassen werden!
Das ist kein vollkommener Wandel im Geist, kein vollkommener Wandel in Christus.
Wir sind aber zur Volkommenheit berufen! (Matth.5,48/Röm.12,2)
Solange man in selbsterwählter Geistlichkeit einhergeht, ist man nicht vollkommen!
Selbsterwählte Geistlichkeit ist ein fleischlicher Zug, stammt aus dem Fleisch, das scheint manchen nicht klar zu sein.
"Laßt euch niemand das Ziel verrücken, der nach eigener Wahl einhergeht in Demut und Geistlichkeit der Engel, davon er nie etwas gesehen hat, und ist ohne Ursache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und hält sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenke und Fugen Handreichung empfängt und zusammengehalten wird und also wächst zur göttlichen Größe.
So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt?
"Du sollst", sagen sie, "das nicht angreifen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren", was sich doch alles unter den Händen verzehrt; es sind der Menschen Gebote und Lehren, welche haben einen Schein der Weisheit durch selbst erwählte Geistlichkeit und Demut und dadurch, daß sie des Leibes nicht schonen und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft." (Kol.2,18-23)
Wir sollen uns nicht das Ziel verrücken lassen, steht hier geschrieben, von solchen, die nach eigener Wahl einhergehen in Demut und Geistlichkeit der Engel.
Selbsterwählte Demut ist KEINE geistliche Demut, sondern Ausdruck des Fleisches, dass man des Leibes nicht schont und dem Fleisch nicht seine Ehre tut, zu seiner Notdurft, wie geschrieben steht.
Wir sollen uns vielmehr an das Haupt halten, aus welchem der ganze Leib zusammengehalten wird und wächst zu göttlicher Größe.
Solange die selbsterwählte Geistlichkeit nicht abgelegt ist, ist man ein permanenter Störfaktor, der nicht im Einklang mit dem Haupt arbeitet und wirksam ist.
Dabei werden die Glieder des Leibes Christi vom Haupt geleitet und dirigiert, sie agieren nicht eigenmächtig.
Ganz wie im Natürlichen, wo unsere Bewegungen vom Gehirn gesteuert werden, mit Ausnahme der Reflexe.
Wenn die natürlichen Glieder eigenmächtig anfangen, zu zucken und sich zu bewegen, dann ist der Mensch krank.
Beim Gesunden geschieht ein kontrollierter Bewegungsablauf, der vom Gehirn gesteuert ist.
Der Leib Christi wird vom Haupt (Christus) gesteuert, kein Platz für selbsterwählte Geistlichkeit!
Der Leib wächst zu göttlicher Größe, dadurch, dass man sich an das Haupt hält. (Kol.2,18-23)
Es steht zudem geschrieben:
"Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." (Matth.12,30)
Solange man seinen Widerstand gegen das Neue Testament nicht aufgibt und stattdessen wieder das Alte reaktivieren will, solange gehört man zu denen, die nicht mit Christus sammeln, sondern zerstreuen.
Denn Gott hat zuletzt zu uns geredet durch seinen Sohn.
"Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherleiweise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat;" (Hebr.1,1+2)
Sein Sohn ist der Mittler des Neuen Bundes, der die besseren Verheissungen hat.
"Nun aber hat er ein besseres Amt erlangt, als der eines besseren Testaments Mittler ist, welches auch auf besseren Verheißungen steht.
Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum zu einem andern gesucht." (Hebr.8,6+7)
"Also eines so viel besseren Testaments Ausrichter ist Jesus geworden." (Hebr.7,22)
Wer nicht mit Christus sammelt, der zerstreut.
Der Kern des Evangeliums ist die Freimachung und Erlösung von der Sünde. (Röm.8,3+4/Röm.8,28+29)
Tote Werke sind nicht Teil des Evangeliums! (Hebr.9,14)
Andreas
📃 Das Gesetz ist geistlich
29.09.2026 16:57
📃 Das Gesetz ist geistlich
29.09.2026 16:57
📃 Das Gesetz ist geistlich
"Wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist." [RÖ. 7,14] Somit kann es keine Erfüllung des Gesetzes geben außer der im Geist. "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." [JOH. 4,24]
GOTT ist Geist, daher müssen diejenigen, die IHN anbeten, dies in dem Geist tun, den ER verleiht. ER stellt die Mittel bereit und verlangt nicht von uns, IHN in unserem eigenen Geist oder gemäß unserer Vorstellung bezüglich Seines Gesetzes anzubeten.
Wir sollen GOTT nicht entsprechend eigener Vorstellung anbeten, sondern so, wie es IHM zukommt. Und niemand – wie es der gerade zitierte Text ausdrückt – kann GOTT begreifen oder die Grenzen seines Willens festlegen. Folglich kann kein Mensch für einen anderen oder auch nur für sich selbst eine Regel aufstellen. Es gilt [nur] das uneingeschränkte Wort. Kein Mensch kann dem Wort Gottes Grenzen setzen oder von irgendeinem Text behaupten, er habe dessen Tiefe ausgelotet und die gesamte darin enthaltene Wahrheit erfasst. Nein, das Wort ist geistlicher Natur, und kein Mensch kann die Tiefe des Sinnes des Heiligen Geistes ergründen. Aus diesem Grund steht es weder einem einzelnen Menschen noch einer Gruppe von Menschen zu, das Wort Gottes eigenmächtig auszulegen, es zu verändern oder zu behaupten bzw. zu lehren, es würde etwas anderes bedeuten, als genau das, was es tatsächlich besagt.
Diese Erkenntnis schließt alles aus, was religiösem Zwang, Verfolgung oder der Aufstellung von Regeln für die Menschen gleicht, denn wahre Anbetung muss in dem Geist geschehen, den allein GOTT schenkt. Das Wort Gottes darf nicht basierend auf unserem eigenen Geist, sondern im Geist Gottes angenommen werden. Und das wird uns zu einer immer umfassenderen Erkenntnis führen bzw. uns das bewusst machen, was wir aus uns selbst heraus nicht zu erkennen vermögen.
Der Mensch hat verborgene Fehler, deren er sich überhaupt nicht bewusst ist. Mehr noch, kein Mensch kennt die Tiefe einer Sünde, auf die er aufmerksam gemacht wird, oder die ganze Tragweite eines Gebots, das ihm auferlegt ist. Es ist daher offensichtlich, dass kein Mensch seine eigene Gerechtigkeit oder [auch] seine eigene Sünde ermessen kann. Er kann lediglich erkennen, dass er Sünder ist und ihm die Gerechtigkeit Gottes zuteilwird. [Und] je mehr er vom HERRN weiß, desto stärker wird ihm bewusst werden, welch großer Sünder er ist.
Daher kann kein Mensch und keine Gruppe von Menschen – sei es in Kirche oder Staat – Regeln aufstellen, nach denen ein Mensch leben sollte, denn der Geltungsbereich der Gebote Gottes ist so grenzenlos wie Gottes eigenes Leben und muss daher in unserer Wahrnehmung beständig umfassender erkannt werden. Und selbst wenn Menschen – um alles zu definieren – die Welt mit Büchern füllten, blieben dennoch Dinge unberücksichtigt.
Der Geist Gottes muss Sein eigenes Leben in jedem Menschen wirken. Dies entzieht die Angelegenheit gänzlich dem Bereich staatlicher Gewalt. Keine menschliche Autorität – welcher Art auch immer – kann einem Menschen den Geist Gottes aufzwingen oder das Wesen des Geistes definieren.
( Ellet J. Waggoner, Januar 1897 )
GOTT ist Geist, daher müssen diejenigen, die IHN anbeten, dies in dem Geist tun, den ER verleiht. ER stellt die Mittel bereit und verlangt nicht von uns, IHN in unserem eigenen Geist oder gemäß unserer Vorstellung bezüglich Seines Gesetzes anzubeten.
Wir sollen GOTT nicht entsprechend eigener Vorstellung anbeten, sondern so, wie es IHM zukommt. Und niemand – wie es der gerade zitierte Text ausdrückt – kann GOTT begreifen oder die Grenzen seines Willens festlegen. Folglich kann kein Mensch für einen anderen oder auch nur für sich selbst eine Regel aufstellen. Es gilt [nur] das uneingeschränkte Wort. Kein Mensch kann dem Wort Gottes Grenzen setzen oder von irgendeinem Text behaupten, er habe dessen Tiefe ausgelotet und die gesamte darin enthaltene Wahrheit erfasst. Nein, das Wort ist geistlicher Natur, und kein Mensch kann die Tiefe des Sinnes des Heiligen Geistes ergründen. Aus diesem Grund steht es weder einem einzelnen Menschen noch einer Gruppe von Menschen zu, das Wort Gottes eigenmächtig auszulegen, es zu verändern oder zu behaupten bzw. zu lehren, es würde etwas anderes bedeuten, als genau das, was es tatsächlich besagt.
Diese Erkenntnis schließt alles aus, was religiösem Zwang, Verfolgung oder der Aufstellung von Regeln für die Menschen gleicht, denn wahre Anbetung muss in dem Geist geschehen, den allein GOTT schenkt. Das Wort Gottes darf nicht basierend auf unserem eigenen Geist, sondern im Geist Gottes angenommen werden. Und das wird uns zu einer immer umfassenderen Erkenntnis führen bzw. uns das bewusst machen, was wir aus uns selbst heraus nicht zu erkennen vermögen.
Der Mensch hat verborgene Fehler, deren er sich überhaupt nicht bewusst ist. Mehr noch, kein Mensch kennt die Tiefe einer Sünde, auf die er aufmerksam gemacht wird, oder die ganze Tragweite eines Gebots, das ihm auferlegt ist. Es ist daher offensichtlich, dass kein Mensch seine eigene Gerechtigkeit oder [auch] seine eigene Sünde ermessen kann. Er kann lediglich erkennen, dass er Sünder ist und ihm die Gerechtigkeit Gottes zuteilwird. [Und] je mehr er vom HERRN weiß, desto stärker wird ihm bewusst werden, welch großer Sünder er ist.
Daher kann kein Mensch und keine Gruppe von Menschen – sei es in Kirche oder Staat – Regeln aufstellen, nach denen ein Mensch leben sollte, denn der Geltungsbereich der Gebote Gottes ist so grenzenlos wie Gottes eigenes Leben und muss daher in unserer Wahrnehmung beständig umfassender erkannt werden. Und selbst wenn Menschen – um alles zu definieren – die Welt mit Büchern füllten, blieben dennoch Dinge unberücksichtigt.
Der Geist Gottes muss Sein eigenes Leben in jedem Menschen wirken. Dies entzieht die Angelegenheit gänzlich dem Bereich staatlicher Gewalt. Keine menschliche Autorität – welcher Art auch immer – kann einem Menschen den Geist Gottes aufzwingen oder das Wesen des Geistes definieren.
( Ellet J. Waggoner, Januar 1897 )
Kommentare
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JesusComesBackSoon 01.10.2026 10:05
@AndreasSchneider: Aber es besteht ja eben der Versuch der Alttestamentler und STA-Leute unter uns, das Gesetz in buchstäblicher Weise zu erfüllen, anstatt in geistlicher Weise.
Ist das wirklich so? Was spricht für Dich dafür?
Ist das wirklich so? Was spricht für Dich dafür?
AndreasSchneider 01.10.2026 17:17
Danke für Deine Nachfrage, JCBS und Deinen Versuch, zu prüfen.
Wir sollen alles prüfen und das Gute behalten.(1.Thess.5,21)
Weitere Antwort folgt.
Andreas
Wir sollen alles prüfen und das Gute behalten.(1.Thess.5,21)
Weitere Antwort folgt.
Andreas

Jetzt
Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:
https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel/
Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.