weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

„Richtet nicht": Was Jesus wirklich meinte – und was nicht

„Richtet nicht": Was Jesus wirklich meinte – und was nicht
Ein wichtiges Video gerade auch zum Umgang miteinander hier im Forum. 
Wir sollen verstehen und erkennen, auch warnen und die Wahrheit bezeugen, aber Gott allein ist der Richter. 


Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
Treuka 29.09.2026 00:03
Um gerecht richten zu können, muss EINER alles wissen und das schließt jeden anderen aus.
Was man häufig vergisst ist, dass wir uns meistens nicht als eine Familie sehen. Wir empfinden uns nicht als Brüder und Schwestern und das ist nicht immer falsch, denn nicht jeder ist uns Bruder und Schwester. Diese Dinge sind geistig zu beurteilen. Wer ist meine geistige Familie, wer ist in CHRISTUS.

Was wir aber nicht vergessen dürfen ist, dass alle GOTTES Kinder sind und ER mit jedem auf ewig versöhnt sein will.
Wie unergründlich die Wege zum HERRN sind, das weiß ich von mir, aber nicht von dir. ER sieht wer wir waren, wer wir sind, wer wir sein könnten und wer wir sein werden.

Ja, GOTT hat SEINEN Willen kund getan und daran wird alles bemessen. Alle sind eingeladen, aber nicht jeder nimmt diese Einladung an. Im Himmel und in der Hölle wird es nur Freiwillige geben, so unvorstellbar das auch sein mag. Niemand muss, jeder darf.

Die Wahrheit ist wie eine geometrisch perfekte Kugel. Der Standpunkt, von dem aus die Kugel betrachtet wird ist unbedeutend, sie sieht immer gleich aus.
Die Wahrheit kann man nur ablehnen oder annehmen, man kann sie aber nicht ändern. Ich kann sie mir zum Freund oder zum Feind machen. 


Das Gleichnis vom verlorenen Sohn

11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater! Und er teilte ihnen das Gut. 13 Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben. 14 Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden. 15 Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seine Äcker, die Schweine zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm. 17 Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe vor Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, 19 und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an, und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es; und lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; und er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Aber sein älterer Sohn war auf dem Feld; und als er heimkam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Tanz. 26 Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was das sei. 27 Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat! 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater nun ging hinaus und redete ihm zu. 29 Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot übertreten; und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich sein kann. 30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Gut mit Huren vergeudet hat, hast du für ihn das gemästete Kalb geschlachtet! 31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. 32 Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wiedergefunden worden! 

Lukas 15


Ja, es ist wahr. Wir sollen den Willen unseres VATERS im Himmel tun und wenn wir das nicht tun, dann sollen wir umkehren zu IHM.
Auch ist es wahr, dass wir entweder gerettet oder verloren sind. Wir können nicht geretteter sein.

Mit der Gerechtigkeit des VATERS hatte der treue Sohn kein Problem, aber scheute er die Gnade des VATERS, die ER SEINEM verlorenen Sohn entgegen brachte, als ER ihn sah und ihn in SEINE Arme schloss.
Die Gerechtigkeit des VATERS war ihm wichtiger, als SEINE Güte. Der treue Sohn hätte SEINEN Bruder dem Abgrund überlassen.

Das sind wir wenn wir nicht für den anderen beten, dass sein Herz geöffnet wird, sondern ihn verfluchen, weil sein Herz verschlossen ist.
 
Ben78 29.09.2026 10:28
"richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet" bedeutet nicht "ermahnt einander nicht", sondern "verurteilt einen anderen nicht" / "bewertet ihn nicht"

Das Wort "richten" wird im Deutschen oft als "ein Urteil fällen" oder als "über einen Angeklagten richten" verstanden. Ähnlich wie bei, "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".

In Lk 6,37 gibt die Bergpredigt vielleicht genauer wider:
Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; und verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden.

Falls das Bild schlecht zu lesen sein sollte, dann klicke bitte hier: →LINK

Das Bild ist ein Ausschnitte aus einem Sprachschlüssel, der zeigt, in welchem Kontext welche Wörter welche Bedeutung haben:

Wer sich dafür interessiert: Es handelt sich in diesem Fall um die Elberfelder Studienbibel mit Sprachschlüssel ← Die einzige Studienbibel, die ich gut finde, weil sie 'nur' die Bedeutung von Wörtern im Grundtext erklärt.


 
Ben78 29.09.2026 10:41
Auch spannend:

Lukas gibt Jesu Worte an dieser Stelle etwas anders wieder:

- Lk6,37 - : Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; und verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden.

Weitere Stellen:
- Joh3,17 - : Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
- Jak5,9 - : Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet! Siehe, der Richter steht vor der Tür
- Röm2,1 - : Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.
- Röm14,4 - : Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn.
 
Ben78 29.09.2026 10:52
PS: Ohne mich jetzt auf ein spezielles Thema zu beziehen, sondern grundsätzlich:
Für mich ist auch der Gedanke mancher Christen, zur endzeitlichen Auswahl oder Elite zu gehören, ein Richten, da dieser Gedanke automatisch in sich trägt, dass man andere Christen davon ausschließt. Deshalb ist dieser Gedanke in meinen Augen Hochmut und fehlende Demut zugleich. Dieser Gedanke erinnert mich an den Pharisäer, der sich sagte, ..

- Lk18,11 - : Der Pharisäer betete: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich, Jesus, sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht (ich = endzeitliche Elite, die anderen nicht), der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren