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Gedanken zur Tageslosung für Montag, den 28.09.

Gedanken zur Tageslosung für Montag, den 28.09.
"Losungswort

Ich will dich mir verloben auf ewig, ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Barmherzigkeit.
Hosea 2,21

Lehrtext
Jesus spricht: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.
Johannes 15,16

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

Von ihm erwählt
In dem Kapitel, aus das heutige Losungswort stammt, wird Israels Vergangenheit und Zukunft mit Gott thematisiert. Würde es nach ihren Handlungen alleine gehen, hätten sie überhaupt keine Zukunft mit ihm. Immer wieder waren sie von ihm abgefallen und hatten Raum für Götzen gemacht. Deshalb hatte Gott sie sich selbst überlassen und sich von ihnen abgewandt. Doch dann wird es eine Zeit der Rückführung geben – nicht nur in ihr Land, sondern zum Herzen Gottes, denn er sagt: „Ich will dich mir verloben auf ewig“.

Immer wieder erlebte Israel Vertreibung und Rückkehr in das Gelobte Land. Wie aber steht es um die Ausrichtung auf Gott? Nach meiner Wahrnehmung gibt es da auch in Israel sehr verschiedene Ansichten: von aufrichtiger Hingabe bis hin zu Einstellungen, in denen Gott keine Rolle spielt. Die Rückführung zu seinem Herzen steht also noch aus. Aber sie wird kommen, davon bin ich überzeugt, denn Gott hat es gesagt – und was er sagt, geschieht auch.

Im Lehrtext lesen wir, wie Jesus seinen Jüngern erklärt: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“ Er sagt auch, was diese Erwählung bewirken soll: „… dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass, worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er‘s euch gebe.“ (1) Christi Erwählung ist keine Belohnung, sondern ein Auftrag. Sie geht nicht vom Menschen aus, sondern von Christus selbst. In diesem Auftrag nennt Jesus auch, wie dieser erfüllt wird: indem seine Nachfolger – also auch wir Christen heute – bleibende „Frucht“ bringen.

Nun denken wir dabei oft an das fertige Ergebnis und fühlen uns da mitunter überfordert. Doch eine Frucht ist nicht sofort da – sie beginnt ganz klein als Samen. Erst im Laufe ihres Wachstums entfaltet sie sich und wird mehr und mehr sichtbar. Wenn Gott durch seine Erwählung sein Reich in uns pflanzt, wächst etwas ewig Bleibendes in uns heran. Wollen wir ihm vertrauen?

Einen gesegneten Tag wünscht
Angela Mumssen

(1) Joh. 15,16 [Luther 2017]

Gebet:
Vater im Himmel, hab Dank, dass du bis heute dein Reich baust und dass ich dazugehören darf. Ich will darauf vertrauen, dass das, was du durch Jesus Christus in mich hineingelegt hast, Frucht bringen wird. Danke, dass ich im Namen Jesu zu dir beten darf. Amen."

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 28.09.2026 06:55
 
DaddysGirl 28.09.2026 13:16
Vielen lieben Dank für den Impuls. Allen einen gesegneten Tag
 
DaddysGirl 28.09.2026 19:32
Gott bereitet den Acker / das Herz vor, so dass der Same eingepflanzt werden kann.
 
Das Gleichnis vom Sämann. Welch ein Privileg ist es von IHM als sein Kind auserwählt zu sein.
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