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Papst ruft in Lourdes zu Umkehr und Buße auf

Papst ruft in Lourdes zu Umkehr und Buße auf
Leo XIV. hat an diesem Sonntag im südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes eine heilige Messe gefeiert. Dabei rief er im Einklang mit der Botschaft Mariens bei ihren Erscheinungen von 1858 zu Umkehr und Buße auf. Für den bevorstehenden Rosenkranzmonat Oktober bat er um weltweites Gebet um ein Ende aller Kriege.

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„Dieses Erfordernis der Bekehrung betrifft auch die Kirche selbst auf ihrem irdischen Pilgerweg“, so der Papst wörtlich.

„Sie muss den Mut aufbringen, diese Umkehr als Erste zu vollziehen. Um von den tiefen Wunden, der Untreue und den schmerzhaften Irrwegen, die in ihr begangen wurden, zu genesen, müssen wir uns in Demut dem reinigenden Blick des Herrn stellen. Das Eingestehen unserer Fehler ist für das geistliche Wachstum unverzichtbar…“

Leo hält sich seit Freitag und noch bis Montagabend in Frankreich auf. Während seiner Reise will er sich auch mit Missbrauchsopfern aus dem kirchlichen Bereich treffen. Ähnlich wie in Deutschland hat es auch in der Kirche Frankreichs viele Missbrauchsskandale gegeben; der entsprechende Bericht der sogenannten Sauvé-Kommission von 2021 sorgte in der französischen Gesellschaft für Ersch
ütterung.

Ein einziges Herz, eine einzige Familie
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Lourdes ist seit den Marienerscheinungen im 19. Jahrhundert die spirituelle Herzkammer des französischen Katholizismus. An der Messe des Papstes in der Nähe der Erscheinungsgrotte nahmen bei strahlendem Sonnenschein ungefähr 150.000 Menschen teil. Als letzter Papst bislang hatte hier Benedikt XVI. im September 2008 die Eucharistie gefeiert. Die Fürbitten wurden in mehreren Sprachen vorgetragen, darunter auch auf Deutsch.

„Wenn ich euch heute Vormittag hier im Haus unserer Mutter versammelt sehe, blicke ich auf das universale Antlitz der Kirche“, sagte Leo XIV. in seiner Predigt. „Einige von euch haben Kontinente durchquert, Strapazen überwunden und ihre Freuden und Lasten bis zu dieser heiligen Grotte getragen. Was für eine Freude, zusammen zu sein – ein einziges Herz, eine einzige Familie!“


„Lourdes ist der gesegnete Ort eines Bekenntnisses zum Glauben an die Schönheit und Heiligkeit des Lebens“

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Hauptthema der Papstpredigt: Umkehr und Buße. Gott wolle nicht, „dass seine Kinder verloren gehen“, darum gelte es „heute – nicht morgen – umzukehren“, so Leo. „Ja, Gott möchte, dass der Mensch lebt, dass er die Augen öffnet und sich ihm wieder zuwendet. Sich bekehren bedeutet, die Wege des Irrtums zu verlassen, um den Weg des Lebens einzuschlagen, und so das Herz für die einzige Freude zu öffnen, die nicht vergeht.“

Maria habe in Lourdes eine Gesellschaft, die manchmal „den Horizont der Ewigkeit“ vergesse, „an die Größe und Tragweite unserer Berufung zum Leben – zum ewigen Leben“ erinnert.

„Gegenüber den aktuellen Strömungen, die den Wert des menschlichen Lebens angesichts von Krankheit, Leid oder Alter neu definieren wollen, erscheint die Grotte von Massabielle als ein Heiligtum der christlichen Hoffnung. Hier wird kein Gebrechen zurückgewiesen… Lourdes ist der gesegnete Ort eines Bekenntnisses zum Glauben an die Schönheit und Heiligkeit des
 Lebens…“

Das ewige Leben in Reichweite
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Das ewige Leben sei, wie der Papst bekräftigte, „ein festes und sicheres Versprechen, das der Herr uns gibt“. „Es ist in unserer Reichweite“, doch müssten wir, wie Maria uns das vorgemacht habe, in voller Freiheit Ja zu Gott sagen. Und das gehe nur mit Umkehr, immer wieder, und durch Buße.

„Die Buße ist ein Werk, das der Liebe in Solidarität mit dem Menschengeschlecht entspringt: aus der Liebe zu Gott, dessen von unseren Sünden verwundetes Herz wir heilen wollen; aus der Liebe zu allen unseren Brüdern und Schwestern, die diesem Ruf zur Umkehr nicht folgen und durch ihre Verfehlungen dem Tod entgegengehen… Die Aufforderung unserer Mutter, unserer Pflicht zum Gebet und zur Bekehrung nachzukommen, erfüllt uns mit großer Hoffnung, denn sie weist uns den Weg, wie wir den Lauf der Dinge ändern können – und dieser Weg besteht in nichts anderem als darin, uns mit dem Leiden Christi zu vereinen.“

In diesem Sinn wandte sich Papst Leo an die Kranken, die eigentlichen Hauptpersonen von Lourdes: Wenn sie ihre Leiden in einem „Geist der Aufopferung“ lebten, stünden sie „wahrhaftig im Herzen der Kirche“ und sei ihre Rolle uners
etzlich.

Aufruf: Im Oktober für ein Ende der Kriege beten
Nach der Messfeier machte der Bischof von Tarbes dem Papst ein Kreuz zum Geschenk, das aus dem Holz des ursprünglichen Wildrosenstrauchs in der Grotte von Lourdes gefertigt worden ist. Leo revanchierte sich, wie üblich, mit einem Messkelch.

Zum Abschluss betete der Papst mit den Anwesenden noch den „Engel des Herrn“. Dabei wies er auf den bevorstehenden Rosenkranzmonat Oktober hin und verband dies mit einem Appell: „Ich lade alle Gläubigen und alle christlichen Gemeinschaften ein, im kommenden Oktober den Rosenkranz zu beten, mit dem besonderen Anliegen, dass die Kriege ein Ende finden und sich Friede zwischen den verfeindeten Völkern einstellt. Begleiten wir dieses Gebet mit konkreten Taten der Buße und der Barmherzigkeit und setzen wir uns stets für Dialog und Versöhnung ein!“

(vatican n
ews)https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-09/lourdes-papst-leo-xiv-messe-maria-glaube-kirche-frankreich.html

Kommentare

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antonius34 27.09.2026 17:14
Ja Umkehr und Busse müssen jeden  Tag neu  ausgerichtet  werden.
 
antonius34 28.09.2026 05:47
 
NicetomeetFEM 28.09.2026 07:37
Der Papst war echt am Wahlsonntag inn Frankreich.

Und Le Pen hat groß gewonnen.

Richtig cool.
 
Arina 28.09.2026 08:57
Da Jesus durch den Kreuzestod die grundlegende Versöhnung zwischen Gott und den Menschen bereits vollbracht hat, ist die Schuld für alle mal vergeben.
 
Herrklavierspieler 28.09.2026 09:06
....ja, aber nur dem, der bereut und umkehrt ☝️
 
Arina 28.09.2026 09:24
Spielt hier der Katholische Glaube die Rolle?
 
Herrklavierspieler 28.09.2026 09:31
Nein, das ist die christliche Lehre.
 
Herrklavierspieler 28.09.2026 09:43
...ich frage mich- wenn ich an Ninive denke, wie das ganze Volk zur Buße und Fasten in die Knie ging, um der Vernichtung zu entgehen- wer das bei uns Europäern noch praktiziert.
Darum ist es doch gut, dass der Papst dazu aufruft - hoffentlich nehmen sich das auch Politiker mal wieder zu Herzen ( wie z.b. Robert Schumann, oder Konrad Adenauer).
 
NicetomeetFEM 28.09.2026 13:53
@realMaalouf
·
1 Std.
Übersetzt (Originalsprache Englisch)
Jean-Luc Mélenchon, Führer der größten linksradikalen Partei in Frankreich, äußerte Besorgnis darüber, dass die christliche Bevölkerung in Frankreich wieder wächst, ein Gefühl, das von der Muslimischen Vereinigung Frankreichs geteilt wird.

Er argumentierte, dass nur eine Allianz zwischen Progressiven und Muslimen zu einer sozialistischen Revolution führen könnte.

„Wenn Sie darauf zählen, dass weiße katholische Arbeiter den Sozialismus in Frankreich herbeiführen, wird das nicht passieren. Aber unsere muslimischen Brüder und Schwestern werden es tun.“

Das ist das gleiche Spielbuch, das die Linke in jedem einzelnen westlichen Land anwendet.



https://x.com/realMaalouf/status/2104509882292408648?s=20
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