Papst Leo wirbt vor UNESCO für stärkere globale Zusammenarbeit

Papst Leo wirbt vor UNESCO für stärkere globale Zusammenarbeit
Als erster Papst seit 46 Jahren hat Leo XIV. an diesem Freitag eine Rede am Pariser Hauptsitz der UNESCO gehalten. Darin warb er für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Staaten im Bereich Kultur, Bildung und Wissenschaft.

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Wortlaut: Ansprache von Papst Leo XIV. vor der UNESCO in Paris
25/09/2026
https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-09/wortlaut-unesco-paris-papst-leo-xiv-kultur-kunst-bildung-reise.html
Stefan von Kempis – Vatikanstadt

Bei der Gründung der UNESCO vor achtzig Jahren stand nach Darstellung des Papstes die Einsicht Pate, „dass wissenschaftlicher Fortschritt, wenn er von der Weisheit getrennt ist, zu einer Waffe der Zerstörung werden kann; dass Kultur, wenn sie sich der Ideologie unterwirft, zu Lüge und Propaganda verkommen kann; und dass Bildung, wenn sie die Wahrheit aufgibt, zu einem Instrument der Gewissensmanipulation werden kann“. Das sei heute aktueller denn je in einem Zeitalter, in dem „Formen der Barbarei Rivalität und Konflikte schüren“.

Gemeinsam eine gerechte Welt gestalten
1980 war Johannes Paul II. vor der UNESCO in der Nähe des Pariser Eiffelturms aufgetreten – mit einem Plädoyer für die Menschenwürde mitten im Kalten Krieg. Jetzt kam Leo und tat ein Gleiches, aber in einem fundamental veränderten globalen Kontext. Klar wurde, dass er die UNO-Kulturorganisation mit ihren 194 Mitgliedstaaten (die USA wollen allerdings zum Jahresende austreten) als Verbündete der katholischen Kirche sieht bei dem „Projekt, gemeinsam eine gerechte Welt zu gestalten“.
https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-09/unesco-kultur-paris-frankreich-papst-leo-reise-krieg-frieden.html

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