Frankreich: 80.000 Jugendliche erwarten den Papst
25.09.2026 18:17
Frankreich: 80.000 Jugendliche erwarten den Papst
25.09.2026 18:17
Frankreich: 80.000 Jugendliche erwarten den Papst
Zum Abschluss seines ersten Reisetages in Frankreich wird der Papst am Freitagabend im Stade de France in Saint-Denis katholische junge Menschen im Alter von 17 bis 35 Jahren treffen. Nach einem festlichen Auftakt mit Auftritten verschiedener Künstler ist gegen 21 Uhr eine Begegnung mit dem Papst vorgesehen, bei der er den Jugendlichen zuhören, auf ihre Fragen eingehen und zu ihnen sprechen wird. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Gebet. Der Bischof von Saint-Denis zeigt sich begeistert.
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Die große Resonanz auf die Veranstaltung hat selbst die Organisatoren überrascht. Alle 80.000 Plätze im Stade de France waren nach Angaben der Veranstalter innerhalb von nur 30 Minuten reserviert - ein Erfolg, der die zuvor geäußerten Sorgen vor einem nur halb gefüllten Stadion schnell verschwinden ließ. Der Bischof von Saint-Denis, Étienne Guillet, der die Gebetswache vorbereitet hat, zeigte sich im Gespräch mit Radio Vatikan erwartungsvoll.
Große Vielfalt der Jugendlichen
„Was für eine Begeisterung! Was mich besonders beeindruckt, ist die große Vielfalt der Jugendlichen, die dabei sein werden. Es kommen junge Menschen aus allen Bereichen der Kirche in Frankreich, im Alter von 17 bis 35 Jahren, aus ländlichen Regionen und Städten, aus unterschiedlichen Bewegungen: Pfadfinder, katholische Aktionsgruppen – alle werden vertreten sein."
Bei den Vorbereitungen auf den „großen Moment" hätte er sich gefragt, was diese jungen Menschen aus so verschiedenem Umfeld eigentlich gemeinsam hätten:
„Ich glaube, gemeinsam ist ihnen, dass diese Generation nach einem Sinn für ihr Leben dürstet. Dass sie auf ein Wort wartet, das sie nach oben zieht, auf ein anspruchsvolles Wort. Und ich denke, sie ahnen, dass der Papst sie in ihrem menschlichen und geistlichen Leben anspornen wird. Sie wollen hören, was er ihnen zu sagen hat. Was für eine gute Nachricht!“
Zeugen einer kleinen Saat
Der Bischof sieht darin auch eine Fortsetzung der Erfahrung der Weltjugendtage. Viele junge Christen, die heute Verantwortung in Pfarreien und kirchlichen Bewegungen übernähmen, seien durch die „kleine Saat" der Weltjugendtage ermutigt worden.
„Ja, davon bin ich sehr überzeugt. Auch ich bin Zeuge dieser kleinen Saat – in meinem Bistum und ganz konkret vor Ort. Die Generation junger Christen, die Verantwortung übernimmt – für Jüngere, in ihren Pfarreien, in den verschiedenen Bewegungen – wurde sehr oft durch die Weltjugendtage ermutigt und angespornt. Sie haben mir gesagt: Die Weltjugendtage waren der Schmelztiegel unseres Glaubens und unseres Engagements.“
Zugleich beobachtet Guillet bei jungen Menschen eine Sehnsucht nach persönlicher Begegnung. In einer von sozialen Netzwerken und unmittelbarer Verfügbarkeit geprägten Welt könnten Konsum und Individualismus ein Gefühl von Leere hinterlassen:
„Auf jeden Fall spüren die Jugendlichen, dass Konsum, eine Form des Individualismus, auch ein gewisser Kult um den Körper – dass all das einen am Abend ein wenig traurig und allein zurücklassen kann. Es füllt ein Herz nicht aus. Wer große Momente christlichen Lebens in seiner Pfarrei oder bei großen Treffen erlebt hat, hat ein anderes Glück erfahren: dass das Wort des Evangeliums, das Leben in der Kirche, das sakramentale Leben ein Herz weit machen und uns zugleich dazu einladen können, uns für die Welt einzusetzen. Denn das ist eine Freude, die bleibt.“
Eine Freude, die bleibt
Christlicher Glaube gebe dem Leben und dem eigenen Engagement einen Sinn und führe junge Menschen dazu, selbst missionarisch tätig zu werden.
Er selbst blicke mit großer Erwartung auf die Begegnung mit Leo XIV. – und sei überrascht darüber, wie stark die Botschaft des Papstes weit über die kirchlichen Kreise hinaus erwartet werde, so der Bischof:
„In Saint-Denis wie überall in Frankreich weiß ich heute, dass christliche Gemeinschaften dafür beten, dass diese vier Tage des Papstbesuchs in Frankreich fruchtbare Tage werden, die uns voranbringen – als Kirche, aber auch als nationale Gemeinschaft.“
Das Gespräch mit Bischof Étienne Guillet von Saint-Denis führte Jean-Charles Putzolu für Radio Vatikan.
(vatican news - cs)
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„Ich glaube, gemeinsam ist ihnen, dass diese Generation nach einem Sinn für ihr Leben dürstet. Dass sie auf ein Wort wartet, das sie nach oben zieht, auf ein anspruchsvolles Wort. Und ich denke, sie ahnen, dass der Papst sie in ihrem menschlichen und geistlichen Leben anspornen wird. Sie wollen hören, was er ihnen zu sagen hat. Was für eine gute Nachricht!“
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„In Saint-Denis wie überall in Frankreich weiß ich heute, dass christliche Gemeinschaften dafür beten, dass diese vier Tage des Papstbesuchs in Frankreich fruchtbare Tage werden, die uns voranbringen – als Kirche, aber auch als nationale Gemeinschaft.“
Das Gespräch mit Bischof Étienne Guillet von Saint-Denis führte Jean-Charles Putzolu für Radio Vatikan.
(vatican news - cs)
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Kommentare
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antonius34 25.09.2026 20:44
Ja Frankreich hat Taize und die Jugend gut integriert.

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