Vivaldi, Händel und Bach...
Das 17.Jahrhundert hatte es in sich 😊
Bach - O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 513 - Daniels
21.09.2026 12:05
Bach - O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 513 - Daniels
21.09.2026 12:05
Bach - O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 513 - Daniels
Ernstliche Betrachtung Der unendlichen Ewigkeit
O Ewigkeit, du Donnerwort,
O Schwert, das durch die Seele bohrt,
O Anfang sonder Ende!
O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit,
Ich weiß für großer Traurigkeit
Nicht, wo ich mich hinwende!
Mein ganz erschrocknes Herz erbebt,
Daß mir die Zung am Gaumen klebt
Kein Unglück ist in aller Welt,
Das endlich mit der Zeit nicht fällt
Und ganz wird aufgehoben.
Die Ewigkeit nur hat kein Ziel,
Sie treibet fort und fort ihr Spiel,
Läßt nimmer ab zu toben.
Ja, wie mein Heiland selber spricht:
Aus ihr ist kein Erlösung nicht.
O Ewigkeit, du machst mir bang,
O ewig, ewig ist zu lang,
Hie gilt fürwahr kein Scherzen!
Drüm, wenn ich diese lange Nacht
Zusamt der großen Pein betracht,
Erschreck ich recht von Herzen.
Nichts ist zu finden weit und breit
So schrecklich als die Ewigkeit.
Was acht ich Wasser, Feur und Schwert
Dies alles ist kaum nennenswert,
Es kann nicht lange dauren.
Was wär es, wenn gleich ein Tyrann,
Der fünfzig Jahr kaum leben kann,
Mich endlich ließ vermauren?
Gefängnis, Marter, Angst und Pein
Die können ja nicht ewig sein.
Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf,
Ermuntre dich, verlornes Schaf,
Und bessre bald dein Leben!
Wach auf, es ist doch hohe Zeit,
Es kommt heran die Ewigkeit,
Dir deinen Lohn zu geben!
Vielleicht ist heut der letzte Tag,
Wer weiß noch, wie man sterben mag?
Laß doch die Wollust dieser Welt,
Pracht, Hoffart, Reichtum, Ehr und Geld
Dir länger nicht gebieten!
Schau an die große Sicherheit,
Die falsche Welt und böse Zeit
Zusamt des Teufels Wüten!
Vor allen Dingen hab in acht
Die vorerwähnte lange Nacht!
O Ewigkeit, du Donnerwort,
O Schwert, das durch die Seele bohrt,
O Anfang sonder Ende!
O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit,
Ich weiß vor großer Traurigkeit
Nicht, wo ich mich hinwende.
Nimm Du mich, wenn es Dir gefällt,
Herr Jesu, in Dein Freudenzelt!
O Ewigkeit, du Donnerwort,
O Schwert, das durch die Seele bohrt,
O Anfang sonder Ende!
O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit,
Ich weiß für großer Traurigkeit
Nicht, wo ich mich hinwende!
Mein ganz erschrocknes Herz erbebt,
Daß mir die Zung am Gaumen klebt
Kein Unglück ist in aller Welt,
Das endlich mit der Zeit nicht fällt
Und ganz wird aufgehoben.
Die Ewigkeit nur hat kein Ziel,
Sie treibet fort und fort ihr Spiel,
Läßt nimmer ab zu toben.
Ja, wie mein Heiland selber spricht:
Aus ihr ist kein Erlösung nicht.
O Ewigkeit, du machst mir bang,
O ewig, ewig ist zu lang,
Hie gilt fürwahr kein Scherzen!
Drüm, wenn ich diese lange Nacht
Zusamt der großen Pein betracht,
Erschreck ich recht von Herzen.
Nichts ist zu finden weit und breit
So schrecklich als die Ewigkeit.
Was acht ich Wasser, Feur und Schwert
Dies alles ist kaum nennenswert,
Es kann nicht lange dauren.
Was wär es, wenn gleich ein Tyrann,
Der fünfzig Jahr kaum leben kann,
Mich endlich ließ vermauren?
Gefängnis, Marter, Angst und Pein
Die können ja nicht ewig sein.
Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf,
Ermuntre dich, verlornes Schaf,
Und bessre bald dein Leben!
Wach auf, es ist doch hohe Zeit,
Es kommt heran die Ewigkeit,
Dir deinen Lohn zu geben!
Vielleicht ist heut der letzte Tag,
Wer weiß noch, wie man sterben mag?
Laß doch die Wollust dieser Welt,
Pracht, Hoffart, Reichtum, Ehr und Geld
Dir länger nicht gebieten!
Schau an die große Sicherheit,
Die falsche Welt und böse Zeit
Zusamt des Teufels Wüten!
Vor allen Dingen hab in acht
Die vorerwähnte lange Nacht!
O Ewigkeit, du Donnerwort,
O Schwert, das durch die Seele bohrt,
O Anfang sonder Ende!
O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit,
Ich weiß vor großer Traurigkeit
Nicht, wo ich mich hinwende.
Nimm Du mich, wenn es Dir gefällt,
Herr Jesu, in Dein Freudenzelt!
Kommentare
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Wiederum 21.09.2026 13:16
"Eins ist not!" Ach Herr, dies eine
lehre mich erkennen doch;
alles andre, wie's auch scheine,
ist ja nur ein schweres Joch,
darunter das Herze sich naget und plaget
und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget.
Erlang ich dies eine, das alles ersetzt,
so werd ich mit einem in allem ergötzt.
Drum auch, Jesu, Du alleine
sollst mein Ein und Alles sein;
prüf, erfahre, wie ich's meine,
tilge allen Heuchelschein.
Sieh, ob ich auf bösem, bezüglichem Stege,
und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege;
gib, dass ich nichts achte, nicht Leben noch Tod,
und Jesus gewinne: dies eine ist Not.
Text: Johann Heinrich Schröder (1695)
lehre mich erkennen doch;
alles andre, wie's auch scheine,
ist ja nur ein schweres Joch,
darunter das Herze sich naget und plaget
und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget.
Erlang ich dies eine, das alles ersetzt,
so werd ich mit einem in allem ergötzt.
Drum auch, Jesu, Du alleine
sollst mein Ein und Alles sein;
prüf, erfahre, wie ich's meine,
tilge allen Heuchelschein.
Sieh, ob ich auf bösem, bezüglichem Stege,
und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege;
gib, dass ich nichts achte, nicht Leben noch Tod,
und Jesus gewinne: dies eine ist Not.
Text: Johann Heinrich Schröder (1695)

Jetzt
zum Sterben und zu meiner Ruh.
Ach, wie vergnügt wär so mein Ende,
es drückten Deine schönen Hände
mir die getreuen Augen zu.