Alles, was du zum Sabbat wissen musst - umfassende Ausarbeitung
19.09.2026 11:46
Alles, was du zum Sabbat wissen musst - umfassende Ausarbeitung
19.09.2026 11:46
Alles, was du zum Sabbat wissen musst - umfassende Ausarbeitung
Ich habe die letzten Wochen daran gearbeitet. (aber nicht für CsC. Hier die stark gekürzte Fassung: )
Gibt es außerbiblische Quellen, dass die Apostel den Nichtjuden befohlen hätten, den Sabbat zu halten?
Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Die Untersuchung aller verfügbaren inner- und außerbiblischen Quellen beweist, weder die Apostel noch die ersten Gemeindeleiter sprachen vom Sabbat bei nichtjüdischen Christen, stattdessen aber vom 1. Wochentag als Tag des Herrn.
Achtung: Es handelt sich um frühchristliche Schriften, die kurz nach den Briefen des NTs entstanden sind. (Das 1.Jh. steht zwar für die Zeit 0-99 n.Chr., gemeint ist aber das späte 1.Jh.)
Didache - Zwölfapostellehre - 1. Jh:
Titel: Lehre des Herrn durch die zwölf Apostel an die Heiden (Das ist ein Handbuch für das frühjüdisch-christliche Gemeindeleben)
► Kein Sabbatgebot
► Zusammenkunft am Tag des Herrn
Ignatius an die Magnesier - 1. Jh:
► ausdrücklich: nicht mehr Sabbat
► ausdrücklich: am Tag des Herrn
(Zitat) "Denn das Christentum hat nicht das Judentum angenommen, sondern das Judentum hat das Christentum angenommen, damit alle Völker, die glauben, zu Gott versammelt werden."
(Zitat) "nicht mehr sabbatisierend" ← Das ist schwer mit der These zu vereinbaren, die frühen Gemeinden hätten Heiden die Sabbatheiligung als ein für Nichtjuden neues Gebot überliefert.
Barnabasbrief - 90-130 n.Chr.:
► ist gegen die Sabbatheiligung
► "achter Tag" wegen der Auferstehung Jesu
Justin der Märtyrer - 150–160 n.Chr.:
► Kein Sabbat, keine Beschneidung
► christliche Versammlung am 1. Wochentag
► Justin diskutiert ausdrücklich jüdische Christen, die weiterhin das mosaische Gesetz halten. Er sagt sinngemäß, "Das könne man ihnen zugestehen, solange sie nicht versuchen, Heidenchristen dazu zu bringen, sich beschneiden zu lassen, den Sabbat zu halten oder andere solche Vorschriften zu befolgen." Dies zeigt, dass kein apostolisches Sabbatgebot für Heiden existierte.
Dies entspricht auch den Angaben des NTs.
Wir sehen damit einen wichtigen Unterschied zu heutigen Sabbatariern:
Während das NT und frühe außerbiblische Quellen beweisen, dass sie sich am 1. Tag der Woche versammelten, das Brot brachen, eine Predigt hörten, Geld sammelten usw., so geschieht dies bei heutigen Sabbatariern davon abweichend am 7. Tag der Woche.
Fortsetzung folgt...
Gibt es außerbiblische Quellen, dass die Apostel den Nichtjuden befohlen hätten, den Sabbat zu halten?
Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Die Untersuchung aller verfügbaren inner- und außerbiblischen Quellen beweist, weder die Apostel noch die ersten Gemeindeleiter sprachen vom Sabbat bei nichtjüdischen Christen, stattdessen aber vom 1. Wochentag als Tag des Herrn.
Achtung: Es handelt sich um frühchristliche Schriften, die kurz nach den Briefen des NTs entstanden sind. (Das 1.Jh. steht zwar für die Zeit 0-99 n.Chr., gemeint ist aber das späte 1.Jh.)
Didache - Zwölfapostellehre - 1. Jh:
Titel: Lehre des Herrn durch die zwölf Apostel an die Heiden (Das ist ein Handbuch für das frühjüdisch-christliche Gemeindeleben)
► Kein Sabbatgebot
► Zusammenkunft am Tag des Herrn
Ignatius an die Magnesier - 1. Jh:
► ausdrücklich: nicht mehr Sabbat
► ausdrücklich: am Tag des Herrn
(Zitat) "Denn das Christentum hat nicht das Judentum angenommen, sondern das Judentum hat das Christentum angenommen, damit alle Völker, die glauben, zu Gott versammelt werden."
(Zitat) "nicht mehr sabbatisierend" ← Das ist schwer mit der These zu vereinbaren, die frühen Gemeinden hätten Heiden die Sabbatheiligung als ein für Nichtjuden neues Gebot überliefert.
Barnabasbrief - 90-130 n.Chr.:
► ist gegen die Sabbatheiligung
► "achter Tag" wegen der Auferstehung Jesu
Justin der Märtyrer - 150–160 n.Chr.:
► Kein Sabbat, keine Beschneidung
► christliche Versammlung am 1. Wochentag
► Justin diskutiert ausdrücklich jüdische Christen, die weiterhin das mosaische Gesetz halten. Er sagt sinngemäß, "Das könne man ihnen zugestehen, solange sie nicht versuchen, Heidenchristen dazu zu bringen, sich beschneiden zu lassen, den Sabbat zu halten oder andere solche Vorschriften zu befolgen." Dies zeigt, dass kein apostolisches Sabbatgebot für Heiden existierte.
Dies entspricht auch den Angaben des NTs.
Wir sehen damit einen wichtigen Unterschied zu heutigen Sabbatariern:
Während das NT und frühe außerbiblische Quellen beweisen, dass sie sich am 1. Tag der Woche versammelten, das Brot brachen, eine Predigt hörten, Geld sammelten usw., so geschieht dies bei heutigen Sabbatariern davon abweichend am 7. Tag der Woche.
Fortsetzung folgt...

Jetzt
Die moralischen Inhalte der 9 übrigen Gebote aus 2Mo20 werden im NT bestätigt oder zitiert. Nur beim Sabbat geschieht dies auf sehr auffällige Weise nicht. Stattdessen finden wir Aussagen, die die Freiheit hinsichtlich des Sabbats und übriger besonderer Tage gewähren.
2Mo20,3: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir
Bestätigt durch Mtt4,10 & 1Kor8,4 & 1Thes1,9 usw.
2Mo20,4: Du sollst dir kein Bildnis machen.. du sollst sie nicht anbeten
Bestätigt durch 1Kor10,14 & 1Joh5,21 & Apg17,29 & Röm1,22 usw.
2Mo20,7: Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen
Bestätigt durch: Matt6,9 & Jak5,12 & 1Tim & Röm2,24 usw...
2Mo20,8: Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst
Und genau hier verändert sich das Bild im NT. Es gibt kein Gebot an Christen, das lautet: Haltet den siebten Tag als Sabbat. Auch in keinem Brief an eine heidenchristliche Gemeinde wird dieses Gebot (im Ggs. zu allen anderen) wiederholt.
Stattdessen finden wir:
Kol2,16: So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder wegen eines Festes oder Neumondes oder Sabbats.
Paulus war Schriftgelehrter. Es gab bei den Juden u.a. jährliche, monatliche und wöchentliche Feiertage. Überall im AT, wo diese Reihenfolge genannt wird, handelt es sich um den wöchentlichen Sabbat. Es ist also nicht richtig, wenn Sabbatarier sich diese Stelle zurechtdrehen und sagen, hier wäre nicht der Wochensabbat gemeint.
Paulus schreibt: Das alles (also auch der Wochensabbat) ist nur ein Schatten des Zukünftigen.
Er meint das im Sinne von Hebr9,10: Es sind nur - neben Speisen und Getränken.. - Satzungen des Fleisches, die →bis← zur Zeit einer richtigen Ordnung auferlegt sind.
Und diese richtige (berichtigte) Ordnung ist das Evangelium.
Auch in Rom gab es schon Streit bzgl. der Tage, die man halten soll oder nicht halten muss. Es war eine Minderheit von jüdischen Christen, die nichtjüdischen Christen geboten, bestimmte Satzungen wie Tage und Speisegebote zu halten.
Deshalb schreibt Paulus nach Rom:
Röm14,5: Der eine hält einen Tag höher als den anderen; der andere hält alle Tage gleich.
Er schreibt die an jüdische und nichtjüdische Christen. Und Paulus akzeptiert beide.
Gal4,10: Paulus kritisiert jedoch die religiöse Bindung an: "Tage und Monate und Zeiten und Jahre". (wöchentliche (Sabbat), monatliche und jährliche Feiertage)
Apg15,28: Als die Apostel ausdrücklich bestimmen, welche Vorschriften Heidenchristen auferlegt werden sollen: "keine weitere Last.. als diese notwendigen Dinge". Doch der Sabbat fehlt.
Apg21,25: Der Beschluss für die Heiden wird noch einmal bestätigt. Doch der Sabbat fehlt.
Der Sabbat wird an keiner Stelle als verpflichtendes christliches Gebot wiederholt.
Hier gibt es ebenso einen deutlichen Unterschied zu Sabbatarieren:
Diese tun im totalen Gegensatz(!) zu den Aposteln und ersten Christen fast nichts anderes als so oft wie möglich den Sabbat als verbindliches Gebot zu wiederholen und sich selbst als endzeitliche Elite zu betrachten (zumindest wenn es dabei um die Gruppe der Adventisten geht) Sie sagen zwar, wenn Jesus von "meinen Geboten" spricht, würde er den Sabbat meinen, aber auch dies wird in den nächsten Kommentaren widerlegt und es wird gezeigt, was Jesus wirklich meint, wenn er von seinen Geboten spricht.
Auch sagt Paulus, dass Christen wegen Sabbaten nicht gerichtet werden sollen. Auch hier erkennt man deutlich, dass lehrende Sabbatarier beständig die Gewissen anderer Christen belasten.
Das Fehlen des Sabbats kann man tabellarisch darstellen:
Sinai-Gebot im NT für Christen bestätigt?
1. Keine anderen Götter Ja Mt4,10; 1Kor8,4; 1Thess1,9
2. Keine Götzenverehrung Ja 1Kor10,14; 1Joh5,21; Apg17,29
3. Gottes Namen nicht entheiligen Ja Mt6,9; Jak5,12; 1Tim6,1
4. Sabbat halten Nein – nicht als Verpflichtung vielmehr Kol2,16; Röm14,5
5. Eltern ehren Ja, Eph6,1
6. Nicht töten Ja, Mt5,21; Röm13,9
7. Nicht ehebrechen Ja, Mt5,27; Röm13,9
8. Nicht stehlen Ja, Eph4,28; Röm13,9
9. Nicht falsch Zeugnis reden Ja, Mt19,18; Eph4,25
10. Nicht begehren Ja, Röm7,7; 13,9
Römer 13,8-10 ist dabei besonders aussagekräftig.
Paulus erklärt christliche Moral und nennt ausdrücklich: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren" und "wenn es noch ein anderes Gebot gibt" wird es in der Liebe zum Nächsten zusammengefasst.
Aber er sagt nirgends: Du sollst des Sabbats gedenken.
Er tut sogar das Gegenteil. Zusammen mit Kol2,16 und Röm14,5 wird die Sache erheblich deutlicher.
Noch auffälliger: Paulus kann ein mosaisches Gebot ausdrücklich auf Christen anwenden
Manchmal lautet ein adventistisches Gegenargument: Die Zehn Gebote müssten vollständig weitergelten, weil sie Gottes Moralgesetz seien.
Aber Epheser 6,2 zeigt, wie Paulus vorgeht, wenn er ein mosaisches Gebot auf Christen anwenden will: Ehre deinen Vater und deine Mutter - das ist das erste Gebot mit einer Verheißung.
Er zitiert es ausdrücklich. Ebenso tut er es in Römer 13 mit mehreren anderen Geboten.
Beim Sabbat tut Paulus etwas ganz anderes: Niemand soll euch richten... wegen eines Sabbats. (Kol2,16)
Das ist sehr bemerkenswert.
Alle mosaischen Gebote werden für das christliche Leben bestätigt. Beim Sabbat geschieht das Gegenteil, das eine Verpflichtung bzgl. Sabbattagen zurückweist oder individuelle Freiheit bzgl. besonderer Tage voraussetzen.
Sabbat: Niemand richte euch.. wegen eines Sabbats (Kol 2,16) Denn der eine hält einen Tag für höher als den anderen und der andere hält alle Tage für gleich. (Röm 14,5)
Fortsetzung folgt...