weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

Die historische Datenlage zur Auferstehung Jesu

Die historische Datenlage zur Auferstehung Jesu
Benjamin Scholl (Mitarbeiter bei "Wort und Wissen" ) hat letzten Monat einen Aufsatz zu den allgemein anerkannten historischen Fakten bzgl. Jesus Tod und Auferstehung und warum naturalistische alternative Erklärungsversuche nicht stand halten, veröffentlicht.

Lesenswert für jeden, der nach Argumenten sucht oder sein Wissen auffrischen möchte: https://www.wort-und-wissen.org/disk/ueber-die-auferstehung/

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
Sherezade 03.09.2026 20:19
Toller Blog..
Er wurde auferweckt...das Grab war leer ....
 
Sherezade 03.09.2026 21:42
@Lieber Epheser,
vielleicht wäre es gut, wenn  die wichtigsten Punkte einstellst...
Kann natürlich auch was beitragen..hatte nie Zweifel...nicht eine Sekunde...
Finde es gerade mehr als befremdlich, dass hier kaum Reaktionen sind...
 
Sozo 03.09.2026 23:46
Vielleicht, weil Keiner daran zweifelt?
Wissenschaftliche Beweise brauchen nur Zweifler, oder?
 
Sherezade 04.09.2026 08:10
Dachte in eine andere Richtung...an Gespräche mit Atheisten, Agnostikern und anderen Religionen...
Und auch innerhalb des Christentums gibt es unterschiedliche Vorstellungen...sei es die Erfahrung der Auferweckung als prophetische Vision...also ein volles Grab..
 
schaloemchen 04.09.2026 11:22
Als ich aus Israel kam, fragte mein Neffe: 
und? warst Du am Grab Jesu?
ich : nein
er: (groooßen 😎 Augen) warum nicht?
ich: das Grab ist leer...
er: wie leer?
ich: Jesus ist auferstanden
er: hm...

😀
 
schaloemchen 04.09.2026 11:33
die meisten Leute hier öffnen die Links gar nicht, würden auch keine Datei mit 26 Seiten lesen
ich kopiere mal einen Punkt rein
Seite 10-11

2. Das leere Grab

Anerkannter Fakt Nr. 2: „Man entdeckte, dass
das private Grab, in dem Jesus wahrschein
lich beerdigt worden war, kurz nach seinem
Tod leer war“ (S. 146f+688f).

Dieser Anerkannte Fakt könnte sogar fast als
„siebter Minimaler Fakt“ bezeichnet werden,
weil diese Auffassung immerhin von 75–80
Prozent der Experten sowie von vielen histori
schen Daten unterstützt wird (I, K. 11+15; v. a.
S. 462+631). Diese hohe Zustimmung hatte sich
erst durch einen deutlichen Trend in der For
schung in den letzten Jahrzehnten ergeben (I,
K. 15). Dabei wird die Salbung durch die Frau
en (z. B. Mk 16,4f) von 67–75 % der kritischen
Experten historisch akzeptiert oder wenigstens
favorisiert (I, K. 19).

Insgesamt wird etwa ein halbes Dutzend
Argumente für das leere Grab (Abb. 6) von
kritischen Gelehrten besonders häufig zitiert,
diese werden im Folgenden zusammengefasst
(K. 15).

Abb. 6  So ungefähr könnte die Situation gewesen sein, als
zuerst die Frauen und dann Petrus und Johannes das leere
Grab untersuchten: Ein rekonstruiertes Grab mit Rollstein im
Nazareth Village. (Ian Scott, CC BY-SA 2.0)
(1) Das häufigste Argument (I, K. 15) ist, dass
in allen vier kanonischen Evangelien die ersten
Augenzeugen, die das leere Grab sahen und
davon berichteten, Frauen waren (Mt 28,1-10;
Mk 16, 1-8; Luk 24,1-9; Joh 20,1-2). HABERMAS
(I, K. 15) fasst viele Quellen zusammen, die
zeigen, dass Frauen in der Antike und im Ju
dentum zwar generell als Zeugen zugelassen
waren, aber typischerweise als für deutlich
weniger glaubwürdig gehalten wurden als
Männer. Frauen galten also bestenfalls als
„Zeugen zweiter Klasse“, wie es Darrell BOCK
(2020 laut I, 599f) ausdrückte. Weil männliche
Erstzeugen der Auferstehung damals deutlich
glaubwürdiger gewesen wären, haben nur
verhältnismäßig wenige Gelehrte bezweifelt,
dass tatsächlich das leere Grab von Frauen
entdeckt wurde.

(2) Die meisten Wissenschaftler halten Jerusa
lem für den Geburtsort der frühesten christli
chen Verkündigung (I, K. 15; s. Anerkannter
Fakt 4). Allerdings war Jerusalem der letzte
Ort, an dem es sinnvoll war, zu predigen, dass
Jesu Grab leer sei, wenn sich tatsächlich immer
noch ein Leichnam darin befand – dies hätte
rasch überprüft werden können, worauf auch
zahlreiche Forscher hingewiesen haben (I, K.
15). 

(3) Die meisten Wissenschaftler erkennen eine
mehrfache Belegung des leeren Grabes in den
Evangelien als starkes Argument an (I, K. 15).
Dies gilt unabhängig davon, auf welche kon
kreten Quellen man die Evangelien zurück
führt.

(4) Als weitere frühe Hinweise auf das leere
Grab kommen noch die frühen Bekenntnistra
ditionen bzw. Predigtzusammenfassungen aus
Apostelgeschichte (z. B. typischerweise Apg
2,29-32 und 13,28-37) und implizite Andeutun
gen auf das leere Grab in den sieben allgemein
anerkannten Paulusbriefen hinzu (I, K. 15).
Beispielsweise wird die Bekenntnistradition in
1. Korinther 15,3-4 von den meisten heutigen
Wissenschaftlern stichhaltig für extrem früh
gehalten (I, K. 15). 

(5) Sprachwissenschaftliche Untersuchungen
(u. a. von N. T. WRIGHT) ergeben, dass die im
Neuen Testament verwendeten Begriffe sowie
die vorherrschende damalige jüdische Sicht für
eine tatsächliche körperliche Auferstehung
sprechen – das impliziert ebenfalls ein leeres
Grab (I, 621f).

(6) Laut Matthäus (28,11-15), dem apokryphen
Petrusevangelium (8,29–11,49) sowie den etwas
späteren Angaben bei Justin dem Märtyrer
(Dialog 108; Mitte des 2. Jh.) und bei Tertullian
(Spectacles 30; Übergang 2./3. Jh.) scheiterten
die jüdischen Führer daran, das leere Grab zu
widerlegen – und unterstützen diesen Befund
indirekt noch durch ihre Behauptung, die Jün
ger hätten den Leichnam gestohlen (I, 623).
Obwohl die Begebenheit aus Matthäus 28,11-25
von der Mehrheit der Gelehrten nicht aner
kannt wird, gibt es keine frühen alternativen
Quellen, die berichten, wo sich der Leichnam
Jesu befunden hätte, wenn das Grab nicht leer
gewesen wäre.

William WAND (1972), der ehemalige Histo
riker der Universität Oxford, schlussfolgert:
„Alle rein historischen Evidenzen, die uns
vorliegen, sprechen dafür; und jene Wissen
schaftler, die dies ablehnen, sollten anerken
nen, dass sie dies aus anderen Gründen tun als
denen der wissenschaftlichen Geschichtsfor
schung“ (laut I, 633). Mit dem Theologen Ja
mes D. G. DUNN (1976) lässt sich somit festhal
ten, dass es sehr schwierig wäre, alternative
Theorien zu einem tatsächlich leeren Grab
vorzubringen (I, 634).

Die rein historischen Evidenzen, die uns
vorliegen, sprechen für das leere Grab, was
auch ca. 80 Prozent der Experten bestäti
gen.

HABERMAS schlussfolgert: „[S]olange die Er
scheinungen Jesu nicht auf natürliche Weise
erklärt werden, wird die Ablehnung des leeren
Grabes durch welchen Ansatz auch immer die
Auferstehung nicht widerlegen“ (II, 450). Kriti
ker bringen nur „zögerlich“ alternative Ansich
ten zum leeren Grab vor; dies könnte daran
liegen, dass es keine Erklärungen gibt, die auch
nur annähernd an die [Plausibilität der] Berich
te über das leere Grab in den Evangelien her
anreichen“ (II, 609f). Die Sichtweise der Evan
gelien auf die Bestattung Jesu stellt die histo
risch „sicherlich am stärksten untermauerte“
Option für den Verbleib des Leichnams Jesu
dar (I, 684).
 
Epheser511 04.09.2026 13:49
@sherezade 
vielleicht wäre es gut, wenn  die wichtigsten Punkte einstellst

Hätte ich machen können, aber es ging mir jetzt nur um eine kurze Info ohne groß Zeitaufwand. Wen es interessiert, der liest auch und wer nicht will, der hat schon.

@Sozo

Ich dachte auch in Richtung Glaubensverteidigung gegen Andersgläubige (Auch Atheisten glauben). Ganz im Sinn von: 

1.Petr 3,15 sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, [und zwar] mit Sanftmut und Ehrerbietung;

Es gibt dazu übrigens auch ein gutes Lied: 
 
Harlekin2 04.09.2026 14:24
Epheser511 Heute, 13:49
"Ich dachte auch in Richtung Glaubensverteidigung gegen Andersgläubige (Auch Atheisten glauben). Ganz im Sinn von:
1.Petr 3,15 sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, [und zwar] mit Sanftmut und Ehrerbietung;"

Grüß dich Epheser
Ich meine, dass die beste "Rechenschaft" immer noch darin liegt,
Zeugnis abzugeben, wie man selbst zum Glauben gekommen ist.
Und dann ist es m.E. die Aufgabe des Hl Geistes, in die Worte hineinzukommen,
und sie lebendig zu machen, damit sie im Herzen des Gegenübers Frucht bringen können.

Ich kann mir allerdings auch vorstellen,
dass jemand durch solche "fast-Fakten" zum Nachdenken angeregt wird,
sich mit dem Thema dann tiefer auseinandersetzt,
und dadurch für den Glauben "öffnet".

Schöne Grüße
vom Harlekin
 
Sozo 04.09.2026 15:31
Erlebt ihr das, dass ihr solche Diskussionen auf wissenschaftlicher Beweislage führen müsst mit Andersgläubigen? Wenn es dazu kommt, ist es natürlich gut, solche Nachweise vorbringen zu können, aber bei mir laufen Gespräche über den Glauben i.d.R. auf einer anderen Ebene ab. Gott sei Dank, denn das liegt mir gar nicht. Ich bin lieber selbst der wandelnde Beweis... 😅.
 
Sherezade 04.09.2026 16:31
Finde den Link und die PDF echt klasse...sollte man lesen...
Hab  tatsächlich immer wieder in solche Diskussionen... auch mit Andersgläubigen, aber auch mit  z.B .mit Theologen/ Pastoren/Christen,  die bestimmte Dinge ganz anders sehen... deshalb finde ich es schon wichtig, sich mit den  Argumenten auszukennen...

Gerade bei der Auferstehung...erinnere an  Thomas Breuer / Worthaus...die Auffassung, dass eine Videokamera am Grab nichts aufgezeichnet hätte... das Grab wäre also gar nicht leer gewesen... auch die Erscheinungen wären für eine Kamera nicht sichtbar gewesen...ein Drama..

Und genau mit solchen Positionen kann man dann schon mal in Diskussion kommen... da ist  es nützlich,  wenn man ein bisschen mehr weiß.....auch wenn Markus Voss Stellung bezogen hatte...geht noch deutlich besser...

Würde auch gern die tolle PDF  noch mit ein  paar Dinge ergänzen..
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren