Andacht vom 2. September 2026
03.09.2026 18:46
Andacht vom 2. September 2026
03.09.2026 18:46
Andacht vom 2. September 2026
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Psalm 22,2
Mit der Kapitulation Japans am 2. September 1945 endete der Zweite Weltkrieg.
Das Grauen zeigte sich besonders stark in den Vernichtungslagern.
In Auschwitz haben die Nazis im Zuge der "Endlösung" mehr als eine Millionen Menschen systematisch ermordet.
Die meisten von ihnen waren Juden.
Bei einer Veranstaltung in der Gedenkstätte Dachau lernten mein Mann und ich Manfred Deselaers, einen katholischen Priester aus Deutschland, kennen.
Er lebt seit über dreißig Jahren im Ort Oswiecim in unmittelbarer Nähe des früheren Vernichtungslagers Auschwitz.
Er betrachtet es als seine Lebensaufgabe, an diesem dunklen Ort so etwas wie ein Licht zu sein.
In seinem Buch Die Wunde von Auschwitz berühren schreibt er:
"Das was geschah, darf nie wieder geschehen, nie wieder darf geschwiegen und nie wieder so getan werden, als würde nichts Schlimmes passieren […]
Wie müssen den Anfängen wehren und nicht erst dann reagieren, wenn es schon zu spät ist" (Verlag Herder, Umschlagtext).
Pater Manfred arbeitet im Zentrum für Dialog und Gebet, führt internationale Besuchergruppen durch das Lager, leitet Gottesdienste, Seminare zur Erinnerungsarbeit und Gedenkveranstaltungen.
Ein wichtiger Bereich seines Wirkens sind die Begegnungen mit Überlebenden, die er mit jungen Menschen aller Nationen zusammenbringt.
Es gibt immer weniger Zeitzeugen, und es ist so wichtig, ihr Vermächtnis und ihre Erinnerungen festzuhalten.
Pater Manfred hört viele Fragen nach Gott, er sieht viele Tränen, aber er spürt auch Zuversicht:
"Deshalb bleibe ich trotz allem bei meiner Hoffnung, dass das letzte Wort nicht der Macht des Bösen […] gehört, sondern der Macht der Menschlichkeit, der Liebe.
Getragen werde ich dabei auch von meinem biblischen Glauben an Gott, der diese Welt als gute erschaffen und seine Liebe zu uns nie zurückgezogen hat, selbst wenn er manchmal sein Angesicht verbirgt, weil er über uns weint" (S. 9).
Wir dürfen niemals vergessen, was in Auschwitz geschehen ist.
Jeder von uns hat die Verantwortung, alles zu tun, was in seiner Macht steht, damit keinem Menschen sein Leben und seine Würde genommen werden, denn wir sind alle Kinder Gottes und für ihn unendlich wertvoll.
(Heidemarie Klingeberg)
Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Psalm 22,2
Mit der Kapitulation Japans am 2. September 1945 endete der Zweite Weltkrieg.
Das Grauen zeigte sich besonders stark in den Vernichtungslagern.
In Auschwitz haben die Nazis im Zuge der "Endlösung" mehr als eine Millionen Menschen systematisch ermordet.
Die meisten von ihnen waren Juden.
Bei einer Veranstaltung in der Gedenkstätte Dachau lernten mein Mann und ich Manfred Deselaers, einen katholischen Priester aus Deutschland, kennen.
Er lebt seit über dreißig Jahren im Ort Oswiecim in unmittelbarer Nähe des früheren Vernichtungslagers Auschwitz.
Er betrachtet es als seine Lebensaufgabe, an diesem dunklen Ort so etwas wie ein Licht zu sein.
In seinem Buch Die Wunde von Auschwitz berühren schreibt er:
"Das was geschah, darf nie wieder geschehen, nie wieder darf geschwiegen und nie wieder so getan werden, als würde nichts Schlimmes passieren […]
Wie müssen den Anfängen wehren und nicht erst dann reagieren, wenn es schon zu spät ist" (Verlag Herder, Umschlagtext).
Pater Manfred arbeitet im Zentrum für Dialog und Gebet, führt internationale Besuchergruppen durch das Lager, leitet Gottesdienste, Seminare zur Erinnerungsarbeit und Gedenkveranstaltungen.
Ein wichtiger Bereich seines Wirkens sind die Begegnungen mit Überlebenden, die er mit jungen Menschen aller Nationen zusammenbringt.
Es gibt immer weniger Zeitzeugen, und es ist so wichtig, ihr Vermächtnis und ihre Erinnerungen festzuhalten.
Pater Manfred hört viele Fragen nach Gott, er sieht viele Tränen, aber er spürt auch Zuversicht:
"Deshalb bleibe ich trotz allem bei meiner Hoffnung, dass das letzte Wort nicht der Macht des Bösen […] gehört, sondern der Macht der Menschlichkeit, der Liebe.
Getragen werde ich dabei auch von meinem biblischen Glauben an Gott, der diese Welt als gute erschaffen und seine Liebe zu uns nie zurückgezogen hat, selbst wenn er manchmal sein Angesicht verbirgt, weil er über uns weint" (S. 9).
Wir dürfen niemals vergessen, was in Auschwitz geschehen ist.
Jeder von uns hat die Verantwortung, alles zu tun, was in seiner Macht steht, damit keinem Menschen sein Leben und seine Würde genommen werden, denn wir sind alle Kinder Gottes und für ihn unendlich wertvoll.
(Heidemarie Klingeberg)

Jetzt
Poetry Slam von Petra Halfmann "Mein Gott warum?"
Ich hab diese Klappkarte geschenkt bekommen, als sie diesen Poetry selbst vorgestellt hat.