Gedanken zur Tageslosung für Mittwoch, den 02.09.2026
02.09.2026 07:50
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Losungswort
So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.
Sacharja 2,12
Lehrtext
Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist.
1. Korinther 1,28
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine
Respekt vor Gottes Erwählung
Die heutigen Bibelverse klingen wie eine ernste Warnung – und sie sind auch so gemeint. Das Losungswort bezieht sich auf Israel bzw. auf die Juden. Ich hörte von einem älteren Mann, der schockiert war, als er diesen Vers las. Der Holocaust war demnach sogar noch mehr als ein Völkermord: Die Täter hatten sich darin direkt mit Gott angelegt. Sogar im Neuen Testament steht darüber: „Es ist schrecklich, dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen!“[sup](1)[/sup]
In Bezug auf Israel kommt immer wieder die Frage auf: „Wo war denn Gott während des Holocausts?“ Eine ganz andere Frage stellen sich viele Leute heute: „Warum wird das heutige Israel nicht für sein Vorgehen in Gaza und im Libanon verurteilt?“ Einige wünschen sich, dass wir so etwas in einer Losungsandacht tun. Doch das wird nicht geschehen, denn hier geht es um etwas ganz anderes. Gott hat sich Israel nicht erwählt, weil die Menschen dort so moralisch sind und handeln. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Erwählung der Menschen, die ihr Leben Jesus Christus anvertraut haben. Erwählung und Schutz sind keine Belohnung für gutes Verhalten. Sie geschehen, weil Gott es so beschlossen hat.
Deshalb habe ich persönlich einen hohen Respekt vor Gottes Erwählungen. Das gilt Israel gegenüber, und es gilt ebenso gegenüber den Menschen, die sich zu Jesus Christus bekennen. Natürlich will ich respektvoll mit allen Menschen umgehen, doch besonders mit denen, zu denen sich der lebendige Gott bekennt. Mein Respekt rechtfertigt nicht ihre Taten, er hält mich aber davon zurück, mich als Richter aufzuschwingen. Es ist, wie wir es im Lehrtext lesen: Was in den Augen der Menschen verachtet wird, wird nicht unbedingt bei Gott verachtet. Und was als groß angesehen wird, ist damit nicht automatisch auch groß in seinen Augen. Wir leben alle von seiner Gnade – und ich denke, so sollten wir auch einander begegnen.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
(1) Hebr. 10,31 (Neue Genfer Übersetzung)
Gebet:
Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du mich angenommen hast. Weder meine Taten noch meine Fähigkeiten haben dich dazu veranlasst. In deiner Liebe bist du mir begegnet, als ich dich noch nicht kannte. In deiner Gnade hast du mir die Augen geöffnet und mich von meiner Selbstgerechtigkeit befreit. Halte mich fest, dass ich mich nicht über andere stelle. Und schenke Gnade, dass Menschen ein Ja zu dir und deinen Wegen finden. Das bitte ich in deinem Namen, Jesus, Amen.
Losungswort
So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.
Sacharja 2,12
Lehrtext
Was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist.
1. Korinther 1,28
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine
Respekt vor Gottes Erwählung
Die heutigen Bibelverse klingen wie eine ernste Warnung – und sie sind auch so gemeint. Das Losungswort bezieht sich auf Israel bzw. auf die Juden. Ich hörte von einem älteren Mann, der schockiert war, als er diesen Vers las. Der Holocaust war demnach sogar noch mehr als ein Völkermord: Die Täter hatten sich darin direkt mit Gott angelegt. Sogar im Neuen Testament steht darüber: „Es ist schrecklich, dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen!“[sup](1)[/sup]
In Bezug auf Israel kommt immer wieder die Frage auf: „Wo war denn Gott während des Holocausts?“ Eine ganz andere Frage stellen sich viele Leute heute: „Warum wird das heutige Israel nicht für sein Vorgehen in Gaza und im Libanon verurteilt?“ Einige wünschen sich, dass wir so etwas in einer Losungsandacht tun. Doch das wird nicht geschehen, denn hier geht es um etwas ganz anderes. Gott hat sich Israel nicht erwählt, weil die Menschen dort so moralisch sind und handeln. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Erwählung der Menschen, die ihr Leben Jesus Christus anvertraut haben. Erwählung und Schutz sind keine Belohnung für gutes Verhalten. Sie geschehen, weil Gott es so beschlossen hat.
Deshalb habe ich persönlich einen hohen Respekt vor Gottes Erwählungen. Das gilt Israel gegenüber, und es gilt ebenso gegenüber den Menschen, die sich zu Jesus Christus bekennen. Natürlich will ich respektvoll mit allen Menschen umgehen, doch besonders mit denen, zu denen sich der lebendige Gott bekennt. Mein Respekt rechtfertigt nicht ihre Taten, er hält mich aber davon zurück, mich als Richter aufzuschwingen. Es ist, wie wir es im Lehrtext lesen: Was in den Augen der Menschen verachtet wird, wird nicht unbedingt bei Gott verachtet. Und was als groß angesehen wird, ist damit nicht automatisch auch groß in seinen Augen. Wir leben alle von seiner Gnade – und ich denke, so sollten wir auch einander begegnen.
Einen gesegneten Tag wünscht
Pastor Hans-Peter Mumssen
(1) Hebr. 10,31 (Neue Genfer Übersetzung)
Gebet:
Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du mich angenommen hast. Weder meine Taten noch meine Fähigkeiten haben dich dazu veranlasst. In deiner Liebe bist du mir begegnet, als ich dich noch nicht kannte. In deiner Gnade hast du mir die Augen geöffnet und mich von meiner Selbstgerechtigkeit befreit. Halte mich fest, dass ich mich nicht über andere stelle. Und schenke Gnade, dass Menschen ein Ja zu dir und deinen Wegen finden. Das bitte ich in deinem Namen, Jesus, Amen.
Kommentare
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Diala 02.09.2026 08:03
Hillery 02.09.2026 09:18
Danke Komfortzone fürs komplette einstellen der Tageslosung.
Daraus geht hervor, dass Gott in erster Linie an sein auserwähltes Volk Israel denkt und dann auch an die, die ihr Leben ihm übergeben haben und damit in der selben Stellung sind.
Was gerne mal ausgeblendet wird, auch hier.
Daraus geht hervor, dass Gott in erster Linie an sein auserwähltes Volk Israel denkt und dann auch an die, die ihr Leben ihm übergeben haben und damit in der selben Stellung sind.
Was gerne mal ausgeblendet wird, auch hier.
Komfortzone 02.09.2026 09:20
Ja. Immer noch wird zwischen dem biblischen und politischen Israel scharf getrennt. Der Staat Israel ist aber eine Wirklichkeit, die auf jahrtausendalte biblische Verheißungen zurückgreift.
Hillery 02.09.2026 09:26
Was ist der Mensch, dass er meint, sich über Gottes Zusagen zu erheben?
Er wird alles genauso ausführen, wie er es vorausgesagt hat!
Er wird alles genauso ausführen, wie er es vorausgesagt hat!

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