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Sie dachte, sie sei ein guter Mensch – dann begegnete ihr Jesus

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Vivianna 27.08.2026 23:35
Einfach mal kurz gesagt, kein Mensch ist nur gut, nicht Du, nicht ich........nur Jesus allein ..🙏✨️
 
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31.08.2026 Paraguay / Politik / Soziale Bewegungen
Ärzt:innen kündigen nach ergebnislosem Streik in Paraguay
Gewerkschaft fordert Gehaltserhöhungen, Festanstellungen, Verbesserung der Versorgung von Kindern. Auch Lehrer:innen drohen mit Streik
Von Robert Kohl Parra
amerika21
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Demonstration am ersten Tag der Streikwoche der Gewerkschaft Sinamed
Demonstration am ersten Tag der Streikwoche der Gewerkschaft Sinamed

Asunción. Nach dem ergebnislosen Ende des fünftägigen Ärztestreiks in Paraguay haben 141 von 164 Spezialist:innen der größten Kinderklinik des Landes ihre Kündigung eingereicht. Die Ärzt:innengewerkschaft Sinamed hatte den Streik im öffentlichen Gesundheitswesen ausgerufen, der von landesweiten Demonstrationen und Kundgebungen begleitet wurde.

Die Ärzt:innen forderten eine Erhöhung ihrer Gehälter, die seit 2012 nicht mehr angepasst wurden, die Bereitstellung von Versorgungsgütern und Medikamenten für die Krankenhäuser, die Festanstellung von rund 9.000 Fachkräften mit befristeten Verträgen sowie weitere arbeitsrechtliche Verbesserungen.

Bereits während der Proteste hatten die Mediziner:innen der Regierung ein Ultimatum gestellt: Wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden, dann würden sie kündigen. Nachdem kein Angebot der Regierung eingegangen war, zogen die streikenden Ärzt:innen schließlich die Konsequenzen.

Allein im Allgemeinen Kinderkrankenhaus Acosta Ñu, der führenden Klinik dieser Fachrichtung im Land, sollen laut dem zuständigen Streikkomitee 141 der 164 Fachärzte ihre Kündigung eingereicht haben. 

Das sind 86 Prozent der beschäftigten Spezialist:innen. Die Kündigungen kommen aus unterschiedlichen Bereichen, wie der Intensivmedizin, der Anästhesiologie und Kinderchirurgie.

Der Gewerkschaftssekretär der Paraguayischen Gesellschaft für Kinderchirurgie, Roberto Riveros, erklärte, dass die Kündigungen am heutigen Montag wirksam werden, sollte die Regierung vor Ende des Streiks keine "den vorgebrachten Forderungen entsprechende" Antwort geben. "Das ist eine sehr kritische Situation, die einen Schneeballeffekt auslöst", warnte Riveros. 

Er fügte hinzu, dass 19 der 21 Kindertherapeuten des Traumakrankenhauses in der Hauptstadt Asunción "ebenfalls kündigen werden".


Nach Angaben der Gewerkschaft ist die Lage im Gesundheitswesen dramatisch. Es herrsche ein extremer Fachkräftemangel. So brauche es mindestens 120 Kinderchirurg:innen landesweit, derzeit seien es aber nur 39.

Gesundheitsministerin María Teresa Barán warnte allerdings vor den Folgen der Forderungen der Beschäftigten. Sie gab zu bedenken, dass neben den benötigten 120 Millionen US-Dollar zur Erfüllung der Forderungen dies auch dazu führen würde, dass andere Sektoren Lohnerhöhungen fordern würden.

Neben dem Streik der Ärzt:innen sieht sich die Regierung von Präsident Santiago Peña auch mit einer möglichen Protestwelle im Bildungsbereich konfrontiert. Die Lehrer:innen drohen ebenfalls damit, zeitnah einen fünftägigen Streik auszurufen, wenn es zu keiner Einigung mit der Regierung komme. Die Vorstellungen liegen derweil weit auseinander, denn während die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von acht Prozent für 2027 fordert, bietet Bildungsminister Luis Fernando Ramírez nur eine Anpassung von 2,4 Prozent an.

"Praktisch 90 Prozent unserer Forderungen für den Staatshaushalt werden nicht erfüllt werden. Wir sind praktisch mit leeren Händen aus der Sitzung gegangen", erklärte Silvio Piris, Vorsitzender des paraguayischen Lehrerverbandes, nach der gescheiterten Verhandlungsrunde im Ministerium für Bildung und Forschung.
 
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Keine Pandemie in unserer Wahrnehmung“
„Die Realität und die Maßnahmen liefen 2020 immer weiter auseinander“, so der Berliner Feuerwehrmann Fabian (ein Pseudonym, seine Identität ist der Redaktion bekannt). Nach dem Start der Corona-Impfung schnellte die Zahl der Rettungseinsätze dann jedoch in die Höhe, so der Beamte. Im Multipolar-Interview schildert er außerdem verstörende Details zur Arbeit des Grünen-Politikers Janosch Dahmen, einem der Hauptunterstützer einer Impfpflicht, der auch Oberarzt beim Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr war. (mit Ergänzung 21.01.2025)

CAMILLA HILDEBRANDT, 12. Juni 2024, 45 Kommentare, PDF
Multipolar: Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres bestätigt, dass die Einsatzzahlen im Jahr 2023 bei Herzbeschwerden gegenüber dem Durchschnitt der Vor-Coronajahre 2018/2019 um 56 Prozent gestiegen sind – ähnlich bei den Schlaganfallsymptomen. Wie haben Du und Deine Kollegen das im Alltag wahrgenommen?

Fabian: Wir haben schon 2021 eine Veränderung bemerkt. Den Kollegen fiel auf, dass es gerade bei Herzbeschwerden und Schlaganfällen einen Zuwachs an Einsätzen gab, den wir uns nicht erklären konnten. In der Leitstelle hieß es auch: „Hier stimmt etwas nicht." Sie erzählten, dass früher eine Laien-Reanimation – wenn jemand in der Leitstelle anruft und dann durch den Feuerwehrkollegen durch die Reanimation begleitet wird – eine Seltenheit war. Aber auf einmal gab es das immer häufiger. Reanimationen sind ebenfalls gestiegen, insbesondere in den Jahren 2021, 2022. Auch das Klientel verschob sich, es wurde jünger. Normalerweise würdest du jetzt erwarten, dass jemand fragt: „Was ist da los? Warum haben wir mehr Einsätze? Da das ausbleibt, fängt man an, selbst kritisch zu werden. Unter Kollegen kursieren Schilderungen wie diese: Eine Mutter rief beim Notruf an und meldete „plötzlicher beidseitiger Sehverlust“ bei einem 12 oder 13 Jahre alten Mädchen. Der Kollege fragte: „Hat sie Drogen genommen, Alkohol getrunken, ist sie gestürzt, hat sie etwas auf den Kopf gekriegt?“ Alles negativ. 

Jung, sportlich, ohne Vorerkrankungen. Und dann hat der ältere Kollege dem jungen an der Notrufabfrage von hinten einen Katzenkopp gegeben und gesagt: „Stell die Frage.“ – „Ist ihre Tochter geimpft?“ – „Ja, vor fünf Tagen“. Niemand kann zwar einen Zusammenhang beweisen, aber zu viele Zufälle sind dann ein Muster.

Multipolar: Bei deinen persönlichen Einsätzen, wie viele „Zufälle“ gab es da?

Fabian: 
Natürlich sind nicht hunderttausende Geimpfte tot umgefallen, aber wir haben erst 2021 ganz klar gemerkt, dass etwas anders ist, dass sich im Einsatzgeschehen etwas geändert hat.

 Das steht im Gegensatz zu 2020, als uns erzählt wurde, dass hier ein schlimmes Virus grassiert. Ich habe ja selbst auch zuerst daran geglaubt. Aber da habe ich absolut nichts bemerkt. Das Virus ist mitunter natürlich schlimm für vorerkrankte und ältere Patienten. Aber uns hat man damals erzählt, dass das ganz besonders und einmalig schlimm sei.

Multipolar: Was ist konkret passiert?

Fabian: Die Art der Einsätze, die Häufigkeit bei Herzbeschwerden, Schlaganfällen, ungewöhnliche Einsätze, wo du sagst: Der junge Mann, warum hat der einen Schlaganfall? Es gibt überhaupt keinen wirklichen Grund.

 Die Häufigkeit dieser Zufälle nehmen auch die Kollegen wahr und dann kommt man hinsichtlich des Impfstatus ins Grübeln. Es gibt einen Fall bei der Hamburger Feuerwehr. 

Einer der ersten Kollegen, die geimpft waren, ist HSV-Fan-Influencer, deswegen ist der ein bisschen bekannter, der hat einen Schlaganfall bekommen und sich erst geziert zu sagen:

 „Das liegt an der Impfung.“ Aber dann war es nicht mehr zu übersehen, und er sagte: 

„Ja, ich hatte sehr schwere Nebenwirkungen mit neurologischen Ausfällen.“ Er war einer der ersten, die davon berichtet haben. Wir haben überall in Deutschland Kollegen, die im Nachgang der Impfung nun Unfallanzeigen beim Dienstherren stellen.

Multipolar: Und die auffälligen Einsätze könnten etwas zu tun haben mit der Corona-Impfung?

Fabian: Ich kann es nicht beweisen, aber das ist mein Eindruck. Wir haben auch den Eindruck, dass Kollegen, die geimpft waren, insbesondere Ende 2022, Anfang 2023, stark an Corona erkrankten und dann wochenlang ausfielen. 

Das waren Leute, die sonst nie krank waren. Ich habe mal recherchiert und geschaut in meinem Umfeld, wer noch nie Corona hatte. Bei der Feuerwehr musste man ja bei Dienstantritt immer getestet werden. Da konnte ich sehr gut sehen:

 Ich kenne eindeutig mehr Ungeimpfte, die noch nie Corona hatten also noch nie einen positiven Test hatten, im Gegensatz zu denjenigen, die geimpft sind. 

Bei den Geimpften kenne ich nur zwei, die noch nie Corona oder noch einen positiven Test hatten. Bei den Ungeimpften kenne ich mehr als ein Dutzend, obwohl es viel weniger Ungeimpfte bei der Feuerwehr sind.

 Die doppelt Geimpften machen circa 90 Prozent aus, die Ungeimpften circa 10 Prozent. Die Zahl der dreifach Geimpften ist dann erheblich niedriger.

Multipolar: Du bist Mitglied des Berufsverbandes „feuerwehrGEMEINSCHAFT“, der sich dazu geäußert hat und der sich Anfang 2022 in Opposition zur Impfpflicht gründete.

Der Anstieg von massiven Problemen bei den Patienten – wie zum Beispiel Schlaganfall, Herzprobleme, Reanimation – in Zusammenhang mit der Covid-Impfung: will das gesehen werden, wenn ihr darauf aufmerksam macht?

Fabian: Das will auf keinen Fall gesehen werden. Da gilt das Narrativ, dass es keinen Zusammenhang und auch keine Auffälligkeiten gibt. Ich war selbst überrascht, dass dieses Empfinden aus den Einsätzen aber objektiviert werden konnte mit Zahlen durch diese parlamentarischen Abfragen, die ja nun auch in der Presse sind.

 Das deckt sich mit anderen Veröffentlichungen. Und dann fängst du natürlich an, kritischer zu werden, stellst Fragen: Das muss doch jemanden interessieren. Es kann mich ja auch treffen. Wenn das schon nicht stimmt, was stimmt denn dann noch nicht?

Das will auf keinen Fall gesehen werden. Da gilt das Narrativ, dass es keinen Zusammenhang und auch keine Auffälligkeiten gibt. Ich war selbst überrascht, dass dieses Empfinden aus den Einsätzen aber objektiviert werden konnte mit Zahlen durch diese parlamentarischen Abfragen, die ja nun auch in der Presse sind. Das deckt sich mit anderen Veröffentlichungen. Und dann fängst du natürlich an, kritischer zu werden, stellst Fragen: Das muss doch jemanden interessieren. Es kann mich ja auch treffen. Wenn das schon nicht stimmt, was stimmt denn dann noch nicht?

Multipolar: Damals, so hieß es in einem Artikel der Berliner Zeitung von 2022, hattet ihr schon die Forderung gestellt: „Die Zahlen liegen auf dem Tisch. Es ist definitiv ein fulminanter Anstieg, es muss geklärt werden.“ Wurde etwas geklärt?

Fabian: Nach meiner Kenntnis nicht. Die Kollegen, die sich bei uns zusammengeschlossen haben, haben diese Forderung erhoben. Das war für mich auch überraschend, welche absurden Antworten seitens der Behörde gegeben wurden.

Multipolar: Wie zum Beispiel?

Fabian: Es hieß: „Mit einer gestiegenen Zahl der Berufspendler“ – im Jahr 2021, als alles heruntergefahren war, „mit einer erhöhten Anzahl an Gästen, sowie deren Verweildauer, Übernachtungen in Berlin“ – im Jahr 2021, „einem Zuzug nach Berlin“, „einer zunehmenden Anzahl von Großveranstaltungen“ – im Jahr 2021.

 Damit sollte erklärt werden, warum wir so einen Anstieg an Herzbeschwerden, Schlaganfällen und Reanimationen hatten. Wegen Großveranstaltungen 2021, obwohl es so gut wie keine gab. „Einer durch Influenza bedingten erhöhten Inanspruchnahme des Rettungsdienstes“. 

Nach allen Zahlen, die mir bekannt sind, ist ja die Influenza 2021 sonderbarerweise ausgefallen. Und die Senatsverwaltung für Inneres begründet das allen Ernstes mit Influenza. „Abnehmende Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung“ – bei Schlaganfall und Selbsthilfefähigkeit weiß ich nicht, wieso sollte man da weniger selbsthilfefähig sein?

 „Qualitätsverlust in Folge des Fachkräftemangels“, ein BlaBla-Argument. Eine seltsame Art der Argumentation, wenn die Senatsverwaltung für Inneres allen Ernstes argumentiert, dass wir 2021 viel zu tun hatten, weil draußen viel passiert ist. Die Hotels waren leer! Es ist also eine dreiste Lüge.

Multipolar: Dir ist schon zu Beginn der Pandemie-Zeit aufgefallen, dass sehr viel anders lief als üblicherweise. Wie wurden euch in der Feuerwehr die Ereignisse mitgeteilt?

Fabian: Sobald ein Stab zusammentritt – es werden Fachkräfte der Behörde zusammengezogen, um die Lage abzuarbeiten – bekommt man normalerweise eine Mail an alle.

 Das ist nicht passiert. Erst im Nachgang hat man mitbekommen, dass am 25. Februar 2020 ein Stab zusammengetroffen ist. Und erst am 10. März, also 14 Tage später, wurden dann alle informiert: „Es gibt es jetzt einen Stab.“
 Der wurde zwischenzeitlich immer größer. Kollegen, die Dienst hatten, sagten, es sei eine Riesenveranstaltung. Und, das habe es noch nie gegeben: Parallelstäbe. 

Normalerweise wird ein Stab Feuerwehr gebildet, wo alle zusammenkommen und gemeinsam arbeiten. Aber hier gab es plötzlich zwei, einen Rettungsdienststab, geführt von Janosch Dahmen, und auf der anderen Seite den Stab Feuerwehr.

 Die beiden haben sich in ihrer Kompetenz und Fähigkeit immer beharkt. Das war sehr unangenehm und extrem verstörend, weil nicht alle an einer Sache gearbeitet haben, erzählen sich die Kollegen.

Multipolar: Was hat der Stab mitgeteilt, wie sollte vorgegangen werden?

Fabian: Die Informationen sind am Anfang sehr spärlich geflossen, zunächst waren sie nicht so alarmistisch. Aber über den Flurfunk hat man dann gehört, welche Zahlen verbreitet werden. Im Stabsbereich haben sie Anfang März 2020 gesagt, dass es in den nächsten fünfzehn Tagen 100.000 Tote in Berlin geben wird.

 Ich selbst habe erlebt, dass Ärzte der Feuerwehr herumgerannt sind mit Überschlagsrechnungen:

„Es wird in dieser Pandemie 2,8 Millionen Tote in Deutschland geben.” – „Was?” – „Ja, 70 Prozent Infektion bei 80 Millionen Leuten, 5 Prozent Mortalität. Das sind dann 2,8 Millionen Tote in Deutschland. Diese Pandemie wird ganz schlimm.“ 

Sie haben Panik verbreitet, weil sie es offensichtlich selbst geglaubt haben. Im Einsatzgeschehen hat sich das im Jahr 2020 allerdings nicht abgebildet. Aber es gab Maßnahmen, die waren beispiellos. Die Ausbildungsschule der Feuerwehr wurde geschlossen, es gab keine Fortbildungen mehr. Du konntest deinen Urlaub zurückgeben.

Jeder, der gesagt hat „Ich komme zum Dienst“, wurde genommen. Wir haben massiv aufgebaut. Wir hatten nachher teilweise 15 Prozent mehr Personal bei der gesamten Feuerwehr.

Multipolar: Innerhalb von zwei Wochen sollten 100.000 Menschen in Berlin sterben, war die Ansage des Stabs. Was war die Realität für euch vor Ort?

Fabian: In der Realität hatten wir circa 25 Prozent weniger Einsätze, gerade, als alles losging mit der sogenannten Covid-Pandemie. Die Einsatzzahlen gingen also anfangs klar zurück. Es war viel mehr Panik. Wir auf den Wachen haben gerade den März und April 2020 als erholsam empfunden. Weil wir, wie gesagt, nun viel mehr Personal auf den Wachen hatten, durch die ganzen Maßnahmen, die da ergriffen wurden, alles bei weniger Einsätzen. Das gleiche Bild ergab sich auch in den Krankenhäusern. Wenn du die Patienten in den Krankenhäusern abgegeben hast, hast du ja auch mit den Schwestern gesprochen: „Wie sieht es denn hier bei euch aus?“ Die sind dann aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen, haben gesagt: „Ja, wir haben zwar viel Stress gehabt, beim Aufbau von zusätzlichen Intensivstationen oder die organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, aber in der Realität, dieses Freihalten der Betten...“ Es gab keinen Ansturm von Patienten. Im Gegenteil, die haben gesagt, sie könnten jetzt Urlaub nehmen, Überstunden abbauen. Es wurde sogar darüber nachgedacht, in den Krankenhäusern Teilzeitkräfte zu entlassen. Die Schwestern haben erzählt: „Wir haben hier eine Auslastung, die liegt teilweise nur noch bei 40 Prozent.“ Man muss wissen: Damit ein Krankenhaus wirtschaftlich läuft, muss die Auslastung zwischen 60 und 80 Prozent liegen.

Multipolar: Es wurden zudem im Jahr 2020 20 Kliniken geschlossen.

Fabian: Genau. Wir hatten in Berlin auch eine Notfallklinik, intern bei uns „Brömmeklinik“ genannt. Albrecht Brömme ist ein ehemaliger Landesbranddirektor, er war später Chef des Technischen Hilfswerks (THW). Und er hat hier in Berlin 2020 ein großes Notkrankenhaus aufgebaut, am Messegelände. Da haben sie Kraft und Geld und Organisation reingesteckt. Sie haben wirklich daran geglaubt, das das Ende nahe sei. Ich habe mir die Brömmeklinik mal angesehen. Dieses Krankenhaus war für rund 500 Leute ausgelegt, als eine Art Überlaufbecken. Aber es ist keinen einzigen Tag in Dienst gewesen. Und es hat Millionen gekostet. Die Realität und die Maßnahmen liefen immer weiter auseinander. Niemand von uns hat diese Maßnahmen noch mit der beobachtbaren Realität im Jahr 2020 übereinbringen können. Es gab keine Pandemie in unserer Wahrnehmung. Im Frühling, Sommer 2020 gab es keinerlei Pandemiegeschehen, wo ich sagen muss, dass die Maßnahmen irgendwas damit zu tun gehabt hätten, im Gegenteil.

Multipolar: Wieso im Gegenteil?

Fabian: Ich meine, dieses Angst machen und Panik verbreiten, das war dann auch im Einsatzgeschehen beobachtbar. Diese Panik ist dann auf die Patienten übergeschlagen. Wir hatten Einsätze, wo Leute mit gebrochenen Knochen zu Hause geblieben sind, tagelang. Und auf die Frage: „Warum haben Sie uns denn nicht früher angerufen oder sind ins Krankenhaus gekommen?“, hieß es: „Aber im Krankenhaus, da ist doch dieses tödliche Virus, und ich wollte niemandem zur Last fallen und hatte Angst.“ Oder: Ein älterer Mann ruft an, seiner Frau gehe es seit Tagen nicht so gut und jetzt müsste mal einer kommen. Dann kommst du da an und stellst fest, sie hat einen Schlaganfall, seit mehreren Tagen. „Aber warum haben Sie denn nicht früher angerufen?“ – „Na, weil da ist doch das Killervirus.“ Er wollte nicht, dass seine Frau stirbt, wenn sie ins Krankenhaus kommt, weil im Krankenhaus alles voll war, das hatten sie ihm doch im Fernsehen erklärt.

Die Menschen haben teilweise ihre eigene Gesundheit dauerhaft ruiniert, weil sie nicht rechtzeitig den Rettungsdienst angerufen haben. Das ist unverantwortlich. Man hätte das einordnen, den Leuten sagen müssen: „Ja, Vorsichtsmaßnahmen schön und gut, aber bitte keine kopflose Panik“. Im Nachhinein muss ich sagen: Man wollte aber kopflose Panik verbreiten und man hat es geschafft. Ich habe natürlich gesehen, dass es überhaupt keinen Grund für die Angst gab, weil ja die Krankenhäuser frei waren. Und verstorbene Pfleger und Ärzte hat man auch nicht draußen vor dem Krankenhaus tot aufgestapelt gesehen. Also ich habe erst eine Weile gebraucht, um zu kapieren, dass man den Leuten so viel Angst gemacht hat, dass diese ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben.

Multipolar: Innerhalb der Feuerwehr gibt es immer Oberärzte, die zur Verfügung stehen müssen. Einer war zu der Zeit Janosch Dahmen, Abgeordneter bei den Grünen mittlerweile. Der Name fiel bei den Kollegen immer wieder, sagst du.

Fabian: Ja, weil er diesen Parallelstab betrieben hat, als Panikverbreiter, das war auffällig. Die Kollegen haben immer wieder geschimpft im Nachhinein. Er hat sich hervorgetan, indem er Angst verbreitet hat, das Narrativ bedient hat. Und die Angst kam mehr von den Ärzten, als von den Feuerwehrleuten. Das haben wir auch bei Einsätzen gesehen, die Ärzte waren viel verschreckter. 

Und man hat sich natürlich auch gefragt: Wer ist eigentlich dieser neue Arzt, Janosch Dahmen, der relativ spät dazugekommen ist, warum konnte der sich so aufspielen? 

Die Kollegen im Stab haben sich auch nicht sehr positiv über ihn geäußert, weil er kein Teamplayer war. Damals wusste keiner von uns, dass er bei den Grünen ist. 

Er hat sich sogar quasi als leitender Arzt verkauft im Tagesspiegel, was aber nicht der Fall war (Anmerkung: Dahmen war 2021 Oberarzt der Berliner Feuerwehr mit einem Verantwortungsbereich innerhalb der Ärztlichen Leitung). 

Er hat sich durch sein Verhalten und sein Vorgehen einen Spitznamen intern erworben, der seinesgleichen sucht. Er heißt intern bei uns „der Schlitzer“, weil er sehr kompromisslos und radikal, einige sagen psychopathisch vorgeht.

Multipolar: Inwiefern?

Fabian: Oberarzt Janosch Dahmen propagiert eine Clamshell-Thorakotomie. Da wird sozusagen der Brustkorb aufgerissen, mit den Händen reingegriffen und das Herz reanimiert. Das ist Kriegsmedizin. Das macht man höchstens im Krankenhaus bei bestimmten Arten von Verletzungen. Da würde es im Extremfall noch Sinn machen. Bis zu Dahmens Auftreffen hat das nach meiner Kenntnis niemand bei der Berliner Feuerwehr auf der Einsatzstelle gesehen.

Multipolar: Einsatzstelle ist meist auf offener Straße, am Unfallort?

Fabian: Genau. Er, Dahmen, hatte einen Einsatz, da gab es vorher einen Schusswechsel. Alle Ärzte vor Ort waren sich einig, die betreffende Person ist tot. Aber der leitende Notarzt, Dahmen, hatte sich bereits angekündigt. Zum Erschrecken aller hat er sofort den Oberkörper des Verstorbenen aufgerissen, deswegen nennen wir ihn „den Schlitzer“. Eine medizinische Maßnahme, die zu dem Zeitpunkt hoch umstritten war und keiner nachvollziehen konnte. Alle, die ich gesprochen habe, sagten, das war völlig unnötig. Und dieses Kompromisslose hat man auch während der Pandemie bemerkt. Aber jemand, der so vorgeht, ist in einer Pandemie an der falschen Stelle und eher gefährlich. Übrigens musste er wohl auch zum Landeskriminalamt, sein unnötiges Vorgehen rechtfertigen, weil die Kripo natürlich ein Problem hatte, diese aufgerissene Leiche den Angehörigen zu erklären, zumal auch die Schusskanäle, also die Spurenlage, zerstört waren. Dahmen hatte bevor er zur Berliner Feuerwehr kam allerdings einmal das große Glück im Krankenhaus mit dieser Maßnahme jemanden zu retten. Damit profilierte er sich. Es wurde bei uns noch ein dutzend Mal versucht, diese Clamshell-Thorakotomie auf Einsatzstellen durchzuführen aber bis heute sind alle diese Versuche erwartbar erfolglos geblieben.

Ergänzung 21.01.2025: Dahmen erklärte über seinen Anwalt am 14.01.2025, die angesprochene Clamshell-Thorakotomie sei „keine Kriegsmedizin, sondern ist eine medizinische Maßnahme die gemäß der aktuellen europäischen medizinischen Leitlinie bei einem Herzkreislaufstillstand nach schwerer Verletzung unter bestimmten Umständen durchgeführt werden sollte“. Er sei für diese Behandlungsmethode „besonders geschult“. Die Entscheidung zur Durchführung der Maßnahme sei „nie“ nur durch ihn alleine, sondern „immer auch in Absprache mit dem medizinischen Einsatzteam vor Ort“ getroffen worden. Auch habe er sich „nie gegenüber dem LKA für eine solche Maßnahme ‚rechtfertigen‘ oder auf sonst eine Weise verantworten“ müssen.

Multipolar: Janosch Dahmen, Abgeordneter der Grünen, Leiter der AG Gesundheit, hat sich auch massiv für die Impfpflicht bei der Feuerwehr eingesetzt.

Fabian: Er hat massiv Druck aufgebaut. Wir sagen immer „der Lauterbach der Grünen“, und zwar nicht im Guten. Damit hatte er einen großen Anteil daran, dass der Druck auch auf mich so groß geworden ist, sodass ich mich trotz anderer Überzeugung habe impfen lassen. Weil es ja hieß, wir bekommen Betretungsverbot, Berufsverbot. Damit verlierst du dein Einkommen. Denn am Anfang hieß es noch, alles ist freiwillig, und es gibt für die, die sich nicht impfen lassen, keine Nachteile. Dann kam die bereichsbezogene Nachweispflicht, Ende 2021. Feuerwehrleute, die bis Mitte März 2022 keine vollständige Impfung nac
 
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