đ Moral- und Zivilgesetz
Gestern, 21:58
đ Moral- und Zivilgesetz
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đ Moral- und Zivilgesetz
So wie GOTT der einzig moralische Regent, Seine Regierung die einzig moralische Regierung und Sein Gesetz das einzig [wahre] Moralgesetz ist, und so wie es allein IHM obliegt, Unmoral zu bestrafen, so obliegt es auch allein IHM, die Moral zu festigen.[Echte] Moral entspricht der Ăbereinstimmung mit dem Gesetz Gottes oder Gehorsam gegenĂŒber GOTT. Solcher Gehorsam jedoch, sollte in Aufrichtigkeit und Wahrheit von Herzen kommen, ansonsten ist es keiner, denn das Gesetz Gottes beurteilt auch die Gedanken und Absichten des Herzens. Und "es ist kein Unterschied alle haben gesĂŒndigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes." [RĂ. 3,23] [ELB] Durch Ăbertretung [des Gesetzes] fielen alle Menschen in Unmoral. [Und] "aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor Gott gerechtfertigt â [fĂŒr gerecht erklĂ€rt oder moralisch gemacht]â werden." [RĂ. 3,20] [ELB] Da alle Menschen durch die Ăbertretung des Gesetzes Gottes unmoralisch wurden, kann kein Mensch durch Gehorsam gegenĂŒber dem Gesetz moralisch werden, denn genau dieses Gesetz erklĂ€rt ihn fĂŒr unmoralisch. Die Forderungen des Moralgesetzes mĂŒssen also erfĂŒllt sein, ehe ein Mensch vom Gesetz oder dessen Urheber jemals als moralisch akzeptiert werden kann, doch die Forderungen des Moralgesetzes können niemals von einem unmoralischen Menschen erfĂŒllt werden.
Wenn Menschen jemals moralisch gemacht werden sollen, so muss dies durch den Urheber bzw. die Quelle aller Moral geschehen. [So schreibt Paulus:] "Jetzt aber ist auĂerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeitâ [die Moral] â Gottes offenbar gemacht worden die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nĂ€mlich die Gerechtigkeit â [die Moral] â Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. ..." [RĂ. 3,21-22] [SLT] Allein durch die Moral Christi können Menschen moralisch gemacht werden. Und diese Moral Christi ist die Moral Gottes, die uns um Christi willen zugerechnet wird; wir empfangen sie durch den Glauben an IHN. Sodann wird durch den Geist Gottes das Sittengesetz neu in Herz und Sinn geschrieben, wodurch die Seele zum Gehorsam â zur Moral â geheiligt wird. Und es gibt keine andere [tatsĂ€chliche] Moral in dieser Welt. Da Moral von GOTT ausgeht und durch den Geist Gottes â im Glauben an den Sohn Gottes â in das Herz gepflanzt wird, geben Zeugnisse der Heiligen Schrift klaren Beweis dafĂŒr, dass allein GOTT die Festigung der Moral obliegt.
Da GOTT der alleinige Urheber der Moral ist, welche Instanz hat [dann] ER zur Bewahrerin der Moral in der Welt bestimmt â die Gemeinde oder staatliche Gewalt? Die Gemeinde und nur die Gemeinde. [Denn] diese ist "die Gemeinde des lebendigen Gottes ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit." [1. TIM. 3,15]  Zu ihren Gliedern sprach CHRISTUS: "Geht hin in alle Welt und verkĂŒndigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!" [MARK. 16,15] [SLT] "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." [MATTH. 28,20] Aufgabe der Gemeinde durch die VerkĂŒndigung des Evangeliums Jesu Christi ist es "den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden." [RĂ. 16,26] kundgetan. Es gibt keinen [wahren] Gehorsam auĂer dem des Glaubens, keine [echte] Moral auĂer der des Glaubens. Somit ist erwiesen, dass der Gemeinde â und nicht dem Staat â die Bewahrung der Moral in der Welt anvertraut ist. Damit ist zugleich die Frage geklĂ€rt, ob der Staat Moral oder Religion lehren sollte. Der Staat kann dies nicht. Ihm fehlt dazu jegliche Legitimation. Der Geist Gottes und das Evangelium Christi sind fĂŒr diese Lehre unerlĂ€sslich, doch keines davon ist dem Staat anvertraut, beide aber der Gemeinde.
Doch auch wenn dieses Werk der Gemeinde anvertraut ist, so ist ihr damit keineswegs das Vorrecht ĂŒbertragen, Sittlichkeit zu belohnen oder Unsittlichkeit zu bestrafen. Sie bittet, fleht und bewegt die Menschen dazu, sich mit GOTT zu versöhnen und unterweist sie in den GrundsĂ€tzen und der Praxis der Sittlichkeit. Es obliegt ihr, durch moralische Ermahnung oder geistliche Zurechtweisung die Reinheit und Disziplin ihrer Mitglieder zu wahren. Aber es steht ihr nicht zu, Sittlichkeit zu belohnen oder Bestrafungen zu verhĂ€ngen. Dies obliegt allein GOTT. Sittlichkeit und Unsittlichkeit entspringen den verborgenen BeweggrĂŒnden des Herzens und da allein GOTT das Herz kennt, kann auch nur ER Verdienst oder Schuld beurteilen, die mit Fragen der Moral verbunden sind.
Damit ist klar, dass keinem Menschen und keiner Versammlung oder Organisation von Menschen irgendein Recht zusteht, Unmoral zu bestrafen. Wer dies versucht, maĂt sich das Vorrecht Gottes an. Die Inquisition war die zwangslĂ€ufige Konsequenz aus dem Anspruch einer menschlichen Organisation, Unmoral zu bestrafen, denn um Unmoral zu bestrafen, muss man zwangslĂ€ufig irgendwie Zugang zu den Gedanken und Absichten des Herzens erlangen.
All diese Belege untermauern den einfachen â dem gesunden Menschenverstand entsprechenden â Grundsatz, dass staatlicher Gewalt nur das obliegt, was der Begriff selbst impliziert â nĂ€mlich das, was zivilrechtlicher Natur ist. Der Zweck staatlicher Gewalt ist bĂŒrgerlicher, nicht moralischer Art. Ihre Aufgabe besteht darin, die gesellschaftliche Ordnung zu wahren und den BĂŒrgern durch Schutz vor jeglichem respektlosem Verhalten Sicherheit zu gewĂ€hrleisten. Moral ist Sache Gottes, bĂŒrgerliches Zusammenleben Sache des Staates. Was Moral anbetrifft, ist man GOTT gegenĂŒber verantwortlich, was bĂŒrgerliches Leben anbetrifft, dem Staat gegenĂŒber. [Der HERR Selbst sagte diesbezĂŒglich:] "So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" [MATTH. 22,21] [SLT]
Man könnte jedoch fragen: Erzwingt staatliche Gewalt nicht die Einhaltung der Gebote Gottes â "Du sollst nicht töten",  "Du sollst nicht ehebrechen",  "Du sollst nicht stehlen" und "Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen" [2. MO. 20,13-16]? Bestraft staatliche Gewalt nicht die Ăbertretung dieser Gebote Gottes? Die staatliche Gewalt erzwingt weder deren Einhaltung noch bestraft sie deren Ăbertretung als Gebote Gottes. Der Staat verbietet zwar Mord, Diebstahl und Meineid â manche Staaten verbieten sogar Ehebruch â aber nicht als Gebote Gottes. Seit jeher haben Regierungen, die nichts von GOTT wussten, diese Dinge untersagt. WĂŒrde die staatliche Gewalt versuchen, diese als Gebote Gottes durchzusetzen, mĂŒsste sie den Mann, der einen anderen hasst, als Mörder und jemand, der ein falsches GerĂŒcht verbreitet, als Meineidigen bestrafen. Sie mĂŒsste jemand, der unreine Gedanken hegt, als Ehebrecher und den Mann, der seinen NĂ€chsten betrĂŒgen möchte, als Dieb bestrafen â denn all diese Dinge sind Ăbertretungen der Gebote Gottes. Sollte der Staat diese Dinge also als Gebote Gottes durchsetzen, mĂŒsste er [auch] die Gedanken und Absichten des Herzens bestrafen. Dies liegt jedoch nicht im ZustĂ€ndigkeitsbereich irgendeiner irdischen Macht. Es ist offensichtlich, dass jede solche Macht, die dies versuchen wĂŒrde, sich damit lediglich an Gottes Stelle setzen und sich Gottes Vorrecht anmaĂen wĂŒrde.
( Alonzo T. Jones, Juli 1889 )
Wenn Menschen jemals moralisch gemacht werden sollen, so muss dies durch den Urheber bzw. die Quelle aller Moral geschehen. [So schreibt Paulus:] "Jetzt aber ist auĂerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeitâ [die Moral] â Gottes offenbar gemacht worden die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nĂ€mlich die Gerechtigkeit â [die Moral] â Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. ..." [RĂ. 3,21-22] [SLT] Allein durch die Moral Christi können Menschen moralisch gemacht werden. Und diese Moral Christi ist die Moral Gottes, die uns um Christi willen zugerechnet wird; wir empfangen sie durch den Glauben an IHN. Sodann wird durch den Geist Gottes das Sittengesetz neu in Herz und Sinn geschrieben, wodurch die Seele zum Gehorsam â zur Moral â geheiligt wird. Und es gibt keine andere [tatsĂ€chliche] Moral in dieser Welt. Da Moral von GOTT ausgeht und durch den Geist Gottes â im Glauben an den Sohn Gottes â in das Herz gepflanzt wird, geben Zeugnisse der Heiligen Schrift klaren Beweis dafĂŒr, dass allein GOTT die Festigung der Moral obliegt.
Da GOTT der alleinige Urheber der Moral ist, welche Instanz hat [dann] ER zur Bewahrerin der Moral in der Welt bestimmt â die Gemeinde oder staatliche Gewalt? Die Gemeinde und nur die Gemeinde. [Denn] diese ist "die Gemeinde des lebendigen Gottes ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit." [1. TIM. 3,15]  Zu ihren Gliedern sprach CHRISTUS: "Geht hin in alle Welt und verkĂŒndigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!" [MARK. 16,15] [SLT] "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." [MATTH. 28,20] Aufgabe der Gemeinde durch die VerkĂŒndigung des Evangeliums Jesu Christi ist es "den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden." [RĂ. 16,26] kundgetan. Es gibt keinen [wahren] Gehorsam auĂer dem des Glaubens, keine [echte] Moral auĂer der des Glaubens. Somit ist erwiesen, dass der Gemeinde â und nicht dem Staat â die Bewahrung der Moral in der Welt anvertraut ist. Damit ist zugleich die Frage geklĂ€rt, ob der Staat Moral oder Religion lehren sollte. Der Staat kann dies nicht. Ihm fehlt dazu jegliche Legitimation. Der Geist Gottes und das Evangelium Christi sind fĂŒr diese Lehre unerlĂ€sslich, doch keines davon ist dem Staat anvertraut, beide aber der Gemeinde.
Doch auch wenn dieses Werk der Gemeinde anvertraut ist, so ist ihr damit keineswegs das Vorrecht ĂŒbertragen, Sittlichkeit zu belohnen oder Unsittlichkeit zu bestrafen. Sie bittet, fleht und bewegt die Menschen dazu, sich mit GOTT zu versöhnen und unterweist sie in den GrundsĂ€tzen und der Praxis der Sittlichkeit. Es obliegt ihr, durch moralische Ermahnung oder geistliche Zurechtweisung die Reinheit und Disziplin ihrer Mitglieder zu wahren. Aber es steht ihr nicht zu, Sittlichkeit zu belohnen oder Bestrafungen zu verhĂ€ngen. Dies obliegt allein GOTT. Sittlichkeit und Unsittlichkeit entspringen den verborgenen BeweggrĂŒnden des Herzens und da allein GOTT das Herz kennt, kann auch nur ER Verdienst oder Schuld beurteilen, die mit Fragen der Moral verbunden sind.
Damit ist klar, dass keinem Menschen und keiner Versammlung oder Organisation von Menschen irgendein Recht zusteht, Unmoral zu bestrafen. Wer dies versucht, maĂt sich das Vorrecht Gottes an. Die Inquisition war die zwangslĂ€ufige Konsequenz aus dem Anspruch einer menschlichen Organisation, Unmoral zu bestrafen, denn um Unmoral zu bestrafen, muss man zwangslĂ€ufig irgendwie Zugang zu den Gedanken und Absichten des Herzens erlangen.
All diese Belege untermauern den einfachen â dem gesunden Menschenverstand entsprechenden â Grundsatz, dass staatlicher Gewalt nur das obliegt, was der Begriff selbst impliziert â nĂ€mlich das, was zivilrechtlicher Natur ist. Der Zweck staatlicher Gewalt ist bĂŒrgerlicher, nicht moralischer Art. Ihre Aufgabe besteht darin, die gesellschaftliche Ordnung zu wahren und den BĂŒrgern durch Schutz vor jeglichem respektlosem Verhalten Sicherheit zu gewĂ€hrleisten. Moral ist Sache Gottes, bĂŒrgerliches Zusammenleben Sache des Staates. Was Moral anbetrifft, ist man GOTT gegenĂŒber verantwortlich, was bĂŒrgerliches Leben anbetrifft, dem Staat gegenĂŒber. [Der HERR Selbst sagte diesbezĂŒglich:] "So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" [MATTH. 22,21] [SLT]
Man könnte jedoch fragen: Erzwingt staatliche Gewalt nicht die Einhaltung der Gebote Gottes â "Du sollst nicht töten",  "Du sollst nicht ehebrechen",  "Du sollst nicht stehlen" und "Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen" [2. MO. 20,13-16]? Bestraft staatliche Gewalt nicht die Ăbertretung dieser Gebote Gottes? Die staatliche Gewalt erzwingt weder deren Einhaltung noch bestraft sie deren Ăbertretung als Gebote Gottes. Der Staat verbietet zwar Mord, Diebstahl und Meineid â manche Staaten verbieten sogar Ehebruch â aber nicht als Gebote Gottes. Seit jeher haben Regierungen, die nichts von GOTT wussten, diese Dinge untersagt. WĂŒrde die staatliche Gewalt versuchen, diese als Gebote Gottes durchzusetzen, mĂŒsste sie den Mann, der einen anderen hasst, als Mörder und jemand, der ein falsches GerĂŒcht verbreitet, als Meineidigen bestrafen. Sie mĂŒsste jemand, der unreine Gedanken hegt, als Ehebrecher und den Mann, der seinen NĂ€chsten betrĂŒgen möchte, als Dieb bestrafen â denn all diese Dinge sind Ăbertretungen der Gebote Gottes. Sollte der Staat diese Dinge also als Gebote Gottes durchsetzen, mĂŒsste er [auch] die Gedanken und Absichten des Herzens bestrafen. Dies liegt jedoch nicht im ZustĂ€ndigkeitsbereich irgendeiner irdischen Macht. Es ist offensichtlich, dass jede solche Macht, die dies versuchen wĂŒrde, sich damit lediglich an Gottes Stelle setzen und sich Gottes Vorrecht anmaĂen wĂŒrde.
( Alonzo T. Jones, Juli 1889 )

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Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die AbkĂŒrzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden fĂŒr King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten EinfĂŒgungen von mir, die einer besseren VerstĂ€ndlichkeit nach Ăbertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.