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📃 Mit CHRISTUS vereint sein.

📃 Mit CHRISTUS vereint sein.
Bist Du von CHRISTUS getrennt? Und falls ja, solltest Du von IHM getrennt bleiben? Dies sind Fragen, die das Wohlergehen jedes Einzelnen auf Erden entscheidend betreffen. Sie zu beantworten, sollte Vorrang vor allen anderen Angelegenheiten haben.

Zwei Parteien sind in dieser Angelegenheit involviert: Der HERR und Du selbst. Wenn diese Verbindung nicht besteht – liegt es dann an IHM oder an Dir? Wenn Du getan hast, was ER Dir auftrug, und ER dennoch zuließ, dass Dich etwas von IHM trennt, oder wenn eine Macht – stärker ist als die Seine – IHN daran gehindert hätte, die Dir gegebene Verheißung zu erfüllen, dann läge die Schuld bei IHM. Andernfalls liegt sie bei Dir. Und obwohl klar ist, dass ER Seine Versprechen weder brechen noch vergessen kann und IHM alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist – sodass sich IHM keine Macht in den Weg stellen könnte – entschuldigen wir uns oft für die Trennung, deren wir uns bewusst sind, indem wir IHM die Schuld zuschreiben. Wir sind uns nicht bewusst, irgendetwas Bestimmtes getan zu haben, das die Verbindung verhindert hätte und so schieben wir – stillschweigend, wenn nicht gar offen – GOTT die Schuld zu und leben weiter, als bestünde unsere einzige Möglichkeit darin, darauf zu warten, dass der HERR Sich uns in besonderer Weise offenbart und Sich mit uns vereint. Das liegt daran, dass wir uns –  aufgrund der Heimtücke der Sünde – nicht im Klaren darüber sind, was IHN von uns trennt.

Glaubst Du, GOTT sei fern von Dir, weil Du IHN weder sehen noch hören kannst? Liegt es daran, dass Du in Gefahr oder Bedrängnis bist – leidend aufgrund eines Unglücks, das Dich ereilt hat, oder in Armut, ohne Nahrung oder ausreichende Kleidung? Dies sind Dinge, die Menschen das Gefühl geben, von GOTT getrennt zu sein und sie denken so, weil sie es so empfinden. Doch der HERR hat uns gezeigt, dass wir uns auf etwas Besseres stützen können als auf Gefühle. ER sagte uns gerade diesbezüglich etwas, das befähigt, all diese Gefühle zu ignorieren, in dem Wissen, dass der Eindruck, den sie auf uns machen, nicht der Wahrheit entspricht. Durch den Apostel Paulus übermittelte GOTT die [folgenden] Worte, die uns noch heute dasselbe zusichern: "Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? ... In diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn." [RÖ. 8,35.37-39] [ELB]

Keines dieser Dinge – auch nicht alle zusammen – kann uns also von GOTT trennen. Wenn es also eine Trennung gibt, so liegt das nicht an einer Ursache dieser Art. Es liegt nicht daran, dass wir den HERRN weder sehen noch hören oder das Gefühl haben, nicht ganz in Seiner Nähe zu sein. Das Problem ist, dass unsere Gefühle Teil unserer menschlichen Natur und von natürlichen Bedingungen abhängig sind, wir jedoch versuchen, sie zu benutzen, um geistliche Wahrheiten zu offenbaren. Dafür sind sie [aber] keineswegs geeignet. Sie stehen in keinerlei Verbindung zu geistlichen Dingen. Sie können zwar von geistlichen Dingen beeinflusst werden, vermögen aber selbst nicht auf diese Einfluss zu nehmen. Daher dürfen wir unsere Gefühle – wie auch immer sie beschaffen sein mögen – nicht als Maßstab für unser Verhältnis zu geistlichen Dingen betrachten. Ein düsteres oder bedrücktes Gefühl ist kein Beweis dafür, dass sich GOTT zurückgezogen hat, ebenso wenig wie eine Wolke, die den Himmel verdeckt, ein Beweis dafür wäre, dass die Sonne weiter entfernt ist als zu dem Zeitpunkt, als sie hell herab strahlte. Im christlichen Leben spielen Gefühle eine gänzlich untergeordnete Rolle. Zuerst kommt die Erkenntnis, dann das Gefühl – und diese Reihenfolge kehrt sich niemals um.

Menschen versuchen ständig, GOTT mit ihren natürlichen Sinnen wahrzunehmen. Auf diese Weise ist ER jedoch niemals zu finden. Der unzivilisierte Heide glaubt, ER brauche einen Gott haben, den er zu sehen vermag. Also fertigt er ein Bildnis aus Holz oder Stein, das aber nicht GOTT ist. Und warum tut er das? Ganz einfach, weil er nichts über den einzigen wahren Weg– den Glauben– weiß, GOTT wahrzunehmen und zu erkennen. Sein zivilisierter Bruder weiß zwar, dass man Holz oder Stein nicht anbeten sollte, doch auch er glaubt sehr oft nichts Besseres, als dass GOTT auf irgendeine Weise mit natürlichen Sinnen zu finden sein müsse. Und wenn diese ihm GOTT nicht offenbaren, denkt er entweder, dass GOTT nicht existiert, oder dass ER, Sich zu weit entfernt hat. Menschen haben sich eine bestimmte Art und Weise ausgedacht, in welcher sich – ihrer Überzeugung nach – GOTT offenbaren müsste, wenn ER nah wäre. Und wenn keine solche Offenbarung eintritt, kommen sie zu dem Schluss, dass GOTT nicht näher kommt als an die äußersten Ränder ihres individuellen Lebens.

All dies ist das Ergebnis des Versuchs, GOTT auf verschiedenen Wegen des Fleisches zu finden und zu erkennen. Und all dies ist zum Scheitern verurteilt, weil es nicht Gottes Weg ist. Der HERR hat den Glauben als Weg vorgesehen, wo ER Sich dem Menschen offenbart – und zwar gerade deshalb, weil der Mensch IHN auf keinerlei Weise aus eigenem Vermögen erkennen könnte. Der Mensch kann GOTT nicht finden, solange er nicht zu IHM kommt und das vermag er nicht ohne Glauben denn [es steht geschrieben:] "Ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde." [HEBR. 11,6] 

Das Zeugnis des Glaubens steht im direkten Gegensatz zum Zeugnis der natürlichen Sinne. Während Letztere behaupten, GOTT sei – sofern ER überhaupt existiere – fern und lasse sich nur selten oder gar nie dazu herab, die Belange des Einzelnen zu beachten, verkündet der Glaube, dass ER ganz nahe ist. Durch den Glauben weiß ein Mensch, dass GOTT ihm nahe ist und ihn wahrnimmt, denn der Glaube kann nicht lügen, da er nur das bezeugt, was das Wort Gottes besagt. Im Glauben kann der Einzelne aufblicken und sich selbst in tiefster Bedrängnis freuen, in der Gewissheit, dass er – allen gegenteiligen Anscheins zum Trotz – mit CHRISTUS vereint ist und von den ewigen Arme seines himmlischen Vaters getragen wird.

Der Glaube bezeugt, dass GOTT uns nahe ist – ja, dass ER "nicht fern ist von jedem von uns." [APG. 17,27] [ELB] Das natürliche Auge kann IHN nicht sehen, doch der Glaube sagt: ER ist da. Wenn unsere Gefühle uns einreden wollen, ER sei weit entfernt, so sagt der Glaube: ER ist nahe. Der Glaube bezeugt, dass CHRISTUS Sich mit der Menschheit verbunden und mit ihr eins gemacht hat, denn wir lesen, dass ER "in allem seinen Brüdern gleich" [HEBR. 2,17] [LUT2017] wurde  und keinesfalls "kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten." [HEBR. 4,15] [SLT] CHRISTUS tat also alles in Seiner Macht Stehende, um Sich mit uns zu vereinen. Wenn wir nicht mit IHM vereint sind, so liegt das nicht an IHM, sondern an uns. Und alles, was wir tun müssen, um mit IHM vereint zu werden, ist, in Übereinstim-mung mit IHM zu kommen – das heißt, IHM zuzustimmen und zu bezeugen, dass Sein Wort wahr ist. ER hat die Verbindung zwischen Sich und jedem Einzelnen von uns bereits vervollkommnet, das einzige Hindernis, das noch besteht, ist unser freier Wille, Seinem Wort zu glauben oder es abzulehnen. An uns liegt es zu glauben – also nicht bloß zustimmend zu Seinem Wort zu nicken, sondern darauf zu bauen und uns mit allem, was wir haben und worauf wir hoffen, darauf zu stützen. Solange wir dies tun, ist die Verbindung mit CHRISTUS vollkommen, ganz gleich, wie unsere Lebensumstände beschaffen sind oder welche Gefühle und Eindrücke sie vermitteln. Wenn wir jedoch nicht glauben, machen wir – was uns betrifft – all das zunichte, was der HERR tat, um Sich mit uns zu vereinen und dann stehen wir nicht besser da, als wäre GOTT tatsächlich so weit von uns entfernt, wie wir es uns vorgestellt haben.

Der HERR bezeugt [durch Jesaja:] "Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört!" [JES. 59,1-2] [SLT] Hier wird mit anderen Worten auf fehlenden Glauben verwiesen. Sobald der Glaube, der uns rechtfertigt kommt, verschwinden unsere Missetaten, GOTT "löscht unsere Verbrechen aus wie einen Nebel." [JES. 44,22] [ELB] So kannst Du Dich freuen, weil Du durch den Glauben weißt, dass Du mit CHRISTUS verbunden bist – von DEM Dich weder Höhe noch Tiefe, weder Armut noch Leid, ja nicht einmal der Tod selbst zu trennen vermag. Und so wird ein helles Licht in Dich hinein strahlen – noch heute, wenn Du es nur zulässt – um, wenn der äußere Schein und die Gefühle Deines eigenen Herzens gegen Dich sprechen, Deine dunkelsten Stunden zu erhellen und wird Dir jene Kraft verleihen, die einst jenen zuteil wurde, die "aus Schwachheit zu Kraft gekommen sind." [HEBR. 11,34] [SLT]

( Ellet J. Waggoner, März 1894 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 23.07.2026 21:34
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits mehr als 130 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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