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📃 Die Wissenschaft der Erlösung (Fortsetzung)

📃 Die Wissenschaft der Erlösung (Fortsetzung)
Verstehe mich [bitte] nicht falsch. Ich greife keineswegs andere Wissenschaften an. Ich behaupte auch nicht, dass alle anderen Wissenschaften ignoriert und jeglicher Beachtung unwĂŒrdig angesehen werden sollten. Nein – ich sage [nur], dass diese Wissenschaft grĂ¶ĂŸere Bedeutung als alle anderen besitzt und dass alles, was wir in letzteren erforschen, im Geiste der Unterordnung unter die [eine] Wissenschaft– die grĂ¶ĂŸer ist als sie– ausgeĂŒbt werden sollte. Jede andere Wissenschaft sollte gegenĂŒber dieser Wissenschaft einen untergeordneten Platz einnehmen. EntsprĂ€che es wissenschaftlicher, Einstellung, wenn jemand sein bestes und höchstes Denken einer Wissenschaft widmen wĂŒrde, trotz absoluter Gewissheit, dass ihm eine höhere Wissenschaft zur Wahl stĂŒnde? WĂ€re das wissenschaftlich? – Nein. Somit ist jeder Mensch, der seine  höchsten Gedanken und all seine KrĂ€fte nicht zuallererst auf diese Wissenschaft richtet und ihr nicht erlaubt, ĂŒber allen anderen Wissenschaften zu stehen, nicht wissenschaftlich. Er ist auch nicht weise, denn diese Wissenschaft betrifft das Heil– das ewige Leben. Angenommen, ich wĂŒrde mein ganzes Leben anderen Wissenschaften widmen und diese vernachlĂ€ssigen – erhielte ich so das Heil? WĂŒrde ich ewiges Leben erhalten? – Nein. Wie lange könnte ich in solchem Fall die anderen Wissenschaften studieren? – Höchstens etliche Jahre. Dann wĂ€re meine Arbeit bezĂŒglich dieser Wissenschaften fĂŒr immer beendet und ich hĂ€tte nie wieder  Gelegenheit, sie zu studieren. Wenn ich mich aber zuerst dieser einen zuwende und den anderen einen untergeordneten Platz einrĂ€ume, bis ich mir in ersterer alles verfĂŒgbare Wissen gesichert hĂ€tte, dann wĂŒrde ich Gelegenheit haben, die anderen bis in alle Ewigkeit zu studieren. Ist das dann nicht der klĂŒgere– der einzig wissenschaftliche und vernĂŒnftige– Weg? Gewiss ist es so. Nun gut, dann lasst uns [so] wissenschaftlich vorgehen.

Betrachten wir einen weiteren Zusammenhang. Die Textstelle, die wir [im vorigen Artikel] ĂŒber die Engel angesehen haben, begann bezogen auf die Propheten wie folgt: "Im Hinblick auf diese Rettung suchten und forschten Propheten, die ĂŒber die an euch ⟹erwiesene⟩ Gnade weissagten." [1. PETR. 1,10] [ELB], als sie vorausschauend ĂŒber die Leiden Christi und der darauf folgenden Herrlichkeit Zeugnis ablegten.

Von den Propheten also wurde die Wissenschaft der Erlösung– das Resultat von Gottes Denken zum Thema Erlösung– schriftlich fixiert. Die wissenschaftliche Abhandlung, die Wissenschaft der Erlösung betreffend, stammt von den Propheten. Und wussten diese etwas ĂŒber andere Wissenschaften? – Ja, wir finden das durch zahlreiche Stellen [der Heiligen Schrift] bestĂ€tigt und die uns jetzt zur VerfĂŒgung stehende Zeit reicht nicht auf all diese einzugehen. Aber zwei oder drei Punkte sollen– als Nachweis dafĂŒr, dass sie tatsĂ€chlich Kenntnisse darĂŒber besaßen – betrachtet werden.

EINE ASTRONOMISCHE AUSSAGE

Im fĂŒnfzehnten Kapitel des ersten Korintherbriefes findet sich eine wissenschaftliche Aussage, die [bereits] etwa 1.700 Jahre vor ihrer Entdeckung durch die Wissenschaft getroffen wurde. Sie war ĂŒber all diese Jahrhunderte dort zu finden, doch die Wissenschaftler, in deren Fachgebiet sie gehört, erkannten sie aufgrund ihres Denkmusters nicht. Es handelt sich um die Aussage einer astronomischen Wahrheit. Wer an die [entsprechende] Aussage in der Bibel glaubte, kannte sie– auch wenn er das Wort "Astronomie" noch nie gehört hatte–  bereits die ganze Zeit, die Wissenschaft des Menschen jedoch wusste nichts von ihr und entdeckte sie erst nach 1.700 Jahren, wo sich herausstellte, dass sie wissenschaftlich korrekt war. Sie lautet: "Einen anderen Glanz hat die Sonne und einen anderen Glanz der Mond, und einen anderen Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom anderen im Glanz." [1. KOR. 15,41] [SLT]

Das war vor hundert Jahren noch nicht bekannt, denn vor etwa dieser Zeit kritisierte ein Mann, der sich selbst fĂŒr einen bedeutenden Astronomen hielt und von seinen Kollegen auch als solcher angesehen wurde, diese Aussage als falsch. Als Beweis fĂŒr die Unwissenheit der Bibelschreiber– denn er glaubte, der Bibelschreiber gehe davon aus, dass sich ein Stern von einem anderen Stern in Herrlichkeit und Helligkeit unterscheide– anstatt in der Entfernung. ... Seine Vorstellung war, dass der einzige Grund, weshalb uns ein Stern heller und schöner erscheint als ein anderer erscheint, darin besteht, dass ersterer uns nĂ€her als letzterer ist, sodass wir mehr von seinem Licht empfangen. Doch heute gilt es in allen Bereichen der Wissenschaft als erwiesene Tatsache, dass Sterne selbst – in ihrer Pracht, ihrer Schönheit und ihrer Farbenvielfalt – ebenso große Unterschiede aufweisen wie Blumen auf der Erde. Wenn wir also Blumen, die sich uns auf einem weiten Feld darbieten, in ihrer ganzen Pracht und Farbvielfalt betrachten und die Sterne am Himmel ebenso deutlich sehen könnten wie jene, so wĂŒrden wir die einen als ebenso vielfĂ€ltig und schön wahrnehmen wie die anderen. Das ist heute bekannt, doch als diese Passage an die Korinther geschrieben wurde, war es noch nicht der Fall.

Die Frage ist: War das, was Paulus an jenem Tag schrieb und nach Korinth ĂŒbermittelte,  nicht eine wissenschaftliche Aussage– nicht die Aussage einer wissenschaftlichen Wahrheit–  genauso sicher wie dies heute der Fall ist? Die Entdeckung der Wissenschaft, dass es sich um eine Wahrheit handelte, machte sie nicht zur Wahrheit, noch fĂŒgte sie ihrem Wahrheitsgehalt auch nur ein Jota hinzu. Ihre Entdeckung zeigte lediglich, dass Menschen etwas Wahres entdeckt hatten, das sie zuvor nicht kannten, weil sie der Bibel keinen Glauben schenkten. HĂ€tten sie es jedoch in der Bibel gelesen, es geglaubt und angenommen, hĂ€tten sie diesen wissenschaftlichen Sachverhalt schon lange gekannt, bevor irgendein Wissenschaftler ihn entdeckt hĂ€tte.

SCHWERKRAFT UND DIE BIBEL

Betrachten wir noch etwas von einer weiteren Wissenschaft. Sir Isaac Newton saß eines Tages unter einem Apfelbaum. Ein Apfel fiel von einem Ast in seiner NĂ€he herunter. Schon oft waren zuvor Äpfel von BĂ€umen gefallen. Er hatte schon zuvor gesehen, wie Äpfel von BĂ€umen fielen. Doch an diesem Tag war er nachdenklich und begann zu grĂŒbeln. Warum fiel dieser Apfel? Es musste daran liegen, dass die Erde einen Einfluss auf ihn ausĂŒbte, um ihn zu sich heranzuziehen. Da die Erde grĂ¶ĂŸer ist als der Apfel, wĂŒrde sie ihn zu sich heranziehen, sobald er sich vom Baum löste. Er fragte sich: "Wenn ich diesen Apfel nehme und ihn so hoch werfe, wie ich kann, fĂ€llt er wieder auf die Erde?" Wenn es also der Einfluss der Erde war, der ihn diese kurze Strecke zurĂŒckbrachte, und ich ihn so hoch wie möglich werfe und er wieder zurĂŒckkommt, dann ist das der Beweis, dass der Einfluss der Erde so weit von der Erde weg reicht, ihn an sich bindet und zurĂŒckholt.“ Wenn ich ihn eine Meile hoch werfen könnte und er zurĂŒckkĂ€me, dann wĂ€re klar, dass dieser Einfluss eine Meile weit reicht, um ihn zurĂŒckzubringen." Dann, sagte er: "Wenn das wahr ist, mĂŒsste dieser Einfluss bis zum Mond reichen. Ich frage mich, ob er tatsĂ€chlich bis zum Mond reicht? Ich werde hingehen und nachsehen." Er ging nach Hause, setzte sich hin, holte die astronomischen Berechnungen zur Umlaufbahn des Mondes hervor und ĂŒberdachte eine lange Reihe von Zahlen, aber sie bestĂ€tigten seine Annahme nicht. Er versuchte es immer wieder, doch sie sprachen nicht dafĂŒr. Er konnte den Einfluss nicht bis zum Mond nachweise. Er legte das Thema, wenn ich mich recht erinnere, fĂŒr etwa zehn Jahre beiseite, bevor er sich ihm erneut widmete. Eines Tages wurde eine neue Berechnung der Mondbahn veröffentlicht, die einige Ungenauigkeiten in frĂŒheren Zahlen korrigierte. Als diese veröffentlicht wurde, sagte Newton: "Ich frage mich, ob sie das beinhaltet, was ich benötige." Er besorgte sich die Ergebnisse, machte sich an die Arbeit und berechnete eine lange Reihe von Zahlen, ĂŒber die Du und ich natĂŒrlich staunen wĂŒrden. Aber schließlich kam er bis auf zwei oder drei Ziffern an das Ergebnis heran und sah, dass es passte. Er war von dieser wunderbaren Tatsache so ĂŒberwĂ€ltigt, dass er seine Berechnungen nicht zu Ende bringen konnte. Der Stift fiel ihm aus der Hand und er musste einen Freund bitten, dies fĂŒr ihn zu erledigen. Der Freund tat dies, und Sir Isaac Newton hatte eine wissenschaftliche Tatsache bewiesen, oder besser gesagt, eine neue Wissenschaft, die man Gravitation nennt. Und seitdem ist er legendĂ€r.

Das war in der Tat eine großartige Sache. Doch dies stand bereits – lange bevor Sir Isaac Newton es in der Natur entdeckte – vor 2.500 Jahren [wie folgt] im Wort Gottes geschrieben: "Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen? Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefasst? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die HĂŒgel mit Waagschalen?" [JES. 40,12] [SLT]

Wer erschuf das Gleichgewicht des Universums? – GOTT [natĂŒrlich]. Jesaja hat dies bereits fast 2.500 Jahre vor Sir Isaac Newton bekundet. Es war damals eine wissenschaftliche Tatsache, wie es schon immer eine wissenschaftliche Wahrheit war und diese wurde nicht wissenschaftlicher, nur weil Newton sie entdeckte. Nein, die Wissenschaftler haben lediglich etwas entdeckt, was sie zuvor nicht wussten, das aber schon viele Jahrhunderte in der Bibel stand.

Schwerkraft entspricht schlicht und einfach dem Gleichgewicht des Universums. Es ist jenes Prinzip, jenes Gesetz – wie Wissenschaftler sagen wĂŒrden – durch welches das Gleichgewicht des Universums aufrechterhalten wird. Das heißt, jeder Körper im Universum wirkt auf jeden anderen Körper und steht mit ihm im Gleichgewicht. Nicht nur jeder Körper, sondern jedes Materieteilchen im Universum zieht jedes andere Materieteilchen im Universum an bzw. wirkt auf dieses.

In der physischen Welt entspricht dies ganz einfach dem, was die Bibel in Bezug auf das Leben lehrt. Man kann niemanden und nichts berĂŒhren, ohne dass dies im gesamten Universum wahrgenommen wird. [CHRISTUS sagte bezĂŒglich der Spatzen:] "Nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater." [MATTH. 10,29] [ELB] Kein Spatz fĂ€llt, ohne dass sein Fall im gesamten Universum wahrgenommen wird. Dies ist ganz einfach eine Tatsache, die dem entspricht.

Und es gibt es eine Tatsache auf geistiger Ebene, die den vorstehend betrachteten entspricht. [So bezeugt David:] "Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? FĂŒhre ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. NĂ€hme ich FlĂŒgel der Morgenröte und bliebe am Ă€ußersten Meer, so wĂŒrde auch dort deine Hand mich fĂŒhren und deine Rechte mich halten." [PS. 139,7-10] [LUT2017]

Wenn Du oder ich einen richtigen Gedanken fassen– wird er irgendwo anders wahrgenommen? Wir fassen einen falschen Gedanken. Was ist ein solcher Gedanke? – SĂŒnde. Beginnt SĂŒnde dann etwa nicht in Gedanken? Wird meine SĂŒnde [noch] woanders im Universum wahrgenommen als von mir? Wer nimmt sie [ebenfalls] wahr? – GOTT, durch Seinen Geist. Ja, es gibt keine geistige Tatsache im Universum, die nicht wahrgenommen oder nicht verspĂŒrt wird– keinen Gedanken, sei er gut oder böse, der nicht bekannt ist. Erkennst Du Gravitation auf dieser Basis als eine göttliche Wissenschaft? Sir Isaac Newton entdeckte lediglich eine Wahrheit im Universum, die mit anderen Wahrheiten des Universums ĂŒbereinstimmt. (Fortsetzung folgt nĂ€chste Woche.)

( Alonzo T. Jones, Juni 1897 ) 

Kommentare

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JesusComesBackSoon 21.07.2026 20:50
FĂŒr alle, die der vorherige Artikel zum gleichem Thema interessieren sollte, gerne der nachstehende Link:

https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/166545/
 
JesusComesBackSoon 21.07.2026 20:51
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit fĂŒr das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

FĂŒr diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die AbkĂŒrzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden fĂŒr King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten EinfĂŒgungen von mir, die einer besseren VerstĂ€ndlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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