"Landesbischof Gohl: Mit Israelkritik zurückhalten"
20.07.2026 11:11
"Landesbischof Gohl: Mit Israelkritik zurückhalten"
20.07.2026 11:11
"Landesbischof Gohl: Mit Israelkritik zurückhalten"
"Er rief auf der Synode zur Solidarität mit jüdischen Gemeinden auf.
Die Kirche sollte sich mit öffentlicher Kritik an Israel zurückhalten. Das mahnte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl am 3. Juli in seinem Bericht vor der in Stuttgart tagenden Landessynode an. Solidarität mit der palästinensischen Hamas oder der libanesischen Hisbollah sei falsch und helfe auch nicht den Palästinensern. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 habe auch in Deutschland der Antisemitismus in einem Maß zugenommen, das er zuvor nicht für möglich gehalten habe. „Die jüdischen Gemeinden brauchen unsere Solidarität mehr denn je.“ Gohl warnte zudem vor den möglichen Folgen eines AfD-Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt. Statt der Amtskirchen wolle sie Freikirchen unterstützen, die ein konservatives Familienbild verträten. Zum Hintergrund: Ein solcher Passus war zwar in einem ursprünglichen Entwurf des Regierungsprogramms enthalten, in der im April verabschiedeten Fassung fehlt er allerdings. Gohl führte weiter aus, dass eine solche Vorgehensweise zutiefst antidemokratische Züge trage. Denn die AfD mache finanzielle Unterstützung davon abhängig, ob die Inhalte den eigenen Vorstellungen entsprächen oder nicht. (Anmerkung: Demokratie fordern, aber dann selber antidemokratisch sein. Das zum Thema Wasser predigen und Wein trinken).
Debatte über Haltung zu Israel
Christian Gehring vom theologisch konservativen Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“ erinnerte in der Aussprache daran, dass sich nur wenige hundert Meter von dem Tagungsgebäude der Landessynode entfernt eine jüdische Synagoge befinde. Den Menschen dort schlage jeden Tag Hass und Hetze entgegen. Jeder Mensch, der vor einer Synagoge demonstriere und Juden „angehe“, sei kein Israelkritiker, sondern ein Antisemit. Gerade jetzt müsse man die Beziehungen zu den jüdischen Gemeinden vertiefen. Die Synodale Elisabeth Holm vom linksliberalen Gesprächskreis „Offene Kirche“ forderte, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten und zugleich das Leid der Palästinenser klar zu benennen. Menschliches Leid dürfe niemals gegeneinander aufgerechnet werden.
AfD-Verbotsverfahren gefordert
Senta Zürn vom linksliberalen Gesprächskreis „Offene Kirche“ forderte die Synodalen auf, ein Verbotsverfahren gegen die AfD zu unterstützen. In der Pressemitteilung, die der Gesprächskreis dazu veröffentlichte, heißt es, die württembergische Landeskirche solle sich öffentlich für die Prüfung eines solchen Verfahrens aussprechen."
Die Kirche sollte sich mit öffentlicher Kritik an Israel zurückhalten. Das mahnte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl am 3. Juli in seinem Bericht vor der in Stuttgart tagenden Landessynode an. Solidarität mit der palästinensischen Hamas oder der libanesischen Hisbollah sei falsch und helfe auch nicht den Palästinensern. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 habe auch in Deutschland der Antisemitismus in einem Maß zugenommen, das er zuvor nicht für möglich gehalten habe. „Die jüdischen Gemeinden brauchen unsere Solidarität mehr denn je.“ Gohl warnte zudem vor den möglichen Folgen eines AfD-Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt. Statt der Amtskirchen wolle sie Freikirchen unterstützen, die ein konservatives Familienbild verträten. Zum Hintergrund: Ein solcher Passus war zwar in einem ursprünglichen Entwurf des Regierungsprogramms enthalten, in der im April verabschiedeten Fassung fehlt er allerdings. Gohl führte weiter aus, dass eine solche Vorgehensweise zutiefst antidemokratische Züge trage. Denn die AfD mache finanzielle Unterstützung davon abhängig, ob die Inhalte den eigenen Vorstellungen entsprächen oder nicht. (Anmerkung: Demokratie fordern, aber dann selber antidemokratisch sein. Das zum Thema Wasser predigen und Wein trinken).
Debatte über Haltung zu Israel
Christian Gehring vom theologisch konservativen Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“ erinnerte in der Aussprache daran, dass sich nur wenige hundert Meter von dem Tagungsgebäude der Landessynode entfernt eine jüdische Synagoge befinde. Den Menschen dort schlage jeden Tag Hass und Hetze entgegen. Jeder Mensch, der vor einer Synagoge demonstriere und Juden „angehe“, sei kein Israelkritiker, sondern ein Antisemit. Gerade jetzt müsse man die Beziehungen zu den jüdischen Gemeinden vertiefen. Die Synodale Elisabeth Holm vom linksliberalen Gesprächskreis „Offene Kirche“ forderte, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten und zugleich das Leid der Palästinenser klar zu benennen. Menschliches Leid dürfe niemals gegeneinander aufgerechnet werden.
AfD-Verbotsverfahren gefordert
Senta Zürn vom linksliberalen Gesprächskreis „Offene Kirche“ forderte die Synodalen auf, ein Verbotsverfahren gegen die AfD zu unterstützen. In der Pressemitteilung, die der Gesprächskreis dazu veröffentlichte, heißt es, die württembergische Landeskirche solle sich öffentlich für die Prüfung eines solchen Verfahrens aussprechen."

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