Danke fĂŒr den Blog.Â
Es ist ja alles ein Prozess der Umgestaltung. Â
Als Mensch mit dem naturgemĂ€Ăen Hang zur Verdorbenheit gibt es immer mal Aspekte DES (einzigen) Kreuz, die einem nicht auf Anhieb & MIT FREUDE "schmecken".Â
Manches braucht Zeit.Â
Mir kam Folgendes in den Sinn.. Â
Römer 12,2Â
Und paĂt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laĂt euch (in eurem Wesen) verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prĂŒfen könnt, was der gute und wohlgefĂ€llige und vollkommene Wille Gottes ist. Â
LG
đ Das Kreuz und die Kreuze
22.06.2026 16:41
đ Das Kreuz und die Kreuze
22.06.2026 16:41
đ Das Kreuz und die Kreuze
Der Fehler vieler Menschen besteht darin, dass sie einen Unterschied zwischen dem Kreuz Christi und ihrem eigenen Kreuz machen. Es gibt kein Kreuz, das einem Menschen auf Erden auferlegt wird, auĂer dem Kreuz Christi. Wenn wir uns dessen stets bewusst sind, wird das uns Leben und Freude sein.
Unser HERR gibt uns keine eigenen kleinen Kreuze, angepasst an verschiedene Menschen, wo einer dieses Kreuz und ein anderer jenes hat. Wir können CHRISTUS nicht von Seinem Kreuz trennen. Der HERR wurde gekreuzigt, ER ist der einzig [fĂŒr uns] Gekreuzigte. Deshalb muss jedes Kreuz, das uns begegnet, das Kreuz Christi sein und dieses Kreuz begleitet uns stĂ€ndig. Und in dem Kreuz Christi finden wir CHRISTUS Selbst.
VEREINIGUNG MIT GOTT DURCH DAS KREUZ
Was bekommen wir durch das Kreuz? - Vergebung der SĂŒnden, Versöhnung. [So schreibt Petrus:] "auch Christus hat einmal fĂŒr SĂŒnden gelitten, der Gerechte fĂŒr die Ungerechten, damit er uns zu Gott fĂŒhrte." [1. PETR. 3,18] [SLT] [Und Paulus bezeugt:] "um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz" [EPH. 2,16] [SLT] Es ist also das Kreuz, das uns mit GOTT vereint und eins mit IHM macht. Alles, was also echtes Kreuz ist, ist Leben fĂŒr uns, weil es uns zu GOTT bringt. Betrachten wir die Dinge, die auf uns zukommen, vielleicht werden uns neue Pflichten offenbart, oder auch SĂŒnden gezeigt, die wir verleugnen mĂŒssen. Es werden verschiedene Dinge auftauchen, die unsere Gewohnheiten und unsere eigene Art und Bequemlichkeit direkt durchkreuzen. [Und] uns steht es dann frei auf harte und freudlose Weise unsere Religion zu beklagen und jedem, der in unsere NĂ€he kommt, zu verstehen zu geben, dass sie uns nicht gefĂ€llt, dass wir aber den Dienst Christi ertragen mĂŒssen, in der Hoffnung, dass uns nach und nach etwas Besseres zuteil wird, wenn wir einmal aus diesem zermĂŒrbenden Dienst herauskommen. Oder wir können, in diesem Kreuz Freude, als auch Erlösung, Frieden und Ruhe finden indem wir es als das Kreuz Christi anerkennen.
DAS KREUZ OHNE CHRISTUS
Angenommen, wir sind geizig. Nun, wir mĂŒssen fĂŒr die Sache Gottes Opfer bringen, und so ist uns klar, dass wir etwas geben mĂŒssen. Wir wachsen daran und schrecken davor zurĂŒck, aber schlieĂlich schaffen wir es durch harte Anstrengung, etwas zu geben und denken dann [diesbezĂŒglich], was fĂŒr ein schweres Kreuz wir [doch] getragen haben.
Oder nehmen wir den Sabbat als typischen Fall. Den Sabbat des Herrn zu halten, mag in finanzieller Hinsicht sehr unbequem sein, und wir stolpern vielleicht lange Zeit ĂŒber dieses Kreuz. Aber es steht klar und deutlich geschrieben: "Am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes" [2. MO. 20,10] [SLT] und weil wir den Sabbat nicht halten, haben wir Angst, dass wir verloren gehen könnten. Um uns also vor dem Verderben zu retten, verpflichten wir uns, den Sabbat zu halten. Dies ist ein wöchentliches Kreuz, und wir denken immer an die [damit verbundenen] Unannehmlichkeiten und Entbehrungen. [Und wir meinen], dass wir - weil es so schwer ist - dafĂŒr sicherlich Anerkennung bekommen werden. Nein, wenn wir es so sehen, ist es unser eigenes Kreuz ohne CHRISTUS, und es gibt keine Erlösung auĂer im Kreuz Christi.
Mit tausend anderen Dingen ist es ebenso. Wir trauern ihretwegen, zwingen uns mit Willenskraft "auf die Folterbank" und schlucken die[se Art] "bittere Medizin", wobei wir uns mit dem Gedanken trösten, dass all dies nach und nach ein Ende haben wird und uns keine so schweren Zeiten mehr bevorstehen, wenn wir in das Reich Gottes kommen.
Vielleicht ist das Vorstehende etwas scharf ausgedrĂŒckt und doch ist dies die Vorstellung vom christlichen Leben bei sehr vielen Menschen, die sich als Christen bekennen. Sie singen von "Ruhe nach und nach" und von zukĂŒnftigen Freuden und vermitteln der Welt die Vorstellung, dass es keine [wahre] Freude in der Gegenwart gĂ€be. Es existiert die weit verbreitete Vorstellung, dass je hĂ€rter das Kreuz ist, desto mehr Freude wird es geben, wenn es vorbei mit ihm ist.
HEIDNISCHE UND PĂPSTLICHE BUSSE
Das ist ĂŒberhaupt kein Christentum sondern Heidentum. Wie viel mehr Christentum steckt darin verglichen mit einem Mann, der Kieselsteine in seine Stiefel steckt und auf eine Pilgerreise geht, damit er sich am Ende seiner Reise umso besser fĂŒhlt, je schlechter es ihm unterwegs geht. Der einzige Unterschied liegt in der Art der BuĂe, die wir uns auferlegt haben. Wir betrachten diese und jene Pflicht als GeiĂeln, mit denen wir uns selbst kasteien, in dem Glauben, uns damit nach und nach ewige Freude zu erarbeiten.
Wir alle haben dies mehr oder weniger getan und das entspricht der menschlichen Natur. Es entspricht der Art [und Weise] des Teufels, Menschen zu tĂ€uschen. Ihm ist es egal, wie viele Kreuze wir ertragen mĂŒssen. Es macht ihm sogar richtig SpaĂ zu sehen, wie Menschen aufgrund ihrer Religion stöhnen und es wegen dieser im Allgemeinen schwer haben.
All diese Dinge, mit denen wir uns abgemĂŒht haben, sind vielleicht [sogar] Dinge, die GOTT von uns fordert. ER verlangt nicht, dass wir uns mit Ruten geiĂeln oder auf Knien pilgern, aber der einzige Unterschied zwischen uns - wenn wir aus unseren Pflichten Lasten gemacht haben - und dem Mann, der sich geiĂelt oder ein kratziges Gewand [aus Ziegenhaar] trĂ€gt, ist, dass unsere BuĂen von Dingen herrĂŒhren, die GOTT fordert, und seine aus Dingen, die der HERR nicht fordert. Und dennoch waren wir der Ansicht, wir wĂ€ren besser als er.
WIDERSTAND GEGEN CHRISTUS
Beide Klassen versuchen, ein Kreuz zu tragen, das an die Stelle des Kreuzes Christi tritt. Die Menschen bitten den HERRN, ihr Opfer fĂŒr die SĂŒnde anzunehmen. Jedes Kreuz, das die Menschen auf diese Weise tragen, ist schwer. Wenn das alles wĂ€re, was das Kreuz ausmacht, dann hĂ€tten diese Kreuze ihren Zweck erfĂŒllen mĂŒssen, denn sie waren bitter und grausam genug. Es muss also noch etwas anderes im Kreuz sein als HĂ€rte. Der Volksmund spricht, dass alles, Unangenehme, was man nicht gerne tut, ein Kreuz ist, und manche Menschen erfĂŒllen ihre Pflichten so, wie der Katholik sein BuĂgewand trĂ€gt, nĂ€mlich so, dass sie sich stĂ€ndig unwohl fĂŒhlen.
Es spielt keine Rolle, wie viel Menschen ĂŒber den HERRN reden, wie sehr sie beteuern, dass sie an IHN glauben, wie sehr sie sich Christen nennen, das Aufrichten eines Kreuzes neben dem Kreuz Christi entspricht Widerstand gegenĂŒber Christus. Obwohl im römischen Katholizismus viel von CHRISTUS und viel von Kreuzen die Rede ist, wissen wir, dass in dem System selbst nichts von CHRISTUS zu finden ist. NatĂŒrlich haben viele einzelne Katholiken CHRISTUS und noch viel mehr wĂŒrden gerne von IHM erfahren, aber bezĂŒglich des Systems mit seinen den Menschen auferlegten BuĂen wissen wir, dass der Katholizismus dazu neigt, das Kreuz Christi in den Schatten zu stellen und zu verdrĂ€ngen, so dass jeder Einzelne praktisch sein eigenes Kreuz tragen und fĂŒr seine eigenen SĂŒnden bĂŒĂen soll. In vielen FĂ€llen wird der Einzelne mit der Idee getĂ€uscht, dass das, was er ertrĂ€gt, das Kreuz Christi ist und das ist noch schlimmer.
Obwohl sie bestĂ€ndig gegen das Papsttum predigen und reden, tun aber Tausende von bekennenden Protestanten das Gleiche. Diese Kreuze, so dachten Menschen, wĂŒrden sie dem HERRN nĂ€her bringen. Die Idee dabei ist: "Ohne Kreuz keine Krone", je mehr man leidet, desto mehr wird man nach und nach genieĂen. Jetzt ist die Zeit des Leidens, [aber] nach und nach werden wird die Zeit des Genusses kommen. Also ist es auszuhalten. Sicherlich - so dachten [auch] wir - werden diese Kreuze nĂ€her zu Gott bringen.
Doch tatsĂ€chlich konnten wir â wie sehr wir uns auch bemĂŒhten, selbst bei Dingen, die an sich richtig waren â dem Herrn nicht nĂ€her kommen als zuvor. Wir wollten IHM immer nĂ€her kommen und blieben doch weit entfernt [von IHM]. Wir besaĂen CHRISTUS nicht im Kreuz, obwohl wir uns einredeten, an IHN zu glauben und Sein Kreuz zu tragen. Denn wenn wir IHN in den Kreuzen, die wir trugen, gehabt hĂ€tten, hĂ€tten wir GOTT nahe sein mĂŒssen. Das Problem war, dass wir ein [anderes] Kreuz anstelle des Kreuzes Christi trugen, einen Ersatz dafĂŒr.
DAS ICH ANSTELLE VON CHRISTUS
Wer war an diesem Kreuz? Unser ICH. Die Kraft des Kreuzes Christi ist die Kraft des Lebens Christi, die Kraft eines unendlichen Lebens. Die Kraft in unseren Kreuzen entsprach lediglich der Kraft unseres eigenen Lebens, die nichts ist und uns nicht nĂ€her zu GOTT bringen kann. Wir kreuzigten uns selbst an unseren eigenen Kreuzen und da wir dachten, dass diese Kreuze das Kreuz Christi seien, setzten wir uns selbst an die Stelle Christi. Wir waren [diesbezĂŒglich] selbst sehr antichristlich. Und die ganze Zeit, wĂ€hrend wir das taten, "warfen wir Steine" auf das Papsttum. CHRISTUS sagte, dass diejenigen, die ohne SĂŒnde sind, Steine werfen dĂŒrften (Siehe dazu Joh. 8,7) - wer sich also dem Steinewerfen hingibt, verkĂŒndet damit stillschweigend, dass er ohne SĂŒnde ist.
Und diejenigen, die so handeln, wie vorstehend beschrieben, beanspruchen genau das fĂŒr sich, denn das Kreuz ist ein Opfer fĂŒr die SĂŒnde und eine SĂŒhne dafĂŒr, und sie "tragen das Kreuz." Haben wir diese Pflicht nicht [etwa auch] erfĂŒllt? Haben wir nicht auch diesen unbequemen Dienst verrichtet? Haben wir uns nicht selbst verleugnet? Hatten wir uns nicht durch all diese PrĂŒfungen in unseren eigenen Gedanken von der SĂŒnde freigemacht, sodass wir Steine auf andere Menschen werfen konnten? Das ist vielleicht etwas ĂŒberzogen formuliert und doch ist sicher, dass der Erfahrung des natĂŒrlichen Herzens entspricht. Viele, die CHRISTUS gefunden haben, bezeugen wirklich diese alten Erfahrungen und es gibt viele, die diese Erfahrungen jetzt durchleben und diesen Weg hart und mĂŒhsam und trĂŒgerisch finden.
NUR EIN KREUZ
Es gibt nur ein einziges wirkliches Kreuz auf der Welt - das Kreuz Christi. [Unser HERR sagte:] "Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich tĂ€glich und folge mir nach." [LUK. 9,23] Wir haben oft gedacht, wir wĂŒrden uns selbst verleugnen, aber [tatsĂ€chlich] haben wir uns nur selbst erhöht, wir haben uns selbst an die Stelle Christi gesetzt. Unser Gerede von Selbstverleugnung war [tatsĂ€chlich] nur PharisĂ€ertum. Menschen neigen dazu, eine falsche Vorstellung davon zu haben, was ein PharisĂ€er ist. "PharisĂ€er" bezeichnete jemanden, der "abgesondert" war. Sie waren die Abgesonderten von einst, sie eiferten fĂŒr das Gesetz und fĂŒr GOTT, wie sie meinten. Sie waren in den Augen der Menschen nicht schlecht. Ein Beobachter konnte [beispielsweise] im Ă€uĂeren Leben von Saulus, dem PharisĂ€er, nichts Unrechtes finden, vor den Menschen war er untadelig. Aber als der Apostel seinen wahren Zustand erkannte, sah er, dass er ganz in SĂŒnde war. Es gibt keinen Schreiber, der die Verderbtheit der menschlichen Natur so anschaulich darstellt wie der Apostel Paulus. Obwohl alles durch Inspiration geschrieben wurde, schrieb er, was er erlebt hatte. Wenn er von der wunderbaren Gnade Gottes erzĂ€hlte, so erzĂ€hlte er genau von der Gnade, die ihm, dem "Vornehmsten der SĂŒnder" [1. TIM. 1,15], offenbart worden war, denn ein Mensch, der in SĂŒnde lebt und das Gerechtigkeit nennt, ist von allen SĂŒndern der Vornehmste.
CHRISTUS KENNEN
Die Frage, die sich jedem stellt, lautet: Weisst Du, dass CHRISTUS in Dir lebt? Bist du mit IHM verbunden? Es gibt viele, die erklĂ€rtermaĂen fĂŒr IHN arbeiten, die [aber] nicht zu bezeugen wagen, dass CHRISTUS in ihnen lebt, sie wissen nicht, dass ER eins mit ihnen ist. Als wir auf die [vorstehend] beschriebene [falsche] Weise Kreuze trugen, waren wir nicht imstande zu sagen: "CHRISTUS lebt in mir." [GAL. 2,20] Wir waren also von IHM getrennt, und somit auch von seinem Kreuz. Unser eigenes ICH stand an der Stelle Christi, [wir waren solche] "die eine Form der Gottesfurcht haben, deren Kraft aber verleugnen" [2. TIM. 3,5] [ELB], denn die Kraft der [wahren] Gottesfurcht ist das Kreuz Christi. Wir verleugneten das Kreuz Christi und damit auch die Kraft des Evangeliums.
DIE FREUDE DES KREUZES
CHRISTUS ertrug das Kreuz, doch ER ertrug es "um der vor ihm liegenden Freude willen." [HebrĂ€er 12,2] [ELB] Nun ist die Freude, die vor uns liegt, das Einzige, was uns befĂ€higen wird, das Kreuz â Sein Kreuz â zu ertragen. Bedenke, dass der HERR keine eigenen Kreuze fĂŒr uns bereithĂ€lt. Es gibt nur ein Kreuz, das Kreuz Christi. Wenn wir zu diesem Kreuz gelangen, werden wir damit verbunden auch das finden, was ER darin fand. Wenn wir es als das Seine und nicht als unser eigenes annehmen, liegt darin jene Freude, die IHM die Kraft gab, es zu ertragen.
Wir sind nicht mit CHRISTUS gekreuzigt, wenn wir nicht mit IHM [auch] bezĂŒglich Kreuzigung eins sind. ER muss mit uns im Kreuz eins werden, denn es ist Seins. Es gibt keine Kreuzigung des Menschen, die etwas wert ist, wenn er nicht mit CHRISTUS gekreuzigt ist. Mit IHM gekreuzigt, besitzen wir [wahrhaftig] Tugend, denn so bekommen wir die Tugend Christi. Diese Tugend besteht in Freiheit, Trennung von der SĂŒnde und Erlösung, [sowie] Leben, Freude und Friede. Es ist also nicht so schwer, das Kreuz zu tragen, wenn wir mit CHRISTUS gekreuzigt sind. ER ist mit uns und in uns. Jetzt ist es CHRISTUS, DER das Kreuz ertrĂ€gt, und fĂŒr uns entspricht das Freude im Herrn. CHRISTUS  ward durch Sein am Kreuz vergossenes Blut "unser Friede" [EPH. 2,14]
DURCH DAS KREUZ VERSĂHNT
CHRISTUS wurde fĂŒr die SĂŒnde gekreuzigt. Es gab kein Kreuz auĂer fĂŒr die SĂŒnde. ER trug unsere SĂŒnden. Es ist eine wunderbare Freude fĂŒr uns, dass wir, wĂ€hrend wir noch SĂŒnder sind, CHRISTUS  als unser beanspruchen und sagen dĂŒrfen: "ich bin mit Christo gekreuzigt. Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst fĂŒr mich dargegeben." [GAL. 2,19-20] Wenn wir dies nicht mit aller Gewissheit beanspruchen könnten, wĂ€hrend wir noch SĂŒnder sind, könnten wir es niemals beanspruchen. Aber wĂ€hrend wir in der SĂŒnde sind, können wir beanspruchen, dass CHRISTUS unser und in uns ist. Wir wissen dies, weil der Heilige Geist sagt, dass es so ist. FĂŒr den Menschen, der dem HERRN glaubt und es wagt, dies zu beanspruchen, ist dies eine ewige StĂ€rke. [Die Zusage fĂŒr uns lautet:] "Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner groĂen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den SĂŒnden, mit Christus lebendig gemacht." [EpH. 2,4-5] [LUT2017] Wir können [aber] nicht gemeinsam [mit IHM] lebendig gemacht werden, wenn wir nicht gemeinsam [mit IHM auch] tot sind. So identifiziert Sich CHRISTUS mit uns im Tod, sogar im Tod in Ăbertretungen und SĂŒnden - ER ist es, DER am Kreuz die Last an Seinem eigenen Leib  trĂ€gt und wĂ€hrend wir mit IHM gekreuzigt sind, leben wir auch mit IHM, befreit von der SĂŒnde.
GERETTET DURCH DAS LEBEN
CHRISTUS ist der gegenwĂ€rtige Retter aller Menschen. ER ist das "Lamm Gottes das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an." [OFFB. 13,8] [SLT] Johannes bezeugt: "Wenn jemand sĂŒndigt, so haben wir einen FĂŒrsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das SĂŒhnopfer fĂŒr unsere SĂŒnden." [1. JOH. 2,1-2] [SLT] [Und Paulus schreibt:] "Ihn hat Gott zum SĂŒhnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut." [RĂ. 3,25] [SLT] Sein Blut ist jetzt fĂŒr uns vergossen, ER ist jetzt fĂŒr uns erhöht worden. Das Wissen, dass das Kreuz in jedem Herzen aufgerichtet ist â dass der HERR fĂŒr uns gekreuzigt wurde â, lĂ€sst uns Freude finden an den Kreuzen, die uns begegnen, an all den Lasten, die zu tragen sind, und an all den Gewohnheiten, die wir aufgeben mĂŒssen â Gewohnheiten, deren Aufgabe sich anfĂŒhlt, als nĂ€hme man uns das Leben, weil sie eben unser Leben sind. Das Wissen, dass CHRISTUS jetzt fĂŒr uns gekreuzigt ist, dass wir jetzt mit IHM gekreuzigt sind, nicht [nur] in der Vorstellung, sondern tatsĂ€chlich, macht die Gegenwart des Kreuzes zu einer Freude fĂŒr uns, denn dort finden wir CHRISTUS - werden in die Gemeinschaft Seines Todes gebracht und leben mit IHM. Wir wissen, "nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind ... werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben." [RĂ.5,9-10] [SLT] Das Kreuz auf sich nehmen bedeutet, den HERRN annehmen. Sich selbst zu verleugnen bedeutet, IHN zu besitzen. Sich selbst zu kreuzigen bedeutet in der Tat, Sein Leben anzunehmen, und das Leben, das wir mit IHM leben, ist nicht eines der HĂ€rte und des Unbehagens und der Verrichtung unangenehmer Pflichten um der Freude willen nach und nach, sondern es ist das stĂ€ndige Sprudeln des Lebens und der Freude, so dass wir mit Freude und nicht mit Seufzen "Wasser aus den Brunnen des Heils schöpfen." Es macht einen groĂen Unterschied, wenn wir Sein Kreuz haben. "So werden die Erlösten des HERRN zurĂŒckkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird ĂŒber ihrem Haupt sein." [JES. 51,11] [SLT]
( Dr. Ellet J. Waggoner, Februar 1894Â )
Unser HERR gibt uns keine eigenen kleinen Kreuze, angepasst an verschiedene Menschen, wo einer dieses Kreuz und ein anderer jenes hat. Wir können CHRISTUS nicht von Seinem Kreuz trennen. Der HERR wurde gekreuzigt, ER ist der einzig [fĂŒr uns] Gekreuzigte. Deshalb muss jedes Kreuz, das uns begegnet, das Kreuz Christi sein und dieses Kreuz begleitet uns stĂ€ndig. Und in dem Kreuz Christi finden wir CHRISTUS Selbst.
VEREINIGUNG MIT GOTT DURCH DAS KREUZ
Was bekommen wir durch das Kreuz? - Vergebung der SĂŒnden, Versöhnung. [So schreibt Petrus:] "auch Christus hat einmal fĂŒr SĂŒnden gelitten, der Gerechte fĂŒr die Ungerechten, damit er uns zu Gott fĂŒhrte." [1. PETR. 3,18] [SLT] [Und Paulus bezeugt:] "um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz" [EPH. 2,16] [SLT] Es ist also das Kreuz, das uns mit GOTT vereint und eins mit IHM macht. Alles, was also echtes Kreuz ist, ist Leben fĂŒr uns, weil es uns zu GOTT bringt. Betrachten wir die Dinge, die auf uns zukommen, vielleicht werden uns neue Pflichten offenbart, oder auch SĂŒnden gezeigt, die wir verleugnen mĂŒssen. Es werden verschiedene Dinge auftauchen, die unsere Gewohnheiten und unsere eigene Art und Bequemlichkeit direkt durchkreuzen. [Und] uns steht es dann frei auf harte und freudlose Weise unsere Religion zu beklagen und jedem, der in unsere NĂ€he kommt, zu verstehen zu geben, dass sie uns nicht gefĂ€llt, dass wir aber den Dienst Christi ertragen mĂŒssen, in der Hoffnung, dass uns nach und nach etwas Besseres zuteil wird, wenn wir einmal aus diesem zermĂŒrbenden Dienst herauskommen. Oder wir können, in diesem Kreuz Freude, als auch Erlösung, Frieden und Ruhe finden indem wir es als das Kreuz Christi anerkennen.
DAS KREUZ OHNE CHRISTUS
Angenommen, wir sind geizig. Nun, wir mĂŒssen fĂŒr die Sache Gottes Opfer bringen, und so ist uns klar, dass wir etwas geben mĂŒssen. Wir wachsen daran und schrecken davor zurĂŒck, aber schlieĂlich schaffen wir es durch harte Anstrengung, etwas zu geben und denken dann [diesbezĂŒglich], was fĂŒr ein schweres Kreuz wir [doch] getragen haben.
Oder nehmen wir den Sabbat als typischen Fall. Den Sabbat des Herrn zu halten, mag in finanzieller Hinsicht sehr unbequem sein, und wir stolpern vielleicht lange Zeit ĂŒber dieses Kreuz. Aber es steht klar und deutlich geschrieben: "Am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes" [2. MO. 20,10] [SLT] und weil wir den Sabbat nicht halten, haben wir Angst, dass wir verloren gehen könnten. Um uns also vor dem Verderben zu retten, verpflichten wir uns, den Sabbat zu halten. Dies ist ein wöchentliches Kreuz, und wir denken immer an die [damit verbundenen] Unannehmlichkeiten und Entbehrungen. [Und wir meinen], dass wir - weil es so schwer ist - dafĂŒr sicherlich Anerkennung bekommen werden. Nein, wenn wir es so sehen, ist es unser eigenes Kreuz ohne CHRISTUS, und es gibt keine Erlösung auĂer im Kreuz Christi.
Mit tausend anderen Dingen ist es ebenso. Wir trauern ihretwegen, zwingen uns mit Willenskraft "auf die Folterbank" und schlucken die[se Art] "bittere Medizin", wobei wir uns mit dem Gedanken trösten, dass all dies nach und nach ein Ende haben wird und uns keine so schweren Zeiten mehr bevorstehen, wenn wir in das Reich Gottes kommen.
Vielleicht ist das Vorstehende etwas scharf ausgedrĂŒckt und doch ist dies die Vorstellung vom christlichen Leben bei sehr vielen Menschen, die sich als Christen bekennen. Sie singen von "Ruhe nach und nach" und von zukĂŒnftigen Freuden und vermitteln der Welt die Vorstellung, dass es keine [wahre] Freude in der Gegenwart gĂ€be. Es existiert die weit verbreitete Vorstellung, dass je hĂ€rter das Kreuz ist, desto mehr Freude wird es geben, wenn es vorbei mit ihm ist.
HEIDNISCHE UND PĂPSTLICHE BUSSE
Das ist ĂŒberhaupt kein Christentum sondern Heidentum. Wie viel mehr Christentum steckt darin verglichen mit einem Mann, der Kieselsteine in seine Stiefel steckt und auf eine Pilgerreise geht, damit er sich am Ende seiner Reise umso besser fĂŒhlt, je schlechter es ihm unterwegs geht. Der einzige Unterschied liegt in der Art der BuĂe, die wir uns auferlegt haben. Wir betrachten diese und jene Pflicht als GeiĂeln, mit denen wir uns selbst kasteien, in dem Glauben, uns damit nach und nach ewige Freude zu erarbeiten.
Wir alle haben dies mehr oder weniger getan und das entspricht der menschlichen Natur. Es entspricht der Art [und Weise] des Teufels, Menschen zu tĂ€uschen. Ihm ist es egal, wie viele Kreuze wir ertragen mĂŒssen. Es macht ihm sogar richtig SpaĂ zu sehen, wie Menschen aufgrund ihrer Religion stöhnen und es wegen dieser im Allgemeinen schwer haben.
All diese Dinge, mit denen wir uns abgemĂŒht haben, sind vielleicht [sogar] Dinge, die GOTT von uns fordert. ER verlangt nicht, dass wir uns mit Ruten geiĂeln oder auf Knien pilgern, aber der einzige Unterschied zwischen uns - wenn wir aus unseren Pflichten Lasten gemacht haben - und dem Mann, der sich geiĂelt oder ein kratziges Gewand [aus Ziegenhaar] trĂ€gt, ist, dass unsere BuĂen von Dingen herrĂŒhren, die GOTT fordert, und seine aus Dingen, die der HERR nicht fordert. Und dennoch waren wir der Ansicht, wir wĂ€ren besser als er.
WIDERSTAND GEGEN CHRISTUS
Beide Klassen versuchen, ein Kreuz zu tragen, das an die Stelle des Kreuzes Christi tritt. Die Menschen bitten den HERRN, ihr Opfer fĂŒr die SĂŒnde anzunehmen. Jedes Kreuz, das die Menschen auf diese Weise tragen, ist schwer. Wenn das alles wĂ€re, was das Kreuz ausmacht, dann hĂ€tten diese Kreuze ihren Zweck erfĂŒllen mĂŒssen, denn sie waren bitter und grausam genug. Es muss also noch etwas anderes im Kreuz sein als HĂ€rte. Der Volksmund spricht, dass alles, Unangenehme, was man nicht gerne tut, ein Kreuz ist, und manche Menschen erfĂŒllen ihre Pflichten so, wie der Katholik sein BuĂgewand trĂ€gt, nĂ€mlich so, dass sie sich stĂ€ndig unwohl fĂŒhlen.
Es spielt keine Rolle, wie viel Menschen ĂŒber den HERRN reden, wie sehr sie beteuern, dass sie an IHN glauben, wie sehr sie sich Christen nennen, das Aufrichten eines Kreuzes neben dem Kreuz Christi entspricht Widerstand gegenĂŒber Christus. Obwohl im römischen Katholizismus viel von CHRISTUS und viel von Kreuzen die Rede ist, wissen wir, dass in dem System selbst nichts von CHRISTUS zu finden ist. NatĂŒrlich haben viele einzelne Katholiken CHRISTUS und noch viel mehr wĂŒrden gerne von IHM erfahren, aber bezĂŒglich des Systems mit seinen den Menschen auferlegten BuĂen wissen wir, dass der Katholizismus dazu neigt, das Kreuz Christi in den Schatten zu stellen und zu verdrĂ€ngen, so dass jeder Einzelne praktisch sein eigenes Kreuz tragen und fĂŒr seine eigenen SĂŒnden bĂŒĂen soll. In vielen FĂ€llen wird der Einzelne mit der Idee getĂ€uscht, dass das, was er ertrĂ€gt, das Kreuz Christi ist und das ist noch schlimmer.
Obwohl sie bestĂ€ndig gegen das Papsttum predigen und reden, tun aber Tausende von bekennenden Protestanten das Gleiche. Diese Kreuze, so dachten Menschen, wĂŒrden sie dem HERRN nĂ€her bringen. Die Idee dabei ist: "Ohne Kreuz keine Krone", je mehr man leidet, desto mehr wird man nach und nach genieĂen. Jetzt ist die Zeit des Leidens, [aber] nach und nach werden wird die Zeit des Genusses kommen. Also ist es auszuhalten. Sicherlich - so dachten [auch] wir - werden diese Kreuze nĂ€her zu Gott bringen.
Doch tatsĂ€chlich konnten wir â wie sehr wir uns auch bemĂŒhten, selbst bei Dingen, die an sich richtig waren â dem Herrn nicht nĂ€her kommen als zuvor. Wir wollten IHM immer nĂ€her kommen und blieben doch weit entfernt [von IHM]. Wir besaĂen CHRISTUS nicht im Kreuz, obwohl wir uns einredeten, an IHN zu glauben und Sein Kreuz zu tragen. Denn wenn wir IHN in den Kreuzen, die wir trugen, gehabt hĂ€tten, hĂ€tten wir GOTT nahe sein mĂŒssen. Das Problem war, dass wir ein [anderes] Kreuz anstelle des Kreuzes Christi trugen, einen Ersatz dafĂŒr.
DAS ICH ANSTELLE VON CHRISTUS
Wer war an diesem Kreuz? Unser ICH. Die Kraft des Kreuzes Christi ist die Kraft des Lebens Christi, die Kraft eines unendlichen Lebens. Die Kraft in unseren Kreuzen entsprach lediglich der Kraft unseres eigenen Lebens, die nichts ist und uns nicht nĂ€her zu GOTT bringen kann. Wir kreuzigten uns selbst an unseren eigenen Kreuzen und da wir dachten, dass diese Kreuze das Kreuz Christi seien, setzten wir uns selbst an die Stelle Christi. Wir waren [diesbezĂŒglich] selbst sehr antichristlich. Und die ganze Zeit, wĂ€hrend wir das taten, "warfen wir Steine" auf das Papsttum. CHRISTUS sagte, dass diejenigen, die ohne SĂŒnde sind, Steine werfen dĂŒrften (Siehe dazu Joh. 8,7) - wer sich also dem Steinewerfen hingibt, verkĂŒndet damit stillschweigend, dass er ohne SĂŒnde ist.
Und diejenigen, die so handeln, wie vorstehend beschrieben, beanspruchen genau das fĂŒr sich, denn das Kreuz ist ein Opfer fĂŒr die SĂŒnde und eine SĂŒhne dafĂŒr, und sie "tragen das Kreuz." Haben wir diese Pflicht nicht [etwa auch] erfĂŒllt? Haben wir nicht auch diesen unbequemen Dienst verrichtet? Haben wir uns nicht selbst verleugnet? Hatten wir uns nicht durch all diese PrĂŒfungen in unseren eigenen Gedanken von der SĂŒnde freigemacht, sodass wir Steine auf andere Menschen werfen konnten? Das ist vielleicht etwas ĂŒberzogen formuliert und doch ist sicher, dass der Erfahrung des natĂŒrlichen Herzens entspricht. Viele, die CHRISTUS gefunden haben, bezeugen wirklich diese alten Erfahrungen und es gibt viele, die diese Erfahrungen jetzt durchleben und diesen Weg hart und mĂŒhsam und trĂŒgerisch finden.
NUR EIN KREUZ
Es gibt nur ein einziges wirkliches Kreuz auf der Welt - das Kreuz Christi. [Unser HERR sagte:] "Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich tĂ€glich und folge mir nach." [LUK. 9,23] Wir haben oft gedacht, wir wĂŒrden uns selbst verleugnen, aber [tatsĂ€chlich] haben wir uns nur selbst erhöht, wir haben uns selbst an die Stelle Christi gesetzt. Unser Gerede von Selbstverleugnung war [tatsĂ€chlich] nur PharisĂ€ertum. Menschen neigen dazu, eine falsche Vorstellung davon zu haben, was ein PharisĂ€er ist. "PharisĂ€er" bezeichnete jemanden, der "abgesondert" war. Sie waren die Abgesonderten von einst, sie eiferten fĂŒr das Gesetz und fĂŒr GOTT, wie sie meinten. Sie waren in den Augen der Menschen nicht schlecht. Ein Beobachter konnte [beispielsweise] im Ă€uĂeren Leben von Saulus, dem PharisĂ€er, nichts Unrechtes finden, vor den Menschen war er untadelig. Aber als der Apostel seinen wahren Zustand erkannte, sah er, dass er ganz in SĂŒnde war. Es gibt keinen Schreiber, der die Verderbtheit der menschlichen Natur so anschaulich darstellt wie der Apostel Paulus. Obwohl alles durch Inspiration geschrieben wurde, schrieb er, was er erlebt hatte. Wenn er von der wunderbaren Gnade Gottes erzĂ€hlte, so erzĂ€hlte er genau von der Gnade, die ihm, dem "Vornehmsten der SĂŒnder" [1. TIM. 1,15], offenbart worden war, denn ein Mensch, der in SĂŒnde lebt und das Gerechtigkeit nennt, ist von allen SĂŒndern der Vornehmste.
CHRISTUS KENNEN
Die Frage, die sich jedem stellt, lautet: Weisst Du, dass CHRISTUS in Dir lebt? Bist du mit IHM verbunden? Es gibt viele, die erklĂ€rtermaĂen fĂŒr IHN arbeiten, die [aber] nicht zu bezeugen wagen, dass CHRISTUS in ihnen lebt, sie wissen nicht, dass ER eins mit ihnen ist. Als wir auf die [vorstehend] beschriebene [falsche] Weise Kreuze trugen, waren wir nicht imstande zu sagen: "CHRISTUS lebt in mir." [GAL. 2,20] Wir waren also von IHM getrennt, und somit auch von seinem Kreuz. Unser eigenes ICH stand an der Stelle Christi, [wir waren solche] "die eine Form der Gottesfurcht haben, deren Kraft aber verleugnen" [2. TIM. 3,5] [ELB], denn die Kraft der [wahren] Gottesfurcht ist das Kreuz Christi. Wir verleugneten das Kreuz Christi und damit auch die Kraft des Evangeliums.
DIE FREUDE DES KREUZES
CHRISTUS ertrug das Kreuz, doch ER ertrug es "um der vor ihm liegenden Freude willen." [HebrĂ€er 12,2] [ELB] Nun ist die Freude, die vor uns liegt, das Einzige, was uns befĂ€higen wird, das Kreuz â Sein Kreuz â zu ertragen. Bedenke, dass der HERR keine eigenen Kreuze fĂŒr uns bereithĂ€lt. Es gibt nur ein Kreuz, das Kreuz Christi. Wenn wir zu diesem Kreuz gelangen, werden wir damit verbunden auch das finden, was ER darin fand. Wenn wir es als das Seine und nicht als unser eigenes annehmen, liegt darin jene Freude, die IHM die Kraft gab, es zu ertragen.
Wir sind nicht mit CHRISTUS gekreuzigt, wenn wir nicht mit IHM [auch] bezĂŒglich Kreuzigung eins sind. ER muss mit uns im Kreuz eins werden, denn es ist Seins. Es gibt keine Kreuzigung des Menschen, die etwas wert ist, wenn er nicht mit CHRISTUS gekreuzigt ist. Mit IHM gekreuzigt, besitzen wir [wahrhaftig] Tugend, denn so bekommen wir die Tugend Christi. Diese Tugend besteht in Freiheit, Trennung von der SĂŒnde und Erlösung, [sowie] Leben, Freude und Friede. Es ist also nicht so schwer, das Kreuz zu tragen, wenn wir mit CHRISTUS gekreuzigt sind. ER ist mit uns und in uns. Jetzt ist es CHRISTUS, DER das Kreuz ertrĂ€gt, und fĂŒr uns entspricht das Freude im Herrn. CHRISTUS  ward durch Sein am Kreuz vergossenes Blut "unser Friede" [EPH. 2,14]
DURCH DAS KREUZ VERSĂHNT
CHRISTUS wurde fĂŒr die SĂŒnde gekreuzigt. Es gab kein Kreuz auĂer fĂŒr die SĂŒnde. ER trug unsere SĂŒnden. Es ist eine wunderbare Freude fĂŒr uns, dass wir, wĂ€hrend wir noch SĂŒnder sind, CHRISTUS  als unser beanspruchen und sagen dĂŒrfen: "ich bin mit Christo gekreuzigt. Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst fĂŒr mich dargegeben." [GAL. 2,19-20] Wenn wir dies nicht mit aller Gewissheit beanspruchen könnten, wĂ€hrend wir noch SĂŒnder sind, könnten wir es niemals beanspruchen. Aber wĂ€hrend wir in der SĂŒnde sind, können wir beanspruchen, dass CHRISTUS unser und in uns ist. Wir wissen dies, weil der Heilige Geist sagt, dass es so ist. FĂŒr den Menschen, der dem HERRN glaubt und es wagt, dies zu beanspruchen, ist dies eine ewige StĂ€rke. [Die Zusage fĂŒr uns lautet:] "Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner groĂen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den SĂŒnden, mit Christus lebendig gemacht." [EpH. 2,4-5] [LUT2017] Wir können [aber] nicht gemeinsam [mit IHM] lebendig gemacht werden, wenn wir nicht gemeinsam [mit IHM auch] tot sind. So identifiziert Sich CHRISTUS mit uns im Tod, sogar im Tod in Ăbertretungen und SĂŒnden - ER ist es, DER am Kreuz die Last an Seinem eigenen Leib  trĂ€gt und wĂ€hrend wir mit IHM gekreuzigt sind, leben wir auch mit IHM, befreit von der SĂŒnde.
GERETTET DURCH DAS LEBEN
CHRISTUS ist der gegenwĂ€rtige Retter aller Menschen. ER ist das "Lamm Gottes das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an." [OFFB. 13,8] [SLT] Johannes bezeugt: "Wenn jemand sĂŒndigt, so haben wir einen FĂŒrsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das SĂŒhnopfer fĂŒr unsere SĂŒnden." [1. JOH. 2,1-2] [SLT] [Und Paulus schreibt:] "Ihn hat Gott zum SĂŒhnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut." [RĂ. 3,25] [SLT] Sein Blut ist jetzt fĂŒr uns vergossen, ER ist jetzt fĂŒr uns erhöht worden. Das Wissen, dass das Kreuz in jedem Herzen aufgerichtet ist â dass der HERR fĂŒr uns gekreuzigt wurde â, lĂ€sst uns Freude finden an den Kreuzen, die uns begegnen, an all den Lasten, die zu tragen sind, und an all den Gewohnheiten, die wir aufgeben mĂŒssen â Gewohnheiten, deren Aufgabe sich anfĂŒhlt, als nĂ€hme man uns das Leben, weil sie eben unser Leben sind. Das Wissen, dass CHRISTUS jetzt fĂŒr uns gekreuzigt ist, dass wir jetzt mit IHM gekreuzigt sind, nicht [nur] in der Vorstellung, sondern tatsĂ€chlich, macht die Gegenwart des Kreuzes zu einer Freude fĂŒr uns, denn dort finden wir CHRISTUS - werden in die Gemeinschaft Seines Todes gebracht und leben mit IHM. Wir wissen, "nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind ... werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben." [RĂ.5,9-10] [SLT] Das Kreuz auf sich nehmen bedeutet, den HERRN annehmen. Sich selbst zu verleugnen bedeutet, IHN zu besitzen. Sich selbst zu kreuzigen bedeutet in der Tat, Sein Leben anzunehmen, und das Leben, das wir mit IHM leben, ist nicht eines der HĂ€rte und des Unbehagens und der Verrichtung unangenehmer Pflichten um der Freude willen nach und nach, sondern es ist das stĂ€ndige Sprudeln des Lebens und der Freude, so dass wir mit Freude und nicht mit Seufzen "Wasser aus den Brunnen des Heils schöpfen." Es macht einen groĂen Unterschied, wenn wir Sein Kreuz haben. "So werden die Erlösten des HERRN zurĂŒckkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird ĂŒber ihrem Haupt sein." [JES. 51,11] [SLT]
( Dr. Ellet J. Waggoner, Februar 1894Â )

Jetzt
FĂŒr diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:
https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/
Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die AbkĂŒrzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden fĂŒr King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten EinfĂŒgungen von mir, die einer besseren VerstĂ€ndlichkeit nach Ăbertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.