📃 Christi Beispiel folgen
08.06.2026 17:19
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"Nach Ihrer Auffassung stehen Christen noch immer unter dem Gesetz, während es für Leser des Neuen Testaments offensichtlich ist, dass sie - da Christus das Gesetz für sie erfüllt hat - unter der Gnade stehen."
Vorstehendes ist ein Zitat aus einem Brief, der von jemandem geschrieben wurde, der sein größtes Erstaunen darüber zum Ausdruck brachte, dass wir den Sabbat des vierten Gebots – den siebten Tag der Woche – halten und andere lehren, ihn ebenfalls zu halten. Dies ist Ausdruck einer sehr verbreiteten Vorstellung. Möglicherweise werden neun von zehn, die Einwände gegen die Einhaltung des Sabbats nach dem Gesetz Gottes haben, als Grund dafür anführen, dass CHRISTUS das Gesetz gehalten hat.
"NICHT UNTER DEM GESETZ"
Bevor wir auf diesen Punkt eingehen, möchten wir noch einmal betonen, dass wir weder lehren noch glauben, dass Christen unter dem Gesetz stehen. Das ist ganz und gar nicht der Fall. Und der Grund dafür ist, dass sie das Gesetz halten, so wie CHRISTUS es tat. Der Psalmist schrieb: "Ich werde in Freiheit wandeln, denn ich suche deine Gebote." [PS. 119,45] [KJV]
"Ein jeder, der Sünde tut, übertritt das Gesetz, und die Sünde ist die Gesetzesübertretung." [1. JOH. 3,4] [SLT1951] Nun schreibt der Apostel Paulus: "Die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!" [RÖ. 6,14-15] [LUT2017] Es besteht kein Grund zu einem Missverständnis darüber, was es bedeutet, unter dem Gesetz zu stehen, denn der Apostel bezeugt, dass diejenigen, die nicht unter dem Gesetz stehen, nicht sündigen - dass die Sünde keine Macht über sie hat. Das heißt, sie übertreten das Gesetz nicht. Ein Mensch, der nicht unter dem Gesetz steht, ist somit ein Mensch, der das Gesetz hält. Christen stehen unter der Gnade und die Gnade Gottes rettet vor der Übertretung des Gesetzes.
DAS GESETZ ERFÜLLEN
Betrachten wir nun den Gedanken, dass Christen den Sabbat des Vierten Gebots nicht zu halten bräuchten, weil CHRISTUS das Gesetz gehalten oder erfüllt hat. Dieser Gedanke entspricht einem Bekenntnis bezüglich zweier Dinge, nämlich dass der siebte Tag der Woche der Sabbat des vierten Gebots ist und dass CHRISTUS diesen hielt. Aber lasst uns sehen, wohin es führt, wenn man sagt, dass man - weil der HERR das Gesetz erfüllte - von der Pflicht zur Einhaltung des Sabbats entbunden sei.
[Einmal fragte der HERR einen Gesetzesgelehrten:] "Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du?" [LUK. 10,26] [SLT] Denke [bitte] daran, dass das Gesetz mehr umfasst als die bloße Einhaltung des Sabbats und dass es eine Einheit bildet. Die Antwort, die der HERR Selbst gutheißen konnte und die ER Selbst bei einer Gelegenheit gab, lautet: "»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.«" [LUK. 10,27] [ELB]
Betrachten wir nun für einen Moment die Aussage, dass man - weil CHRISTUS das Gesetz erfüllte - den siebten Tag gemäß dem Gesetz nicht zu halten bräuchte als wahr und schauen wohin das führt. Es ist wahr, dass der HERR das Gesetz erfüllt hat. Es ist auch wahr, dass der Hauptteil des Gesetzes lautet: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen ... und mit deinem ganzen Verstand." Nun, es ist sicher, dass CHRISTUS dieses Gebot erfüllte. Was müssten wir dann gemäß der vor uns liegenden Theorie schließen? – Ganz einfach das, dass wir den HERRN, unseren GOTT, nicht lieben bräuchten, da dies ja CHRISTUS für uns tat.
Das zweite große Gebot des Gesetzes lautet: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Aber weil CHRISTUS das Gesetz für uns erfüllte, bräuchten wir unsere Nächsten überhaupt nicht zu lieben!
Oder, um noch mehr ins Detail zu gehen: Das [Dritte] Gebot [des Dekalogs] lautet: "Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen." [2. MO. 20,7] Weil CHRISTUS aber das Gesetz für uns erfüllte, indem ER den Namen des Vaters ehrte, dürften wir [somit] fluchen und schwören! Das [Sechste bzw. Siebente] Gebot lautet: "Du sollst nicht töten" [2. MO. 20,13] bzw. "Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!" [2. MO. 20,17] [SLT] Da CHRISTUS auch diesen Teil des Gesetzes erfüllte, dürften Christen morden und lügen!
"Nein, nein", wird unser Freund da sagen, "das ist nicht mit Christentum vereinbar." Und das sagen wir auch. Er wird sagen, dass Christen den Namen Gottes und ihre Eltern ehren sollten, nicht töten, stehlen, Ehebruch begehen, falsches Zeugnis ablegen oder begehren sollten und das sagen wir - weil die Bibel es bezeugt - auch. Die Tatsache, dass CHRISTUS den Vater liebte, Seinen irdischen Eltern gehorsam war, niemandem Gewalt antat und stets für die Wahrheit Zeugnis ablegte, ist kein Grund, warum Christen nicht dasselbe tun sollten, sondern [gerade] der stärkste Grund, warum [auch] sie diese Gebote befolgen sollten. [Nun] damit ist die Tatsache, dass CHRISTUS den Sabbat – genau den Tag, den das Vierte Gebot [zu Halten] vorschreibt, den siebten Tag – hielt, der stärkste Grund, warum CHRISTEN ihn ebenfalls halten sollten. Es gibt kein Argument gegen den Sabbat, das nicht gleichermaßen gegen jedes Gebot des Gesetzes sprechen würde. Das Gesetz entspricht einer Einheit, und wer ein Gebot [davon] übertritt "ist aller ⟨Gebote⟩ schuldig geworden." [JAK. 2,10] [ELB]
CHRISTI LEBEN IN UNS
CHRISTUS kam um "alle Gerechtigkeit zu erfüllen." [MATTH, 3,15] Weshalb, etwa, damit wir von der Gerechtigkeit befreit würden? Keineswegs. Wir waren [ja] bereits von der Gerechtigkeit befreit und so erfüllte ER alle Gerechtigkeit damit wir von aller Sünde befreit würden. GOTT "sandte Seinen Sohn ... damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde." [RÖ. 8,3-4] [LUT2017]
"Wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!" [RÖ. 5,10] [SLT] Aber bedenke [bitte], dass das Leben Christi uns nichts nützt, wenn es nicht in uns ist. [Paulus ermahnt diesbezüglich:] "Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!" [2. KOR. 13,5] [SLT] Wenn also Christi Leben nicht "an unserem Leib offenbar wird" [2. KOR. 4,10] [SLT], sind wir überhaupt keine Christen. Uns rettet nicht allein die Tatsache, dass CHRISTUS vor achtzehnhundert Jahren das Gesetz hielt, sondern die Tatsache, dass ER noch immer lebt - dass Sein Leben jetzt wie damals dasselbe ist - dass ER in uns lebt und [so] das Gesetz in uns und nicht außerhalb von uns erfüllt.
"So werden ... durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht." [RÖ. 5,19] Beachte [bitte], dass es nicht nur so ist, dass wir "durch den Gehorsam des Einen" als gerecht angesehen werden, sondern dass wir durch den Gehorsam Christi tatsächlich "zu Gerechten gemacht" werden. Christi Gehorsam ist kein Ersatz für unseren Ungehorsam, sondern ist tatsächlich unsere Gerechtigkeit. Die Einheit mit CHRISTUS ist der Maßstab des Christen. Wir sind "mit Christus gekreuzigt" [GAL. 2,20], "mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod" [RÖ. 6,4] [SLT], "mit Christus auferweckt worden" [KOL. 3,1] [SLT], damit wir auch "mit ihm leben." [2. TIM. 2,11] [KJV] ER gab das Beispiel, als ER auf Erden war und nun kommt ER, um denselben Weg in uns zu gehen.
Es wird viel zu oft versäumt, zu erkennen, was wahres Christentum ist. Zu viele scheinen zu glauben, es reiche aus, anzuerkennen, dass CHRISTUS einst im Fleisch gekommen ist, gekreuzigt, begraben und auferweckt wurde. Sie vergessen [aber] dabei, dass wahres Christentum vom gegenwärtigen Leben Christi im menschlichen Fleisch gekennzeichnet ist: [Diesbezüglich schreibt Johannes:] "Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott." [1. JOH. 4,2-3] [SLT] Es reicht nicht aus, zu bekennen, dass CHRISTUS einst im Fleisch gekommen ist, wir sollten bekennen, dass ER auch jetzt im Fleisch - nämlich in unserem - gekommen ist, dass ER Derselbe ist "gestern und heute und auch in Ewigkeit!" [HEBR. 13,8] [SLT] und dass daher Sein Leben in uns dasselbe sein muss, wie in IHM vor achtzehnhundert Jahren in Judäa und Galiläa.
Lasst uns daher nicht meinen, dass wir, weil CHRISTUS das Gesetz erfüllt hat, irgendeinen Teil davon ignorieren dürften, sondern vielmehr das [Folgende] bedenken: "Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist." [1. JOH. 2,6] [SLT]
( Ellet J. Waggoner, Mai 1903 )
Vorstehendes ist ein Zitat aus einem Brief, der von jemandem geschrieben wurde, der sein größtes Erstaunen darüber zum Ausdruck brachte, dass wir den Sabbat des vierten Gebots – den siebten Tag der Woche – halten und andere lehren, ihn ebenfalls zu halten. Dies ist Ausdruck einer sehr verbreiteten Vorstellung. Möglicherweise werden neun von zehn, die Einwände gegen die Einhaltung des Sabbats nach dem Gesetz Gottes haben, als Grund dafür anführen, dass CHRISTUS das Gesetz gehalten hat.
"NICHT UNTER DEM GESETZ"
Bevor wir auf diesen Punkt eingehen, möchten wir noch einmal betonen, dass wir weder lehren noch glauben, dass Christen unter dem Gesetz stehen. Das ist ganz und gar nicht der Fall. Und der Grund dafür ist, dass sie das Gesetz halten, so wie CHRISTUS es tat. Der Psalmist schrieb: "Ich werde in Freiheit wandeln, denn ich suche deine Gebote." [PS. 119,45] [KJV]
"Ein jeder, der Sünde tut, übertritt das Gesetz, und die Sünde ist die Gesetzesübertretung." [1. JOH. 3,4] [SLT1951] Nun schreibt der Apostel Paulus: "Die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!" [RÖ. 6,14-15] [LUT2017] Es besteht kein Grund zu einem Missverständnis darüber, was es bedeutet, unter dem Gesetz zu stehen, denn der Apostel bezeugt, dass diejenigen, die nicht unter dem Gesetz stehen, nicht sündigen - dass die Sünde keine Macht über sie hat. Das heißt, sie übertreten das Gesetz nicht. Ein Mensch, der nicht unter dem Gesetz steht, ist somit ein Mensch, der das Gesetz hält. Christen stehen unter der Gnade und die Gnade Gottes rettet vor der Übertretung des Gesetzes.
DAS GESETZ ERFÜLLEN
Betrachten wir nun den Gedanken, dass Christen den Sabbat des Vierten Gebots nicht zu halten bräuchten, weil CHRISTUS das Gesetz gehalten oder erfüllt hat. Dieser Gedanke entspricht einem Bekenntnis bezüglich zweier Dinge, nämlich dass der siebte Tag der Woche der Sabbat des vierten Gebots ist und dass CHRISTUS diesen hielt. Aber lasst uns sehen, wohin es führt, wenn man sagt, dass man - weil der HERR das Gesetz erfüllte - von der Pflicht zur Einhaltung des Sabbats entbunden sei.
[Einmal fragte der HERR einen Gesetzesgelehrten:] "Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du?" [LUK. 10,26] [SLT] Denke [bitte] daran, dass das Gesetz mehr umfasst als die bloße Einhaltung des Sabbats und dass es eine Einheit bildet. Die Antwort, die der HERR Selbst gutheißen konnte und die ER Selbst bei einer Gelegenheit gab, lautet: "»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.«" [LUK. 10,27] [ELB]
Betrachten wir nun für einen Moment die Aussage, dass man - weil CHRISTUS das Gesetz erfüllte - den siebten Tag gemäß dem Gesetz nicht zu halten bräuchte als wahr und schauen wohin das führt. Es ist wahr, dass der HERR das Gesetz erfüllt hat. Es ist auch wahr, dass der Hauptteil des Gesetzes lautet: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen ... und mit deinem ganzen Verstand." Nun, es ist sicher, dass CHRISTUS dieses Gebot erfüllte. Was müssten wir dann gemäß der vor uns liegenden Theorie schließen? – Ganz einfach das, dass wir den HERRN, unseren GOTT, nicht lieben bräuchten, da dies ja CHRISTUS für uns tat.
Das zweite große Gebot des Gesetzes lautet: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Aber weil CHRISTUS das Gesetz für uns erfüllte, bräuchten wir unsere Nächsten überhaupt nicht zu lieben!
Oder, um noch mehr ins Detail zu gehen: Das [Dritte] Gebot [des Dekalogs] lautet: "Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen." [2. MO. 20,7] Weil CHRISTUS aber das Gesetz für uns erfüllte, indem ER den Namen des Vaters ehrte, dürften wir [somit] fluchen und schwören! Das [Sechste bzw. Siebente] Gebot lautet: "Du sollst nicht töten" [2. MO. 20,13] bzw. "Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!" [2. MO. 20,17] [SLT] Da CHRISTUS auch diesen Teil des Gesetzes erfüllte, dürften Christen morden und lügen!
"Nein, nein", wird unser Freund da sagen, "das ist nicht mit Christentum vereinbar." Und das sagen wir auch. Er wird sagen, dass Christen den Namen Gottes und ihre Eltern ehren sollten, nicht töten, stehlen, Ehebruch begehen, falsches Zeugnis ablegen oder begehren sollten und das sagen wir - weil die Bibel es bezeugt - auch. Die Tatsache, dass CHRISTUS den Vater liebte, Seinen irdischen Eltern gehorsam war, niemandem Gewalt antat und stets für die Wahrheit Zeugnis ablegte, ist kein Grund, warum Christen nicht dasselbe tun sollten, sondern [gerade] der stärkste Grund, warum [auch] sie diese Gebote befolgen sollten. [Nun] damit ist die Tatsache, dass CHRISTUS den Sabbat – genau den Tag, den das Vierte Gebot [zu Halten] vorschreibt, den siebten Tag – hielt, der stärkste Grund, warum CHRISTEN ihn ebenfalls halten sollten. Es gibt kein Argument gegen den Sabbat, das nicht gleichermaßen gegen jedes Gebot des Gesetzes sprechen würde. Das Gesetz entspricht einer Einheit, und wer ein Gebot [davon] übertritt "ist aller ⟨Gebote⟩ schuldig geworden." [JAK. 2,10] [ELB]
CHRISTI LEBEN IN UNS
CHRISTUS kam um "alle Gerechtigkeit zu erfüllen." [MATTH, 3,15] Weshalb, etwa, damit wir von der Gerechtigkeit befreit würden? Keineswegs. Wir waren [ja] bereits von der Gerechtigkeit befreit und so erfüllte ER alle Gerechtigkeit damit wir von aller Sünde befreit würden. GOTT "sandte Seinen Sohn ... damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde." [RÖ. 8,3-4] [LUT2017]
"Wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!" [RÖ. 5,10] [SLT] Aber bedenke [bitte], dass das Leben Christi uns nichts nützt, wenn es nicht in uns ist. [Paulus ermahnt diesbezüglich:] "Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!" [2. KOR. 13,5] [SLT] Wenn also Christi Leben nicht "an unserem Leib offenbar wird" [2. KOR. 4,10] [SLT], sind wir überhaupt keine Christen. Uns rettet nicht allein die Tatsache, dass CHRISTUS vor achtzehnhundert Jahren das Gesetz hielt, sondern die Tatsache, dass ER noch immer lebt - dass Sein Leben jetzt wie damals dasselbe ist - dass ER in uns lebt und [so] das Gesetz in uns und nicht außerhalb von uns erfüllt.
"So werden ... durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht." [RÖ. 5,19] Beachte [bitte], dass es nicht nur so ist, dass wir "durch den Gehorsam des Einen" als gerecht angesehen werden, sondern dass wir durch den Gehorsam Christi tatsächlich "zu Gerechten gemacht" werden. Christi Gehorsam ist kein Ersatz für unseren Ungehorsam, sondern ist tatsächlich unsere Gerechtigkeit. Die Einheit mit CHRISTUS ist der Maßstab des Christen. Wir sind "mit Christus gekreuzigt" [GAL. 2,20], "mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod" [RÖ. 6,4] [SLT], "mit Christus auferweckt worden" [KOL. 3,1] [SLT], damit wir auch "mit ihm leben." [2. TIM. 2,11] [KJV] ER gab das Beispiel, als ER auf Erden war und nun kommt ER, um denselben Weg in uns zu gehen.
Es wird viel zu oft versäumt, zu erkennen, was wahres Christentum ist. Zu viele scheinen zu glauben, es reiche aus, anzuerkennen, dass CHRISTUS einst im Fleisch gekommen ist, gekreuzigt, begraben und auferweckt wurde. Sie vergessen [aber] dabei, dass wahres Christentum vom gegenwärtigen Leben Christi im menschlichen Fleisch gekennzeichnet ist: [Diesbezüglich schreibt Johannes:] "Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott." [1. JOH. 4,2-3] [SLT] Es reicht nicht aus, zu bekennen, dass CHRISTUS einst im Fleisch gekommen ist, wir sollten bekennen, dass ER auch jetzt im Fleisch - nämlich in unserem - gekommen ist, dass ER Derselbe ist "gestern und heute und auch in Ewigkeit!" [HEBR. 13,8] [SLT] und dass daher Sein Leben in uns dasselbe sein muss, wie in IHM vor achtzehnhundert Jahren in Judäa und Galiläa.
Lasst uns daher nicht meinen, dass wir, weil CHRISTUS das Gesetz erfüllt hat, irgendeinen Teil davon ignorieren dürften, sondern vielmehr das [Folgende] bedenken: "Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist." [1. JOH. 2,6] [SLT]
( Ellet J. Waggoner, Mai 1903 )

Jetzt
Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:
https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/
Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.