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Theologen der frühen Antike-Ignatius von Antiochien

Theologen der frühen Antike-Ignatius von Antiochien
Ignatius von Antiochien gilt als einer der sogenannten apostolischen Väter der frühen Kirche. Er war vermutlich im späten 1. und frühen 2. Jahrhundert Bischof von Antiochia und starb nach Überlieferung unter Kaiser Trajan als Märtyrer in Rom. Besonders bekannt sind seine sieben Briefe, die er auf dem Weg zu seiner Hinrichtung verfasste. In ihnen finden sich dort Aussagen, die heute häufig als antijudaistisch bezeichnet werden. Er gilt als Vordenker späterer Entwicklungen des Mittelalters.

Eine zentrale Stelle findet sich im Brief an die Magnesier. Dort schreibt Ignatius:

„Es ist ungeheuerlich, Jesus Christus zu bekennen und jüdisch zu leben.“

Im gleichen Zusammenhang fordert er Christen dazu auf, nicht mehr nach jüdischen Bräuchen, insbesondere nicht nach dem Sabbat, zu leben, sondern nach dem „Tag des Herrn“, also dem Sonntag. Für Ignatius war das Christentum keine innerjüdische Bewegung mehr, sondern eine eigenständige Glaubensgemeinschaft. 

Er formuliert sogar:
„Nicht das Christentum glaubte an das Judentum, sondern das Judentum an das Christentum.“

Diese Aussagen entstanden in einer Zeit, in der sich die junge Kirche zunehmend vom rabbinischen Judentum abgrenzte. Nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr. entwickelten sich beide Religionen stärker auseinander. Viele Christen der frühen Kirche wollten verhindern, dass Gemeindemitglieder weiterhin jüdische Gesetzesvorschriften wie Sabbat, Speisegebote oder Festkalender als verbindlich betrachteten. Ignatius kämpfte daher gegen sogenannte „Judaisierer“, also Christen, die jüdische Praxis beibehalten wollten.

Aus heutiger Perspektive werden seine Aussagen oft als antijudaistisch bewertet, weil sie das Judentum negativ darstellen und christliche Identität ausdrücklich gegen jüdische Lebensweise definieren. Dabei ist allerdings zwischen modernem Antisemitismus und frühem christlichem Antijudaismus zu unterscheiden. Ignatius argumentierte theologisch und nicht rassisch oder biologisch, wie es später im modernen Antisemitismus geschah. Dennoch trugen solche Texte langfristig zu einer Tradition christlicher Judenfeindschaft bei.

Seine Aussagen über das Judentum werden in der modernen Theologie kritisch reflektiert. Besonders nach der Shoah haben viele Kirchen ihre Haltung zum Judentum grundlegend überdacht."

Hier ein wissenschaftlicher Überblick über antike Theologen. 

https://bkv.unifr.ch/de/works

Die sieben Briefe des Ignatius v. A.
https://bkv.unifr.ch/de/works/cpg-1025/versions/die-sieben-briefe-des-ignatius-von-antiochien-bkv/divisions/1

Sehr interessant! Absolut lesenswert.

Kommentare

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Wahrheitssuche 25.05.2026 12:41
Ich hoffe es ist gestattet wenn ich ein paar Worte zum Thema sage, ohne dabei genau auf den Theologen, um den es geht,  einzugehen.

Ich verachte Rassismus zu tiefst, weil er wie jeder andere -ismus eine Ideologie verkörpert & Menschenverachtend ist. 

Aber ein Problem ist, das Christen nicht mehr wissen WER in der Bibel WER ist , und dadurch auch nicht WER >Heute< WER ist, weil sie ihrem Gott und seinem Wort nicht mehr vertrauen in dem was ER zB im AT über den Verbleib ALLER Stämme sagt und auch weiter noch im NT - nicht zuletzt im buch Offenbarung über die 'ioudaios'. 
Der Begriff "Jude" ist verhältnismäßig neu und steht in den Übersetzungen -  der Urtext ist aber EINDEUTIG um WEN es geht. JEDER begreift unter JUDE aber HEUTE etwas oder jemand anderes. 
Die Verwirrung ist perfekt. 

Ob jemandem das gefällt oder nicht , definiert GOTT selbst im Römerbrief wer ein "JUDE" ist. Gott bestätigt damit das Abraham's Same geistig zu verstehen ist. JEDER welcher Hautfarbe oder Herkunft er auch immer sein mag, darf laut Gott zu ihm gehören, wenn er die Bedingung erfüllt Gottes Gnade anzunehmen & ihn als seinen Herrn akzeptiert.

"Abraham hat Gott geglaubt & das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. " 
"Wenn Abraham euer Vater wäre, so würdet ihr seine Werke tun" 

Wer glaubt Gott in dieser Sache wenn er sagt: 
"Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen" 

Oder der Prophezeihung über die 70 Wochen - mit dem Raum zur letzten Buße für sein Eigentumsvolk dahingehend, das er sie sich als sein Bundesvolk, welches Gott repräsentieren darf, bewahren wollte , anstatt es verwerfen zu müssen - weil sie nicht umkehren WOLLTEN.

"Wie oft hab ich euch sammeln wollen wie die Henne ihre Kücken - aber ihr habt nicht GEWOLLT"

Der überwiegende Teil der Menschen , auch der Christen, wird wieder auf einen irdischen Erlöser warten, der ein irdisches Königstum aufrichten soll & das obwohl uns gesagt ist: 
"Mein Reich ist NICHT von dieser Welt" 

Man bedenke auch das Folgende: 
Die Traum-Statue Nebukadnezar's mit den 4 Königreichen, sieht kein 5tes irdisches Reich vor. 
Der Stein vom Himmel wird ohne zutun von Menschhand alle irdischen,  menschengemachten, Königreiche für immer zu Fall bringen. 

Die irdischen Könige werden es wieder nicht mögen das da ein anderer König ist & auch nicht begreifen - und sich wieder genauso wundern wie Herodes als die 3 Weisen nach dem prophezeiten König fragten. 

Was dachte sich Herodes wohl? 
'Was? Welcher König? Ich bin König"

--

Eine Frage an alle Christen, die Gottes Wort ernstnehmen wollen: 
WEN meint Gott mit offenbarung 2:9 und offenbarung 3:9 ?
 
Sherezade 25.05.2026 12:57
Die Offenbarung kann man nur dann gut verstehen, wenn einem bewusst ist, dass es sich um einen innerjüdischen Konflikt handelt..dies mit polemischen  Worten...und zum Verstehen sollte man sich mit dem Judentum zur Zeit Jesu und im 1Jhd. befasst haben..
 
Sherezade 25.05.2026 13:06
Zum Thema von Komfortzone hatte ich selber auch Beiträge...kopier mal kurz..
70 n. Chr. : Tempelzerstörung... traumatisch …dazu christliche Exegesen und ein falsches Verstehen/Auslegen von Jesus und der Tempelreinigung
-Fiscus Judaicus
-Untergang der Jerusalemer Gemeinde
-Zunahme der Völkerchristen->
-Paulus missverstanden → New Perspective on Paul
-Bar-Kochba-Aufstand
Dazu dann da die  Schriften der Kirchenväter/schriftsteller...
Irenäus
Justin
Tertullian
Augustinus
Melito
and so on...

Richtig fies sind auch die Predigten von Johannes Chrysostomos....
Ambrosius sollte man sich erwähnen...
 
Wahrheitssuche 25.05.2026 13:09
Ich hab mich mit der Geschichte beschäftigt welche in den 2ten Büchern der Chroniken und der Könige für uns überliefert ist. 

Zweifelt man an Gottes Wort, landet man zwangsläufig bei den Mainstream-Geschichtsmodellen, die im Gegensatz zu Gottes Wort vieles nicht erklären können oder wollen.

Das bemerkt man aber erst, wenn man unter Gebet Gottes Wort diesbezüglich studiert , ernst nimmt, und sich anhört was die Literatur vergangener Jahrhunderte , die nicht zum  Mainstream gehört, so alles über Geschichte verrät.

Wundert mich auch nicht. 
Was ist uns gesagt über den breiten und über den schmalen Weg?
 
Komfortzone 25.05.2026 13:14
Nein, diese Fragen haben mit dem obigen Thema wenig zu tun und sehe sie daher als Ablenkung.
 
Komfortzone 25.05.2026 13:16
Danke Sherezade.
 
Komfortzone 25.05.2026 14:38
An der heiligen Stadt Jerusalem hatte Ignatius kaum Interesse. Sie erschien sogar theologisch überholt. Seine Mission war, andere Christen von Gemeinschaft mit Juden und ihren Bräuchen abzualten. Gott hat aber andere Gedanken. Ganz klar widersteht Sacharja 8 den Aufforderungen I:

"Sacharja 8:20-23 SCH2000
[20]  So spricht der Herr der Heerscharen: Es werden noch Völker und die Bewohner vieler Städte kommen; [21] und die Bewohner einer Stadt werden zu denen einer anderen kommen und sagen: »Lasst uns hingehen, um den Herrn anzuflehen und den Herrn der Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen!« [22] So werden große Völker und mächtige Nationen kommen, um den Herrn der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und den Herrn anzuflehen. [23] So spricht der Herr der Heerscharen: In jenen Tagen [wird es geschehen], dass zehn Männer aus allen Sprachen der Heidenvölker einen Juden beim Rockzipfel festhalten und zu ihm sagen werden: »Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist!«

https://bible.com/bible/157/zec.8.20-23.SCH2000
 
Komfortzone 25.05.2026 14:42
Es gibt schon wirklich schräge Ansichten, Elke.
 
Sherezade 25.05.2026 15:08
Du sagst es...
Passend zu Deinem Thema ist auch der Barnabasbrief..findet man in der Bibliothek der Kirchenväter...
 
Komfortzone 25.05.2026 20:15
Das ist es eben. Was im Barnabasbrief steht, ist auch Inhalt z b. in den Psalmen, die im Judentum zentraler Bestandteil ist. Die Redewendung "Asche auf mein Haupt" entstammt dem Alten Testament. 

Daher kann man sagen, das der Verfasser seine Lehre aus dem AT genommen und verdreht hat.
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