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📃 Die Gemeinde - der Leib Christi

📃 Die Gemeinde - der Leib Christi
Unter dem Bild der Kirche als Leib Christi beschrieb Paulus in mehreren seiner Briefe unsere Beziehung zu CHRISTUS und zueinander. So schreibt er im Epheserbrief über CHRISTUS: GOTT hat "alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt." [EPH. 1,22-23] [SLT] An die Kolosser schreibt der Apostel: ER "ist vor allem, und alles besteht durch ihn. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde." [KOL. 1,17-18] [ELB] "Jetzt freue ich mich in meinen Leiden, [die ich] um euretwillen [erleide ], und ich erfülle meinerseits in meinem Fleisch, was noch an Bedrängnissen des Christus aussteht, um seines Leibes willen, welcher die Gemeinde ist." [KOL. 1,24] [SLT]

Da die Gemeinde der Leib Christi ist, bedeutet die Zugehörigkeit zu ihr  ein Glied am Leib Christi zu sein. Und so heißt es in der Heiligen Schrift: Gläubige sind: "Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder." [1. KOR. 12,27] - "Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein." [EPH. 5,30] [SLT] Als wir getauft wurden, wurden wir "in Christus Jesus hinein getauft" [RÖ. 6,3] [SLT] [Diesbezüglich sagt Paulus weiter:] "Ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen." [GAL. 3,27] [SLT] [Fassen wir kurz zusammen:] Als wir in CHRISTUS getauft wurden, wurden wir in Seinen Leib getauft, der die Gemeinde ist, deren Haupt ER ist und deren Glieder wir durch die Taufe geworden sind. "Denn gleichwie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, so auch der Christus. Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist." [1. KOR. 12,12-13] [SLT]

Wir sind nicht nur Glieder des Leibes Christi, sondern dadurch zugleich auch Glieder untereinander [wie die Schrift wie folgt bezeugt:] "So sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind." [RÖ. 12,5; EPH. 4,24] [LUT2017]

So führt uns die Heilige Schrift die Kirche als Bild des menschlichen Leibes vor Augen. CHRISTUS ist das Haupt dieses Leibes, wir sind dessen Glieder und als Glieder des Leibes müssen wir notwendigerweise auch Glieder untereinander sein. Es ist CHRISTUS - das Haupt - "von dem aus der ganze Leib, durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengehalten, heranwächst in dem von Gott gewirkten Wachstum." [KOL. 2,19] [SLT] Oder, wie  es im Brief an die Epheser heißt: Von CHRISTUS dem Haupt "wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung ⟨dienende⟩ Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils; und ⟨so⟩ wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe." [EPH. 4,16] [ELB]

Nun, mein Bruder oder meine Schwester, bevor wir uns mit den Schriftstellen befassen, die unsere Pflichten und Verbindlichkeiten einander gegenüber in dieser Beziehung darlegen, soll auf einige Fragen zu den Vorstellungen über die Gemeinde verwiesen werden, die in den bereits zitierten Passagen zum Ausdruck kommen. Wie hast Du die Gemeinde bisher betrachtet? Was hast Du dir darunter vorgestellt? Was hast Du angenommen, was die Mitgliedschaft in der Kirche bedeutet? Hast Du sie ähnlich wie jeden anderen Verein oder jede andere Organisation von Menschen angesehen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen? Hast Du sie für einen eher konventionellen Zusammenschluss von Menschen gehalten? Hast Du die Mitgliedschaft in der Gemeinde als eine Art lockere Beziehung angesehen, die sehr gut war, solange alles genau nach Deinem Wunsch verlief, die aber leichtfertig aufgegeben werden konnte, sobald die Dinge nicht mehr Deinen besonderen Wünschen oder Gefühlen entsprachen? Betrachtest Du sie als eine Beziehung, deren Hauptzweck darin besteht, die Schwächen, Fehler und Unzulänglichkeiten der Brüder mit unfreundlichem und kritischem Blick zu betrachten, was ihnen Schmerz  und Deiner eigenen Seele innere Leere und Elend bereitet?" Sollte Dir ein solcher Gedanke durch den Kopf gegangen sein, bleibt nur aufrichtig zu hoffen, dass er für immer aus Deinem Geist verbannt wird und dass Du durch die betrachteten Schriftstellen, eine höhere und zutreffendere Vorstellung davon gewinnst, was die Gemeinde Gottes ist und welche Beziehung Du zu ihr eingegangen bist, als Du Dich dazu bekanntest, den Namen Christi zu bekennen.

In einem früheren Artikel wurde aufgezeigt, dass die Gemeinde das "Haus Gottes" [1. TIM. 3,15] [SLT] ist. Ist Dir das bewusst? Betrachtest Du sie auch so? Ist Dir bewusst, dass Du durch Deine Zugehörigkeit zur Gemeinde ein Glied des Hauses Gottes bist? [Ist Dir klar] dass Du Teil dieses "geistlichen Hauses" [1. PETR. 2,5] [LUT2017] bist, das durch den Geist die Wohnstätte Gottes ist? Bist Du einer dieser "lebendigen Steine" [1. PETR. 2,5], die das Bild und die Herrlichkeit des kostbaren "Ecksteins, Jesus Christus" [EPH. 2,20] widerspiegeln? Schaust Du als lebendiger Stein mit solcher Intensität auf diesen [besonderen] "lebendigen Stein" [1. PETR. 2,4], dass Du "vom Geist des Herrn in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit" [2. KOR. 3,18] [SLT] verwandelt wirst und dass der HERR Seinerseits in Dir Seinen eigenen kostbaren Charakter der Sanftmut, Freundlichkeit und Heiligkeit widergegeben sieht? Ist eine solche Sichtweise - die Du von der Gemeinde Gottes und Deiner Zugehörigkeit zu ihr hast – eine Sichtweise, die Dir Freude, Frieden, Kraft und Gnade schenkt?

In diesem Artikel wurde dargelegt, dass die Kirche der Leib Christi ist. Ist Dir bewusst, dass das so ist? Ist Dir bewusst, dass Du CHRISTUS Schmerz zufügst, wenn Du der Gemeinde oder einem ihrer Mitglieder Schmerz zufügst? Ist Dir bewusst, dass Du, wenn Du der Gemeinde in irgendeiner Weise Schande bringst, CHRISTUS Schande bringst? Es ist so, [egal] ob es Dir bewusst ist oder nicht. Es kann nicht anders sein, denn CHRISTUS ist das Haupt, und es ist das Haupt, das das eigentliche Schmerzempfinden trägt, wo auch immer der Schmerz im Leib auftreten mag, "denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein." [EPH. 5,30] [SLT]

Betrachten wir nun näher, das Verhältnis der Gemeinde zu CHRISTUS und das sich daraus für uns ergebende Verhältnis als ihre Glieder.  Die engste Beziehung, die die menschliche Familie kennt, ist die der Ehe. [CHRISTUS sagte diesbezüglich:] "Der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, daß ein Mann und ein Weib sein sollte,und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein"? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch." [MATTH. 19,4-6] Nun sagte der HEILAND über Sich selbst: "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert." [MATTH. 10,37] [SLT] Im Römer- bzw. Korintherbrief [schreibt Paulus:] "Darum, meine Brüder, seid auch ihr dem Gesetz gestorben durch den Leib Christi, damit ihr einem anderen vermählt werdet." [RÖ. 7,4] [KJV] "Ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen." [2. KOR. 11,2] [SLT] [All] diese Texte zeigen deutlich, dass die engste, die liebevollste Beziehung, die der Menschheit bekannt ist, die einzige ist, durch die der Geist Gottes die Beziehung zwischen CHRISTUS und der Gemeinde angemessen darstellen kann. Lies nun [bitte] in diesem Zusammenhang das Nachstehende: "Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist – er hat sie als seinen Leib gerettet. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen. Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er für sich die Gemeinde herrlich bereite, die keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes. »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«" [EPH. 5,22-31] [LUT2017]

Warum schrieb Paulus diese lange Passage über Ehemänner und Ehefrauen sowie Christus und die Gemeinde? Er gibt die Antwort wie folgt: "Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde." [EPH. 5,32] [LUT2017] Diese Passage bezieht sich also keineswegs in erster Linie auf Ehemänner und Ehefrauen. Sie bezieht sich auf CHRISTUS und die Gemeinde und die Beziehung zwischen Mann und Frau wird benutzt, um die Enge und die Heiligkeit der Beziehung zu veranschaulichen, die zwischen CHRISTUS und der Gemeinde besteht. Daher gleicht die Zugehörigkeit zur Gemeinde Christi der innigsten Beziehung, die der Mensch kennt. Ach, dass doch jeder, der sich als Mitglied der Gemeinde bekennt, dieses Thema gründlich bedenken und dieser gesegneten Erkenntnis voll und ganz gerecht werden möge!

Nächste Woche wird unsere Beziehung als Mitglieder der Gemeinde untereinander [näher] betrachtet werden.

( Alonzo T. Jones, Juli 1888 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 24.05.2026 18:57
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 135 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.

Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
 
Wahrheitssuche 25.05.2026 13:44
Wunderbar das Bild Christi als des Bräutigams und Gottes Gemeinde als die Braut/Frau 😊

Ich möchte gerne Gottes Bild 
"der tugendhaften Frau" (SEINER Gemeinde), zum Thema hinzufügen. 
Zu finden in Sprüche 31: 
 
"10 Eine tugendhafte Frau – wer findet sie? Sie ist weit mehr wert als (die kostbarsten) Perlen!  
11 Auf sie verläßt sich das Herz ihres Mannes, und an Gewinn mangelt es ihm nicht. 
12 Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens.  
13 Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und verarbeitet es mit willigen Händen. 
14 Sie gleicht den Handelsschiffen; aus der Ferne bringt sie ihr Brot herbei.  
15 Bevor der Morgen graut, ist sie schon auf; sie gibt Speise aus für ihr Haus und bestimmt das Tagewerk für ihre Mägde.  
16 Sie trachtet nach einem Acker und erwirbt ihn auch; vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg an.  
17 Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme.  
18 Sie sieht, daß ihr Erwerb gedeiht; ihr Licht geht auch bei Nacht nicht aus.  
19 Sie greift nach dem Spinnrocken, und ihre Hände fassen die Spindel.  
20 Sie tut ihre Hand dem Unglücklichen auf und reicht ihre Hände dem Armen.  
21 Vor dem Schnee ist ihr nicht bange für ihr Haus, denn ihr ganzes Haus ist in Scharlach gekleidet.  
22 Sie macht sich selbst Decken; Leinen und Purpur ist ihr Gewand.  
23 Ihr Mann ist wohlbekannt in den Toren, wenn er unter den Ältesten des Landes sitzt. 
24 Sie fertigt Hemden und verkauft sie und liefert dem Händler Gürtel.  
25 Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht angesichts des kommenden Tages.  
26 Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Unterweisung ist auf ihrer Zunge. 
27 Sie behält die Vorgänge in ihrem Haus im Auge und ißt nie das Brot der Faulheit.  
28 Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich; ihr Mann rühmt sie ebenfalls:  
29 »Viele Töchter haben sich als tugendhaft erwiesen, du aber übertriffst sie alle!«  
30 Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht, aber eine Frau, die den Herrn fürchtet, die wird gelobt werden.  
31 Gebt ihr von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke werden sie rühmen in den Toren!" 
  

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Einfach wunderbar wie das lebendige Wort Gottes an der Stelle mit bildhafter Sprache alles Wichtige , für jeden ganz einfach verständlich, veranschaulicht. 
So das es jedes fleischerne Herz in der Lage ist zu erreichen😊
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