📃 Die Natur des Gesetzes [Fortsetzung]
18.05.2026 16:59
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📃 Die Natur des Gesetzes [Fortsetzung]
In unserer letzten Ausgabe betrachteten wir die [folgenden] Worte Christi: "Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote." [MATTH. 19,17] Dabei stellten wir fest, dass das Gesetz Gottes – die zehn Gebote, die auf dem Berg Sinai gesprochen wurden – die hier gemeinten Gebote sind. Damit in Übereinstimmung stehen die [nachstehenden] Worte Christi durch den geliebten Jünger [Johannes]:"Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können." [OFFB. 22,14] [SLT] Nun wollen wir dieses Gesetz betrachten, um seine Natur zu erkennen.
Zuerst sei auf folgende Worte Davids verwiesen: "Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele." [PS. 19,7] Ein vollkommenes Gesetz wird, sofern es gehalten wird, einen vollkommenen Charakter bilden. Besitzt ein Mensch einen vollkommenen Charakter, ist er ein vollkommener Mensch, und das ist alles, was GOTT von jedem von uns verlangt, alles, was ER von irgendjemandem verlangen kann. Paulus fügt seinem Zeugnis das [Zeugnis] Davids hinzu und sagt: "So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut." [RÖ. 7,12] [SLT] Und das stimmt auch mit den Worten Nehemias überein, [die beinhalten] dass der HERR [Israel] am Berg Sinai Folgendes gab: "Klare Rechtsbestimmungen und zuverlässige Gesetze [Gesetze der Wahrheit], gute Ordnungen und Gebote." [NEH. 9,13] [ELB]
Diese Vorstellung von der Vollkommenheit der Zehn Gebote wird von David in Psalm 119 noch völliger ausgedrückt: "Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht." [PS. 119,172] [SLT] Sie sind nicht einfach [nur] gut, sie sind Gerechtigkeit selbst. Wir erinnern uns, dass Mose von diesen Geboten sagte: Sie "sollten im Herzen sein und dass man alle Zeit von ihren reden sollte." [5.MO. 6,6-7] [ELB] Aber es gilt für einen Menschen heute genauso wie zu der Zeit, als Salomo schrieb: "Wie er in seiner Seele berechnend denkt, so ist er."[SPR. 23,7] [SLT] Wenn also ein Mensch beständig über ein Gesetz nachsinnt, das vollkommener Gerechtigkeit entspricht, vermag er gerecht zu werden.
David bezeugt, dass die Gebote Gerechtigkeit sind und der HERR gibt uns durch den Propheten Jesaja [wie nachstehend zitiert] einen noch tieferen Einblick bezüglich ihrer Vollkommenheit. "Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde. Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden im Nu dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben." [JES. 51,6]
Sofern es einem Leser nicht gelingen sollte, diesen Text mit Psalm 119,172 in Verbindung zu bringen und damit zu erkennen, was die Gerechtigkeit ist, die "kein Ende haben wird", kann sollte ihn der nächsten Vers davon überzeugen, dass es das Gesetz Gottes ist: "Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist!" [JES. 51,7] Nun, da wir sehen, dass die Gebote Gottes Gerechtigkeit sind, bedarf es keines Arguments, um uns zu überzeugen, dass sie nicht abgeschafft werden können. Die Gerechtigkeit Gottes abschaffen! Das wäre gleichbedeutend damit, GOTT selbst abzuschaffen. Das ist eine Unmöglichkeit.
Der Schwerpunkt soll hier jedoch nicht sein, dass Gottes Gesetz nicht aufgehoben werden kann, sondern der, dass dieses Gesetz der Gerechtigkeit Gottes entspricht. GOTT ist vollkommene Gerechtigkeit – Vollkommenheit – und deshalb muss Sein Gesetz ein Abbild Seines Charakters sein. GOTT wollte, dass der Mensch IHM ähnlich - gerecht - werde. Aber wie sollte der arme, gefallene Mensch wissen, was Gerechtigkeit ist? Er benötigte unbedingt einen vollkommenen Führer, um seine Handlungen zu lenken. GOTT konnte jedoch nicht mit den Menschen verkehren und ihnen so Gerechtigkeit lehren, denn sie konnten [ja] nicht einmal Seine Stimme ertragen [siehe dazu 2. Mo. 20,19], geschweige denn den Anblick seiner Person. Deshalb fasste ER eine - dem menschlichen Verständnis angepasste - [kurze] Beschreibung Seines Charakters in Worte, und übergab diese [auf Stein geschrieben] an uns. CHRISTUS bezeugt uns, dass die Zehn Gebote auf dem großen Grundsatz der Liebe beruhen, und "Gott ist Liebe." [1. JOH. 4,16] Indem wir die Gebote studieren und ihnen gehorchen, werden wir ihnen ähnlich oder – was dasselbe ist – GOTT ähnlich. Wir schreiben das mit aller Ehrfurcht. Wir wollen nicht verstanden werden, als könne ein Mensch in irgendeinem Punkt der Vollkommenheit Gottes nahekommen, aber GOTT Selbst sagt: "»Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«" [1. PETR. 1,16] [SLT] und Christus sagt: "Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist." [MATTH. 5,48] Wir sollen sündlos und rein werden, aber selbst dann wird GOTT in Seiner Güte unendlich über uns stehen.
Aber jemand mag sagen: "Ich sehe erkenne an den zehn Geboten nichts, was würdig wäre, sie als Abbild des Charakters Gottes zu erkennen. Es kommt einer Herabsetzung Gottes gleich, wenn man sagt, sie entsprächen Seiner Gerechtigkeit." Das zeigt nur, dass er nicht ausreichend über sie nachgedacht hast, um ihren Inhalt wirklich zu kennen. Paulus bezeugt, "dass das Gesetz geistlich ist" [RÖ. 7,14] und geistliche Dinge werden nur im Geist erkannt. [Deswegen schreibt der Apostel auch:] "Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss." [1. KOR. 2,14] [SLT] Wir sehen Schönheit nur in dem, was wir lieben und Paulus sagt: "Fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch sich dem Gesetz Gottes nicht unterwirft; denn es vermag’s auch nicht." [RÖ. 8,7] [LU2017] Wenn aber das fleischliche Denken bezwungen ist und der Mensch sich den Forderungen des Gesetzes ergeben hat, vermag er mit Paulus bzw. David ausrufen: "Ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen" [RÖ. 7,22] [SLT] "Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag." [PS. 119,97] [SLT]
Je besser wir mit Gottes Gesetz vertraut werden, desto größer erscheint es uns. David dachte viel über das Gesetz nach und sagte: "Ich habe gesehen, dass alles Vollkommene ein Ende hat, aber dein Gebot bleibt bestehen." [PS. 119,96] Es ist so weit, dass es jede Handlung abdeckt, die ein vernünftiges Geschöpf vollbringen kann, und jeden Gedanken, den der menschliche Geist fassen kann. Als biblischen Beweis dafür lesen wir: "Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens." [HEBR. 4,12] [SLT] Es gibt keine Sünde – sei es in Worten, Taten oder Gedanken – die das Gesetz Gottes nicht aufzeigen und verurteilen würde. Wie notwendig ist es dann, es beständig zu studieren. Da wir keine Sünde hegen und aufgrund von Sünde das ewige Leben verfehlen wollen, müssen wir beständig genau verstehen, was Sünde ist. Darum lasst uns nie aufhören, mit dem Psalmisten zu beten: "Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!" [PS. 119,18] [SLT]
( Ellet J. Waggoner, Oktober 1891 )
Zuerst sei auf folgende Worte Davids verwiesen: "Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele." [PS. 19,7] Ein vollkommenes Gesetz wird, sofern es gehalten wird, einen vollkommenen Charakter bilden. Besitzt ein Mensch einen vollkommenen Charakter, ist er ein vollkommener Mensch, und das ist alles, was GOTT von jedem von uns verlangt, alles, was ER von irgendjemandem verlangen kann. Paulus fügt seinem Zeugnis das [Zeugnis] Davids hinzu und sagt: "So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut." [RÖ. 7,12] [SLT] Und das stimmt auch mit den Worten Nehemias überein, [die beinhalten] dass der HERR [Israel] am Berg Sinai Folgendes gab: "Klare Rechtsbestimmungen und zuverlässige Gesetze [Gesetze der Wahrheit], gute Ordnungen und Gebote." [NEH. 9,13] [ELB]
Diese Vorstellung von der Vollkommenheit der Zehn Gebote wird von David in Psalm 119 noch völliger ausgedrückt: "Meine Zunge soll reden von deinem Wort, denn alle deine Gebote sind gerecht." [PS. 119,172] [SLT] Sie sind nicht einfach [nur] gut, sie sind Gerechtigkeit selbst. Wir erinnern uns, dass Mose von diesen Geboten sagte: Sie "sollten im Herzen sein und dass man alle Zeit von ihren reden sollte." [5.MO. 6,6-7] [ELB] Aber es gilt für einen Menschen heute genauso wie zu der Zeit, als Salomo schrieb: "Wie er in seiner Seele berechnend denkt, so ist er."[SPR. 23,7] [SLT] Wenn also ein Mensch beständig über ein Gesetz nachsinnt, das vollkommener Gerechtigkeit entspricht, vermag er gerecht zu werden.
David bezeugt, dass die Gebote Gerechtigkeit sind und der HERR gibt uns durch den Propheten Jesaja [wie nachstehend zitiert] einen noch tieferen Einblick bezüglich ihrer Vollkommenheit. "Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde. Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden im Nu dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben." [JES. 51,6]
Sofern es einem Leser nicht gelingen sollte, diesen Text mit Psalm 119,172 in Verbindung zu bringen und damit zu erkennen, was die Gerechtigkeit ist, die "kein Ende haben wird", kann sollte ihn der nächsten Vers davon überzeugen, dass es das Gesetz Gottes ist: "Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist!" [JES. 51,7] Nun, da wir sehen, dass die Gebote Gottes Gerechtigkeit sind, bedarf es keines Arguments, um uns zu überzeugen, dass sie nicht abgeschafft werden können. Die Gerechtigkeit Gottes abschaffen! Das wäre gleichbedeutend damit, GOTT selbst abzuschaffen. Das ist eine Unmöglichkeit.
Der Schwerpunkt soll hier jedoch nicht sein, dass Gottes Gesetz nicht aufgehoben werden kann, sondern der, dass dieses Gesetz der Gerechtigkeit Gottes entspricht. GOTT ist vollkommene Gerechtigkeit – Vollkommenheit – und deshalb muss Sein Gesetz ein Abbild Seines Charakters sein. GOTT wollte, dass der Mensch IHM ähnlich - gerecht - werde. Aber wie sollte der arme, gefallene Mensch wissen, was Gerechtigkeit ist? Er benötigte unbedingt einen vollkommenen Führer, um seine Handlungen zu lenken. GOTT konnte jedoch nicht mit den Menschen verkehren und ihnen so Gerechtigkeit lehren, denn sie konnten [ja] nicht einmal Seine Stimme ertragen [siehe dazu 2. Mo. 20,19], geschweige denn den Anblick seiner Person. Deshalb fasste ER eine - dem menschlichen Verständnis angepasste - [kurze] Beschreibung Seines Charakters in Worte, und übergab diese [auf Stein geschrieben] an uns. CHRISTUS bezeugt uns, dass die Zehn Gebote auf dem großen Grundsatz der Liebe beruhen, und "Gott ist Liebe." [1. JOH. 4,16] Indem wir die Gebote studieren und ihnen gehorchen, werden wir ihnen ähnlich oder – was dasselbe ist – GOTT ähnlich. Wir schreiben das mit aller Ehrfurcht. Wir wollen nicht verstanden werden, als könne ein Mensch in irgendeinem Punkt der Vollkommenheit Gottes nahekommen, aber GOTT Selbst sagt: "»Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«" [1. PETR. 1,16] [SLT] und Christus sagt: "Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist." [MATTH. 5,48] Wir sollen sündlos und rein werden, aber selbst dann wird GOTT in Seiner Güte unendlich über uns stehen.
Aber jemand mag sagen: "Ich sehe erkenne an den zehn Geboten nichts, was würdig wäre, sie als Abbild des Charakters Gottes zu erkennen. Es kommt einer Herabsetzung Gottes gleich, wenn man sagt, sie entsprächen Seiner Gerechtigkeit." Das zeigt nur, dass er nicht ausreichend über sie nachgedacht hast, um ihren Inhalt wirklich zu kennen. Paulus bezeugt, "dass das Gesetz geistlich ist" [RÖ. 7,14] und geistliche Dinge werden nur im Geist erkannt. [Deswegen schreibt der Apostel auch:] "Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss." [1. KOR. 2,14] [SLT] Wir sehen Schönheit nur in dem, was wir lieben und Paulus sagt: "Fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch sich dem Gesetz Gottes nicht unterwirft; denn es vermag’s auch nicht." [RÖ. 8,7] [LU2017] Wenn aber das fleischliche Denken bezwungen ist und der Mensch sich den Forderungen des Gesetzes ergeben hat, vermag er mit Paulus bzw. David ausrufen: "Ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen" [RÖ. 7,22] [SLT] "Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag." [PS. 119,97] [SLT]
Je besser wir mit Gottes Gesetz vertraut werden, desto größer erscheint es uns. David dachte viel über das Gesetz nach und sagte: "Ich habe gesehen, dass alles Vollkommene ein Ende hat, aber dein Gebot bleibt bestehen." [PS. 119,96] Es ist so weit, dass es jede Handlung abdeckt, die ein vernünftiges Geschöpf vollbringen kann, und jeden Gedanken, den der menschliche Geist fassen kann. Als biblischen Beweis dafür lesen wir: "Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens." [HEBR. 4,12] [SLT] Es gibt keine Sünde – sei es in Worten, Taten oder Gedanken – die das Gesetz Gottes nicht aufzeigen und verurteilen würde. Wie notwendig ist es dann, es beständig zu studieren. Da wir keine Sünde hegen und aufgrund von Sünde das ewige Leben verfehlen wollen, müssen wir beständig genau verstehen, was Sünde ist. Darum lasst uns nie aufhören, mit dem Psalmisten zu beten: "Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!" [PS. 119,18] [SLT]
( Ellet J. Waggoner, Oktober 1891 )

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Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:
https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/
Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.
Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.