Nachgedacht...

Nachgedacht...
Wenn ich die Diskusionen hier so erlebe,
stellen sich mir mehrere Fragen. Am aufdringlichsten ist die Tatsache, dass das Täterprofil sich wendet.
Ich denke da ganz direkt an den Blog von Frau Sause.
Man sollte nie einen Menschen dafür strafen, das die Liebe eines Menschen zu einem verstorbenen Partner wichtig sein soll. 
Was man liebt, liebt man mit dem Herzen, auch wenn diese Person nicht mehr unter uns weilt.
Vielleicht ist es auch ein Grund, warum man zukünftig seine Ansprüche bei einer Partnerwahl hoch anlegen wird. Das trifft auch zu, wenn man einen Partner verliert, der noch lebt.
Beides ist schlimm und erweckt den Eindruck,wo man sich die Frage stellt, möchte man bei dem Erlebten noch einen Partner finden. Oft hat man Angst, wieder an eine falsche Person zu kommen, wo man das noch einmal erlebt, was man nicht möchte.
Psychologisch ist das sehr interessant, aber auch umstritten.
Sich dafür noch rechtfertigen zu müssen, ausgerechnet hier, empfinde ich persönlich als untragbar.
Man lernt hier viele Menschen kennen und hat oft den Eindruck, das ein Zusammensein sich hauptsächlich darauf begründet, welchen Wohlstand man hat uns welche Vorlieben. 
Ist es Euch nicht einmal aufgefallen, das es wichtigere Werte gibt, die ein gemeinsames Zusammensein möglich machen, als nur der Drang Wärme und Geborgenheit zu finden?
Bleibt da nicht des wesentliche auf der Strecke, was wir schätzen sollten ?
Beziehungen sind nie einfach. Leider macht das gesellschaftliche Gesamtbild es auch nicht leichter. Siegmund Freund würde nur den Kopf schütteln und sagen, das habe ich so nicht gewollt.
Beziehungen werden an konserversativen Werten gemessen. Es sollte aber so sein.
Sich dan noch mit Bibelsprüchen gegenseitig die Köpfe einschlagen, empfinde ich nicht gerade sinnvoll.
Manchmal habe ich das Gefühl, wenn man die Sorgen ans Kreuz legt, das als Freibrief zu nutzen. Mag jeder sein Leben leben. Mag jeder eine unterschiedliche Beziehung zu Gott haben.
Eins sollte aber klar sein. Ein Leben zusammen zu verbringen, braucht mehr als nur den Wunsch, öffentlich zu zerlegen und das noch mit Bibelversen zu belegen.
Es bedarf auch die Einsicht, das man nicht immer die Schuldfrage zurecht gerückt wird, wie man es am besten braucht.
Mich überzeugt so etwas nicht. Im Gegenteil.
Langsam sickert die Erkenntnis durch, das man es besser hat, wenn man allein bleibt.
Auch die Summe der gemachten Erfahrungen schlagen sich nieder.
Jeder Psychologiestudent würde hier vor Neid erblassen.

Ich schreibe das für einen Freund.

BMX 1

Kommentare