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📃 Die Gnade welche Erlösung bringt

📃 Die Gnade welche Erlösung bringt
"Die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit." [TIT. 2,11-12] [SLT]

Gerade in "in der jetzigen Weltzeit" sollten wir - wenn überhaupt - "besonnen, gerecht und gottesfürchtig leben." Wir wissen [jedoch] aus [eigener] Erfahrung nur zu gut, wie schwierig, ja unmöglich es sein kann, so zu leben, weil dies unserer Natur widerstrebte. Doch die Gnade Gottes lehrt uns, wie es bewirkt werden kann und stellt die Kraft dazu bereit. Und es ist so, dass wir "in der jetzigen Weltzeit", solch ein Leben beginnen müssen. Wenn wir in dieser Welt kein gerechtes und gottesfürchtiges Leben führen, werden wir in der nächsten keine Gelegenheit dazu haben. Auch könnten wir in der nächsten Welt, trotz der Gelegenheit dazu, nicht gerecht leben, wenn wir es hier nicht tun, denn es wird dann keine größere Kraft geben, uns vom Sündigen abzuhalten, als sie es jetzt gibt. Nichts als Gnade kann eine Seele vor der Sünde retten und GOTT besitzt jetzt ebenso viel Gnade, wie ER je haben wird.

Das fünfte Kapitel des Römerbriefes lehrt über diese Gnade und ihre Wirkung Folgendes: "Es verhält sich mit der Gnadengabe nicht wie mit der Übertretung. Denn wenn durch die Übertretung des Einen die Vielen gestorben sind, wie viel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den einen Menschen Jesus Christus in überströmendem Maß zu den Vielen gekommen." [RÖ. 5,15] [SLT] Und worin besteht diese "Gnadengabe"? Die Antwort ist die: "Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten." [RÖ. 5,18-19] [LUT2017]

Dann verweist Paulus [wie folgt] auf die grenzenlose Größe und Macht der Gnade: "Das Gesetz aber ist hinzugekommen, auf dass die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat durch den Tod, so auch die Gnade herrsche durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unsern Herrn." [RÖ. 5,18-19] [LUT2017]

Der Apostel beschreibt hier, was die Gnade Gottes für jeden tut, der sie freudig in annimmt. Die Gnade besitzt Kraft genug, jeden zu bewahren, der seine "Glieder GOTT als Werkzeuge der Gerechtigkeit hingibt" [RÖ. 6,13] [SLT] und diese Zusicherung wird in den positivsten Worten [wie folgt] bestätigt: "Die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade." [RÖ. 6,14] [SLT]

Nun lauert die Sünde "gleich einem wilden Raubtier vor unserer Tür" und wenn sie nicht über uns zu herrschen vermag, liegt das allein daran, dass wir über sie herrschen. Entweder herrschen wir über die Sünde herrschen, oder sie beherrscht uns. Doch die Macht über sie kann uns gehören, denn GOTT spricht zu uns ebenso wie zu Kain: "Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen!" [1. MO. 4,7] [ELB]

Da Sünde vom Teufel ist, "denn der Teufel sündigt von Anfang an" [1. JOH. 3,8] [SLT], folgt daraus, dass Herrschaft über Sünde [auch] bedeutet, Autorität über Satan und all dessen Heerscharen zu haben. Wenn es auch nur einen Teufel gäbe, über den wir keine Macht hätten, befänden wir uns noch immer unter der Herrschaft der Sünde. Denke also [bitte] daran, was die Gnade Gottes Dir schenkt – nichts Geringeres als "Kraft und Vollmacht über alle Dämonen" [LUK. 9,1] [SLT] – dieselbe Macht, die CHRISTUS Seinen zwölf Jünger verlieh, als ER sie aussandte, das Evangelium zu predigen.


DIE AUSRÜSTUNG MIT MACHT

Eingedenk dessen können wir den apostolischen Segenswunsch – "Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!" [RÖ. 1,7] – der so häufig in den Briefen [der Apostel] vorkommt, mit unendlicher Befriedigung lesen. Aber derjenige Wunsch, der alles zusammenfasst und den jeder, der sich Sieg über die Sünde wünscht, so unauslöschlich auf den Tafeln seines Herzens geschrieben [oder entsprechend im Gedächtnis] haben sollte, dass er fortwährend in seinen Ohren klingt, lautet wie folgt: "Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde." [OFFB. 1,4-5] [SLT]

Erinnere Dich [bitte] daran, was Gnade für jeden tut, der sie in Wahrheit annimmt, und Du wirst unweigerlich erkennen, dass dies eine formelle Verleihung von Macht über alle Teufel ist. Gnade bringt Gerechtigkeit und Heil, sie bringt Herrschaft über die Sünde und folglich Macht über alle Teufel. Nun, so wie CHRISTUS Seinen Jüngern – als sie wie Schafe unter den Wölfen in die Welt hinausgingen –  tatsächlich Macht und Gewalt über alle Teufel verlieh, so verleihen diese Worte – die ebenso lebendig und frisch sind, als wären sie heute zum ersten Mal und zu jedem von uns persönlich gesprochen – tatsächlich allen, die sie fortwährend im Glauben bewahren die Macht, über alle Teufel zu herrschen.  Sie entsprechen unserem Auftrag.

Bedenke nun [bitte], von wem dieser Auftrag kommt. Erstens "von dem, der ist und der war und der kommt." Das ist der Name, mit dem Sich GOTT [gegenüber] Israel als Befreier aus Ägypten bekannt machte. Dieser Name verleiht unserem Auftrag die ganze Macht der Ewigkeiten. Unsere Festung gegen alle Angriffe aller Teufel ist Derjenige, DER   "von Ewigkeit zu Ewigkeit" [PS. 90,2] ist. Die Macht des aus Sich Selbst Existierenden Einen – die Macht, durch die ER Seine Eigene Existenz aufrechterhält – wird uns durch diese Gnadengabe zuteil.

Und es gibt eine weitere Unterschrift auf dem Dokument, die nicht nur unsere Autorität beschreibt, sondern diese uns auch verleiht und zwar eine siebenfache, die "der sieben Geister, die vor Gottes Thron sind."   Diese [sieben Geister] entsprechen der Fülle des Geistes, DER im Anfang über dem Abgrund schwebte und Ordnung aus dem Chaos brachte. Es ist der Geist, DER uns schuf und Verständnis gab. Die sieben Geister stehen als Wächter vor Gottes Thron; und wenn wir dem "Gott des Friedens" [RÖ. 15,33] gestatten, bei uns zu wohnen, können sich Teufel - mit der Absicht uns zu schaden - uns ebenso wenig nahen, wie sie auf Gottes Thron Platz nehmen können.

Noch ein weiterer Name bezeugt unsere Berechtigung, und das ist der Name, "der über allen Namen ist." [PHIL. 2,9] DER, DER ihn trägt, ist der "König der Könige" [OFFB. 19,16] auf Erden, nicht allein der König der sichtbaren Machthaber - der Sterblichen die Positionen der Macht innehaben, sondern [auch] der König der "Mächtigen und Gewaltigen" [EPH. 6,12] [LUT2017], die unter dem Banner des "Gottes dieser Welt" [2. KOR. 4,4] versammelt sind. CHRISTUS hat die "Fürstentümer und Mächte entmachtet", ER stellte "sie öffentlich zur Schau und triumphierte dabei über sie." [KOL. 2,15] [KJV] Nicht nur die treuen, sondern auch die gefallenen Engel kennen und anerkennen die Macht Seines Namens. Der Sohn Gottes hat die "Pforten des Grabes" aufgebrochen, 
sodass die Kraft der Auferstehung von den Toten mit der Gnade einhergeht, die uns den Sieg über die Sünde und Satan schenkt.

"Dank sei Gott für Seine unaussprech-liche Gabe." [2. KOR. 9,15] [ELB] Wenn wir nicht [geistig] einschlafen und dieses Wort nicht aus unserem Herzen verlieren, werden wir nicht nur in der Lage sein, alle Mächte der Finsternis in Schach zu halten, sondern sie auch in die Flucht zu schlagen. Überdenke [bitte] noch einmal den vollständigen Inhalt der Schenkungsurkunde [göttlicher Gnade]: Von dem ewigen GOTT, Dessen ewige Arme das Universum tragen, "von DEM und durch DEN und für DEN alle Dinge sind" [RÖ. 11,36], von den sieben Geistern, deren Geheimnis des Daseins und heiliger Kraft kein geschaffenes Wesen je ergründen kann und von Jesus Christus, DER dieses Werk bezeugt, DER Macht besitzt sowohl über den Tod als auch über Satan, "der die Macht des Todes hatte" [HEBR. 2,14] nehmt die Rüstung und Kleidung der Gerechtigkeit sowie die Autorität über alle Teufel. Hierdurch macht ER uns zu Seinen Erstgeborenen - "höher als die Könige auf Erden." [PS. 89,27] [KJV] macht. Glaubst Du das? Wenn Du es tust, sind Dir alle Dinge möglich.

( Ellet J. Waggoner, September 1901

Kommentare

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JesusComesBackSoon 05.05.2026 19:27
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits vor fast 125 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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