Ostern in Gaza 2026
07.04.2026 07:04
Ostern in Gaza 2026
07.04.2026 07:04
Ostern in Gaza 2026
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Bericht von Tarek Baé
Ostern in Gaza. Die christlichen Palästinenser Gaza begehen ihr erstes richtiges Osterfest seit Israels Genozid an ihnen.
In der Heiligen Familienkirche im Norden Gazas kommen Jung und Alt zusammen und entzündeten am Karsamstag die Osterflamme. Einer der Träger der Fackeln, ein Junge, verlor seinen Vater und seine Brüder durch den Genozid, berichtet @mohmd_elbaba direkt vor der Kirche in Gaza. Das Kirchengelände ist geziert von Spuren der Angriffe durch Israel.
Der Pastor Gabriel Romanelli betet auf Arabisch um „Frieden und Gerechtigkeit“ in Palästina und überall auf der Welt. „Der Krieg geht weiter. Es stimmt, dass es eine ‚Waffenruhe‘ gibt, aber jeden Tag sterben Menschen. Über zwei Millionen Palästinenser in Gaza verdienen es zu leben, und in Würde zu leben.“
Bei ihren Feierlichkeiten werden die christlichen Palästinenser von muslimischen Palästinensern unterstützt. Sie kommen und beglückwünschen, schenken Süßes.
Alle vier Kirchen Gazas wurden während des Genozids von Israel bombardiert. Die jahrhundertealte Gemeinde will sich nicht unterkriegen lassen. „Wir alle haben jemanden verloren. Niemand hier wurde verschont. Die Welt hat uns vergessen. Aber Gott vergisst niemanden von uns. Nicht uns und nicht diejenigen, die uns das antaten“, sagt Samer, der seinen Bruder und seine Schwester verloren hat.
Allem Feiernden, friedliche Ostertage.
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Bericht von Tarek Baé
Ostern in Gaza. Die christlichen Palästinenser Gaza begehen ihr erstes richtiges Osterfest seit Israels Genozid an ihnen.
In der Heiligen Familienkirche im Norden Gazas kommen Jung und Alt zusammen und entzündeten am Karsamstag die Osterflamme. Einer der Träger der Fackeln, ein Junge, verlor seinen Vater und seine Brüder durch den Genozid, berichtet @mohmd_elbaba direkt vor der Kirche in Gaza. Das Kirchengelände ist geziert von Spuren der Angriffe durch Israel.
Der Pastor Gabriel Romanelli betet auf Arabisch um „Frieden und Gerechtigkeit“ in Palästina und überall auf der Welt. „Der Krieg geht weiter. Es stimmt, dass es eine ‚Waffenruhe‘ gibt, aber jeden Tag sterben Menschen. Über zwei Millionen Palästinenser in Gaza verdienen es zu leben, und in Würde zu leben.“
Bei ihren Feierlichkeiten werden die christlichen Palästinenser von muslimischen Palästinensern unterstützt. Sie kommen und beglückwünschen, schenken Süßes.
Alle vier Kirchen Gazas wurden während des Genozids von Israel bombardiert. Die jahrhundertealte Gemeinde will sich nicht unterkriegen lassen. „Wir alle haben jemanden verloren. Niemand hier wurde verschont. Die Welt hat uns vergessen. Aber Gott vergisst niemanden von uns. Nicht uns und nicht diejenigen, die uns das antaten“, sagt Samer, der seinen Bruder und seine Schwester verloren hat.
Allem Feiernden, friedliche Ostertage.
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Jetzt
Bericht von Aljazeera
Christen beten in stillen Zusammenkünften, um der Auferstehung Christi zu gedenken und gleichzeitig die Hoffnung auf Überleben und Frieden zu bewahren.
Gaza-Stadt, Gaza – Ostern ist für Christen weltweit ein Fest der Freude, doch für die kleine christliche Gemeinde in Gaza ist es inmitten des anhaltenden Völkermords durch Israel ein weiterer trauriger Feiertag.
Am Sonntag begingen die Christen ihr wichtigstes Fest, die Auferstehung Jesu Christi, inmitten von Vertreibung und akuter Not.
Im Gazastreifen leben weniger als 1.000 Christen. Die Gemeinde war schon vor dem Krieg klein, und viele ihrer Mitglieder wurden seitdem bei Angriffen auf ihre Häuser und Kirchen getötet.
Sie gehören zu den über 72.000 Palästinensern, die Israel seit dem 7. Oktober 2023 getötet hat – dem Tag, an dem Israel den Krieg gegen Gaza begann, nachdem die Hamas tödliche Angriffe in Israel verübt hatte.
Eine UN-Kommission und Menschenrechtsaktivisten bezeichnen Israels Krieg als Völkermord an den Palästinensern.
In den Kirchen des Gazastreifens hatten Gebete, Gottesdienste und stille Zusammenkünfte eine tiefe Bedeutung, als die Familien Ostern begingen und gleichzeitig die Hoffnung auf Überleben und Frieden nicht aufgaben.
Viele Gemeindemitglieder sind aus dem Gazastreifen geflohen, wo Christen seit über 2.000 Jahren ungestört leben.
Doch der Mangel an Grundnahrungsmitteln überschattet das Fest. Strom, Wasser und Lebensmittel, darunter Eier, die zu den traditionellen Osterfeierlichkeiten gehören, sind knapp. Seit Jahrzehnten bestimmt Israel, was in den Gazastreifen hinein- und hinausgeführt wird.
Diese Einschränkungen wurden während des Völkermords noch verschärft. Obwohl seit Oktober ein „Waffenstillstand“ gilt, hat Israel seine Unterdrückung und Angriffe auf das Gebiet – Heimat von mehr als zwei Millionen Palästinensern, von denen die überwiegende Mehrheit Binnenvertriebene sind – fortgesetzt.