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📃 Sterblich oder unsterblich?

📃 Sterblich oder unsterblich?
In den Gedanken des Menschen kommen viele ihn selbst betreffende Fragen auf. Einige davon sind sehr wichtig. Sie sind sogar so wichtig, dass sie im Wort Gottes zu finden sind. Aber das ist noch nicht alles. Gottes Wort beinhaltet nicht nur die Fragen, sondern auch die Antworten auf diese. Und wenn das Wort Gottes eine Frage stellt und sie beantwortet, dann haben wir in der Antwort die absolute Wahrheit auf diese Frage, die allen Diskussionen [diesbezüglich] ein Ende setzt. Damit gibt es keinen Raum mehr für [irgendeinen] Disput, denn "So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was dir nützlich ist, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst." [JES. 48,17] Deshalb ist alles, was der HERR lehrt, nützliche Lehre. Ob wir es nun glauben oder ob es uns gefällt oder nicht, macht keinen Unterschied, soweit es die Lehre betrifft. Die Lehre [des Wortes Gottes allein] ist gewinnbringend und alles, was ihr widerspricht, nichtig. Der Weg, den der HERR führt, ist der [einzige] Weg, den wir gehen sollten, und jeder anderen Führung zu folgen, bedeutet, einen Weg einzuschlagen, den wir nicht beschreiten sollten.

In Psalm 8 wird folgende Frage gestellt: "Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?" [PS. 8,4] Natürlich gibt es mehr als nur eine Möglichkeit, wie diese Frage auf den Menschen bezogen werden kann, aber die Sache, auf die wir sie jetzt anwenden wollen, ist die Unsterblichkeit "Was ist der Mensch?" - ist er sterblich oder unsterblich? Die Antwort darauf ist nicht schwer. [So ist im Buch Hiob zu lesen: ] "Kann wohl ein Sterblicher gerecht sein vor Gott" [HI. 4,17] [SLT] [Weiter steht geschrieben:] "Du, HERR, bist unser Gott! Vor dir behält der Sterbliche keine Kraft!" [2. CHR. 14,10 ] Damit ergibt sich als Antwort auf diese Frage, dass das Wort Gottes den Menschen als sterblich beschreibt, und alles, was die Bibel direkt über Unsterblichkeit sagt, stimmt mit dieser Antwort überein.

So bezeugt im 1. Timotheusbrief das Wort [Gottes]: "Dem ewigen, unsterblichen und unsichtbaren König, dem einzigen weisen Gott, sei Ehre und Ruhm in alle Ewigkeit. Amen." [1. TIM. 1,17] [KJV] Hierdurch wird gezeigt, dass Unsterblichkeit eine Eigenschaft Gottes ist, ebenso wie Ewigkeit, Weisheit, Ehre, Herrlichkeit usw. Nichts von alledem gehört dem Menschen, so wie er [jetzt] ist.

Weiter finden wir bezüglich der Wiederkunft des HERRN [im gleichen Brief] geschrieben: "welche zu seiner Zeit zeigen wird der Glückselige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen." [1. TIM. 6,15-16] [SLT]

CHRISTUS hat diese Unsterblichkeit "ans Licht gebracht." Über die Absicht Gottes hinsichtlich der Gnade die uns in CHRISTUS vor Grundlegung der Welt gegeben wurde, bestätigt das Wort, sie "ist jetzt offenbar geworden durch das Erscheinen unseres Heilands Jesus Christus, der den Tod abgeschafft und Leben und Unsterblichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium." [2. TIM. 1,10] [KJV] Was das Evangelium beinhaltet, wird in wenigen Worten im 1. Korintherbrief 15 [wie folgt] aufgezeigt: "Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe — es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften." [1. KOR. 15,1-4] [SLT] Im Tod, Begräbnis und der Auferstehung Christi ist also das Evangelium [in seinem Kern] zusammengefasst und "durch das Evangelium", so heißt es, hat CHRISTUS "Leben und  Unsterblichkeit ans Licht gebracht." Gewiss wurden weder das Leben noch die Unsterblichkeit dadurch ans Licht gebracht, dass man starb und begraben wurde, denn beides war den Menschen bekannt, aber von den Toten aufzuerstehen und eine Schar von Toten aufzuerwecken, die sogar vielen erschienen - [wie geschrieben steht] "die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt und gingen aus den Gräbern hervor nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen." [MATTH. 27,52-53] [SLT] beinhaltete, etwas ans Licht zu bringen, was nie zuvor gesehen worden war, das entsprach tatsächlich dem, "Leben und Unsterblichkeit ans Licht zu bringen." Und so hat CHRISTUS durch Seine Auferstehung die Unsterblichkeit "ans Licht gebracht."

Weiter bezeugt die Schrift, dass GOTT denen ewiges Leben schenken wird, "die mit Ausdauer in gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen." [RÖ. 2,7] [ELB] Da nun Unsterblichkeit erlangbar ist, und GOTT DER EINZIGE ist, DER sie besitzt, und CHRISTUS DER EINZIGE ist, DER sie "ans Licht gebracht" hat, folgt daraus, dass Unsterblichkeit von GOTT durch CHRISTUS erlangt werden muss. Deswegen steht auch geschrieben: "die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." [RÖ. 6,23] [SLT] [und] "darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht." [1. JOH. 5,11-12] [SLT]

Nachdem wir [danach] gesucht und herausgefunden haben, dass Unsterblichkeit nur durch CHRISTUS kommt, ergibt sich die Frage: Wann wird sie uns als Eigentum geschenkt werden? [Die Antwort gibt Paulus wie folgt:] "Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HERRN Jesus Christus!" [1. KOR. 15,51-57]

Was uns Gottes Wort über Unsterblichkeit vermittelt, ist also das [Folgende]. Der Mensch, welcher sterblich ist, besitzt sie nicht, GOTT [jedoch] hat sie. CHRISTUS hat sie durch das Evangelium "ans Licht gebracht", der Mensch sollte sie bei GOTT durch CHRISTUS suchen und kann sie bei der Auferstehung der Toten erlangen, wo dies "dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit."  Dann wird "der Tod in Sieg verschlungen werden." Dies geschieht "zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden." Und wann ertönt diese letzte Posaune? Nun dies geschieht, wenn der HERR [entsprechend Seiner Zusage] in Seiner Herrlichkeit [zur Erde] zurückkommt. [denn es steht geschrieben:] "er selbst, der HERR, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem HERRN entgegen in der Luft, und werden also bei dem HERRN sein allezeit." [1. THESS. 4,16-17]

Unsterblichkeit wird [also] von GOTT durch CHRISTUS bei der Auferstehung der Toten erlangt. Es ist der Klang der "letzten Posaune", der die Toten auferweckt. Diese Posaune wird bei der Wiederkunft des Herrn ertönen. Deshalb werden wir ohne das zweite Kommen des Herrn niemals Unsterblichkeit erlangen. Aus diesem Grund sehnen wir uns nach Seiner herrlichen Erscheinung. Wir wachen und warten auf IHN, "der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird ⟨und⟩ seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig ⟨machen wird" [PHIL. 3,21] [ELB] , denn wir wissen, "dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist." [1. JOH. 3,2] [SLT] "Amen. — Ja, komm, Herr Jesus!" [OFFB. 22,20]  

( Alonzo T. Jones, November 1892 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 24.03.2026 18:05
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 130 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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