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📃 Toter Formalismus

📃 Toter Formalismus
Selbst nach der Kreuzigung Christi, die eigentlich ihre ewige Vernichtung herbeiführen sollte, hat dieselbe böse Sache Macht erlangt und ist überall zum Fluch des christlichen Bekenntnisses geworden. Schon sehr bald schlichen sich unbekehrte Menschen in die Kirche ein und nahmen in Selbsterhöhung die Stelle Christi ein. [Und] da die lebendige Gegenwart Christi aufgrund lebendigen Glaubens in ihren Herzen fehlte, versuchten sie seitdem, [äußerliche] Formen des Christentums dazu zu benutzen, das Fehlen der [persönlichen] Gegenwart des Herrn - welche allein Formen Sinn und Leben geben kann - zu ersetzen.

In diesem System der Verkehrtheit glaubt man, an Wiedergeburt durch eine Form der Taufe, die zudem in Form eines bloßes Besprengens mit ein paar Tropfen Wasser besteht, an eine wirkliche Gegenwart Christi in Form des Abendmahls und dass die Hoffnung auf Errettung auf einer Verbindung mit einer Form der Gemeinde basiert. Und  diese Aufzählung einiger Formen des Christentums könnte leicht weiter fortgesetzt werden. Nicht zufrieden damit, die von GOTT bestimmten Formen des Christentums so zu pervertieren, wurden diesen Perversionen noch zehntausend eigene Erfindungen, wie [beispielsweise] Bußübungen, Wallfahrten, Traditionen und haarspalterische Unterscheidungsmerkmale hinzugefügt.

Und wie es schon immer bei reinen Formalisten der Fall war, entspricht das Leben beständig einfach einer Offenbarung der Werke des Fleisches – Zank und Streit, Heuchelei und Ungerechtigkeit, Verfolgung, Spionage, Verrat und jedes böse Werk. Das entspricht dem Papsttum.

Dieser böse Geist des toten Formalismus hat sich jedoch weit über die Grenzen des organisierten Papsttums hinaus verbreitet. Er ist heute überall der Fluch des Bekenntnisses zum Christentum, selbst der Teil des Christentums, der sich zur Botschaft des dritten Engels [von Offbarung 14,9-11] bekennt, ist nicht völlig frei davon. [Und] er wird das weltweit vorherrschende Übel der letzten Tage - bis zur Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit in den Wolken des Himmels - sein.

Denn [es steht geschrieben]: "Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!" [2. TIM. 3,1-5]

Gegen diese allgegenwärtige Form "scheinbarer Gottesfurcht, welche die Kraft wahrer Gottesfurcht verleugnet" - diesen toten Formalismus - sollen wir den guten Kampf  lebendigen Glaubens kämpfen. Der lebendige Glaube, welcher der Welt durch die Botschaft des dritten Engels vermittelt wird, soll uns davor bewahren, in diesem "weltweiten Meer" eines toten Formalismus unterzugehen.

Wie steht es mit Dir persönlich heute? Zeichnet Dich toter Formalismus oder lebendiger Glaube aus? Besitzt Du [nur] einen Schein von Gottesfurcht ohne die Kraft wahrer Frömmigkeit? Oder besitzt Du aufgrund lebendigen Glaubens, die lebendige Gegenwart und Kraft des lebendigen Erlösers im Herzen, die allen Formen der Anbetung und des Dienstes, die CHRISTUS eingesetzte, göttlichen Sinn, Leben und Freude gibt, die die Werke Gottes wirkt und die Früchte des Geistes im gesamten Leben offenbart?

Ohne das Mittel zu sein, CHRISTUS, den lebendigen Heiland und lebendigen Glauben an IHN, darin zu finden, kann selbst in unseren Tagen das Studium des Wortes Gottes - wie es, als der HERR auf Erden weilte, der Fall war - totem Formalismus entsprechen. Deswegen warnte der HERR Schriftgelehrten [Seiner Zeit]: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen." [JOH. 5,39-40] [SLT]

Die religiöse Leiterschaft Israels versuchte, basierend auf den  Schriften - durch Ausleben derselben - ohne CHRISTUS ewiges Leben zu erlangen. Aber [Johannes bezeugt]: "Darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn." [1. JOH. 5,11] [SLT] Ja, in CHRISTUS - wie wir IHN in den Schriften finden - ist Leben aber nicht in den Worten der Schriften ohne IHN. Denn sie sind es, die - entsprechend ihrem Zweck - von IHM zeugen. Deshalb [steht geschrieben]: "Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht." [1. JOH. 5,12]

"Wenn wahre Frömmigkeit Gedanken und Handlungen erhebt, stimmen die äußeren Formen der Religion mit der inneren Reinheit des Christen überein, dann sind jene Zeremonien, die im Dienst Gottes gefordert werden, keine sinnlosen Riten wie solche der heuchlerischen Pharisäer." [Geist der Weissagung Band II S. 219]

( Alonzo T. Jones, Februar 1895 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 05.03.2026 18:54
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Alonzo T. Jones bereits vor mehr als 130 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
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