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Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Dies ist der Wunsch unseres HEILANDES, HERRN JESUS CHRISTUS.

Guten Morgen zusammen.

Kommentare

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Sherezade 22.02.2026 13:22
Die Worte beziehen sich auf Paulus (älteste Überlieferung) und auf  Lukas. Bei der Frage um die Realpräsenz geht es um die Datierung und wem man folgt.Also Synoptiker oder Johannes..

Mischael hat alles richtig geschrieben…
 
Sherezade 22.02.2026 13:54
Genau dies steht im Evangelium nach Lukas:
Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Dann nochmal: Wie man das Abendmahl versteht ist abhängig welcher Datierung man folgt.Also Synoptiker oder Johannes und nicht von Einsetzungsworten.
 
Shira 22.02.2026 15:22
Paulus und Lukas = älteste Überlieferung
Johannes = theologisch später, aber bewusst vertieft

Das klingt, als wären Jesu Worte relativierbar nach "Quellenlage".
Sind sie aber nicht!

Johannes erklärt, WAS bei der Eucharistie geschieht,
während die Synoptiker sagen, WAS wir tun sollen.

Johannes sagt nicht, wie man es tut, sondern was geschieht:
"Mein Fleisch ist wirklich Speise."

Lukas/Paulus sagen: "Tut dies …"

Johannes erklärt die Tiefe, Lukas/Paulus geben die Form.

Jetzt kommt das Spannende:

Paulus benutzt das Wort ἀνάμνησις (anamnesis).
Bedeutung:
Vergegenwärtigen
heilsgeschichtlich wirksam machen
nicht bloß erinnern, sondern real ins Jetzt holen

Bei Paulus ist das Mahl ein Handeln, durch das Christus gegenwärtig wird.
Er denkt liturgisch, nicht symbolisch.

Lukas übernimmt genau dieses Wort (anamnesis).

Er sagt nichts anderes als Paulus, sondern: ordnet es in Jesu Worte ein, macht daraus Einsetzungsworte

Lukas sagt nicht: "Denkt an mich"
sondern:
"Tut dies, damit ich gegenwärtig bin." (anamnesis)

Johannes bringt keine Einsetzungsworte. Stattdessen erklärt er die Wirklichkeit dahinter:

"Mein Fleisch ist wirklich Speise, mein Blut wirklich Trank."
Johannes erklärt was geschieht.

Paulus und Lukas sagen: Tut dies - es ist anamnesis, Vergegenwärtigung.
Johannes sagt: Was dabei gegenwärtig wird, ist mein wirklicher Leib und mein wirkliches Blut.

Es widerspricht sich nichts.
Es fügt sich wie Handlung - Auftrag - Deutung zusammen.
 
Shira 22.02.2026 15:29
Im jüdischen Glauben weiß jeder Jude, was das Wort "zikaron" im Griechischen (anamnesis) bedeutet.

5. Mose 5,15: Gedenke, dass du Sklave warst im Land Ägypten … darum hat der HERR dir geboten, den Sabbat zu halten.

Im Kiddusch heißt es:
Gedenken an die Schöpfung und Gedenken an den Auszug aus Ägypten.

Jeder Sabbat ist:
Befreiung jetzt!
nicht nur damals!

Pessach = Ich bin selbst aus Ägypten ausgezogen
Sabbat = Ich bin jetzt befreit
zikaron = reale Teilhabe

Genau dieses Denken übernehmen Paulus und Lukas mit anamnesis.

Und Johannes sagt dann: Was gegenwärtig wird, ist nicht nur Befreiung - sondern Christus selbst.

Das ist, was ich weiß. Jeder kann es halten, wie er will. Ich diskutiere oder streite darüber nicht mehr.
 
Shira 22.02.2026 16:06
Klavierspielerin,

Die Worte von Paulus, Lukas und Johannes widersprechen sich nicht, Klavierspielerin. 
Die RKK beruft sich auf alle drei.
 
Sherezade 22.02.2026 16:21
Die unterschiedlichen Begründungen liegen u.a.in der Datierung. Also wann fand das letzte Abendmahl statt.14 oder 15 Nissan.Dies gehört zum Grundwissen über das NT und hat nichts mit Konfession zu tun.
Steht so oder so ähnlich im normalen römisch-kath. Lehrbüchern der Theologie.

Die Worte von Mischael hätte man auch einfach so stehen lassen können … ohne Hinweis auf eine Konfession.. wozu …
 
Shira 22.02.2026 16:56
Paulus (1 Kor 11) --> liturgische Einsetzungsworte, anamnesis

Lukas -->                  Einsetzungsworte in Verbindung mit liturgischer Handlung

Johannes -->             theologische Erklärung, was beim Essen passiert (Realpräsenz)

Die Datierung des letzten Abendmahls (14./15. Nisan) ist eine historische Frage, hat aber keinen Einfluss auf die theologische Deutung.
 
Mischael 22.02.2026 17:15
Dankeschön für Eure Kommentare.

Ich selber übernehme nicht das Verständnis / Sichtweise einer Kirche, welcher auch immer.

Ich versuche mich an das Wort GOTTES, der Bibel, zu halten.

Das Wort GOTTES, die Bibel widerspricht sich nicht selber.

Der erste Brief an die Korinther wurde von Paulus verfasst und hat das Leben der Christen zum Thema.

Die Verse 23 bis einschließlich 26 von Kapitel 11 enden mit dem Vers 26, der da lautet: 
Denn sooft ihr dieses Brot esst und den Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des HERRN, bis er kommt.

Wer mag, lese sich bitte die hier nicht zitierten Verse 23 bis einschließlich 25, zum besseren Verständnis, durch.
2 mal kommt darin vor, dies tut zu meinem Gedächtnis.

Im übrigen geht es mir bei dem wöchentlichen am Sonntag erstellten Blog, "Dies tut zu meinem Gedächtnis!" unter anderem auch darum, meine Mitmenschen zum Besuch der Versammlung anzuregen, zumal wir damit nicht nur Leser, sondern auch Täter des Wortes GOTTES, der Bibel sein können.
 
Shira 22.02.2026 17:35
Das, was ich über das Wort "anamnesis" erklärt habe, ist biblisch fundiert. Wenn du dich an der Bibel orientieren willst, lohnt es sich, meine Ausführungen nachzulesen und zu prüfen.

Ob es nun die katholische Sicht, die evangelische oder eine andere ist, ist mir ziemlich Wurscht. 
Ich habe die Bibel und griechische sowie jüdische Wurzeln. Mein Vater war Romaniot.
 
Sherezade 22.02.2026 17:35
So wie es Mischael schreibt, verstehe ich diesen Blog und das Anliegen…
Der Einladende an den Tisch des Herren ist der Messias selbst…
 
pieter49 22.02.2026 20:11
Ja; der Bloginhaber @Mischael, ist Biblisch orientiert...

19 Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.

Unabhängig von ein Konfession, Gemeinde oder Sekte...

Vermute ich ...

Ich war 12 Jahre bei den Darbysten, die hatten auch ein Exklusives Verständnis ...

Letztendlich glaube ich das es ein Herzensangelegenheit ist !!
 
Epheser511 22.02.2026 20:23
Ich habe zu dem Thema mal einen Artikel geschrieben: https://www.jesus-christus-ist-gott.de/die-eucharistie-1

Nur als kleiner Einwurf für Interessierte gedacht, ich habe nicht vor in eine Diskussion einzusteigen.
 
(Nutzer gelöscht) 22.02.2026 20:28
Gedächtnis ist nur Erinnerung und keine Realität und keine Begegnung !

Wenn Paulus 'anamnesis 'verwendet meint er als Jude' zirkaron ' - das stimmt und so sieht es auch die Forschung.( KI gefragt)

Die Eucharistie ist Vollzug der Erlösung und die Eucharistie ist normativ soteriologisch  ,dh. heilsnotwendig nach der Taufe.
Die Taufe ist der Beginn der Erlösung und der Gnade und die Eucharistie hilft diese zu BEWAHREN.

Glauben allein kann man auch vieles , darum muss der Glaube in die Nachfolge führen und in die Begegnung mit Jesus und Richtungsweisend / Richtschnur ist auf diesem Weg die Eucharistie.

Cherub
 
Shira 22.02.2026 20:40
Ich brauche deinen Artikel gar nicht weiterzulesen, du schreibst: Sie vergegenwärtigt das einzigartige(nicht einmalige) Opfer Christi,"   Das ist schon falsch.


"Einzigartig" meint: einmal für alle vollzogen, aber nicht in der Vergangenheit eingeschlossen. In der Vergegenwärtigung wird nicht neu geopfert, sondern dasselbe Opfer Christi gegenwärtig.

Ich wäre dir dankbar, wenn du diese inhaltlich falsche Aussage über die RKK von deiner Seite entfernen würdest.

Warum schreibst du über die katholische Kirche, wenn du ihre Lehre nicht korrekt darstellst? Das führt zu unnötigen Missverständnissen.
 
Shira 22.02.2026 20:46
20:40 war für Epheser.

Tja....Jüdisches Denken ist kein abendländisches Denken.
 
Sherezade 22.02.2026 21:00
Weder die Sicht der RKK noch die Sicht der luth. Kirche (also meine Kirche) entspricht jüdischem Denken.

Das Verständnis des Abendmahls in den orthodoxen/orientalischen Kirchen unterscheidet sich auch vom Verständnis der RKK…

Nur meine 5 Cents..
Gerade bei solch positiven Gedanken wie die von Mischael braucht es an der   Stelle keinen Diskurs…dafür sind andere Blogs besser…
 
Shira 22.02.2026 21:14
Im Fall von "Tut dies zu meinem Gedächtnis" (anamnesis) hat die katholische Kirche jüdisches Denken übernommen. 
Und da es hier um "anamnesis geht", hat Klavierspielerin ganz recht, wenn sie den Unterschied in ihrer Kirche nennt. Die Bibel und der genaue Wortlaut sind schon wichtig. 

Du hättest es auch stehen lassen können. Sherezade.
 
Epheser511 23.02.2026 06:22
@shira

Ich habe zuvor direkt aus dem Katechismus zitiert. Und da steht nun mal eindeutig:

1367 Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer: „Denn die Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich selbst damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst der Priester; allein die Weise des Opferns ist verschieden". „In diesem göttlichen Opfer, das in der Messe vollzogen wird, [ist] jener selbe Christus enthalten und [wird] unblutig geopfert ... der auf dem Altar des Kreuzes ein für allemal sich selbst blutig opferte" (K. v. Trient: DS 1743).(https://www.vatican.va/archive/DEU0035/__P47.HTM)

Einzigartig ist eben nicht gleichbedeutend mit einmalig.
 
(Nutzer gelöscht) 23.02.2026 10:10
Einmalig kann nicht gewählt werden ,weil das Wort eine abgeschlossene wie abgehakte Sache in der Vergangenheit bedeutet und damit die Gegenwart Christi der uns immer zu jeder Zeit in seinen Kreuzestod hinein nimmt dann nicht sichtbar wird.

Der Katholik wird bei der Eucharistie einzeln und persönlich wie bei der Taufe ,die auch einzeln und persönlich ist, in das Kreuzesgeschehen aufgenommen.
Hierbei sind Taufe und Eucharistie gleich , beide geschehen einmalig und einzigartig für Jeden  immer und persönlich.

Dazu passt natürlich auch die Vergebung ,die ebenfalls einzeln ,einmalig und einzigartig und persönlich bei jedem vergeben wird.

Sodaß wir sagen können Christus ist gegenwärtig immer da und wirkt immer einzigartig und einzeln.

So wie Christus ein Kind wurde so wurde Christus auch Brot / Hostie / oder  ganz klein ein Senfkorn..

Cherub
 
Shira 23.02.2026 15:33
Epheser,

Okay, jetzt habe ich verstanden, wo du/ihr hängen bleibt. 
Was im Katechismus steht, ist richtig. Das hebräische Wort "zikaron", das im Griechischen mit "anamnesis" übersetzt wird, kennt ihr offenbar nicht und deshalb versteht ihr es auch nicht.

Ich habe es in meinen zwei größeren Kommentaren erklärt. Vielleicht solltest du sie noch einmal lesen.

Das Wort "zikaron" stammt nicht aus menschlicher Theologie.
Es wurde von Gott selbst geboten und durch Mose schriftlich überliefert.
Wer diesen hebräischen Bedeutungsrahmen nicht kennt, kann auch das griechische "anamnesis" nicht verstehen.

Wenn Gott zu Mose (2. Mose 12,14; 3. Mose 24,7) gewollt hätte, dass die Israeliten sich bloß erinnern sollen, hätte er das Wort זָכַר (zakar) oder hinsichtlich des "Erinnerns" gebräuchliche Form benutzt und nicht זִכָּרוֹן (zikaron).

(zakar) = einfach "sich erinnern" (rein geistig, Gedächtnis im Kopf)

זִכָּרוֹן (zikaron) = Gegenwärtig-Setzen, Teilnahme, Vergegenwärtigung, aktiv erleben.

Paulus hat genau dieses Wort benutzt. Lukas auch, als sie von "Tut dies zu meinem Gedächtnis" sprachen. Hätte er ein bloßes Erinnern im Kopf gemeint, hätte er das Wort μνημονεύω (mnēmoneuō) benutzt und nicht "anamnesis"

μνημονεύω (mnēmoneuō) = rein sich erinnern, im Gedächtnis behalten (symbolisches Erinnern)

ἀνάμνησις (anamnesis) = Vergegenwärtigung, reale Teilhabe am Geschehen


Das ist jüdisches Denken.  So etwas gibt es im deutschen Denken nicht.

Die Juden reisen auch nicht jeden Freitag nach Ägypten, um befreit zu werden und doch sind sie dabei. Sie kennen dieses Wort. 
Auch wenn sie selbst nie in Ägypten waren, freuen sie sich, weil sie dabei sind.

Einzigartig heißt auch nicht mehrmalig.

Wieso sollen wir Jesus immer wieder opfern? Jeden Tag erneut ans Kreuz? Jesus hat doch gesagt: Es ist vollbracht! 

 Also bitte diese inhaltlich falsche Aussage über die RKK von deiner Seite entfernen.
 
Sherezade 23.02.2026 17:09
Noch mehr Missverständnisse…
Natürlich sind die Worte in der ev. Theologie bekannt. Ohne Hebraicum, Graecum und Latinum kein Studium.
In der ev. Theologie teilt man nur nicht den Gedanken des Messopfers… und das kath. Verständnis ist bekannt…
Vermutlich gibt es noch mehr Missverständnisse.. auch mit der Realpräsenz..
Auch in den reformierten Kirchen ist der Herr beim Abendmahl präsent…
 
Shira 23.02.2026 17:51
Wenn ich "du/ihr" geschrieben habe, meinte ich diejenigen, die behaupten, die römisch-katholische Kirche würde Jesus in jeder Messe neu opfern. Das ist ein altes Missverständnis, das ich schon oft gehört habe und ich habe mich immer gefragt, wie man überhaupt darauf kommt.

Die Sicht anderer Kirchen ist hier nicht mein Thema. Im Moment reicht es mir völlig, mich um das Verständnis meiner eigenen Kirche zu bemühen.
 
Sherezade 23.02.2026 20:17
Eigentlich bin ich nur noch verwundert..
Bei dem Blog hatte ganz andere Gedanken… sie gingen in Richtung Mt28, 16-20 und auch sehr praktische Gedanken…
Nicht eine Sekunde dachte ich daran, dass Unterschiede in der evangelischen Theologie und römisch- katholischer Theologie in diesem Blog relevant sind oder als Thema gedacht waren…
Wenn ich die Annahmen von cherub lese, wird jedoch sehr deutlich, dass es wenig Wissen um evangelisches Verständnis um Abendmahl und Sakramente gibt… aber seltsam vermutet wird …
Ich hab den Blog als Herzensanliegen verstanden und wär im Lebtag nicht darauf gekommen z.b die Unterschiede zwischen Luther, Calvin und Zwingli abzuarbeiten +Sprung in die Neuzeit, Judaistik und Sprache…

Für mich ist das Ansinnen, dass man sich am Tisch des Herren einfindet… der Auferweckte ist der Gastgeber…
 
Mischael 23.02.2026 21:57
Sherezade,

dankeschön.

Vielen lieben Dank.

Gruß, Michael
 
pieter49 24.02.2026 08:46
Aus dem Evangelium :

Bleibt in meiner Liebe !

Joh. 15,9b
 
Epheser511 24.02.2026 19:42
@Shira

Ok, ich schaue mir das nochmal genauer an und melde mich dann nochmal. Solltest du mich überzeugen können, werde ich den Artikel entsprechend anpassen.
 
Shira 24.02.2026 21:05
Was mich wundert, ist, dass Protestanten anscheinend beim Satz
"Tut dies zu meinem Gedächtnis"  an Mt 28,16–20 denken.🤔

Für mich ist dieser Satz der stärkste überhaupt - fast das Resümee des ganzen Evangeliums.
Sich Jesu Leid und seinen Tod zu vergegenwärtigen, offenbart seine bedingungslose Liebe:
unschuldig gequält, ungerecht verurteilt, bis zum Tod gegangen - für uns.

Dieses vergegenwärtigen führt nicht in akademische Abgrenzungen, sondern in eine Haltung der Demut, Im Gegenteil dort werden Graecum, Latinum, Hebraicum - ja selbst sttutiert zu haben, zu einem Nichts.
Man wird ganz klein. Sogar mit Hut.

Aber gut: Jede Denomination setzt ihre Schwerpunkte anders.
Das hätte ich so nicht erwartet.
 
Sherezade 24.02.2026 21:20
„Ich  bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“

Genau deshalb…er ist da .. immer , überall und jederzeit…
 
Epheser511 06.05.2026 13:22
@Shira

Jetzt endlich meine Antwort. Ich habe die Wortbedeutungen selber nochmal nachgeschlagen und in den Versen nachgelesen. Fangen wir mit "zāḵar" für "erinnern" an:

"zāḵar" ist ein Verb und steht wirklich für die Handlung des Erinnerns: https://www.blueletterbible.org/lexicon/h2142/kjv/wlc/0-1/

1.Mose 8,1 Und Gott gedachte des Noah...

"zikārôn" ist ein Nomen und kann daher schon aus grammatikalischen Gründen nicht "aktiv erleben" bedeuten. Die Bedeutung ist nach Strong´s "ein Andenken (oder eine denkwürdige Sache, ein Gedenktag oder ein Schriftstück): — Gedenken, Aufzeichnung." https://www.blueletterbible.org/lexicon/h2146/kjv/wlc/0-1/

2.Mose 12,14 Und dieser Tag soll euch zum Gedenken sein, und ihr sollt ihn feiern als ein Fest des HERRN bei euren [künftigen] Geschlechtern; als ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern.

Der Unterschied diese 2 Wörter besteht also nicht in der Intensivität des Gedenkens, sondern "zāḵar" beschreibt das aktive Handeln und  "zikārôn" etwas, das zur aktiven Handlung des Erinnerns anregt. - z.B. ein Feiertag.

"anamnēsis" ist ein Nomen bedeutet nach Strong´s "eine Erinnerung, eine Rückbesinnung": https://www.blueletterbible.org/lexicon/g364/kjv/tr/0-1/

Lk. 22,19 Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis!

Hebr. 10,3 Stattdessen geschieht durch diese [Opfer] alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden.

Auch das bedeutet also keine "reale Teilhabe am Geschehen", wie man auch in Hebr. 10,3 sehr gut sieht, sondern eine gezielte Erinnerung an etwas. Das Abendmahl soll uns als stetige Erinnerung an Jesu Tod dienen.

Einzigartig heißt auch nicht mehrmalig

Nicht automatisch, doch es schließt das auch nicht aus. Nur das wollte ich verdeutlichen. Denn nochmal, im Katechismus steht ganz klar:

1367 Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer: „Denn die Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich selbst damals am Kreuze opferte, opfert jetzt durch den Dienst der Priester; allein die Weise des Opferns ist verschieden". „In diesem göttlichen Opfer, das in der Messe vollzogen wird, [ist] jener selbe Christus enthalten und [wird] unblutig geopfert ... der auf dem Altar des Kreuzes ein für allemal sich selbst blutig opferte" (K. v. Trient: DS 1743).(https://www.vatican.va/archive/DEU0035/__P47.HTM)

"1405 Die Eucharistie ist das sicherste Unterpfand und das deutlichste Zeichen dafür, daß sich die große Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt [Vgl. 2 Petr 3,13,], erfüllen wird. Jedesmal, wenn dieses Mysterium gefeiert wird, „vollzieht sich das Werk unserer Erlösung" (LG 3) und wir brechen „ein Brot ...‚ das Arznei der Unsterblichkeit ist, Gegengift, daß man nicht stirbt, sondern lebt in Jesus Christus immerdar" (Ignatius v. Antiochien, Eph. 20,2)."(https://www.vatican.va/archive/DEU0035/__P49.HTM)

Viel deutlicher kann man es doch nicht formulieren. Nach katholischer Lehre ist das Abendmahl nicht nur zur bewussten Erinnerung, sondern Jesus soll jede Messe in Form von Brot und Wein erneut unblutig geopfert werden und dadurch vollzieht sich jeden Sonntag neu das Erlösungswerk Jesu.

Und das ist unbiblisch, die Begründung hast du selber genannt: "Es ist vollbracht!"

Und bevor jetzt jemand mit den übrigen Argumenten für die katholische Lehre kommt, bitte ich meinen Artikel erstmal vollständig zu lesen, da ist bereits alles abgehandelt. Wie gesagt, ich möchte hier nicht lange diskutieren.
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